Archiv für Januar 2010
Kann man Wirtschaft steuern?
von Michael May, Eschwege
Mit großem Interesse habe ich den Artikel von Prof. Dr. Dr. Rademacher in diesem Forum gelesen. Er hat viele interessante Ansätze für mögliche Wege dargestellt. Unter anderem meint er, dass die Wirtschaftswissenschaften unbedingt einer Neuorientierung bedürfen. Das stimmt, die Prognosen und Aussagen der meisten Wirtschaftswissenschaftler der letzten Jahrzehnte waren sehr ungenau oder gar falsch. In diesem Zusammenhang kam mir eine Aussage des Geophysikers Robert Geller von der Universität Tokio zum Thema “Erdbeben” in den Sinn:
“Die Forschungen zur Vorhersagbarkeit von Erdbeben haben in den letzten hundert Jahren keinen entscheidenden Fortschritt gebracht………… Es scheint unmöglich zu sein, vor großen Erdbeben verlässlich zu warnen.”
Diese Äußerung aus dem Jahr 1997 könnte in fast gleichem Maß auch für die Wirtschaftswissenschaften gelten. Insbesondere die Theorie vom dauerhaften wirtschaftlichen Gleichgewicht dürfte nicht zu halten oder gar falsch sein sein.
Wenn wir von einem dauerhaften Wirtschaftswachstum reden bedenken wir dabei nicht, dass Gesellschaften und deren Wirtschaft sich in einem permanent aus zu balancierenden Prozess befinden, was auf eine ständige Instabilität hinweist. Dies gleicht der Beherrschung eines Einrads. Komplexe Systeme wie Gesellschaften agieren und reagieren somit laufend am Rande eines kritischen Zustands. Aus solchen Systemen ist aber bekannt, dass sich dort immer wieder Spannungen aufbauen, die in mehr oder weniger großen Entladungen abgebaut werden. Dabei sind die großen “Donnerwetter” in einem proportionalen Verhältnis geringer als die mittleren und kleineren Vorkommnisse.
Gesellschaften befinden sich im Zustand nahe eines Nicht-Gleichgewichts bei dem permanenten Versuch, das Gleichgewicht irgendwie zu halten. Dabei kommt es zwangsläufig zu kleineren oder auch größeren Störungen. Soll das die großen Banken und Geldsammelstellen aller Art entlasten? Natürlich nicht. Aber die Sparer haben diesen ihre Gelder und Vermögen anvertraut und sie somit erst zu den großen Attraktoren gemacht, zu denen alles drängt. Diese sind übermütig geworden und haben ihre Stellung durchaus ausgenutzt, was zu ändern ist.
Nun meinen viele Menschen, die staatlichen Institutionen könnten uns vor zukünftigen Katastrophen schützen. Dies wiederum ist der zweite Denkfehler. Viele Staaten gerade in Europa kämpfen mit ausufernden Verschuldungen. Sicher hat die Finanzkrise diese Verschuldungen teilweise drastisch verschlimmert, was aber nichts daran ändert, dass etwa Deutschland seit nun ca. 50 Jahren ständig mehr Geld ausgibt als eingenommen wird. Die Finanzkrise kommt der Politik gerade recht, um von den eigenen Versäumnissen abzulenken.
Mit Bezug auf meine weiteren vorgenannten Aussagen zu Systemen behaupte ich, dass uns die Regierungen nicht vor weiteren Katastrophen schützen werden und dies letztlich auch gar nicht können, sondern diese nur hinaus schieben. Die nächste Blase staatlicher Verschuldung wartet doch nur darauf, sich zu entladen.
Daher scheint mir die Aussage von Prof. Dr. Dr. Rademacher zur Zukunft der verhaltensbasierten Ökonomie der Erfolg versprechende Weg hin zu einer sinnvollen Vorgehensweise zu sein. Dabei stellen sich dann folgende spannende Fragen:
Wie kann man Launen, Wünsche, Ängste, Gier und sonstige Emotionen der Menschen in mathematischen Modellen erfassen? Kann man oft irrational handelnde Wesen mit sachlichen Argumenten überhaupt erreichen? Wie bringt man Menschen dazu, ihre Komfortzone ohne Zwang zu verlassen?
Aus diesem Grund sollte die Rolle der ansonsten sehr wichtigen Mathematik nicht überschätzt werden, da komplexe Systeme nur mit unzureichenden Modellen beschrieben werden können. Um die Eingangsfrage zu beantworten: Ich meine, dass Wirtschaft nur begrenzt zu steuern ist. Dies zum einen durch das ständige Lavieren an kritischen Zuständen. Aber auch Planwirtschaft funktioniert bewiesenermaßen nicht, obwohl wir auch in Deutschland und gerade in der EU darauf zusteuern. Wir dürfen aber Mitspieler, egal wo, nicht zu groß werden lassen, denn diese erpressen uns dann mit ihrer Größe. Starke Attraktoren neigen dazu, Mono- und Oligopole beim Geld, Wissen, der Technik, der Medizin etc. auszubilden. die übermächtig werden können. Dann ist es zu einer angeblichen “Systemrelevanz” nicht mehr weit.
Die Wirtschaftswissenschaften nach der Krise – einige Hinweise zur Orientierung
Von Prof. Dr. Dr. Franz Josef Radermacher
Der vorliegende Text thematisiert notwendige Veränderungen im Bereich der Wirtschaftswissenschaften in Reaktion auf die Weltfinanzkrise. Das ist mittlerweile ein Thema in den Wirtschaftswissenschaften, aber auch darüber hinaus. Angeregt wurde der Text durch die Mitwirkung an einer Veranstaltung des Instituts der Deutschen Wirtschaft im Dezember 2009 zum Thema. Das Anliegen des Textes geht weit über die Finanzkrise hinaus und folgt einer seit langem etablierten Argumentationslinie des Club of Rome, der Global Marshall Plan Initiative und des Ökosozialen Forum Europa. Die Weltfinanzkrise ist insofern nicht Ausgangspunkt der gegebenen Empfehlungen, vielmehr ist es so, dass die Weltfinanzkrise lange vorher thematisierte Positionierungen bestätigt hat.
Was ist der Hauptbefund? Der Hauptbefund besagt, dass die Globalisierung der letzten Jahrzehnte wesentliche ordnungspolitische Regularien außer Kraft gesetzt hat, die Voraussetzung für vernünftige ökonomische Verhältnisse sind. Viele mittlerweile in der Wirkung desaströse ökonomische Positionen sind insofern nicht per se falsch, sie erweisen sich nur als falsch unter den mit Blick auf die Zielsetzung einer nachhaltigen Entwicklung inadäquaten Regulierungsbedingungen der heutigen Weltwirtschaft. Ein eventueller Vorwurf an die Wirtschaftswissenschaften zielt insofern nicht primär in Richtung falscher Theorien, sondern in Richtung auf die Nicht-Thematisierung der Voraussetzungen dafür, dass die entsprechenden Theorien zutreffen und eine positive Wirkung entfalten können.
Es liegt insofern eine Mitschuld der Disziplin in der Nutzung und Propagierung von Theorien, die zunehmend nicht mehr auf eine sich konkret entfaltende Realität passen und in der Orientierung von Studenten, Nachwuchs- und Führungskräften der Wirtschaft an Theorien, die mit der Realität nicht in Einklang stehen, ohne dass auf diesen Zusammenhang deutlich hingewiesen wurde. Damit wurden weltweit unverantwortliche Umweltzerstörung, übermäßiger Ressourcenverbrauch, globale soziale Konflikte und die Selbstbereicherung von Teilen des Systems Vorschub geleistet.
