Archiv für Oktober 2010

FBWE sucht und fördert Talente

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Helmut Schmidt außer Dienst – Teil 2 von 9

Kinshasa Symphonie

Vor kurzem habe ich einen Bericht über das einzige klassische und auch nicht kommerzielle Orchester in der Mitte Afrikas gelesen der mich neugierig machte. Dieses Orchester darf man aber nicht mit einem der unseren verwechseln, obwohl es aus meiner Sicht fast genauso gut ist! Die Musiker bauen ihre Instrumente teilweise selbst aus Mangel an Geld zum Erwerb von professionellen Instrumenten, lernen etwa Geige zu spielen unter schwierigsten Bedingungen (da sie sich und ihre Familien irgendwie auch noch durchbringen müssen) und bei den Übungseinheiten bringen sie die Kinder mangels Kindergarten einfach mit.

Wirklich anrührend ist, dass diese von Musik durch und durch Begeisterten etwa Beethoven aufführen. Sie singen in einem afrikanischen Staat mit Französisch als Verkehrssprache aber auch deutsche und lateinische Texte der Vagantendichtung des 11. und 12. Jahrhunderts aus der Carmina Burana von Carl Orff! Einfach phantastische Musik! Nachdem ich den Trailer gesehen habe steht für mich fest, dass ich mir den Film über dieses wirklich besondere Ensemble unbedingt ansehen werde. Einen tollen Abend mit phänomenalen Menschen werden meine Frau und ich verbringen. Mit Persönlichkeiten die ihr Leben mit einer unnachahmlichen Nonchalance trotz aller Widrigkeiten meistern.

Michael May

Muss ein Staat Schulden machen?

Von: Aeneas Weckenmann, Griesheim

Seit geraumer Zeit treibt mich eine Frage rum:

Muss ein Staat Schulden machen?

Muss Deutschland eigentlich jedes Jahr sich immer weiter verschulden? Ist das wirklich volkswirtschaftlich zu rechtfertigen? Ich habe recherchiert und nachgedacht. Meine Antwort ist „nein“.

Was passiert eigentlich, wenn jemand Schulden macht?

In einer Volkswirtschaft wie der Bundesrepublik, gibt es eine begrenzte Menge an Arbeitskraft. Diese kann mit dem vorhandenen Geld entlohnt werden, um sie für sich arbeiten zu lassen. Unternehmen, Privathaushalte und der Gemeinschaftshaushalt, der Staat, wir Staat, teilen sich das verfügbare Geld unter einander auf. Unternehmen erzielen Preise und Gebühren für Produkte und Dienstleistungen, Privathaushalte bekommen Entgelte und Kapitalerträge, der Staat bekommt Steuern. Das Geld kann entweder zum Konsum oder zur Investition ausgegeben werden. In beiden Fällen fließt das Geld Arbeitskräften zu. Die einen bauen Gebäude und Maschinen, in die investiert wurde, die anderen fertigen Schokolade und Tee-Tassen, die konsumiert werden.

Nun kann es vorkommen, dass bsw. Unternehmen eine größere Anschaffung tätigen wollen, für das es die Mittel akut nicht hat. Das Management hat aber durchrechnen lassen, dass die Anschaffung ermöglicht, ein Produkt zu fertigen, das hohe Preise am Markt erzielen kann. Es wird erwartet, dass die Ausgaben durch die Einnahmen auf die Dauer deutlich überschritten werden. Ein Marktzins + Risikoanteil kann gezahlt werden und das Unternehmen nimmt einen Kredit auf. Die Investition wird getätigt, die Einnahmen werden erzielt und der Kredit wird getilgt. Schön und gut.

Kann das der Staat auch?

Ja, klar. So lange er einen Kredit tilgt, kann er auch einen aufnehmen. Muss er einen Kredit aufnehmen? Eigentlich nein. Unternehmen nehmen dann Kredite auf, wenn Einnahmen und Ausgaben mittelfristig auseinander laufen. Eben dann, wenn eine Investition getätigt werden soll, die später Geld in die Kassen spült. Ein Staat investiert auch. Ständig. In Gebäude, Straßen, Forschungsprojekte. Der Unterschied zum Unternehmen ist, dass diese Summen ständig anfallen. Der Staat gibt nicht einmal eine große Menge Geld aus, um dann welches zu verdienen. Nein, es wird konstant Geld ausgegeben, um die Volkswirtschaft am Leben zu erhalten und damit Steuern einzunehmen.

