Archiv für Mai 2010
Bundespräsident war Fürsprecher der Direkten Demokratie
Zum Rücktritt von Horst Köhler
Während seiner nun vorzeitig beendeten Amtszeit hatte sich Horst Köhler immer wieder für eine Stärkung der Direkte Demokratie ausgesprochen. Im vergangenen Jahr setzte er sich nach seiner Wiederwahl zum Bundespräsidenten beispielsweise für die Einführung einer bundesweiten Volksinitiative ein, um den Bürgerinnen und Bürgern auch bei der Bundespolitik mehr Einflussmöglichkeiten zu eröffnen.
„Host Köhler wurde wegen seines Engagements für die Direkte Demokratie von Vielen als Bürgerpräsident wahrgenommen“, so Daniel Schily, Vorstandssprecher von Mehr Demokratie.
Zum Verfassungstag am 23. Mai hatte Köhler ein Bürgerforum gestartet, bei dem 2011 rund 10.000 Bürgerinnen und Bürger aus allen Regionen Deutschlands gemeinsam die Frage diskutieren sollten, wie der Zusammenhalt der Gesellschaft bei wachsender Vielfalt gestärkt werden könne.
Lynn Gogolin, Pressesprecherin
Mehr Demokratie e.V.
http://www.mehr-demokratie.de/
“Es war mir eine Ehre, Deutschland als Bundespräsident zu dienen”
Erklärung von Bundespräsident Horst Köhler
Meine Äußerungen zu Auslandseinsätzen der Bundeswehr am 22. Mai dieses Jahres sind auf heftige Kritik gestoßen. Ich bedauere, dass meine Äußerungen in einer für unsere Nation wichtigen und schwierigen Frage zu Missverständnissen führen konnten. Die Kritik geht aber so weit, mir zu unterstellen, ich befürwortete Einsätze der Bundeswehr die vom Grundgesetz nicht gedeckt wären. Diese Kritik entbehrt jeder Rechtfertigung. Sie lässt den notwendigen Respekt für mein Amt vermissen. Ich erkläre hiermit meinen Rücktritt vom Amt des Bundespräsidenten – mit sofortiger Wirkung. Ich danke den vielen Menschen in Deutschland, die mir Vertrauen entgegengebracht und meine Arbeit unterstützt haben. Ich bitte sie um Verständnis für meine Entscheidung. Verfassungsgemäß werden nun die Befugnisse des Bundespräsidenten durch den Präsidenten des Bundesrates wahrgenommen. Ich habe Herrn Bürgermeister Böhrnsen über meine Entscheidung telefonisch unterrichtet, desgleichen den Herrn Präsidenten des Deutschen Bundestages, die Frau Bundeskanzlerin, den Herrn Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts und den Herrn Vizekanzler. Es war mir eine Ehre, Deutschland als Bundespräsident zu dienen.
„Christen leiden unter der Kirchenspaltung und rütteln an den Stäben“
Präses Buß: Einheit ist nicht Kür, sondern Pflicht
Bielefeld/Paderborn. Der westfälische Präses Alfred Buß hat den ökumenischen Weg von Protestanten und Katholiken als unumkehrbar bezeichnet. Die Einheit der christlichen Kirchen sei „nicht Kür, sondern Pflicht – sie ist uns von Christus vorgegeben“, sagte der leitende Theologe der Evangelischen Kirche von Westfalen am Freitag (28.5.) beim Pfingstempfang des Diözesankomittees Paderborn.
Deutlich benannte Präses Buß die noch bestehenden Hindernisse, Irritationen und Rückschläge auf dem Weg der Ökumene: Gemeinsame und vollwertig anerkannte Sonntagsgottesdienste sowie ein gemeinsames Abendmahl sind nicht möglich, evangelisch-katholische Ehen und Familien „können nicht zu einer gemeinsamen kirchlichen Heimat finden“. Diese Trennung bestimme das christliche Leben vieler in Familie und Partnerschaft wie in der persönlichen Frömmigkeit. „Christenmenschen leiden unter den Folgen der Kirchenspaltung und rütteln an den Stäben“, sagte der Präses.