Eine Neuorientierung der Wirtschaftswissenschaften muss nun sowohl die ordnungspolitischen Voraussetzungen vernünftiger globaler ökonomischer Prozesse thematisieren (Stichwort: weltweite ökologisch-sozial regulierte Marktwirtschaft / Ökosoziale Marktwirtschaft) als auch Empfehlungen für das Handeln von Gesellschaft, Unternehmen und Individuen unter Bedingungen inadäquater weltweiter Regulierung geben. Das werden dann häufig nicht die bisherigen Empfehlungen sein, sondern Maßnahmen, die unter dem Oberbegriff „Doppelstrategie“ subsumiert werden können. Der vorliegende Text behandelt die genannten Themen nicht als wissenschaftliche Arbeit, sondern als ein Dokument, das von einer breiten Öffentlichkeit interessierter Bürger in unterschiedlichsten Kontexten genutzt werden kann. Es dient im Besonderen der Orientierung interessierter Personenkreise hin zu einer weltweiten Ökosozialen Marktwirtschaft. Hinweise auf entsprechenden Positionen des Club of Rome, der Global Marshall Plan Initiative und des Ökosozialen Forum Europa werden gegeben. Einschlägige Referenzen von Heiner Geißler, John Galtung, Horst Köhler, Hans Küng, Josef Riegler und Roger de Weck zum Thema sind als Anknüpfungspunkt aufgenommen. Die Leitlinie für eine bessere Zukunft lautet: ökosozial statt marktradikal.
Lesen Sie: Die Wirtschaftswissenschaften nach der Krise – einige Hinweise zur Orientierung
FORUM Wirtschaft, Bildung und Entwicklung
(e.V. in Gründungsvorbereitung)
Inhaltliche Themenschwerpunkte für 2010
Anknüpfend an die gegenwärtige “Gesamtkrise” untergliedern wir im neuen Jahr in folgende Krisenfelder, die alle Auswirkungen haben auf jeden Einzelnen von uns. In deren Bearbeitung werden wir neue Denk- und Handlungsperspektiven verfolgen und finden:
- Ökologische Krise mit ihren gegenwärtig beeindruckenden Erneuerungen im Denken und Handeln von Wirtschaft und Politik
- Finanz- und Wirtschaftskrise (=Ökonomische Krise)
- Soziale (und politische) Krise (in Bezug auf die Kultur des Zusammenlebens und Zusammenarbeitens, in Bezug auf persönliche Beziehungskultur (ganz besonders auch in Hinsicht der Gender-Thematik) und in Bezug auf die Qualität unserer Demokratie)
- Mediale Krise/Orientierungskrise (angetrieben von Internet, Handy, etc: Verlust von zentralen und nachvollziehbarer Kommunikationsstrukturen (Beispiel: Fortschreitender Verlust der Trennung von staatlichem (öffentlich-rechtlichem) und privatem Medienangebot)
Nun ergibt sich aus diesen Veränderungen in unserer gesellschaftlichen Umwelt ein BILDUNGS-ANLASS, weil wir LERNEN müssen, mit den neuen Entwicklungen umzugehen. Das wollen wir wie folgt angehen: Wir nehmen als Bildungsideal die 7 kardinalen Tugenden unserer christlich-humanistischen Kultur und fragen an nach einer angemessenen Übersetzung zur Anwendung in den aktuellen Krisenfeldern. Wir arbeiten also daran, zukunftsfähige Maßstäbe für unser Handeln mit Hilfe des über 2400 Jahre gewachsenen Europäischen Bildungsideals zu finden und zu verfolgen. So können und wollen wir die Brücke von unserer Tradition in unsere Zukunft bauen, ohne dass wir behaupten (müssen), alles, was wir denken, sagen und tun, sei neu. Im Gegenteil: Wir berufen uns auf unsere Tradition!
Wir sind also nicht nur in der Rolle von Forschern unterwegs, sondern auch in der Rolle von Lehrenden (Vermittlern) und Erneuerern (ReformerInnen, Changemanagern, Coaches, Trainern). Deshalb können wir den Anspruch und die Aufgabenstellung zu unserem Engagement wie folgt formulieren:
Die Themenfelder sind hochaktuell und bedeutsam für Gegenwart und Zukunft. Es gilt, neue Auffassungs- und Verhaltensmaßstäbe zu finden und zu verfolgen! Die Befähigung und Entwicklung des Einzelnen ist hierbei unser Arbeits- und Bildungsziel.
Krisen bieten neuen Chancen, nutzen Sie diese! Offene und engagierte Menschen, die Beiträge einbringen wollen, wenden sich bitte an Martina Knappert-Hiese, martina.knappert-hiese@freenet.de oder Andreas Stein, as@andreas-stein.info.
Großes Voting: Welche Umwelt-NGO hat ihr Vertrauen
Berlin (25.1.10): Die Glocalist Medien: Medien für Nachhaltigkeit starten auf vielfachen Leserinnen- und Leserwunsch und zahlreichen Anregung von Leserinnen und Leser, ein Voting, welche Umweltschutzorganisation das größte Vertrauen genießt: BUND, DUH, FoE, Greenpeace, NABU, Robin Wood oder WWF?
Vertrauen ist ein wertvolles Gut, gerade für NGOs (Non-Governmental-Organizations). Und es ist etwas persönliches, schwer wägbar und subjektiv.
Auf Grund des jüngsten Votings der Glocalist Medien (8. Januar bis zum 15. Januar) zur Frage “Wer ist die beste Web 2.0. Welttrettungsplattform” – das BÜRGERwirken und betterplace ex aequo für sich entscheiden konnten, auf die Plätzen kamen wikando, Helpedia und schließlich amazee (s.h. Bericht im Glocalist Review Nr. 253) – erreichten uns zahlreiche Anfragen, ein solches Voting auch über NGOs zu führen.
Diesem Wunsch wollen die Glocalist Medien gerne entsprechen. Die Glocalist Medien haben via Twitter gefragt, welche NGOs aus dem Umweltschutzbereich Nominierungen erfahren sollen. Rasch haben sich die Eingaben um die großen und bekannten Umweltschutzorganisationen konzentriert.
Die Nominees der Glocalist Leser/innenschaft sind (in alphabetischer Reihenfolge):
- BUND
- DUH
- FoE
- Greenpeace
- NABU
- Robin Wood
- WWF
Die Frage lautet: Welche der genannten Umweltschutzorganisationen genießt Ihr größtes persönliches Vertrauen? (Umfrage ist nicht repräsentativ). Das Voting startet mit dem 25. Januar und endet am 5. Februar. Über die Ergebnisse wird im Glocalist Review, dem wöchentlichen E-Journal für Nachhaltigkeit, am 8. Februar berichtet.
The Floor is open, Your Vote is welcomed. Zum Voting > www.glocalist.com/36.0.html
“Eigennutz im Dienst des Welt-Gemeinwohls”
Tischrede von Bundespräsident Horst Köhler beim Abendessen für den Vorstand des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft am 21. Januar 2010 in Schloss Bellevue
Traditionell fällt unsere abendliche Zusammenkunft in den Januar. Das ist gut, denn da sind die guten Vorsätze fürs neue Jahr noch frisch. Noch besser ist es, wenn man zurückblicken und sagen kann: Das mit den guten Vorsätzen vom vergangenen Jahr – das hat geklappt.
Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft kann zufrieden sein. Vor fast genau einem Jahr haben sich Ihre Mitglieder im “Berliner Appell” dazu verpflichtet, trotz der Krise weiterhin beständig in Bildung und Wissenschaft zu investieren. Und bisher sieht es so aus, als hätten die Unternehmen tatsächlich Kurs gehalten und in ihren Ausgaben für Forschung und Entwicklung nicht nachgelassen. Gut so! Denn gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten braucht es Weitsicht, müssen neue Ideen gefördert, Wissen und Kompetenzen gestärkt werden. Denn das ist der Stoff, aus dem morgen erfolgreiche neue Produkte und Dienstleistungen gemacht werden. Die Krise hat gezeigt: Es lohnt sich, über den Tag hinaus zu denken. Der deutsche Arbeitsmarkt hat sich bisher im Großen und Ganzen erstaunlich gut gehalten – weil die Betriebe die Spielräume klug genutzt haben, die ihnen durch Instrumente wie die Kurzarbeit geboten wurden. Weil vielfach die Tarifpartner den Weg freigemacht haben für maßgeschneiderte Lösungen in den Unternehmen. Und schließlich, weil die Betriebe selbst mit ihren Belegschaften Freiräume ausgehandelt haben, mit flexiblen Arbeitszeitregelungen, mit Weiterbildungsangeboten. Vielerorts gilt heute die Devise: Wir ziehen uns warm an – und stemmen das gemeinsam. Ich bin mir bewusst, dass es für beide Seiten manchmal sehr hart ist; für Betriebe, die ums Überleben kämpfen, für Beschäftigte, bei denen auch ein geringer Lohnrückgang schmerzhafte Einschnitte im Alltag mit sich bringt.
Es geht aber um mehr als um das bloße Abwettern eines Sturms. Die Zeichen stehen auf Umbruch; durch das Aufkommen neuer ökonomischer und politischer Mächte und der notwendigen Erkenntnis für alle, dass unsere Erde von Endlichkeit bestimmt ist. Wir stehen vor einer großen Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft.
Große Fragen für die Wirtschaft sind: Wie können Produkte und Wertschöpfungsketten auf die Erfordernisse des 21. Jahrhunderts ausgerichtet werden, auf Nachhaltigkeit und Effizienz? Was wird in Zukunft gebraucht? Was muss besser gemacht, was sogar neu erfunden werden? Wo wird in der Wissenschaft Visionäres erdacht? Wie werden daraus auch ökologisch überzeugende Produkte? Diese und andere Fragen müssen Sie sich als Unternehmensführer stellen. Und umgekehrt können Sie fragen: Was können Wissenschaft und Politik für die Transformation tun? Was halten Sie für die wichtigste Frage bei der kommenden ökologischen Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft? Sie alle werden nachher Zeit und Gelegenheit haben, in der Diskussion über die Dinner Speech “Ihre” Frage zu formulieren. Ich bin neugierig darauf.
Setzen wir uns gemeinsam ehrgeizige Ziele. Im Übergang in eine ökologische soziale Marktwirtschaft hat unser Land viele gute Chancen. Sie zu nutzen, wird nicht nur uns, sondern auch anderen zugute kommen. Entdecken wir den Eigennutz, der darin liegt, sich in den Dienst des globalen Gemeinwohls zu stellen.
Eigennutz ist eine große und kraftvolle Triebfeder. Er motiviert Menschen zu Höchstleistungen, von denen viele profitieren können. Aber maß- und rücksichtslos durchgesetzt kann er auch großen Schaden für die Gemeinschaft anrichten. Auch das ist etwas, was wir in der aktuellen Krise bitter erfahren haben. Deshalb stehen wir vor der Frage: In welches Verhältnis wollen wir Eigennutz zu Gemeinwohlorientierung stellen; wie steht Wertschöpfung zu Wertordnung? Solche Fragen werden am Wittenberg-Zentrum für Globale Ethik seit längerem diskutiert. Mit Professor Dr. Andreas Suchanek haben wir heute Abend einen ausgewiesenen Wirtschaftsethiker unter uns. Ich freue mich auf seinen Vortrag und unsere Diskussion nach Tisch.
Damit schließt sich der Kreis zu Ihnen, liebe Gäste. Mit Ihrem Engagement im und für den Stifterverband übernehmen Sie ein gutes Maß an Verantwortung für Wirtschaft und Wissenschaft. Dafür möchte ich Ihnen danken und Sie zugleich anspornen: Viele Menschen setzen auf Sie, überzeugen Sie sie! Und was die Vorsätze angeht, hier können wir Blaise Pascal folgen, dem die Maxime zugeschrieben wird: “Die guten Vorsätze sind alle schon da, wir brauchen sie nur noch anzuwenden.”
echo – Demokratie neu gedacht: RoR EntwicklerIn gesucht
(Das Stellenangebot in PDF: http://www.echo-logic.org/echo_Web_EntwicklerIn.pdf)
Schreib mit uns Quellcode! Schreib Geschichte!
Willst Du Deine Kreativität ausleben? Suchst Du nach Verantwortung, nach einer echten Herausforderung? Willst Du Weltverbessern mit attaktiven beruflichen Perspektiven und sicherem Einkommen verbinden? Dann haben wir die richtige Aufgabe für Dich!
echo ist ein open source Internetprojekt zur Ermächtigung der Menschen. Unser Ziel ist eine neue Form teilnehmender Demokratie auf lokalem, regionalem und globalem Niveau zu etablieren. Als globale Agora, wird echo Dir und allen Menschen ermöglichen, sich vom Gefühl der Machtlosigkeit zu befreien und gemeinsam ihren unmittelbaren Lebensraum sowie die Zukunft unserer Welt zu gestalten. echo vereinigt dabei technische Innovation und wissenschaftlichen Anspruch in einem einzigartigen Konzept. Dieses ermöglicht erstmals die Herausbildung kollektiver Intelligenz in einem demokratischen öffentlichen Diskurs mit beliebig vielen Teilnehmern. Das Projekt folgt der Philosophie von social business und verbindet Gemeinnützigkeit mit tragfähigen Finanzmodellen.
Zur Verstärkung unseres Teams suchen wir eine(n) pfiffige(n), fachlich versierte(n) Web-EntwicklerIn
Dein Beitrag:
- Kreativität, Engagement sowie ausgeprägte Teamfähigkeit und gutes Kommunikationsvermögen
- ausgezeichnetes Talent in Software Design und Programmierung (OOP, Design Patterns, AOP)
- fundierte Kenntnisse in Ruby on Rails
- Erfahrung mit MySQL, HTML, CSS, jQuery, GWT, Java 5+ und Spring ist ein plus
- Mut, Ausdauer, Offenheit, Spaß am Lernen und daran die Welt zu bewegen
Deine Aufgaben:
Du arbeitest in einem mittelgroßen Team an der Umsetzung unseres technisch anspruchsvollen Internetprojektes. Es ist jedoch nicht nur Deine Erfahrung als Entwickler gefragt. Mitglied unseres Teams zu sein bedeutet auch ein hohes Maß an Verantwortung und Deine aktive Beteiligung bei der Konzeption und Planung von echo.
Wir bieten Dir:
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Dann schick uns bitte schnell Deine aussagekräftige Bewerbung mit Lebenslauf, Referenzen und eine kurze Beschreibung Deiner Motivationen und Stärken an jobs@echologic.org. Für Rückfragen stehen wir Dir natürlich jederzeit gerne zur Verfügung.
