Kooperative Zusammenarbeit: Ist die Zeit jetzt wieder reif?

Der Bericht über die Entwicklung der Netzwerk-Kooperation www.kompetenz-partner.com ist 5 Jahre alt und beschreibt Erfahrungen und Anspruch von “Wertstiftung und Wertschöpfung in partnerschaftlicher Zusammenarbeit”. Hier können Sie das Dokument als PDF-Datein herunterladen.

Die vorher gesammelten Erfahrungen aus 10 Jahren Selbständigkeit in den Schwerpunkten Weiterbildung und Marktkommunikation haben mich nach dem Niedergang der 1. Spekulationsblase nach 2000/2001 dazu bewegt, für die Zusammenarbeit in Netzwerken und Kooperationen zu arbeiten. Die Motivation dafür war, durch “Konzentration auf Kernkompetenzen” zu Spitzenleistungen ”im eigenen Fach” zu gelangen und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit von allen beteiligten Partnern zu stärken.

Im Jahr 2002 war ich dann mit Unterstützung der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Höxter am Aufbau von 2 Kooperationen beteiligt: Der gewerkeübergreifenden Handwerker-Kooperation www.meister-qualitaet.de und der im Feld Unternehmensdienstleistungen engagierten Netzwerk-kooperation www.kompetenz-partner.com, die sich zu meinem Bedauern im Jahr 2006 aufgelöst hat.

Die Ereignisse der letzten Monate, der erneute und diesem Fall wohl noch viel weiterreichende Zusammenbruch einer Spekulationsblase mit dem damit verbundenen und bisher beispiellosen Eingriff der Regierungen zur Stabilisierung der Lage, setzt die Frage nach zukunftsfähigem Verhalten im Wettbewerb erneut auf die Strategie-Agenda. Das hat mich dazu bewogen, den nun vor 5 Jahren entstandenen Praxisbericht »Entwicklung der Kompetenz-Partner« aus der Schublade zu holen um ihn erneut zur Diskussion zu stellen. Viele der damals fixierten Ideen sind keinesfalls veraltet und können als Planungsskizze für weitere Anläufe in Sachen “kooperativer Zusammenarbeit” dienen. Allein auf die Ergebnissicherung, man kann es auch ”Controlling der Zielsetzungen” nennen, würde ich in Zukunft wesentlich mehr Wert als vor 5 Jahren legen. Ansonsten droht die Gefahr, dass Anspruch und Wirklichkeit zu schnell auseinander laufen. An dieser Stelle braucht jede Kooperation

  1. eine gute Führungskraft, die für die Koordination der gemeinsamen Aktivitäten Verantwortung übernimmt
  2. klare Ziele und Vereinbarungen über den Gegenstand und die Vorgehensweise der Zusammenarbeit   

Der Weg zu einem kooperativen Verhalten in der Wirtschaft ist sehr schwer, das habe ich in den letzten 6 Jahren erfahren. Oft werden die Begriffe Netzwerk und Kooperation missbraucht, um damit nur das eigene Angebot zu verbreiten. Gross ist auch die Versuchung und Gefahr für die Beteiligten, “schleichend” abzukommen von der Ausgangsintention der gegenseitigen Stärkung und in Rollen zurückzufallen, die miteinander im Wettbewerb stehen. Ist das aber erst geschehen, dann ist das Vertrauen geschädigt und die Enttäuschung sehr gross. Andererseits hat das Beispiel der Finanzbranche in diesem Jahr gezeigt, wie wichtig Vertrauen in der “vernetzten Welt” geworden ist und wie die Kreisläufe kollabieren und so der Zusammenbruch droht, wenn das Misstrauen überhand nimmt. Vertrauen ist eben doch viel mehr als nur ein Kuschelgefühl. In einem Mindestmaß ist Vertrauen existenzsichernd. Geht das Mindestmaß verloren, ist die Existenz akut gefährdet. 

Kooperative Zusammenarbeit: Ist die Zeit jetzt wieder reif? Kann uns dieser Ansatz bei der Aufgabe helfen, die Krisenangst aus unseren Köpfen zu halten und so die Geldkreisläufe zu re-stabilisieren, also die Krise ein kleines Stück weit zu überwinden? Was meinen Sie? Ich freue mich auf Ihr Interesse!

Andreas Stein, Tel. 05 61/9 88 25 75, as@andreas-stein.info  

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