Einem Unternehmen, das seine laufenden Kosten über Kredite finanziert, stände schon längst der Insolvenzverwalter im Haus. Und der Staat? Der tut genau so etwas und keiner traut sich einen Insolvenzverwalter rufen. Muss man im Prinzip auch nicht, da der Staat ein Monopol ist. Er kann ohne weiteres die Preise für seine Leistungen erhöhen.

Schlimm. Steuern erhöhen (Man kann auch Ausgaben reduzieren). Ja, das klingt unschön, oder? Es wird viel argumentiert. Z. B., dass das die Wirtschaft ausbremst. Nein, Herrgottszeiten, es wird nichts gebremst. Wie zu Anfang erwähnt, gibt es nur eine begrenzte Menge Arbeitskraft, die mit dem verfügbaren Geld eingekauft werden kann. Erhöht der Staat durch die Schuldaufnahme seine Kaufkraft, steht die dann vom Staat eingekaufte Arbeitskraft anderen Tätigkeiten nicht mehr zur Verfügung. Erhöht er die Steuern passiert exakt dasselbe. Nur ohne die lästige Rückzahlungspflicht. Das nun frei werdende Geld kann bsw. auf dem Kapitalmarkt für Investitionen verwendet werden.

Im Übrigen muss es auch nicht investiert werden, es kann auch alles in die EZB zurück fließen. Die Arbeitskraft ist da und wenn Geld knapper wird, verändert sich schlicht und ergreifend, das Geld-Arbeitskraft-Verhältnis. Nennt sich Deflation. Gut, verunsichert. Muss nicht sein. So schlimm, wie vielfach angenommen ist es aber auch nicht. Denn klar, man hält gerne Geld zurück, um morgen das Brot billiger zu bekommen, aber man gibt es doch lieber aus, bevor man verhungert. Außerdem, wer wartet schon ständig auf den nächstes Jahr besser werdenden PC?

Deutschland könnte schon morgen die Schuldaufnahme beende und sogar mit der Rückzahlung beginnen, wenn wir Ausgaben und Einnahmen nur optimieren würden.

Ich sehe keinen Grund mehr, einen Politiker zu wählen, der meint, er müsse Schulden machen. Oder liege ich falsch?

Helmut Schmidt außer Dienst – Teil 1 von 9

Hausbesuch bei Edith Garcia Chacon

Ein ganz praktisches Beispiel für Bürgerengagement: Allein die Aufmerksamkeit, die Edit Carcia Chacon durch uns bekommen hat, hat Ihren Mut wieder gestärkt. Jedenfalls war heute nichts von der Verzweifelung mehr zu spüren, die in Ihren Zuschriften noch vor wenigen Wochen wahrzunehmen war (siehe auch: »Edith soll nicht frieren«, http://www.forum-fuehrung.com/?p=5756).

Der Weg, den wir nun gehen wollen:
1.) Finanzierung für eine neue Therme finden (ca. Euro 3.500,-)
2.) Therme ersetzen
3.) Rückzahlung der Finanzierung durch Mietminderung vornehmen.
Wir sind jetzt ganz mutig, dass wir das bald auf die Beine gestellt haben.

Wer zeitnah verfolgen und unterstützen möchte, wie es vorwärts geht und Facebook-Nutzer ist, kann aktuelle Nachrichten dazu in der FB-Gruppe »Edith darf nicht frieren« lesen und erstellen: http://www.facebook.com/group.php?gid=107603862636965&v=info

Total unpolitisch

Soeben stöberte ich im Web und stieß auf eine Pressemitteilung, die ich gern zum Besten geben möchte, weil sie mich wirklich sehr gefreut hat :-)
http://www.online-artikel.de/article/humor-hilft-heilen-buchvorstellung-49500-1.html
Unter www.petra-muehlenstaedt.de gibt es auch Leseproben, falls sich der geneigte Leser einmal mit der leichten Muse beschäftigen möchte.

FBWE-News vom 13.10.2010

Mehr zur Gründung einer FBWE-Redaktion »monats-spiegel« und http://www.fbwe.de und auf http://news.forum-fuehrung.com/?p=5803

Rohstoffsicherheit und effiziente Ressourcennutzung

von Michael May, Eschwege

Berlin: Am 6. Oktober fand im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unter Schirmherrschaft und Teilnahme von Bundesminister Dirk Niebel eine gemeinsame Tagesveranstaltung des BMZ mit dem Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) statt. Es nahmen ca. 200 Vertreter von NGO’s und wissenschaftlichen Instituten teil. Thema: Umgang mit Ressourcen für eine nachhaltige Rohstoffpolitik. Der Vorsitzende des FÖS, Dr. Anselm Görres, konnte auch Gäste aus dem Ausland begrüßen. So die Botschafterin Liberata Mulamula, Generalsekretärin der Konferenz der Großen Seen und Jean-Claude Katende, Präsident der African Association for the Defence of Human Rights.