Kontakt:
Web: www.echologic.org
Mail: jobs@echologic.org
Tel@Berlin: 0157-7381-0103
Tel@München: 0176-2329-3817
Europäische Bürgerinitiative: Stellungnahme zum Grünbuch der EU-Kommission veröffentlicht
Mehr Demokratie fordert praktikable Regelungen für EU-Bürgerinitiative
Europäische Bürgerinitiativen sollten auch Änderungen der EU-Verträge beinhalten können. Das fordert der Verein Mehr Demokratie in seiner heute bei der EU-Kommission eingereichten Stellungnahme zum neuen Bürgerbeteiligungsverfahren auf EU-Ebene. „Zudem sind faire Eintragungsbedingungen, öffentliche Anhörungen, Rechtsberatung und teilweise Kostenerstattung Voraussetzungen dafür, dass die Europäische Bürgerinitiative mehr wird als ein zahnloser Papiertiger“, erklärt Michael Efler, Vorstandssprecher von Mehr Demokratie.
Da die europäische Zivilgesellschaft gerade erst im Entstehen sei und die EBI zudem nur eine Aufforderung an die Kommission darstellt, müssten die Eintragungshürden deutlich niedriger sein als bei Volksbegehren auf der nationalen Ebene. „Nach unserer Auffassung sollte es ausreichen, wenn eine EBI von jeweils 0,05 Prozent der Bevölkerung aus höchstens einem Fünftel der Mitgliedstaaten unterschrieben wird“, so Efler. Die EU-Kommission fordert dagegen die Unterschriften von 0,1 Prozent aus einem Drittel der Mitgliedsstaaten. Auch die Online-Eintragung sollte nach Auffassung von Mehr Demokratie möglich sein. Zudem sei es sinnvoll, dass die Kommission Rechtsberatung, Übersetzungsdienste und teilweise Kostenerstattung zusichere. „Im Gegenzug sollten die Initiatoren einer EBI offenlegen, wer sie unterstützt und finanziert.“
Mehr Demokratie kritisiert, dass im Grünbuch der Kommission nicht geregelt wird, wie zustande gekommene EBI zu behandeln sind. „Wir fordern eine ernsthafte und respektvolle Auseinandersetzung mit den Vorschlägen“, erklärt Efler. Dazu zähle vor allem eine öffentliche Anhörung durch die Kommission und – für den Fall, dass ein Gesetzgebungsverfahren gestartet wird – durch das Europäische Parlament und den Ministerrat.
„Die EBI bietet eine große Chance für die Entwicklung einer europäischen Zivilgesellschaft und Öffentlichkeit“, so Efler. Dass die Bürgerinitiative überhaupt Teil des Lissabon-Vertrags ist, hat Mehr Demokratie in jahrelanger Informations- und Überzeugungsarbeit durchgefochten. „Mit der EBI könnte ein erster Schritt von einem Europa der politischen Eliten hin zu einem Europa der Bürger getan werden.“ Voraussetzung dafür sei allerdings, dass die Erwartungen in die Bürgerinitiative nicht durch unpraktikable Regelungen enttäuscht würden.
Zur genauen Ausgestaltung der EBI hatte die Europäische Kommission Ende 2009 ein sogenanntes Grünbuch mit Verfahrensvorschlägen und offenen Fragen vorgelegt. Bis Ende Januar können zivilgesellschaftliche Organisationen dazu Stellung nehmen. Mit der Vorlage eines Verordnungsentwurfes der EU-Kommission ist im Frühjahr zu rechnen. Spätestens am Ende des Jahres soll die Verordnung in Kraft treten.
Stellungnahme zur EBI von Mehr Demokratie:
http://www.mehr-demokratie.de/presse-hintergrund.html
Neue Studie des Zukunftsinstituts: Praxis-Guide Cross-Innovations
Wettbewerbsvorteile durch einen branchenübergreifenden Innovations-ansatz
Die neue Studie des Zukunftsinstituts liefert Praxistipps, wie eine branchenübergreifende Perspektive in der Innovationsentwicklung zum Wachstumsmotor für Unternehmen werden kann. Die Studie basiert auf Experten-Interviews mit Innovationsmanagern und einer Online-Umfrage unter 121 Innovationsverantwortlichen im deutschsprachigen Raum.
Cross-Innovationen können durch Analogien entstehen, indem etwa Technologien einer anderen Branche genutzt werden, oder durch die Zusammenarbeit von Unternehmen aus unterschiedlichen Märkten. Die Studie schildert zahlreiche aktuelle Beispiele wie das ZuhauseKraftwerk, das von VW und LichtBlick entwickelt wurde. Bei dem Minikraftwerk, das tausende Verbraucher von etablierten Stromversorgern emanzipiert, bringt Volkswagen seine Erfahrung in der Serienfertigung von Motoren ein, während LichtBlick sein Know-how im bundesweiten Vertrieb von Strom und Gas beisteuert.
Die Studie zeigt die Vorteile des branchenübergreifenden Innovierens auf. So berichten 32 Prozent der befragten Innovationsverantwortlichen von Umsatz- und 25 Prozent von Gewinnerhöhungen. 45 Prozent sehen die Erhöhung der Kundenzufriedenheit als weiteren Nutzen. „Produkte oder Services, die einen branchenübergreifenden Ansatz verfolgen, treffen die Kundenbedürfnisse gezielter und ganzheitlicher“, erklärt Studien-Autor Andreas Steinle. Mit der in der Studie aufgezeigten „Five CrossUp-Methode“ wird ein praxisnaher Ansatz vorgestellt, wie die Cross-Innovations-Strategie im Unternehmen umgesetzt werden kann.
Praxis-Guide Cross-Innovations (lieferbar als PDF)
Autoren: Andreas Steinle, Patrick Mijnals, Susanne Muckenschnabl
Erscheinung: Dezember 2009, www.zukunftsinstitut.de
90 Seiten, 44 Abbildungen
85,- EUR inkl. MwSt.
Guter Zuwachs an Besuchern und Seitenabrufen ist auch im neuen Jahr zu erwarten

Statistik über die Entwicklung der Anzahl von Besuchern und Seitenabrufen im Zeitraum von 2005 bis 2009 inkl. der *unterstützenden Domains (mit Mausklick zur Vergrösserung)
Kassel. Einen guten Zuwachs an Seitenabrufen und Besuchern konnte die Publikation www.forum-fuehrung.com auch im Jahr 2009 registrieren: Die Besucherzahlen stiegen um rund 120% auf 191.171, die Seitenabrufe auf 392.832. Dieses Aufkommen, gemessen mit dem Statistiktool des Internetproviders 1und1, hat viele Gründe: Die Gründung einer ONLINE-REDAKTION im Juli 2008 sieht Herausgeber Andreas Stein als eine wesentliche Triebkraft der Entwicklung: “Auch wenn die über 4 Bundesländer verteilte Online-Redaktion (siehe Impressum) nur unregelmäßig räumlich zusammen tritt und die Mitglieder ihre Arbeit bisher nur nebenberuflich und ehrenamtlich leisten konnten, wurden Kernthemen der Publikation durch den fortgesetzen Austausch und die gegenseitigen Anregungen und Hilfen voran getrieben werden. Das macht diese Arbeit interessant und gibt ihr einen “Drall”, der zuerst vielleicht nur langsam spürbar ist, mit der Zeit aber an Dynamik gewinnt.” Aus den von ihm genannten Gründen sieht Andreas Stein auch für 2010 sehr positive Perspektiven für die Publikation: “Den Anfang zu finden ist immer der schwierigste Akt bei einem neuen Unternehmen. Das kenne ich aus meiner Tätigkeit als Berater, besonders bei Existenzgründungen. Und dieser Effekt ist auch vorhanden, wenn man selbst ein neues Engagement ins Leben ruft. Ist aber der Anfang erst gefunden, dann wird es immer leichter, auf den Anfang aufbauend und anknüpfend die ersten Erfolge fortzuentwickeln.”
