Archiv für November 2010
Warme Weihnachten für Edith: Bitte Helfen und spenden Sie!
Inhaltlich verantwortlich für diesen Aufruf ist Forum Bildung, Wirtschaft und Entwicklung e. V., www.fbwe.de
Herzlichen Dank an unser aktives und engagiertes Vereinsmitglied Bianca Baum! Sie ist von Essen nach Kassel gekommen und hat dem Aufruf für schnelle Hilfe im Fall Edith eine wertvolle Unterstützung gegeben!
Zum Videoaufruf: Bianca Baum und Edith Garcia Chacon bitten Sie herzlich um eine Spende von Euro 10,- an unseren Verein Forum Bildung, Wirtschaft und Entwicklung e. V.
Wenn 250 Spender Euro 10,- spenden, kann unser Verein schnell und unbürokratisch eine Erneuerung der Heizungs- und Warmwassertherme in Ediths Wohnung finanzieren. Ein inzwischen 6 Jahre andauernder Mißstand um die immer unzuverlässiger werdende Versorgung der Wohnung mit Wärme hätte endlich ein Ende.
Wenn dieser Aufruf Erfolg hat, kann eine 73jährige Rollstuhlfahrerin endlich gelassen und ohne Angst vor einem erneuten Ausfall der Heizung – mit Stunden und Tagen ohne Wärme – dem kommenden Winter entgegen sehen!
Spendenkonto:
FBWE e.V.
Verwendungszweck: »Edith«
Kasseler Bank
Kto. 614 58 09
BLZ: 520 90 000
Das Vorgänger-Video mit Dokumentation des bisherigen Geschehens im Textfeld unterhalb des Videos finden Sie hier: http://www.youtube.com/watch?v=6ElKb9Cj7II
Das neue Selbstbewußtsein der Türkei – Chance oder Risiko für Europa?
von Kenneth Gund, Mannheim
In den deutschen Medien angesichts der Krisen in Irland und Korea sträflich vernachlässigt wurde der Libanonbesuch des türkischen Ministerpräsidenten Erdogan im Libanon während der vergangenen Woche. Dabei wurde dort nicht weniger als ein Freihandelsabkommen zwischen den beiden Staaten geschlossen, außerdem äußerte der rechtskonservative Erdogan einige Standpunkte, die das neue Selbstverständnis der Türkei in der Region deutlich machen. Statt des um Gefallen in Brüssel bemühten Aufnahmekandidaten präsentiert sich die Türkei als selbstbewusste Nation, die in der Region eine Führungsrolle anzustreben scheint.
Obwohl viele in Europa einer selbstbewussten Türkei mit Argwohn begegnen, so liegen hierin große Chancen für alle Seiten. Durch ihre geographische Lage ist die Türkei als Pforte zwischen Europa und dem Nahen Osten ein strategisch wichtiger Partner, was gerade im Feld der Energiepolitik deutlich wird. Mit der Nabucco-Pipeline versucht Europa unabhängiger von russischen Gaslieferungen zu werden und den Wettbewerb auf dem Energiemarkt zu beleben. Dabei ist die Türkei Haupttransitland, hier laufen die Lieferungen aus dem Nahen Osten wie auch aus dem zentralasiatischen Raum zusammen.
Neben dem Freihandelsabkommen mit dem Libanon regte der türkische Ministerpräsident weitere engere Kooperation mit den Nachbarländern an und schlug vor, einen dem Schengenraum nachempfundenen Verband aus Türkei, Irak, Jordanien und dem Libanon zu bilden. Sowohl hinsichtlich der wirtschaftlichen Kapazitäten als auch der politischen Stabilität käme in einem solchen Konstrukt naturgemäß der Türkei eine tragende Rolle zu, folgerichtig bemühte sich Erdogan auch jetzt bereits um Vermittlung im innerlibanesischen Konflikt und mahnte zur Geschlossenheit.