Es wurden diverse Themen sowohl in der gemeinsamen Hauptveranstaltung als auch in den einzelnen Workshops durchaus kontrovers diskutiert und überraschende Einsichten gewonnen. So würden der Ressourcenverbrauch zur Herstellung und Betrieb von Elektroautos unterschätzt. Elektromobilität benötige neben einem beträchtlichen Herstellungsaufwand etwa einen großen Einsatz seltener Erden. Diese Technologien sind aber weiter zu entwickeln. Auch die weltweite Erzeugung von immer mehr Biomasse wurde durch große entstehende Monokulturen und Vernichtung der Biodiversität eher skeptisch gesehen.

Elisabeth Strohscheidt von Misereor berichtete über die täglichen kleinen und großen Tragödien in afrikanischen Ländern. Das “Paradox of Plenty” bedeute, dass an Ressourcen reiche Länder oftmals sogar eine wirtschaftlich negative Entwicklung erführen. Dort fehlten meist die wichtigen Voraussetzungen für eine gute Entwicklung und eine effiziente Ressourcennutzung. Dies seien im wesentlichen eine gute Regierungsführung sowie transparente und rechtssichere Rahmenbedingungen wie übereinstimmend festgestellt wurde. ‘Transparenz der Geldflüsse und der Eigentumsverhältnisse seien die wichtigsten Mittel gegen Korruption.’ (Minister Niebel).

Heiß diskutiert wurde, ob Rohstoffe wie seltene Erden (Gallium, Indium, Scandium, Germanium, Neodym oder Tantal) tatsächlich knapp sind. Tendenziell wird dies so gesehen. Für die Zukunft gehen die Teilnehmer überdies von einem sich drastisch verändernden Materialmix, steigenden Bedarfen und somit Engpässen aus. So würden laut einem Vertreter der Siemens AG im Jahr 2030 ca. 20% der seltenen Erden alleine für Windkraftanlagen und neue Antriebe (Permanentmagnete) benötigt.

Die Verfügbarkeit und Verwendung einer Ressource bestimmt deren strategischen Wert, weshalb in Deutschland vor wenigen Tagen die Deutsche Rohstoffagentur gegründet wurde. Wichtig werde zukünftig auch sein, dass das Know How der deutschen Industrie auch an kleine und mittelständische Unternehmen transferiert werde. Gerade bei diesen wird noch erhebliches Einsparpotential gesehen und diese könnten davon sogar wirtschaftlich profitieren.

Ebenfalls kontrovers diskutiert wurde, ob Steuern als Regelungssystem stärker genutzt werden sollten. Neben einer notwendigen Steuerung seien weitere Belastungen zu vermeiden. Es gäbe nicht “die” Maßnahme, sondern ein Bündel Ziel gerichteter Schritte sei notwendig. Interessant hierzu waren etwa die Ausführungen von Vincent Klassen, Botschaftsrat der Kanadischen Botschaft, zur Exploration von Bodenschätzen und Steuervergünstigungen in Kanada.

Durch den weltweit weiter steigenden Bedarf an Rohstoffen und damit einher gehenden steigenden Preisen sei eine verbesserte Ressourcennutzung und -effizienz unbedingt erforderlich. Denkbar seien etwa standardisierte Prozesse (Methodenrichtlinien) zur wirtschaftlich und ökologisch besseren Nutzung der Rohstoffe. Mobiltelefone etwa enthielten bedeutende Mengen an Gold, das zurück gewonnen werden könnte. Die Teilnehmer waren sich am Schluss auch sicher, dass neben den bestehenden Risiken knapper werdender Rohstoffe auch große Chancen für intelligente Nutzungsverfahren bestünden. Diese müssten nur konsequent ergriffen werden. Wichtig sei weiterhin eine intensive internationale Zusammenarbeit, um eine gerechtere und bessere Verteilung von Rohstoffen zu ermöglichen. Dies sei aber ein noch langer Weg.

Die Veranstaltung war der Auftakt eines gemeinsamen Zwei-Jahres-Projekts von BMZ und FÖS. Wir Teilnehmer waren uns weitgehend einig, dieses in die Zukunft weisende Engagement weiter zu begleiten.