*unterstützenden Domains: Domains, die zur direkten Bekanntmachung von www.forum-fuehrung.com arbeiten und unter anderen Webadressen identische Themen und Inhalte spiegeln, wie beispielsweise www.markt-management-mitarbeiter.de.
Wie stark beeinflusst uns das Internet?
Von Andreas Stein, Kassel
Ich persönlich habe das Internet um 1992 das erste Mal aufgesucht. Weil es zu dieser Zeit noch nicht flächendeckend verfügbar war, musste ich mich dazu über den inzwischen eingestellten Netzwerkdienst Compuserve von Kassel aus via Ferngespräch über Frankfurt oder Düsseldorf einwählen. Das war bei den damaligen Kosten für Ferngespräche über den Monopolisten Deutsche Post für einen Studenten mit geringen finanziellen Mitteln ein relativ exklusives Unterfangen. Und selbst 1995, als ich im Geschäftskundenservice inzwischen Telekom genannten Postbetrieb für mein Büro eine Telefonanlage beantragte, wurde meine Frage nach Internetanschluss mit der Gegenfrage beantwortet: “Was wollen Sie mit Internet, es gibt doch BTX!”
Inzwischen löst die erzählte Erinnerung an die damalige Zeit bei meinen Zuhörern regelmäßig Schmunzeln aus. Inzwischen haben wir eine Ära erreicht, in der das Internet aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken ist. Inzwischen haben wir den Innovationstreiber Internet aber IMMER NOCH NICHT VOLLSTÄNDIG VERSTANDEN!
Hat meine letzte Behauptung bei Ihnen Zustimmung oder Widerspruch ausgelöst? Welche der beiden wahrscheinlichen Reaktionen meine These bei Ihnen auch erzeugt haben mag, ganz egal, – ob zur Bestätigung Ihrer bereits gebildeten Auffassung oder als Hinweis für Sie auf noch unzureichend beachtete Diskussionsdefizite – ich empfehle Ihnen dringend das Studium der folgenden Dokumente:
- »Der neue Weltgeist«, ein Artikel auf
http://www.zeit.de/2010/03/Google-Earth?page=all&print=true - »DIGITALES DENKEN, Wie verändert uns das Internet?«, eine Debatte auf
http://www.faz.net/s/RubCEB3712D41B64C3094E31BDC1446D18E/Tpl~Ecommon~SThemenseite.html - »FORUM Wirtschaft, Bildung und Entwicklung«,
Themenschwerpunkte 2010
Wie werden wir in Zukunft mit dem Internet umgehen? Werden wir uns stärker an den “Amerikanern” oder doch eher an den “Chinesen” orientieren? Egal was auch wird, wir sollten die Frage nach dem Einfluss des Internets auf unsere Lebens- und Arbeitswelt in Zukunft noch etwas ernster nehmen als bisher!
Union und FDP wollen digitale Gesellschaft gestalten
Union und FDP wollen eine Enquete-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“ einsetzen. Die Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Birgit Homburger, und Unions-Fraktionschef Volker Kauder betonten am Donnerstag, die Nutzung des Internets gehöre längst zum Alltag der überwältigenden Mehrheit der Bevölkerung. Union und FDP schlagen deshalb vor, dass sich die Enquete-Kommission mit den soziologischen und politischen Auswirkungen dieser Veränderungen befasst.
Die Koalition von CDU, CSU und FDP bekennt sich im Koalitionsvertrag zur Freiheit des Internet. “Das Internet ist das freiheitlichste und effizienteste Informations- und Kommunikationsforum der Welt“, heißt es im Antrag zur Enquete-Kommission. Das Internet sei „nicht länger nur eine technische Plattform, sondern entwickelt sich zu einem integralen Bestandteil des Lebens vieler Menschen. Gesellschaftliche Veränderungen finden maßgeblich im und mit dem Internet statt“.
Der Staat müsse Rahmenbedingungen setzen, „um das Internet als freiheitliches Medium zu schützen sowie seine Funktionsfähigkeit und Integrität zu erhalten und zu fördern“. Für Bürger, für Wirtschaft und Wissenschaft sei ein freier, ungehinderter Zugang zum Internet von großer Bedeutung und entscheide mit über den Wohlstand eines Landes.
Besonderes Augenmerk soll jedoch auf die Bürgerrechte gelegt werden. „Die Entfaltung der Freiheitsrechte, im besonderem Maße das Persönlichkeitsrecht und das Recht auf informationelle Selbstbestimmung, müssen im digitalen Zeitalter gewahrt und ihre Durchsetzbarkeit gesichert werden“, so Homburger und Kauder.
Quelle: http://www.liberale.de/wcsite.php?wc_c=4287&wc_id=7970&wc_p=1&wc_lkm=1
Pop-Oratorium „Die 10 Gebote“
Der Countdown läuft: Erste Großveranstaltung der Kulturhauptstadt 2010
Chöre aus ganz NRW in Mammutinszenierung mit 2.500 SängerInnen
NRW/Dortmund. 2.555 Sängerinnen und Sänger und ein großes Orchester werden am Sonntag, 17. Januar 2010 in der Westfalenhalle Dortmund für einen fulminanten Auftakt der Kulturhauptstadt 2010 sorgen – mit der Uraufführung des Pop-Oratoriums „Die 10 Gebote“ von Michael Kunze und Dieter Falk. Für die Vorpremiere am 16. Januar sind auch an der Abendkasse noch Karten erhältlich.
An der ersten Großveranstaltung der Kulturhauptstadt 2010 sind 90 Chöre aus ganz Nordrhein-Westfalen beteiligt, die sich in monatelangen Proben auf dieses Ereignis vorbereitet haben. Eine Übersicht der teilnehmenden Chöre gibt’s im Internet: www.die10gebote.de/presse. Tickets für Samstag, den 16. Januar, sind noch erhältlich unter www.westfalenhallen.de oder Telefon: 0180-5-16 05 16.
Den Protagonisten Mose spielt der Musicaldarsteller Michael Eisenburger. Bahar, sonst mit dem Trio „Monrose“ erfolgreich in den Charts vertreten, wird Zipporah, die weibliche Hauptrolle und Frau des Mose, singen. Der Schauspieler Otto Sander interpretiert die „Stimme Gottes“. Als Erzähler treten die Kinder Paul Falk und Yosefin Bouhler auf, die in der RTL Show „Supertalent“ im Finale stand.
Die Musik – zwischen Pop, Rock, Gospel und Musical – wurde exklusiv von Dieter Falk komponiert. Der langjährige Produzent von Pur, Pe Werner, Monrose und Paul Young ist der breiten Öffentlichkeit als Jury- Mitglied der Casting-Show „Popstars“ bekannt geworden. Story und Texte stammen von dem Musicalautor und Grammy-Gewinner Michael Kunze. Er ist der erfolgreichste deutsche Musicalautor. Beide Autoren sind vielfach mit Goldenen und Platin-Schallplatten ausgezeichnet worden.
Die Zehn Gebote sind bis heute grundlegend für die abendländische Kultur und Gesellschaft. Mit ihnen verbindet sich die dramatische Geschichte der Befreiung eines ganzen Volkes aus der Sklaverei. Das Pop-Oratorium ist ein Spektakel um Zwietracht, Liebe und die großen Fragen der Menschheit.