Aus europäischer Sicht wäre eine solche Kooperation zwsichen den Nahost-Staaten durchaus zu begrüßen, zwar ergibt sich hieraus ein potentiell rivalisierender Staatenbund zur Europäischen Union und mindert deren Einflußmöglichkeiten auf die Türkei, jedoch hätte eine solche Verbindung auch erheblich stabilisierende Wirkung für die Region und käme der wirtschaftlichen Entwicklung und politischen Stabilisierung zu Gute. Angesichts der fortwährenden Bedrohung durch das islamistische Regime in Teheran und dessen Einfluß auf Syrien sowie diverse substaatliche Akteure in der Region und der nach wie vor nicht konsolidierten Staatlichkeit im Irak wäre ein von der Türkei angeführter Gegenpol auch unter dem Gesichtspunkt hilfreich, um den Einfluß Irans einzudämmen.
Insbesondere durch eine Freihandelszone kann ein wirtschaftliches Wachstum erzielt werden, das den Terroristen im Libanon und Irak das Wasser abgräbt und der breiten Bevölkerung eine Zukunft ermöglicht. Auch aus israelischer Perspektive ergeben sich Vorteile aus einer stärkeren Rolle der Türkei. Obwohl Erdogan in Richtung Jerusalem poltert, so kann man dort besser mit einem rhetorisch unfreundlichen Partner leben, der kein wirkliches Interesse an einem Konflikt hat, als mit wohlfeilen sogenannten Freunden in Europa, die außer heißer Luft keinen Deut zur Stabilisierung der Region beizutragen haben.
An anderem Ort habe ich bereits auf die Fehler der EU im Umgang mit der Türkei verwiesen und der daraus resultierten Hinwendung Ankaras zu den östlichen Nachbarn. Jetzt sollte die EU die Chancen nutzen, die sich aus einer erstarkten Türkei ergeben und statt Sarrazin-Rhetorik Konzepte zur konstruktiven Zusammenarbeit entwickeln. Die Türkei kann als muslimisch geprägtes Land als Brückenbauer in den Nahen Osten fungieren, wie das keinem europäischen Land möglich ist – dabei sollte man sie unterstützen.
Kinderpflegenetzwerk
Am 10.10.2010 wurde in Berlin der Verein Kinder Pflege Netzwerk gegründet. Er will sich für pflegebedürftige Kinder und Jugendliche sowie deren Familien engagieren.
93.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis zu einem Alter von 20 Jahren haben laut BKK Faktenspiegel 7/2010 eine Pflegestufe. Das sind weniger als drei Prozent aller pflegebedürftigen Menschen in Deutschland, meist mit schweren individuellen Schicksalen.
„Es war höchste Zeit, eine spezielle Interessenvertretung für pflegebedürftige Kinder und ihre Familien ins Leben zu rufen und auf ihre besondere Situation aufmerksam zu machen. In Deutschland wird das Thema „Pflege“ fast ausschließlich im Zusammenhang mit der demographischen Entwicklung und dementiellen Erkrankungen diskutiert.“, so Claudia Groth, selbst Mutter eines pflegebedürftigen Kindes und Initiatorin der Vereinsgründung.
So gibt es nur sehr wenige Informationen zur Pflegeversicherung, die speziell auf Familien mit einem pflegebedürftigen Kind ausgerichtet sind. Die vorhandenen Beratungs- und Entlastungsangebote haben ihren Fokus in den allermeisten Fällen auf alten Menschen mit Pflegebedarf.
Unter den Gründungsmitgliedern und Unterstützern sind neben betroffenen Eltern auch Kinderpflegedienste und Pflegefachkräfte, Therapeuten, Psychologen und Pädagogen. Der Verein verfolgt das Ziel, möglichst viele Sichtweisen in die Thematik mit einzubeziehen und zur Sprache zu bringen – zum Vorteil der betroffenen Familien.