Gleichzeitig verwies er auf die „überwältigenden Erfolge“ der ökumenischen Bewegung. Als Beispiele nannte er die Trauung konfessionsverbindender Paare durch Pfarrer beider Kirchen, ökumenische Gemeindefeste oder die Zusammenarbeit in der Telefonseelsorge. Er wies auch auf die ökumenischen Gemeindepartnerschaften am Ort hin: Sie seien „ein gutes und empfohlenes Instrument, um ökumenische Zusammenarbeit auf Dauer zu sichern, sich dazu zu verpflichten und zugleich zu klären, welche Aufgaben vor Ort so angepackt werden sollen“. Die Grundlage dafür bilden Leitlinien, die von den evangelischen Landeskirchen und den katholischen Bistümern in Westfalen bereits 2005 beschlossen wurden.
Je näher sich die Konfessionen gekommen seien, desto schmerzlicher spürten die das Trennende. Das ökumenische Problem schlechthin liegt für Präses Buß in der Frage der vollen wechselseitigen Anerkennung als Kirche. Nach offizieller katholischer Position sind die Kirchen der Reformation keine Kirchen, sondern Gemeinschaften, denen lediglich „kirchliche Elemente“ zugebilligt werden. Dies wurde zuletzt vor zehn Jahren in der Erklärung „Dominus Iesus“ bestätigt, herausgegeben von der römisch-katholischen Glaubenskongregation. Ihr sei kein Vorwurf zu machen, dass sie ihren Finger in die Wunde gelegt hat, sagte Buß: „Wohl muss man ihr aber ankreiden, dass sie das ökumenische Problem wiederholt konstatiert, ohne auch nur anzudeuten, dass wir seit vier Jahrzehnten auf dem Weg sind.“ Genau dieses offizielle Ignorieren des schon Erreichten sei es, was Empörung auslöste und auslöst – nicht nur auf evangelischer Seite.
Der Präses warb für eine „Kultur der Achtsamkeit“ zwischen den Konfessionen: für gegenseitiges Verständnis, Überwindung von Vorurteilen, Versöhnungsbereitschaft, gegenseitige Hilfe und Solidarität in der Not. Abwertung ökumenischer Partner dürfe es nicht geben: „Wer sich durch einen Ausschließlichkeitsanspruch absondert, verlässt den ökumenischen Weg.“
Einladung zu den »Liberalen Christen« auf facebook
Am gestrigen Dienstag ist in Folge zahlreicher Vorgespräche, Telefonate und Grundsatzüberlegungen auf der Netzwerkplattform facebook eine neue Kontakt- und Austauschgruppe »Liberale Christen« entstanden und hat innerhalb von einem Tag über 80 Mitglieder gefunden.
Das Anliegen der Gruppe wird so formuliert: Christ und FDP-Mitglied? Das schließt sich überhaupt nicht aus, auch wenn es heute nicht zur verbreiteten öffentlichen Meinung paßt. Dabei bietet sich im Zusammenhang mit der Frage nach tragfähigen Werten für die Gesellschaft und Wirtschaft doch die Anknüpfung an Europäische Kulturtraditionen geradezu an, die durch Christentum. Humanismus und Liberalismus geprägt und gewachsen sind. Wer damit etwas anfangen kann, ist in der Gruppe »Liberale Christen« herzlich willkommen. Eine formale Mitgliedschaft in der Kirche oder der FDP ist dafür nicht notwendig. Unser Motto, gerade in einer Zeit von Krisen und Umbrüchen: Christlich, liberal und auf dem Weg zu einer neuen Ordnung!
Interessenten sind zur Teilnahme am Austausch herzlich eingeladen: http://www.facebook.com/group.php?gid=126746370684644&v=info
»Wut macht Mut«: Einladung zum 1. Harleshäuser Frauenfrühstück am 29.05.10, 09:00 bis 11:30 Uhr

Ich lade Sie herzlich ein zum 1. Harleshäuser Frauenfrühstück mit dem Impulsvortrag »Wut macht Mut« am 29.05.10 von 09:00 bis 11:30 Uhr im Gemeindhaus der Erlöserkirche in Kassel-Harleshausen, http://www.kirche-harleshausen.de. Weitere Informationen dazu finden Sie im Programmflyer.