Ab Sonntag, 17.01., 08.00 Uhr, erhalten Sie unter www.die10gebote.de/presse umfangreiches Fotomaterial von der Vorpremiere. Weitere Fotos senden wir gerne auf Nachfrage zu.
Ansprechpartner:
Matthias Otto, Creative Kirche gGmbH, Telefon mobil 0160/98 97 0 6 28,
E-Mail: presse@die10gebote.de
Wege zur Heilung und Mut-Mach-Geschichten
Wege zur Heilung und Mut-Mach-Geschichten: www.endlich-geheilt.de
Bundespräsident Horst Köhler: “Europa entdeckt das Revier”
Grußwort von Bundespräsident Horst Köhler bei der Eröffnung der Veranstaltungsreihe “Kulturhauptstadt Europas Ruhr.2010″ am 9. Januar 2010 in Essen:
53 Städte und Gemeinden bilden zusammen die “Kulturhauptstadt Europas Ruhr.2010″ – das ist eine Premiere in der 25-jährigen Geschichte dieses europäischen Ehrentitels, ein großer Gewinn für das Ruhrgebiet und für uns alle.
Denn hier im Revier gibt es viel zu entdecken: Die stillgelegten Zechen und Stahlwerke als imposante Zeugnisse einer der größten Industrieregionen Europas. Mittelalterliche Gotteshäuser, Burgen und Schlösser. Traditionsreiche alte und aufsehenerregende neue Museen, Theater und Konzerthäuser. Und vor allem: liebenswerte Menschen, bodenständig und direkt, hilfsbereit und solidarisch, zusammengekommen aus ganz Europa. Zusammengeschweißt wurden sie durch gemeinsame Erfahrung – mit harter Arbeit, mit einem oft schmerzhaften wirtschaftlichen Wandel. Und durch die Erfahrung, wie sehr Kultur hilft, Würde zu bewahren und Wandel zu bewältigen.
Das gemeinsame Ziel Kulturhauptstadt hat viele Energien freigesetzt und das Zusammengehörigkeitsgefühl weiter gestärkt: über die Grenzen von Städten, Zuständigkeiten und persönlicher Herkunft hinweg. Hier ist Kultur – ganz im Sinne der alten Folkwang-Idee – keine elitäre Veranstaltung, sondern eine lebensgestaltende Kraft für alle. Sie stiftet Gemeinschaft zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft, Lebensalter und Interessen. Sie hilft, die Welt von heute zu verstehen und die Möglichkeiten von morgen auszuloten.
Früher qualmten in dieser Region die Schlote, wurde in harter Arbeit der Grundstein für Deutschlands Wohlstand gelegt. Heute sucht man hier nach neuen Wegen in ein Zeitalter jenseits der fossilen Brennstoffe. Und statt der Kohle von Untertage werden nun die Schätze gefördert, die in den Köpfen und Herzen der Menschen schlummern. Von diesen Erfahrungen können wir alle lernen. Freuen wir uns also auf das Ruhrgebiet als Kulturhauptstadt Europas!
Ich danke allen, die beitragen: den Trägern und Machern der “Ruhr.2010 GmbH”, also dem Land Nordrhein-Westfalen, dem Regionalverband Ruhr, dem Initiativkreis Ruhrgebiet, der Stadt Essen. Dem Bund, der knapp ein Drittel des Gesamtbudgets beisteuert. Der Europäischen Union, die mit der Auszeichnung “Kulturhauptstadt Europas” einmal mehr den kulturellen Reichtum unseres Kontinents sichtbar macht. Den privaten Sponsoren. Und nicht zuletzt den vielen Freiwilligen, die in den kommenden Monaten die Projekte des Kulturhauptstadt-Jahres mit Leben erfüllen werden.
Der “Kulturhauptstadt Europas 2010″ sage ich ein herzliches Glück auf! Ein herzlicher Gruß auch an die beiden anderen Kulturhauptstädte, an Pécs in Ungarn und Istanbul in der Türkei!
Piratenpartei: “Ihr braucht uns nicht scannen – Wir sind schon nackt”
Unter dem Motto “Ihr braucht uns nicht scannen – Wir sind schon nackt” beteiligten sich Mitglieder der Piratenpartei Deutschland am heutigen 10. Januar an Flashmobs auf mehreren deutschen Flughäfen. Die Piraten legten ihre Kleidung ab und machten dadurch ihre Meinung über den geplanten Einsatz von Nacktscannern deutlich.
Um 14 Uhr starteten die Aktionen auf den Flughäfen von Berlin, Frankfurt und Düsseldorf. Die Piraten wurden dabei von zahlreichen Pressevertretern und Ordnungshütern begleitet. Nach wenigen Minuten waren die Flashmobs beendet. Von den anwesenden Reisenden kam Zuspruch und Applaus.
»Die Nacktscanner erhöhen die Flugsicherheit nicht, aber sie verletzen die Persönlichkeitsrechte der Reisenden. Die Bundesregierung muss den unsinnigen Plänen zu deren Einführung ein Ende bereiten«, äußerte sich Simon Lange, Sprecher der Piratenpartei, der selbst an dem Flashmob auf dem Berliner Flughafen teilgenommen hat. »Durch die heutige Aktion und die dadurch erregte Aufmerksamkeit konnten wir die Bürger wachrütteln und sie animieren, sich gegen die Einführung der Geräte auszusprechen.«
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Video- und Bildmaterial
Berlin
http://www.youtube.com/watch?v=Tw0PrNmAQ4U
http://www.youtube.com/watch?v=s8UmVcBz_p8
http://www.entartete-kunst.com/mach-dich-nackig/
Frankfurt am Main
http://mirror.christian-hufgard.de/flashmob.html
Düsseldorf
http://www.youtube.com/watch?v=Tfg-7d7Owgw
http://www.youtube.com/watch?v=ePeDnnzEEiU
http://picasaweb.google.de/marceldunkelberg/NacktscannerFlashmob#
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Verantwortlich für den Inhalt dieser Pressemitteilung: Bundespressestelle der Piratenpartei Deutschland
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Berufswunsch Pfarrerin oder Pfarrer
Infotagung für Abiturientinnen und Abiturienten
Bielefeld. Abiturientinnen und Abiturienten, die sich für den Pfarrberuf interessieren, bietet die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) eine zweitägige kostenlose Informationstagung in Bielefeld an. Sie beginnt am Donnerstag, 28. Januar, um 10 Uhr und geht bis Freitag, 29. Januar, 13 Uhr.
„Wer die Fähigkeit zum Pfarrberuf hat, soll wissen: Wir suchen heute Menschen, die unsere Kirche morgen verantwortlich mitgestalten“, erklärt dazu Präses Alfred Buß als leitender Theologe der westfälischen Kirche. Sie ist mit 2,5 Millionen Mitgliedern eine der größten evangelischen Landeskirchen in Deutschland. Auf der Informationstagung stellen sachkundige Referenten das Studium der Evangelischen Theologie und die anschließenden Ausbildungsphasen vor. Außerdem bieten Pfarrerinnen und Pfarrer, Theologiestudierende sowie Fachleute des Landeskirchenamtes persönliche Beratungen an. Berufsaussichten, Besonderheiten und grundsätzliche Fragen kommen dabei zur Sprache. Ort der Tagung ist Haus Salem, Bodelschwinghstraße 181, in Bielefeld-Bethel. Anmeldungen und weitere Informationen im Landeskirchenamt, Antje Stenzel, Telefon 0521/594-238, E-Mail: antje.stenzel@lka.ekvw.de.