Zur Pressemitteilung und Fotos der Gründungsversammlung
Ihre Perspektive im Vertrieb für 2011
Kennen Sie schon die effektivste Form der Altersvorsorge, mit der Sie zusätzliches Geld verdienen können?
die Mehrheit der Bürger glaubt nicht mehr an die Zukunft der gesetzlichen Rentenversicherung. Viele legen daher einen Teil ihres Einkommens zurück, um so für später besser gerüstet zu sein. Doch kümmern sich die Banken weiterhinlieber um Menschen mit hohen Einkommen.
Nicht zuletzt deshalb landet ein Großteil der mühsam eingesparten Euro auf Sparbüchern, wo sie kaum die Inflationsrate schlagen.
In der Folge gehen so jedes Jahr Milliarden hart verdiente Euro verloren.
Dabei bieten Staat und Unternehmen sinnvolle Alternativen:
Ein Beispiel dafür ist die GenossenschaftsAltersVorsorge, das in Deutschland erste und einzige Angebot, bei dem Arbeitnehmer in der Ansparphase gleich drei staatliche Förderungen erhalten. Oft ist so ein Vorsorgeaufbau ohne eigenes Geld möglich.
Nach der Ansparphase beträgt die Rendite auf das angesparte Kapital übrigens rund 7 Prozent und wird monatlich ausgezahlt.
Basis der GenossenschaftsAltersVorsorge ist der Erwerb von Kapitalanlage-Immobilien in Deutschland durch die inhabitat Wohnungsgenossenschaft.
Die GenossenschaftsAltersVorsorge zeichnet sich also durch ein von staatlicher Seite geprüftes Sicherheitskonzept aus.
Mehr darüber erfahren Sie unter www.genossenschaftsaltersvorsorge.de
Die Curare eG Produktivgenossenschaft bietet Ihnen darüber hinausinteressante berufliche Perspektiven und eine attraktive Verdienstmöglichkeit an.
Dabei ist es unerheblich, ob Sie im
- Nebenberuf beginnen und sich ein zweites Standbein schaffen möchten
- oder ob Sie generell eine neue berufliche Herausforderung suchen.
Nach Abschluss eines Vertrages ist Ihr Verdienst stornosicher und kann demzufolge alle 14 Tage ausgezahlt werden.
Sie benötigen dabei keine zusätzlichen Erlaubnisse oder Qualifikationen – die notwendigen Informationen zum Produkt oder zum Verkauf erhalten Sie von der Curare eG.Auch spielt Ihr Alter keine Rolle, Sie sollten lediglich geschäftsmündig sein.
Darüber hinaus bereiten wir derzeit die Möglichkeit einer geförderten Vollbeschäftigung aus der Arbeitslosigkeit vor.
Das gibt Ihnen in den ersten Monaten ihrer selbständigen Tätigkeit zusätzliche Sicherheit.
Sie sind neugierig geworden, wie Sie selbst – oft ohne eigenes Kapital – sinnvoll vorsorgen können und möchten mehr über interessante Verdienstmöglichkeiten erfahren? Dann senden Sie uns noch heute Ihre Mailanfrage an
perspektive-vertrieb@freelanc.de
Wir freuen uns auf Sie!
Hermann Goff
Heizung kaputt, Wohnung kalt. Was machen wir nun?
Die Kernaussagen des Ansagetextes (Andreas Stein) in diesem Video:
Ich sitze nun wieder bei Edith und wir überlegen, wie es in Sachen Therme weitergeht. Gestern hat sich die Situation hier zugespitzt, als die Theme ausgefallen ust. Wir haben jetzt 2 Heizlüfter besorgt für den Übergang. Das ist aber natürlich keine Dauerlösung! Im Prinzip müssen wir jetzt zwei Dinge machen:
- Einigung und Einverständnis mit dem Vermieter erzielen.
- Geld sammeln, um den Einbau einer neuen Therme finanzieren zu können.
Wenn das geschehen ist, können wir in Folge aus der Mietminderung aus der Einigung mit dem Vermieter (siehe 1.) die neue Therme abstottern.
So einfach geht es. Wir haben das auch schon in den letzten Beiträgen beschrieben:
- »Warmwasserversorgung der Wohnung von Edith Garcia Chacon«
(http://www.fbwe.de/?p=486) und - »Hausbesuch bei Edith Garcia Chacon«
(http://www.fbwe.de/?p=410).
