Non-Profit-Organisationen (NPO´s) zur Verbesserung sozialer, ökonomischer und ökologischer Perspektiven

»Als Non-Profit-Organisation (NPO) bezeichnet man jene Organisationen in frei-gemeinnütziger oder privat-gewerblicher Trägerschaft, welche ergänzend zu Staat und Markt spezifische Zwecke der Bedarfsdeckung, Förderung und/oder Interessenvertretung/Beeinflussung (Sachzieldominanz) für ihre Mitglieder (Selbsthilfe) oder Dritte wahrnehmen. Sie verfolgen keine kommerziellen (Rendite-)Interessen, sondern dienen gemeinnützigen sozialen, kulturellen oder wissenschaftlichen Zielsetzungen ihrer Mitglieder. Dies ist in einem Statut festgelegt und wird in Deutschland im Rahmen eines staatlichen Anerkennungsverfahrens bei Beantragung von Gemeinnützigkeits-Status auf Plausibilität überprüft. In Deutschland typische Rechtsformen von Nonprofit-Organisationen sind die Gemeinnützigen GmbH und der eingetragene Verein (e. V.).« (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Non-Profit-Organisation)

Der Wikipedia-Eintrag zum Begriff Non-Profit-Organisation (NPO) ist wegen seiner umfassenden Darstellung – auch zum Thema der Finanzierung von NPO´s – sehr empfehlenswert. Ebenso lesenswert ist der Blog http://blog.nonprofits-vernetzt.de von Dr. Brigitte Reiser.

Seit mehr als 10 Jahren setzte ich mich mit der Frage der ZIELDEFINITION und -ORIENTIERUNG von Unternehmen und Organisationen intensiv auseinander. Mit Start der Initiative www.forum-fuehrung.com am 01.-02.07.2005 ist daraus eine neue, weitreichend öffentliche Auseinandersetzung geworden. GERADE vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Finanz- und Wirtschaftskrise erscheinen mir NPO´s mit ihrer SACHORIENTIERUNG (Sachziel-Dominanz) als eine zukunftsweisende Alternative gegenüber einer oftmals (selbst-)zerstörerischen RENDITEORIENTIERUNG (Renditeziel-Dominanz).

In Diskussionen zu dieser Thematik bin ich allerdings immer wieder auf einen “Bremsklotz” gestossen, der eine stärkere Ausbreitung von NPO´s in Deutschland zu hindern scheint: Im öffentlichen Bewußtsein wird Gemeinnützigkeit weitgehend mit Ehrenamt gleichgesetzt. Dass diese Gleichsetzung nicht berechtigt ist, zeigt sich aber schon daran, dass wohl grundsätzliche alle staatlichen Einrichtungen gemeinnützig sein sollten, aber nicht von Ehrenämtern getragen werden (Schulen, Verwaltungsbehörden, Polizei und Bundeswehr, etc). Gleiches gilt für die Kirchen, die mit zu den grössten Arbeitgebern in Deutschland gehören. Warum also sollen nichtstaatliche (privatorganisierte), gemeinnützige Organisationen allein auf Ehrenämter, nicht aber auch auf bezahlte Leistungsbeiträge zurückgreifen dürfen?

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt scheint mir eine breitere öffentliche Diskussion und die damit verbundene Bewußtseinsbildung überaus sinnvoll, um die bestehende soziale, ökonomische und ökologische Perspektiven-Armut in unserer Gesellschaft sinn- und arbeitsplatzstiftend zu überwinden. Interessenten, die konstruktive Beiträge in eine solche Diskussion einbringen wollen (auch mit der Option, die daraus  gewonnenen Ansätze in die Wirklichkeit zu überführen), sind dazu herzlich eingeladen.

Andreas Stein, andreas.stein@forum-fuehrung.com

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