WELT UND WIRTSCHAFT IM UMBRUCH?!

Wir sind alle für Veränderung! Vorausgesetzt: „Alles bleibt beim Alten!“

Hinter dem zutiefst beunruhigenden Einbruch der Weltwirtschaft verbirgt sich eine handfeste strukturelle Krise jenes bis dahin dominanten Wirtschaftsmodells, das vor dem Hintergrund immer härterer Kostenkonkurrenz immer effizienter Überkapazitäten schafft. Dabei wurde ein systemimmanent verursachtes Karussell des Wettbewerbs in Gang gesetzt: Immer mehr Produkte, immer billiger („Geiz ist geil“), bei immer höherer Produktivität und immer höheren Gewinnen für die Aktionäre.

Welt_und_Wirtschaft_im_UmbruchObwohl wir in einer Überproduktions-gesellschaft leben, agieren „wir“ nach den überkommenen Rezepten einer Mangelwirtschaft. Gleichzeitig leben weltweit immer mehr Menschen unter der Armutsgrenze und werden Produkte eher vernichtet, als billiger verkauft. Damit aber schürt der harte globale Konkurrenzkampf Verteilungskonflikte, welche nicht nur fatale Auswirkungen auf die soziale Sicherheit haben, sondern sogar den Weltfrieden gefährden. Zudem vernichtet dieses System begrenzte natürliche Ressourcen und gefährdet das Weltklima sowie die potenziellen Lebenschancen nachfolgender Generationen.

De facto erleben wir derzeit das Ende des bisherigen Globalisierungsmodells, ja das Ende der Welt, wie wir sie kannten. Bisher nicht hinterfragte Gewissheiten wurden mit der Finanz- und Wirtschaftskrise außer Kraft gesetzt und die „unantastbaren“ Denk- und Handlungsmuster dieser „freigelassenen“ neoliberalen Marktwirtschaft mit einem Schlag auf den Kopf gestellt. Jäh zurückgeholt „auf den Boden der Realität“ (siehe Universitäts.Club-Symposium 2009) wenden sich bedrohte Banken und marode Industrieunternehmen hilferufend an den Staat, der wiederum in seinen „Bewältigungsreflexen“ die heimischen Firmen mit Subventionen, Bürgschaften aber auch Importbeschränkungen schützt. Ein neuer Protektionismus greift um sich, der sogar die offene Weltordnung in ihrer bisherigen Form bedroht. Erstmals in der Geschichte geht es buchstäblich ums Ganze, nicht irgendwo anders und irgendwann in der Zukunft, sondern überall, auf unserem gesamten Globus, hier und heute! Die komplexen Probleme und Zusammenhänge einer global vernetzten Welt erfordern Kooperation, nicht Konkurrenz! Es ist höchste Zeit, gemeinsam zu handeln, mehr noch: für einen radikalen Neustart! Dies gilt nicht nur für die Politik, sondern auch für die Wirtschaft. Ein „Change Management“ im bisherigen Sinne, lediglich mit Blick auf die Optimierung eigener Vorteile und des eigenen Unternehmens, wird zukünftig nicht mehr ausreichen, um das Überleben von Unter nehmen langfristig zu sichern. Eine verantwortungslose Auslagerung von Kosten und „Störfaktoren“ an die Öffentliche Hand wird künftig nicht mehr möglich sein, im Gegenteil: UnternehmerInnen und Manager werden die einseitige und viel zu enge betriebswirtschaftliche Sicht erweitern und ihre Strategien viel stärker auf gesamtgesellschaftliche Bedürfnisse und Entwicklungen einstellen müssen.

WELT UND WIRTSCHAFT IM UMBRUCH?!
Wir sind alle für Veränderung!
Vorausgesetzt: „Alles bleibt beim Alten!“
TOP MANAGEMENT SYMPOSIUM
3. BIS 5. JUNI 2010 | ABBAZIA DI ROSAZZO
33044 MANZANO | FRIAUL | ITALIEN
Als PDF zum Download: Programm mit Anmeldung

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