Alles braucht jetzt nur noch ein paar Tage Zeit. Ich bedanke mich bei allen, die uns bisher mit guten Ideen unterstützt haben und bitte darum, uns nun auch beim Auftreiben von Geld zu helfen! Bitte lesen Sie hierzu http://www.fbwe.de/?p=525
Gedanken zu neuen Genossenschafts-Banken-Systemen
Komplementäre Banken verfolgen ein etwas anderes Geschäftsmodell als übliche Geschäftsbanken und vergeben Kredite ohne Zinsen oder zu günstigen Zinssätzen.
Die schweizerische WIR-Bank, 1934 als gewerbliche “Barter-Genossenschaft” gegründet, deren Verrechnungsstelle 1936 Bankenstatus erhielt, öffnete sich im Jahre 2000 breiteren Kundenkreisen und bietet in den letzten Jahren neue Produkte an. Sie verzeichnete 2005 mehr als 60 000 Mitglieder, im Jahre 2008 mehr als 100 000 Mitglieder und kann ihre Stärken beim unternehmerischen Liquiditätsmanagement antizyklisch ausspielen.
Hier ein Bericht zur Wir Bank, den ich aus Google übernommen habe und Ihnen gerne vorstellen möchte.
WIR Wirtschaftsring-Genossenschaft
von Michael Wünstel
Eine ungewöhnliche Genossenschaft
“Gibst Du mir – so geb’ ich Dir!” Mit diesem Satz beginnt die Werbeschrift einer schweizerischen Genossenschaft. Pierre Joseph Proudhon, der 1848 die Gründung einer Tauschbank “banque d’échange” vorschlug, sprach einmal davon, daß Gegenseitigkeit die Formel für Gerechtigkeit sei. Handelt es sich bei dieser Genossenschaft also um eine ideelle Organisation? Zwei Seiten weiter in der erwähnten Hochglanzbroschüre heißt es: “Dem Idealismus, sich gegenseitig zu berücksichtigen, liegen reale wirtschaftliche Interessen zugrunde.” Der Leser erfährt, daß es sich um eine bankähnliche Einrichtung handelt, die für ihre Kunden eine geldlose Verrechnung und zinsgünstige Kredite anbietet.
Wer die Zentrale in Basel betritt, kommt in ein modernes Gebäude aus Glas, Stahl und Beton, das den üblichen Bankenbauten in nichts nachsteht. Und doch findet der Besucher an diesem Ort keinen Bankschalter, wo er Geld einzahlen oder Geld abheben kann. Denn die Genossenschaft, um die es in diesem Artikel geht, arbeitet zwar wie eine Bank – aber ohne Geld und mit einem unwahrscheinlich niedrigen Zinssatz.
Eigentlich sollte das Geld als Tauschmittel die Gegenseitigkeit zwischen den Wirtschaftsteilnehmern beim Austausch ihrer Leistungen herstellen. Daß das Geld aber nicht immer seine wichtige Tauschfunktion erfüllt, zeigte sich besonders während der Weltwirtschaftskrise nach dem Börsenkrach von 1929 mit weltweit hoher Massenarbeitslosigkeit und wird heute wieder deutlich, da wir vor dem Zusammenbruch auch des westlichen Wirtschaftssystems stehen. Wir befinden uns bereits mitten in der Krise und doch gibt es nur wenige, die sich mit der Frage nach einem Ausweg beschäftigen.