Mit herzlichen Grüssen,
Ihre Grit Wunderlich
Liberales Institut präsentiert Info-Paket zur Finanzkrise
Das Liberale Institut der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit hat eine Auswahl an Publikationen zum Thema Finanzkrise zusammengestellt. Schon der Überblick zeigt: Wer sich ein Bild machen möchte, kann nicht bei einfachen Erklärungsmustern verharren, nach denen etwa nur ein paar rücksichtslose Spekulanten an den Problemen schuld sind …
Quelle: http://www.freiheit.org/webcom/show_article_bb.php?wc_c=151&wc_id=15521
Zitat zur Zeit
“Der legitime Platz des Liberalen ist zwischen allen Stühlen. Es darf ihn nicht kümmern, wenn er von allen Seiten beschimpft wird. Wer stark genug ist, den Vorwurf der Linken zu ertragen und vor der Rechten nicht in die Knie zu gehen, der kann auch der Zukunft getrost entgegensehen – selbst wenn der Liberalismus immer wieder totgesagt wird.”
Marion Gräfin Dönhoff (Danke für den Hinweis an http://www.facebook.com/timbeil)
Weiterbildung und Entwicklung für die Wirtschaft
Angst vor den Kosten einer Unternehmensberatung? Bei uns ist das Erstgespräch immer kostenfrei. Ob Sie Inhaber eines Kleinbetriebs sind oder eines 5000-Mitarbeiter-Unternehmens: Sie bestimmen mit Ihrer Anforderung die Inhalte und haben damit volle Kostenkontrolle!
Mehr über unser Angebot lesen Sie auf www.conres.de
Forum Bildung, Wirtschaft und Entwicklung auf XING und FACEBOOK: Co-Moderatoren gesucht!
Seit der letzten Woche ist Forum Bildung, Wirtschaft und Entwicklung auch auf XING und FACEBOOK präsent. Für die Arbeit dort werden Co-Moderatoren gesucht. Interessenten wenden sich bitte an martina.knappert-hiese@fbwe.de und/oder andreas.stein@fbwe.de.
Kirchentag: Bundesregierung soll konsequent auf erneuerbare Energien umstellen
Resolution der Klima-Allianz mit großer Mehrheit angenommen
München/Berlin. Auf dem 2. Ökumenischen Kirchentag in München ist die Bundesregierung am Mittwoch (13.5.) aufgefordert worden, am Atomausstieg festzuhalten und den Neubau von Kohlekraftwerken zu stoppen. Außerdem soll sie die vollständige Umstellung auf erneuerbare Energien konsequent durchführen. Dies ist der Inhalt einer Resolution, die von der Klima-Allianz eingebracht wurde. Die große Mehrheit der rund 1.500 Besucher einer Veranstaltung über „Energie für Deutschland“ hat sich dem angeschlossen.
Die Klima-Allianz fordert ein Energiekonzept, das die Reduzierung der deutschen Treibhausgase um mindestens 40 Prozent bis 2020 und mindestens 95 Prozent bis 2050 zum Ziel hat. Die Effizienz von Energie soll wirksam gefördert werden. Zu einem zielgerichteten Klimaschutz gehören demnach auch der Abbau klimaschädlicher Subventionen und eine konsequente Förderpolitik.
Bereits vor zehn Jahren wurde mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und dem Atomausstieg die Umstellung auf eine zukunftsfähige Energieversorgung begonnen. Künftig sollten erneuerbare Energien die Grundlast des Strombedarfs decken. Für Spitzenlasten müssten sie durch einen flexiblen Kraftwerkspark ergänzt werden. Atom- und Kohlekraftwerke seien dafür aber nicht flexibel genug und kämen deshalb als „Brückentechnologie“, wie von der Regierungskoalition propagiert, nicht in Frage.