Michael May
www.maylabel.de
info@maylabel.de

Unsere Freiheit ist viel größer als wir von ihr nutzen!

andreas_steinEin Statement von Andreas Stein, Kassel

Es gibt in Deutschland keine staatliche Zensur von Meinungsäusserungen, die sich innerhalb des vom Grundgesetz (GG) aufgezeigten Rahmens bewegen. Und der ist viel, viel größer, als ihn sich viele Bürger zu nutzen trauen.
Wenn überhaupt Zensur stattfindet, dann ist es Selbstzensur verunsicherter Bürger, die mit dem riesigen Maß an Freiheit, was ihnen zur Verfügung steht, nicht zurecht kommen.
Alles andere ist Propaganda ganz besonders von linken Gruppen, die nicht ohne Feindbild existieren können. Aber auch rechte Gruppen versuchen Menschen für sich zu gewinnen, die im Angesicht unserer riesigen Freiheit erschrecken.

Freie Union befürchtet zweites Stuttgart 21 in Augsburg

Augsburg (08.10.2010) – Die Freie Union in Augsburg zeigt sich besorgt über die Entwicklung um die Neugestaltung des Königsplatzes. “Leider machen die Verantwortlichen Politiker von CSU, Pro Augsburg, SPD und Grüne den Fehler, dass sie auf die Einwände der Bürgerinnen und Bürger nicht im notwendigen Rahmen eingehen. Vielmehr hat man hier den Eindruck, dass man mit aller Gewalt einen Umbau durchboxen will. Was dabei aber heraus kommt sieht man derzeit bei Stuttgart 21.” findet der Sprecher der Freien Union Augsburg, Mirko Welsch.

Deshalb fordert die Freien Union Augsburg eine Aussetzung des Bebauungsplanes 500: “Es ist wichtig, dass man die Mitbürger vor Ort stärker in die KÖ-Planung einbezieht. Deshalb ist es dringend notwendig, dass die Stadtverwaltung den Bebauungsplan 500 für einige Monate aussetzt, die Einwände sachgerecht und unvoreingenommen prüft und eine Lösung findet, die einen breiten Konsens auch außerhalb des Stadtrates ermöglicht.” so Welsch.

V.i.S.d.P.:
Mirko Welsch
Schmiedgasse 10
86150 Augsburg
(0160) 3495447
freieunion_presse @ email.de

FBWE-Redaktion »monats-spiegel« gegründet

Monatsspiegel_LOGO_02Am gestrigen Mittwoch, dem 06.10.2010 hat der Verein »Forum Bildung, Wirtschaft und Entwicklung« (FBWE) zur Produktion eines monatlichen Videomagazins die Redaktion »monats-spiegel« gegründet, die ab sofort ihre Arbeit aufnimmt.
Das neue Videomagazin berichtet zu aktuellen Themen in den Schwerpunktfeldern Bildung, Wirtschaft und Entwicklung und wird jeweils zum 1. eines Monats über die Netzwerkplattform Youtoube veröffentlicht. Zuschriften an die Redaktion des »monats-spiegel« können Sie ab sofort senden an monats-spiegel@fbwe.de.
Bei Interesse an den Themenschwerpunkten und der Arbeit der neuen Redaktion können Sie Hintergründe dazu auf dem bereits existierenden Youtube-Kanal http://www.youtube.com/user/2010fbwe des Forum Bildung, Wirtschaft und Entwicklung, http://www.fbwe.de, verfolgen.

Sonnengrüße und Neuigkeiten zum FBWE

Weitere Informationen zum »Forum Bildung, Wirtschaft und Entwicklung« finden Sie auf der Vereins-Homepage http://www.fbwe.de, den im Video genannten Youtube-Kanal unter http://www.youtube.com/user/2010fbwe

HINWEIS: Ich denke weiter über einen »MONATS-SPIEGEL« nach: Eine monatlich erscheinendes Video über Aktivitäten, Ereignisse und Veranstaltungen des FBWE. Darin könnten sich auch aktive Mitglieder vorstellen und von ihrem Engagement berichten (nicht nur im unmittelbaren Bezug zum Verein).
Grosse Vorteile einer regelmäßig erscheinenden Publikation: Die Zuschauer stellen sich darauf ein, der Erscheinungstermin kann beworben werden, Fortschritte und Arbeitsgegenstände werden konkreter und transparenter.
Wer Interesse hat, an einer solchen Sache mitzuwirken, bitte bei mir melden: andreas.stein@fbwe.de

Zitat zur Zeit

»Und jedem Anfang wohnt der Zauber inne, der uns beschützt und hilft zu leben!«
Hermann Hesse

Zur Hartz IV Debatte

Im III. Quartal 2010 erstmals mehr als 100.000 Besucher unserer Online-Redaktion

01-09_2010Neuer Besucherrekord im September und im III. Quartal: Erstmals konnten in diesem Zeitabschnitt mehr als 100.000 Besucher unserer Online-Redaktion gezählt werden.