Es war vor über 50 Jahren, im Jahre 1934, als sich Anhänger von Silvio Gesell aufmachten, um die Vorschläge des deutsch-argentinischen Kaufmanns für ein umlaufgesichertes und krisenfreies Geld in die Tat umzusetzen. In Zürich wurde die WIR Wirtschaftsring-Genossenschaft gegründet mit dem Ziel, eine Selbsthilfe für mittelständische Unternehmen zur Überwindung der damaligen Absatzkrise zu schaffen. Anstelle mit Geld arbeitet der WIR mit Verrechnungseinheiten, die auf offizielle schweizer Franken lauten. Ähnlich wie bei Girokonten einer Bank werden Konten für die Teilnehmer geführt, auf denen Einnahmen und Ausgaben verbucht werden. Der Vorgang entspricht einer Kontokorrentbuchführung, bei der die Forderungen und Verbindlichkeiten gegeneinander aufgerechnet werden, das heißt die Rechnungen werden durch Gegenleistung ohne Geldzahlungen beglichen.
WIR – das aktive Geld
WIR-Teilnehmer bezahlen Einkäufe mit WIR-Buchungsanweisungen, die wie Verrechnungsschecks aussehen. Auf der Buchungsanweisung (BA) steht bereits eingedruckt der Name des Ausstellers. Noch einzutragen sind der Name und die Konto-Nummer des Empfängers sowie der Betrag, der dem Empfänger gutgeschrieben werden soll. Der BA ist mit Datum und Unterschrift des Ausstellers zu versehen. Den WIR-BA sendet der Empfänger im verschlossenen Briefumschlag an eines der WIR-Regionalbüros zur Gutschrift auf seinem Konto. Seit 1990 haben die WIR-Teilnehmer zusätzlich die Möglichkeit, mit einer WIR-Zahlkarte, einer elektronisch lesbaren Plastikkarte, zu bezahlen.
Neben dieser Möglichkeit der bargeldlosen Bezahlung bietet der WIR auch Kredite an. Für Bau- und Hypothekarkredite liegt der Zinssatz bei nur 1 3/4 Prozent pro Jahr, wobei bei Bauvorhaben der WIR-Anteil auf maximal 20 Prozent der Baukosten begrenzt ist. Der Zinssatz kann deshalb so niedrig sein, weil der WIR sich die Liquidität für diese Kredite nicht am offiziellen Geldmarkt besorgen muß. Zwar müssen die Kredite bis zu einem gewissen Prozentsatz durch Eigenmittel gedeckt sein, aber die WIR-Kredite stellen nichts anderes als Computerzahlen dar, die genauso wenig kostenmäßig ins Gewicht fallen, wie das Papier, auf dem Geld gedruckt wird.
Während ursprünglich eine prozentuale Gebühr auf die WIR-Guthaben bezahlt werden mußte, wurde diese Umlaufsicherung aus “ideologischen” Gründen 1952 aufgegeben. Trotzdem werden WIR-Guthaben nicht verzinst, so daß kein Anreiz besteht, Guthaben anzuhäufen. Die WIR-Zahlungsmittel zirkulieren im eigenen Kreislauf, das heißt wer Einnahmen in WIR hat, kann diese nur an andere WIR-Teilnehmer wieder ausgeben. Die WIR-Teilnehmer fördern sich auf diese Weise gegenseitig. Es wird dabei nicht immer zu 100 Prozent in WIR bezahlt, so daß zusätzlich auch in bar Umsätze getätigt werden. Man rechnet damit, daß der Gesamtumsatz (WIR + Bargeld) das Dreifache des reinen WIR-Umsatzes ausmacht.
Eine erfolgreiche Idee
Die Bedeutung des WIR hat in den letzten beiden Jahrzehnten erheblich zugenommen. Hierzu einige Zahlen: während in den 50er Jahren die WIR-Umsätze kaum die 50-Millionen-sFr.-Grenze überschritten, erreichte der WIR im Jahre 1970 bereits einen Umsatz von über 200 Millionen schweizer Franken (sFr.). Der kontinuierliche Anstieg wurde allerdings in den 70er Jahren unterbrochen und setzte erst wieder in den 80er Jahren ein mit Wachstumsraten von deutlich über zehn Prozent jährlich. Von 1981 stieg der WIR-Umsatz von 275 Millionen sFr. auf 1.788 Millionen sFr. im Jahre 1990. 1991 wurde die Grenze von zwei Milliarden sFr. überschritten. Der Erfolg des WIR spiegelt die gesamtwirtschaftliche Entwicklung und besonders die Hochzinsphase in den 80er Jahren wieder. Steigende Finanzierungskosten durch hohe Zinsen und zunehmender Konkurrenzdruck machen den WIR als alternative Zahlungsart für mittelständische Unternehmen immer attraktiver.