Die Klima-Allianz verweist auf zahlreiche Studien, die belegen, dass eine vollständig erneuerbare Stromversorgung bis 2050 „klimaverträglich, sicher und bezahlbar“ ist. Die Bundesregierung müsse diese Studien endlich zur Kenntnis nehmen. Erneuerbare Energien und der wirkungsvolle Einsatz von Energie leisteten nicht nur einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz. Sie würden auch zukunftsfähige Arbeitsplätze sichern und schaffen.
Die Klima-Allianz ist ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis aus rund 100 Organisationen. Die Evangelische Kirche von Westfalen ist Gründungsmitglied. Dabei sind unter anderem auch der Bund für Umwelt und Naturschutz in Deutschland (BUND), der Naturschutzbund Deutschlands (NABU), Greenpeace, aber auch Brot für die Welt, die Diakonie-Katastrophenhilfe, der Evangelische Entwicklungsdienst EED, und Misereor sowie zahlreiche evangelische Landeskirchen.
“Ein Kirchentag zur rechten Zeit”
Grußwort von Bundespräsident Horst Köhler zur Eröffnung des 2. Ökumenischen Kirchentags am 12. Mai 2010 in München
Dieser Ökumenische Kirchentag kommt zur rechten Zeit. In den letzten Jahren hatte man den Eindruck, der ökumenische Schwung hätte nachgelassen. Deswegen haben sich viele – auch ich – auf diesen Kirchentag gefreut, ja, ihn geradezu herbeigesehnt. Wir sind davon überzeugt: Nur in ökumenischer Gesinnung, nur in Zusammenarbeit und nur in einem sichtbaren und wahrhaftigen Miteinander können die Christen heutzutage der Welt ein Zeugnis ihres Glaubens geben.
Darum hoffe ich und darum wünsche ich mir, dass auf diesem Kirchentag deutlicher wird, wie viel schon erreicht worden ist, wie weit die Einheit schon gediehen ist, – und dass die Sehnsucht wieder stärker wird nach weiteren Fortschritten im ökumenischen Prozess. Auch aus einem anderen Grund kommt der Kirchentag zur rechten Zeit. Viele dunkle Wolken haben sich in den vergangenen Monaten über der Kirche zusammengezogen. Führungsversagen, Missbrauch, Misshandlung – all das hat zu einer schweren Krise geführt. Viele haben der Kirche den Rücken gekehrt, viele klagen sie an, verspotten sie.
Viele Gläubige schämen sich, viel Vertrauen ist verloren gegangen. Die vergangenen Untaten sind nicht ungeschehen zu machen. Jetzt kommt alles darauf an, wie wir damit umgehen. Aufklärung und Zuwendung zu den Opfern sind das Gebot der Stunde. Aber auch der Blick nach vorn, der Wille zur Selbsterforschung und zur Umkehr.
Wenn Christen zusammenkommen, ob im Gottesdienst oder auf dem Kirchentag, dann bekennen sie voreinander und vor Gott ihre Schuld, dann bitten sie um die Kraft zur Erneuerung und Umkehr, dann bitten sie um Gottes Gnade. Das ist heute wichtiger denn je. Nur so werden Glaubwürdigkeit und Vertrauen wiedergewonnen. Und nur mit wiedergewonnenem Vertrauen und wiedergewonnener Glaubwürdigkeit werden die Botschaft des Glaubens und das Zeugnis der Kirche bei den Menschen Gehör finden.