Lindner: Soziale Marktwirtschaft keine seelenlose Regelsammlung
Der neue FDP-Generalsekretär Christian Lindner kündigte in seiner Jungfernrede auf dem Dreikönigstreffen in Stuttgart ein neues liberales Grundsatzprogramm an. Er forderte einen neuen Wertekanon, um die Soziale Marktwirtschaft zu erneuern. Mit Blick auf das Bürgergeld betonte Lindner, aus Sicht der Liberalen sei es „human, alles zu tun, um Menschen in Arbeit zu bringen“. Wenn der Staat den Menschen „zu Taschengeldempfängern degradiert“ sei dies inhuman. Der neue FDP-Generalsekretär Christian Lindner trat in Stuttgart mit seiner Jungfernrede in neuer Tätigkeit an. Es sei ein „besonderer Moment“ für ihn. Er verspüre Dankbarkeit angesichts des in ihn gesetzten Vertrauens, wisse aber auch um die Verantwortung, so Lindner.
Der FDP-Generalsekretär betonte, 2010 sei ein besonderes Dreikönigstreffen. Im Jahr 2010 – dem Jahr der Agenda 2010 – müsse man sich fragen, ob die soziale Erneuerung auch erreicht worden sei. Aus Sicht der Liberalen sei jedenfalls der „eklatante Mangel an Fairness“ noch nicht behoben.
Diesen beschrieb Lindner plastisch am Beispiel einer alleinerziehenden Mutter, die in der Textilwirtschaft tätig sei. Sie stehe vor dem Dilemma, dass sie mit einem zusätzlichen Minijob nicht zu viel Einkommen bezieht. Würde sie nur einen Euro mehr verdienen, hätte sie am Monatsende wesentlich weniger zur Verfügung, als sie eigentlich erwirtschaftet hatte. Lindner kritisiert damit, dass der Staat „denjenigen Knüppel zwischen die Beine wirft, die Wohlstand für sich und ihre Angehörigen erwirtschaften wollen“.
Aus diesem Grunde hätten die Liberalen das Bürgergeld im Koalitionsvertrag verankert. Es schlage eine „Brücke zurück in die Selbstverantwortung“ – weg von einem Staat, der „nicht aktiviert, sondern alimentiert“, so Lindner. Aus Sicht der Liberalen sei es „human, alles zu tun, um Menschen in Arbeit zu bringen. Wenn der Staat den Menschen „zu Taschengeldempfängern degradiert“ sei dies inhuman. Er forderte die Union auf, den Prüfauftrag für das liberale Bürgergeld „endlich mit Leben zu füllen“.
Der nordrhein-westfälische Politiker warf zudem einen Blick auf die kommende Landtagswahl in seinem Bundesland. Sein Landesverband scheue dabei den Wettbewerb mit der SPD um die Deutungshoheit um soziale Gerechtigkeit nicht. Er scheue aber auch den Wettbewerb mit den Grünen in der Energiepolitik nicht, schließlich hätte die FDP „ein bezahlbares Energiekonzept, das individuelle Mobilität gewährleistet“.
Heftige Kritik übte Lindner an der Linkspartei. Eine Partei, die den historischen Sachverhalt eines Unrechtsstaates mit einem Zwangsarbeitslager Bautzen nicht anerkenne, dürfe keine politische Gestaltungsmöglichkeit bekommen. Der Bundestagsabgeordnete machte die Wahl dann auch zur Grundsatzentscheidung zwischen Freiheit und Unfreiheit. Er jedenfalls wolle ein „rot-grün-blutrotes Experiment zu Lasten des Landes verhindern“. „Ich bin zuversichtlich, dass wir diesen Meilenstein nehmen werden“, so Lindner.
Der neue Generalsekretär kündigte im ersten Jahr der Regierungsverantwortung auf Bundesebene ein neues Grundsatzprogramm an. Das neue Jahrzehnt bringe „neue Aufgaben für die Liberalen“. Eine davon sei, globale Verantwortung zu übernehmen ohne deutsche Interessen zu vernachlässigen. Die FDP müsse hier „faszinierenden Visionen Bahn brechen“. Auch in der Bildungspolitik müssten die Liberalen neue Akzente setzen und ein Programm auflegen, das „in der Breite alle mitnimmt und in der Spitze Talente hervorbringt“.
Auch der Sozialen Marktwirtschaft müsse neues Leben eingehaucht werden. „Wir wissen, die Soziale Marktwirtschaft ist keine seelenlose Regelsammlung“, so Lindner. „In einem Land, in dem immer mehr vom Staat und immer weniger von sich selbst erwartet“ werde, müssten diese Regeln jedoch auch mit Werten gefüllt werden. „Ohne Werte bleiben Regeln blutleer“, so Lindner. Er versprach daher einen „mitfühlenden Liberalismus“, der gegenüber Schwächeren und Schwächen nicht blind bleibe.
Gedanken zum Jahresende und Jahresanfang
Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat 2009 bestimmt. Zum Jahresende 2009 herrscht einerseits Erleichterung, andererseits Zweifel. Die Erleichterung resultiert aus der Tatsache, dass sich die Weltwirtschaft seit letztem Sommer wieder auf Wachstumskurs befindet und die zu Jahresbeginn vorherrschenden Ängste nachgelassen haben.
Gleichzeitig wachsen die Zweifel an der Nachhaltigkeit des Aufschwungs.
Viele haben Sorgen, wie es weitergeht. Der Staat hat Steuermindereinnahmen wie seit 80 Jahren nicht mehr. Die Sozialausgaben steigen drastisch. Zwar werden weltweit die geldpolitischen Zügel langsam wieder angezogen, dennoch ist nur schwer absehbar, wie die Unmengen an Liquidität, die in die Wirtschaft gepumpt wurden, ohne die Entstehung von gefährlichen neuen Blasen oder einer Inflationsspirale wieder abgezogen werden können. Die Auswirkungen der Krise werden erst langsam im vollen Umfang sichtbar.
Vor diesem Hintergrund ist es wichtig sich auf die eigenen Stärken zu besinnen. In allen Bereichen. Unsere Region zeichnet sich aus durch seine vielfältigen mittelständischen Unternehmen – aber auch durch die vielen kleineren Unternehmen, ob als FreiberuflerInnen, im Dienstleistungsbereich oder Handel, Vereine, Initiativen, Projekte und Gruppen von engagierten und kreativen Menschen. Wir alle sind gefordert zusammenzuhalten und mit dazu beizutragen, dass 2010 für uns alle lebenswert und ohne weitere schmerzhafte Einschnitte verläuft.
Zukünftig wird es wohl nicht mehr möglich sein, von „der Politik” etwas zu verlangen.
Jede und jeder kann aber an der Gestaltung unserer Zukunft mitwirken. Wer eine Lücke sieht, kann daraus eine Aufgabe für sich machen mit anderen zusammen.
Auch ohne Finanzkrise: Es geht um etwas Erstrebenswertes, um besseres Handeln und Wirtschaften, um neue Ideen und Alternativen, um unsere Zukunft, um ein lebenswertes Leben für alle.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen/Euch, Ihren/Euren Familien und Freunden einen guten Start ins neue Jahr und Gottes Segen für ein glückliches und erfolgreiches Jahr 2010.