In etwa parallel zur Umsatzentwicklung stieg auch die Zahl der Teilnehmer. Betrug die Anzahl der WIR-Konten 1981 noch 24.642, so waren es im Jahre 1990 56.309. Je größer die Teilnehmerzahl ist, um so mehr Möglichkeiten gibt es, Waren und Leistungen untereinander auszutauschen. Ein größeres Angebot bietet dem einzelnen Teilnehmer auch mehr Chancen, seine WIR-Einnahmen wieder für ihn nutzbringend einzusetzen. Nicht immer gelingt dies, was sich daran zeigt, daß WIR-Guthaben immer wieder unerlaubterweise mit einem erheblichen Abschlag gegen offizielles Geld verkauft werden. WIR-Teilnehmern, die bei solchen verbotenen Handlungen erwischt werden, droht der Ausschluß aus der WIR-Verrechnung.
Die WIR-Geldmenge (Verrechnungseinheiten) hat sich innerhalb von zehn Jahren versechsfacht von 103 Millionen sFr. im Jahr 1981 auf 613 Millionen sFr. im Jahr 1990. Der Anstieg der WIR-Geldmenge zeigt, daß eine größere Zahl von Teilnehmern auch eine größere Geldmenge benötigt, damit das entsprechend größere Angebot an Waren und Leistungen auch ausgetauscht werden kann. Dem WIR wurde häufig vorgehalten, daß er durch sein eigenes Geld zur allgemeinen Inflation beitragen würde. Die Kritiker übersehen dabei, daß die WIR-Liquidität nur entsteht, wenn entsprechende Waren beziehungsweise Leistungen angeboten werden sollen. Niemand nimmt einen Kredit auf und zahlt die dafür laufend entstehenden Kosten, ohne diesen Kredit für den Kauf von Produkten zu verwenden. Der WIR-Geldmenge stehen also immer Waren beziehungsweise Leistungen gegenüber. Inflation kann aber nur entstehen, wenn mehr Geld ausgegeben wird, als Waren produziert werden. Die Ursachen für Preissteigerungen liegen ausschließlich in dem bestehenden Geldsystem und nicht bei den Marktteilnehmern, also weder beim Arbeitnehmer, der mehr Lohn fordert, noch beim Geschäftsmann, der höhere Preise verlangt. Dies gilt auch für die WIR-Teilnehmer, die für die Geldpolitik der Notenbank genauso wenig verantwortlich gemacht werden können wie die übrigen Wirtschaftsteilnehmer.
Unternehmer fördern sich gegenseitig
In der kapitalistischen Wirtschaftsordnung gilt ein absolutes Konkurrenzprinzip, das zur Monopolisierung in der Wirtschaft führt. Jedes Unternehmen steht unter dem Zwang: “Schlucke, bevor du selbst geschluckt wirst!” Wer nicht wachsen kann, muß weichen. Dies gilt für die Landwirtschaft, für den Einzelhandel und für alle anderen Bereiche der Wirtschaft ebenfalls. Daß aber selbst große Unternehmen bei diesem Zwang zu ständigem (quantitativen) Wachstum auf der Strecke bleiben, hat sich nicht nur an dem bundesdeutschen Beispiel des Elektronkonzerns AEG gezeigt. Die Ursache hierfür liegt in unserem Geldsystem, das durch Zins und Zinseszins einen ständigen Wachstumszwang auslöst. Unternehmen, die den Zins für das in ihnen eingesetzte Kapital nicht mehr aufbringen können, gelten als unrentabel und müssen schließen.