Wir dürfen aber heute uns selbst und auch die, die von außen auf die Kirchen schauen, daran erinnern, wie viel Gutes wir durch die Gemeinschaft und durch den Glauben erlebt haben – und wie viel Gutes durch gläubige Menschen getan wird. Ich erinnere an die vielen guten Seelsorgerinnen und Seelsorger und an die Religionslehrer, die die Menschen begleiten, die ihnen Trost und Hilfe geben, den Glauben bezeugen und erklären. Ich erinnere an die vielen Ehrenamtlichen, die in den Pfarreien und Gemeinden engagiert für ein lebendiges Gemeindeleben, für gute Gottesdienste, für tätige Nächstenliebe in Diakonie und Caritas sorgen. Ich erinnere an die Jugendleiterinnen und Jugendleiter, ob nun bei den Pfadfindern, im CVJM, beim BdKJ oder bei den Messdienern, die Kinder und junge Menschen für den Glauben begeistern, die ihnen den Wert von Gemeinschaft und Solidarität vermitteln, die sich nicht beirren lassen durch einen Zeitgeist des Egoismus, sondern die für die Jüngeren Vorbilder sind für Dienst am Nächsten und Selbstlosigkeit. Wir dürfen heute uns selbst und alle, die uns zuhören, daran erinnern, wie viel an gelebter Barmherzigkeit, an tatkräftiger Solidarität, an Dienst am anderen durch gläubige Menschen in dieser Gesellschaft lebendig ist. Das braucht unsere Gesellschaft. Das hat Dank und Anerkennung verdient. Wir dürfen schließlich auch daran erinnern, dass das Wort Ökumene ursprünglich den ganzen Erdkreis meint. Die Kirchen haben viel früher als andere ihre Verantwortung für die Eine Welt entdeckt, auf der es gerecht zugehen soll. Werke wie Adveniat, Misereor oder “Brot für die Welt” sind unübersehbare Zeichen der Hilfsbereitschaft und Großherzigkeit der Christen in Deutschland. Gebet und Nächstenliebe gehören zusammen, oder, wie Bruder Roger von Taizé, dieser Pionier der Ökumene, es ausgedrückt hat: “Kampf und Kontemplation”. Wenn beides durch diesen Kirchentag gestärkt wird, dann geht sein Motto in Erfüllung: “Damit ihr Hoffnung habt”.
Die Aufgaben der Führung
Ein ausgesuchtes »Zitat zur Zeit« als 750ster Artikel seit Mai 2008 zur “kleinen Jubiläums-Feier” der Online-Redaktion www.forum-fuehrung.com auf dieser Plattform.
»Ich bin das Oberhaupt der tibetischen Exilregierung, und Tibeter in aller Welt empfangen mich mit großer Herzlichkeit. Eine meiner wichtigsten Augaben sehe ich darin, den Tibetern Vertrauen in die Zukunft zu geben. Ich bin überrascht, wie stark dieses Vertrauen ist. Auch wenn viele Tibeter im Exil in Armut leben, sind sie ein treues und fröhliches Volk geblieben.
Führungspersönlichkeiten, die Vertrauen erwecken, müssen sorgfältig darauf darauf achten, dass sie auch das richtige Vertrauen wachrufen. Sie sollten ehrlich sein und keinen blinden Glauben verlangen. In der buddhistischen Tradition halten wir es für unabdingbar, dass Vertrauen mit Weisheit einhergeht. Weisheit bedeutet in diesem Fall Rechte Anschauung, das heißt, dass wir die Dinge so sehen, wie sie wirklich sind, und die Prinzipien der Vergänglichkeit, der gegenseitigen Abhängigkeit und des bedingten Verstehens erfassen. Vertrauen braucht Unterstützung, und diese Unterstützung kommt aus der Weisheit.
Weise Führungspersönlichkeiten untersuchen Ursache und Konsequenzen eines bestimmten Ziels oder Ereignisses und erforschen, ob es richtig, angemessen, wahr oder falsch ist. Vertrauen allein führt leicht zu Täuschungen und Fehlurteilen und ist oft durch Emotionen beeinflusbar. Ohne Weisheit glauben wir, was andere uns sagen, egal ob es richtig oder falsch ist. Vertrauen gibt uns die Kraft zu handeln und sogar Böses zu tun. Ist das Vertrauen so groß, ermahne ich Menschen, es mithilfe der Weisheit zu kontrollieren und das Gleichgewicht zu halten.