Durch den außergewöhnlich günstigen Zinssatz von nur 1 3/4 Prozent unterstehen die WIR-Teilnehmer bedeutend weniger unter einem Rentabilitätsdruck. Die Finanzierungskosten für Investitionen liegen deutlich niedriger als bei üblicher Kreditaufnahme. Aber noch wichtiger als zinsgünstige Kredite ist die Absatzförderung, die durch das WIR-System bewirkt wird. WIR-Liquidität zirkuliert nur im WIR-Kreislauf. Es ist keine Kapitalflucht möglich und niemand hat einen Vorteil, wenn er WIR-Verrechnungseinheiten, die keine Zinsen abwerfen, zurückhält. Die Unternehmer fördern sich gegenseitig, denn jeder, der Leistungen anderer kauft, kann damit rechnen, daß er auch wieder eigene Leistungen verkaufen kann. Der Kreislauf innerhalb des WIR-Systems ist damit geschlossen.
Damit Angebot und Nachfrage der WIR-Teilnehmer zusammenkommen können, gibt die WIR Wirtschaftsring-Genossenschaft verschiedene Informationsmedien heraus, in denen jeder Teilnehmer inserieren kann: das monatlich erscheinende “WIR-Magazin” und das WIR Informations- und Mitteilungsbulletin “WIR-info”, das ebenfalls monatlich herausgegeben wird. Zusätzlich gibt es drei verschiedene WIR-Teilnehmer-Verzeichnisse, die jährlich neu aufgelegt werden und nach Branchen und Ortschaften gegliedert sind. In den Anzeigen wird der jeweilige WIR-Annahmesatz (zum Beispiel 30 Prozent WIR, 70 Prozent WIR et cetera) angegeben. Die WIR-Printmedien sind im Preis der jährlichen Kontoführungsgebühr von sFr. 32,- bereits enthalten. Neben der Kontogebühr muß jeder WIR-Teilnehmer 0,6 Prozent Provision auf seine WIR-Einnahmen entrichten.
Zum Erfahrungsaustausch können sich die WIR-Teilnehmer in den Regionen in autonomen Ortsgruppen zusammenfinden. Auf regelmäßig stattfindenden WIR-Messen in Bern, Lenzburg, Luzern, St. Gallen und in Zürich besteht für den Einzelhandel (in der Schweiz spricht man von “Detailhandel”) und für die Inhaber von Spezialgeschäften die Möglichkeit, ihre vielfältigen Leistungen den WIR-Konsumenten anzubieten.
Nur etwas für Geschäftssleute?
Das WIR-Verrechnungssystem steht nur Geschäftsleuten und mittelständischen Unternehmen in der Schweiz offen. Es stellt sich aber die Frage, ob Verrechnungs- beziehungsweise Tauschsysteme sich auch für nichtwirtschaftliche Ziele nutzen lassen. Es ist bekannt, daß zum Beispiel Sonnenkollektoranlagen bei einem Zinssatz von zwei Prozent für jeden Hausbesitzer rentabel werden würden. Die Energieeinsparung würde dann die Unterhaltungs- und Finanzierungskosten decken. Ein WIR-Teilnehmer könnte also problemlos eine Sonnenkollektoranlage auf seinem Haus finanzieren und hätte dabei sogar noch einen kleinen Gewinn. Aber er könnte mit einem WIR-Kredit auch Umweltschutzmaßnahmen in seinem Betrieb finanzieren. Ob solches oder ähnliches schon geschehen ist, war nicht ausfindig zu machen.
Durch das WIR-System werden zusätzliche Umsätze ermöglicht. Dies sichert Arbeitsplätze im mittelständischen Bereich. Ein Verrechnungssystem könnte also auch dazu dienen, Arbeitsplätze zu schaffen und zu sichern. Es wäre denkbar, daß zum Beispiel Selbsthilfegruppen eines Tages ein solches System aufgreifen und die Vorteile der gegenseitigen Förderung für sich nutzbar machen. Speziell in der sogenannten “Dritten Welt” könnten Tauschsysteme die Abhängigkeit von westlichen Krediten erheblich verringern und eine regionale wirtschaftliche Entwicklung auf eigenständiger Basis ermöglichen. Die Menschen könnten sich selbst gegenseitig helfen, ohne auf fremde Hilfe angewiesen zu sein, denn jedes Land auf der Erde verfügt über ausreichende Ressourcen, um die Menschen zu ernähren. Hier bietet sich ein Ausweg aus Hunger- und Verschuldungskatastrophe an. Er muß nur gegangen werden. Jeder ist aufgerufen, das Wissen um diese Lösungsmöglichkeiten zu verbreiten. Nur so haben wir eine Chance, der globalen Katastrophe zu entgehen.
Warmwasserversorgung der Wohnung von Edith Garcia Chacon

Zwischenstand in der Sache »Edith darf nicht frieren«: Heute ist ein Brief des FBWE, www.fbwe.de, an den Vermieter unseres Vereinsmitglieds Edith Garcia Chacon in die Post gegangen, in dem um dessen Zustimmung zu unserem Lösungsweg gebeten wird. Dieser Brief ist hier für alle interessierten Mitglieder und Freunde in anonymisierter Form lesbar: Warmwasserversorgung der Wohnung von Edith Garcia Chacon.
Die Post – nah am Kunden… Das Pesthörnchen
Erst will sie uns den überflüssigen e-post-brief andrehen, nun schließt sie deutschlandweit die Filialen. Die gute alte Post hat ausgedient.
Unser Spandauer Kiez ging auf die Barrikaden: http://www.youtube.com/watch?v=RPcsUq6P62U
Finanzielle Schwierigkeiten? Kein Problem! Psychotherapie und Psychologische Beratung
Für Personen, die in finanziellen Schwierigkeiten sind, wie z. B. ALG-II-Empfänger, biete ich Psychotherapie und psychologische Beratung für ein Honorar an, welches nur einer Aufwandsentschädigung für Benzinkosten und Zeit entspricht und liegt etwa bei 20,- Euro für 60 Minuten. Dieses Honorar kann gut auch von einem ALG-II-Empfänger aufgebracht werden, dies sogar bei wöchentlich stattfindener Sitzung.
Wenn Sie schnell Hilfe benötigen, so kann ich Ihnen kurzfristig einen Termin zu einem KOSTENLOSEN Erstgespräch anbieten, in dem wir uns gegenseitig “beschnuppern” können, damit Sie sich sicher sind, mit mir als Person zurechtzukommen.
Danach entscheiden Sie ganz in Ruhe, ob Sie weitere Sitzungen in Anspruch nehmen möchten.
Gern nehme ich Ihre Anrufe entgegen unter der Mobil-Telefonnummer 0157-88648493 oder unter der Festnetz-Telefonnummer 0201-5367807
praxis bianca baum
die GANZHEITLICHE personalberatung
in der Praxis Dr. Puls
Girardetstr. 2-38
45131 Essen
Liberale gegen Armut
Gestern habe ich auf der Netzwerkplattform Facebook eine Diskussiongruppe zum Thema »Liberale gegen Armut« gegründet. Diese Diskussionsgruppe hat den Zweck und das Ziel, Einstellungen und Auffassungen zwischen Liberalen auszutauschen, die der Bekämpfung und Überwindung von Armut dienen. Es geht also um freie (liberale) Wege zur Wohlstandsbildung. Ich lade Sie herzlich ein, an dem Austausch zum Thema dort teilzunehmen. Hier der Link zu dieser Diskussiongruppe: http://www.facebook.com/home.php?sk=group_173143792702647&ap=1
Mit liberalen Grüssen,
Andreas Stein
FBWE monats-spiegel 11-2010
Monatliches Videomagazin des http://www.fbwe.de, Forum Bildung, Wirtschaft und Entwicklung e. V. (i. G.)
Zur in dieser Ausgabe angebotenen Präsentation von Bianca Baum und Olaf Klenke:
Zum Teil 1: http://www.youtube.com/watch?v=psaJBzzMNsY
Zum Teil 2: http://www.youtube.com/watch?v=T4FgYBxzzR0