Andererseits nützt auch Weisheit ohne Vertrauen wenig, da ihr die nötige Tatkraft fehlt. Weisheit unterstützt Vertrauen, indem sie eine Richtung vorgibt und baharrlich an ihr festhält. Die beiden wirken partnerschaftlich zusammen, um ein Ziel zu erreichen. Doch letzlich ist Vertrauen die Sache jedes Einzelnen.«
(Quelle: Dalai Lama, Laurens van den Muyzenberg: »THE LEADERS WAY: Business, Buddhism an Happiness in an Interconnected World«, London 2008 ; »Führen, Gestalten, Bewegen«, Frankfurt 2008)
Einladung zum zusätzlichen Austausch auf Facebook
Seit ca. 2 Wochen nutze ich erneut und intensiv meinen Facebook-Account und habe dort in einem ganz erfreulichem Umfang mein Kommunikatins-Netzwerk vergrössern können. Als Beispiel nenne ich die Gruppe »Forum Bildung,Wirtschaft und Entwicklung«, die dort seit letzem Samstag über 80 neue Mitglieder gefunden hat. Ich hatte diese Gruppe dort angelegt, um auf unseren Verein »Forum Bildung,Wirtschaft und Entwicklung«, www.fbwe.de, aufmerksam zu machen.
Wenn Sie also auf Facebook bereits aktiv sind oder darüber nachdenken, sich dort ein Konto anzulegen, dann lade ich Sie ein, einen zusätzlichen Austausch auch dort zu führen.
Mit herzlichen Grüssen,
Ihr Andreas Stein
„Ich bin das Brot des Lebens – Wahrheit, die uns trägt“
Westfälische Kirche prämiert Preisträger des Wettbewerbs zum Religionsunterricht / Gewinner aus Bocholt, Bochum, Bünde, Hagen, Hamm, Herford, Iserlohn und Telgte
Bielefeld. „Jesus Christus spricht: ‚Ich bin das Brot des Lebens’ (Johannes 6,35) – Wahrheit, die uns trägt?“: So lautete im Schuljahr 2009/2010 das Thema des jährlich ausgeschriebenen Schülerwettbewerbs „Entdecken und Verstehen im Evangelischen Religionsunterricht“. Damit möchte die Evangelische Kirche von Westfalen nicht nur zu qualifizierten Leistungen im Religionsunterricht anregen. Es geht auch um Spaß an der Bibel, Neugier für die Recherche und Kreativität in der Umsetzung des Entdeckten. Insgesamt beteiligten sich in diesem Schuljahr rund 300 Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen (Sekundarstufe I und Oberstufe) mit 24 Beiträgen in den Kategorien Einzel- und Gemeinschaftsarbeiten.
Den ersten Preis (500 Euro) in der Kategorie „Arbeiten von Klassen, Kursen oder Gruppen der Abschlussklassen Sekundarstufe I und Klassen 10 von Gymnasien und Gesamtschulen“ erhält die Realschule Bünde-Nord. 19 Schülerinnen und Schüler der Klasse 10c hatten sich an der Gemeinschaftsarbeit beteiligt. Als zweiter Preis in dieser Kategorie gehen 370 Euro nach Telgte – an acht Neuntklässler des Maria-Sybilla-Merian-Gymnasiums. Auf dem mit 240 Euro dotierten dritten Platz landete das Ravensberger Gymnasium (Herford): Dort hatten sich 23 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10 am Wettbewerb beteiligt.
Das Berufskolleg des Märkischen Kreises in Iserlohn erhält den ersten Preis (500 Euro) für seine „Gemeinschaftsarbeit der Sekundarstufe II“. Den zweiten Preis – und damit auch das Preisgeld in Höhe von 370 Euro – teilen sich Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 des Bischöflichen Sankt-Josef-Gymnasiums (Bocholt). Das Bochumer Hildegardis-Gymnasium gewinnt für die Gemeinschaftsarbeit von 20 Zwölftklässlern den dritten Preis (240 Euro).
Die Kategorie „Einzelarbeiten aus den Abschlussklassen Sekundarstufe I und Klassen 9/10 von Gymnasien und Gesamtschulen“ führte zu einem mit 130 Euro dotierten zweiten Platz: Er geht an Rebecca Fikuart (10.
Klasse) von der Freien Waldorfschule in Hamm.
Einen ersten und dritten Preis verleiht die Jury in der Kategorie „Einzelarbeiten aus den Jahrgangsstufen 10 bis 12 bzw. 11 bis 13 der Gymnasien, Gesamtschulen und Berufskollegs“: Preisträgerinnen sind Laura Thomas (1. Platz / 180 Euro) und Anja Vogel (3. Platz / 80 Euro), beide Schülerinnen des Fichte-Gymnasiums in Hagen.
Ein mit 240 Euro dotierter Sonderpreis geht an Schülerinnen und Schüler der Klasse 8b der Hauptschule Niederntudorf/Wewelsburg.
Die Preisübergabe (Urkunde und Geldbetrag) erfolgt in den jeweiligen Schulen durch Mitglieder der sechsköpfigen Jury aus Theologen sowie (Religions-)Pädagogen und die zuständigen Superintendenten. Für die nicht prämierten Arbeiten erhalten alle beteiligten Schülerinnen und Schüler einen Trostpreis. Der nächste Schülerwettbewerb für das Schuljahr 2010/2011, der in Kürze ausgeschrieben wird, steht unter dem Motto „Lasst uns den Weg der Gerechtigkeit gehen…“.
Enquete-Kommission Internet hat sich konstituiert
Am Mittwoch hat sich die neue Enquete-Kommission “Internet und digitale Gesellschaft” des Bundestages konstituiert. Zum Vorsitzenden wurde der CDU-Abgeordnete Axel E. Fischer gewählt. Als Obmann der FDP-Fraktion ist Jimmy Schulz vertreten. Zusammen mit den beiden liberalen Abgeordneten Sebastian Blumenthal und Manuel Höferlin will er sich für eine transparente Arbeit und den direkten Austausch mit der Öffentlichkeit einsetzen.
Lesen Sie mehr auf http://www.fdp-fraktion.de/Enquete-Kommission-Internet-hat-sich-konstituiert/996c881i1p6/index.html
Zitat zur Zeit
»… , dass man die Leute ermuntern muss, einen langen Atem zu haben. Das ist vielleicht die wichtigste Erkenntnis für mich in der Politik, jungen Leuten zu sagen, dass sie bei ihren Überzeugungen bleiben müssen, auch wenn ihnen der Weg gerade mal nicht passt. Als Zuschauer verändert man gar nichts.«
Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger im ZEIT-Interview auf http://www.zeit.de/2010/18/Rettung-Leutheusser-Schnarrenberger
In schwierigen Zeiten Vertrauen finden – ein lesenswertes Buch von Roland Heinzel
von Martina Knappert-Hiese, Kressbronn
Die Wiederentdeckung der Zuversicht kann als ein Versuch gelesen werden, die Krankheit des Planeten (= unsere globalisierte Welt) mit unserer eigenen Krankheit (= der Verlust des Vertrauens in unsere Potentiale) zu verbinden. Der Autor stellt einen Brückenschalg her zwischen unserer individuellen und unserer verlorenen kollektiven Sichtweise. Krank sind beide, Mensch und Planet. Gesunden können sie nur gemeinsam – die rein wissenschaftliche Sicht auf die Dinge erfordert eine kritische Auseinandersetzung mit unserer gestörten emotionalen Sichtweise. Warum gelingt es uns nicht mehr, zuversichtlich und vertrauensvoll den Alltag zu bestehen? Warum sind wir so schnell bereit, uns dem Höher, Schneller, Weiter, Größer zu unterwerfen und unsere inneren Potentiale zu unterdrücken? Tiefenspsychologie und Systemwissenschaft sind nur zwei Seiten einer Medaille mit dem Namen “Blauer Planet”. Doch es reicht im Zeitalter der ungeordneten Globalisierung eben nicht mehr, nur die Erde objektiv und naturwissenschaftlich zu beschreiben und den Menschen sich selbst zu überlassen. Auch die individuelle Ich-Perspektive ist absolut notwendig. Dass der Planet – und wir mit ihm – in Gefahr sind, steht außer Frage. Verantwortung zu tragen, um der Durchsetzung von Nachhaltigkeit zum Durchbruch zu verhelfen, bedarf eines neuen Blicks auf uns selbst – wir sind als Mann oder Frau geboren, uns ähnlicher als die Mehrheit glauben will und verstecken uns hinter unseren alten Rollen. Verantwortung übernehmen heißt, sich selbst im anderen zu verwirklichen. Die Krise unserer Gegenwart ist eine Krise der Reproduktion – Überbevölkerung dort, Überalterung hier. Dazu kommen, was mich immer wieder schockiert, fehlende Chancen für die wenigen Nachkommen in den reichen Ländern. Roland Heinzel weist den Weg, den ein Individuum gehen sollte, um über sich selbst hinauszuwachsen und im Alltag nicht zu verzagen.
Das Buch ist 2008 im Kösel-Verlag erschienen.
FBWE-Mai-Umfrage zu aktuellen Themen und Projekten
Das Forum Bildung, Wirtschaft und Entwicklung (FBWE), http://www.fbwe.de/, hat im April 2010 eine Mitgliederbefragung zu aktuellen Themen und Projekten durchgeführt (siehe auch: http://www.fbwe.de/?page_id=142). Zu insgesamt 17 Themenvorschlägen wurden die Mitglieder um ihre persönliche Einschätzung zu Wichtigkeit und Bedeutung gebeten. Diese Umfrage soll im Mai 2010 auch Nicht-Mitgliedern zugänglich gemacht werden.
Unter jedem (Projekt-)Thema des 4seitigen Fragebogens befindet sich eine zweizeilige Tabelle. Durch ein Zeichen in Zeile 2 dieser Tabelle – vorzugsweise durch den Buchstaben X – kann eine Bewertung zum Interesse am Thema abgegeben werden. Zusätzlich ist unter jeder Tabelle Platz für einen ergänzenden Kommentar vorhanden. Weitere Bildungs-Themen und Fragestellungen sind selbstverständlich willkommen. Alle Teilnehmer an der Umfrage erhalten nach Auswertung das Ergebnis per Email. Rücksendungen bitte bis 31.05.10 an andreas.stein@fbwe.de.
Den Fragebogen als Word-Dokument zum Download finden Sie hier: FBWE-Mai-Umfrage zu aktuellen Themen und Projekten
Internet und digitale Gesellschaft
Der Bundestag hat eine Enquete-Kommission “Internet und digitale Gesellschaft” eingesetzt. Einstimmig verabschiedeten die Parlamentarier einen von den Fraktionen CDU/CSU, SPD, FDP und Bündnis 90/Die Grünen eingebrachten Einsetzungsantrag (17/950). 17 Mitglieder des Bundestages und 17 Sachverständige sollen danach bis zur parlamentarischen Sommerpause 2012 Ergebnisse und Handlungsempfehlungen vorlegen.
Er sei froh, dass es für die Einsetzung der Enquete-Kommission einen breiten Konsens der politischen Parteien gegeben habe, sagte Michael Kretschmer von der Unionsfraktion. Dies sei wichtig, da die Kommission “für die Gesellschaft bedeutende Entwicklungen unabhängig vom politischen Alltagsgeschäft beleuchten und analysieren soll”. Er wünsche sich, dass zu den 17 Sachverständigen, die in der Kommission mitarbeiten werden sich noch ein weiterer Sachverständiger zumindest “gedanklich” geselle, nämlich der “Bürger”. (Lesen Sie das Quelldokument:
http://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2010/28851941_kw09_de_enquete/index.html)
Seitenabrufe und Besucher: forum-fuehrung.com bleibt weiter auf Wachstumskurs
Rund 100.000 Besucher und 200.000 Seitenabrufe im Zeitraum Januar bis April 2010: Die Online-Redaktion www.forum-fuehrung.com bleibt auf Wachstumskurs, wie die Webstatistik zur Entwicklung der Leserfrequenz in den Jahren 2005 bis 2010 ausweist.