Elke Böker
Dipl.-Betriebswirtin
PlansecurBeratung Kassel
Druseltalstraße 150 · 34131 Kassel
Telefon: 0561 – 9355 192 · Fax: 0561-9355 199 · mobil: 0173 – 3222895
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“Simplify your Economy” – 2010 die Systemfrage stellen
Haben Sie auch ein Wirtschafts- und Gesellschaftssystem, welches nur noch mit Staatsschulden und Subventionen am Leben gehalten werden kann? Leidet Ihr System an extremen sozialen Ungleichgewichten, wachsender Arbeitslosigkeit und Umweltzerstörung durch Wachstumszwang? Wird es etwa sogar zunehmend bürokratisch, unmoralisch und kommt es zu Depressionsschüben? Zeigt Ihr System Anzeichen von plutokratischer Scheindemokratie weil es offensichtlich erpressbar ist? Drohen gar handfeste Konflikte sowie der Staatsbankrott? Bezahlt Ihr System Abwrackprämien damit Dinge zerstört werden und ist mit einer Ausweitung dieser ”Zerstörungslösung” bei Eskalation der Wirtschaftsprobleme zu rechnen?
Dies kann doch unmöglich so bleiben – Ihr Global Change Thinktank liefert Ihnen kostenlos einen Update für Ihre völlig veraltete Systemversion!
Ihr System wird grundlegend neu strukturiert und aufgeräumt bevor es sonst den Geist aufgibt! Sie werden erstaunt sein, wie viel Freude Ihnen Ihr System in Zukunft machen wird.
Reagieren sie jetzt und führen Sie die komplette Systemreparatur mit den folgenden 5 Debugging Schritten durch:
- Geldmarktstörung (Finanzkrise,Wirtschaftskrise, Staatsschulden und ähnl. Lapalien)
ist beseitigt, wenn ein ungestörter Gleichgewichtszins das inländische Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage – sprich Zusatzkonsum (Kredit an freiwillige und solvente Schuldner) und Konsumverzicht (Geldhaltung) sicherstellt und damit auch den Geldwert garantiert. - Wechselkursstörung (enormes Destabilisierungspotential zusammen mit Punkt 1)
ist beseitigt wenn ein ungestörter Wechselkurs das außenwirtschaftliche Gleichgewicht sichert.
(keine dauerhaften größeren Überschuss/Defizitsalden)
Wer größere Währungsräume befürwortet, muss bereit sein, die Salden der Warenflüsse in den großen Währungsräumen per finanzieller Umverteilung zu beheben. Die ideale Größe von Währungsräumen wäre deshalb ein Bundesland! Notfalls geht auch eine ganze Nation – wobei ein Finanzausgleich zwischen den Regionen zwingend erforderlich – jedoch mit Fehlallokationen, also Wohlstandsverlusten verbunden ist. - Gütermarktstörung durch “Marktvermachtungen” (die Monopole zahlen Dir eine Rente!)
sind begrenzt,wenn die Marktvermachtungen aller Art zusammen mit den anderen Marktstörungen vom Staat besteuert werden und daraus ein Grundeinkommen für jeden Bürger gezahlt wird. - Arbeitsmarktstörung (Nein – unfreiwillige Arbeitslosigkeit muss nicht sein!)
Der Punkt 3 ist die soziale Vorraussetzung für einen völlig freien Arbeitsmarkt in dem jeder seinen Marktwert zum Grundeinkommen dazu verdient. - Ressoursenmarktstörung (Ja – nach uns unsere Kinder und nicht die Sintflut!)
Wenn es auch noch ökologisch sein soll, besteuert man zusätzlich den Ressoursenverbrauch und gibt diesen Steuerertrag zusätzlich 1:1 in das Grundeinkommen. Es entsteht dann in kurzer Zeit eine “Kreislaufwirtschaft”.
Diese nach Punkt 1-5 “entstörte” Marktwirtschaft ist die Einheit von ökonomischen, ökologischen und sozialem Wohlstand in Frieden und Freiheit – eine fortschrittliche und lebenswerte Gesellschaft ohne Grund zu Zukunftsängsten. Diese Wirtschafts- und Gesellschaftsform DIENT den Menschen und der Menschlichkeit.
Das einzige, was unter die Räder kommt ist die Kapitalrendite – es stellt sich also die Systemfrage, da die Kapitalrendite heute das Systemziel ist? Aber selbst “das Kapital” hat nichts mehr zu verlieren – wenn wir so weiter machen landen wir in der ökonomischen, ökologischen und sozialen Katastrophe! Und darin werden auch bestehende Sparvermögen und Investitionen untergehen. Die Zeit ist also reif für Global-Change – niemand kann nun mehr behaupten, dass es keine Alternativen gibt!
Starten Sie JETZT mit uns das Systemupdate – auch Ihre Unterstützung wird gebraucht!
Liebe Grüße, Jörg Buschbeck
Vereinsvorsitzender
Verantwortlich für diesen Artikelbeitrag ist der Verein www.global-change-2009.com. Die Erstveröffentlichung finden Sie unter http://www.global-change-2009.com/blog/%E2%80%9Csimplify-your-economy%E2%80%9D/2010/01/
LiquidFeedback für den offenen Diskurs in der Piratenpartei
Am vergangenen Sonntag stellte der Landesverband Berlin der Piratenpartei die freie Software LiquidFeedback [1] offiziell vor. Alle Berliner Parteimitglieder wurden zum Pilotbetrieb eingeladen, um in Vorbereitung auf den nächsten Landesparteitag Anträge einzubringen. Innerhalb von weniger als drei Stunden meldeten sich die ersten 100 Nutzer an. Die Software soll den Piraten trotz steigender Mitgliederzahlen die Beibehaltung einer basisdemokratischen Ausrichtung ermöglichen. Liquid Feedback ist über das Internet nutzbar und ermöglicht neben Abstimmungen auch einen echten offenen Diskurs über neue Parteikonzepte.
Die Software dient zur Umsetzung der “fließenden” Demokratie (Liquid Democracy) [2] innerhalb der Piratenpartei und ermöglicht es, bei der innerparteilichen Entscheidungsfindung auf Deligiertensysteme zu verzichten. Dadurch können erstmals in der Parteigeschichte Deutschlands alle Mitglieder einer Organisation an der Meinungsbildung beteiligt werden und dabei konstruktiv mitarbeiten.
In der Regel werden neue Konzepte innerhalb der Partei von kleinen Gruppen oder Einzelpersonen erarbeitet. Durch LiquidFeedback bekommt jeder Stimmberechtigte einen Einblick in die behandelten Themen und kann Anregungen zu deren Weiterentwicklung geben oder Alternativen vorschlagen. Wer eine neue Idee einbringt, kann bei den anderen Mitgliedern die Zustimmung erfragen und erfährt, durch welche Änderungen er weitere Unterstützung gewinnen oder verlieren würde. Es findet somit ein offener Wettstreit der besten Ideen statt. Wenn ein Konzept ein bestimmtes Unterstützerquorum erreicht hat, findet eine abschließende Abstimmung statt und es kann letztlich umgesetzt werden. Eine genaue Beschreibung der Funktionsweise des Systems findet sich auf der Internetpräsenz der Entwickler [3].
»Die Piratenpartei hat seit der Europawahl ein massives Mitgliederwachstum verzeichnet«, erklärt Andreas Nitsche, Mitentwickler der Software. »Das hat unsere Strukturen strapaziert und uns vor die Frage gestellt, wie wir den Geist der Partei erhalten und Verknöcherung, Hierarchie und Diskursausschluss verhindern. Mit der Einführung von LiquidFeedback stellen wir sicher, dass wir behalten, was bisher oft als Privileg kleiner Parteien begriffen wurde: Einen immer offenen parteiinternen Diskurs und ein Abstimmungssystem, bei dem nicht nur alle beteiligt sind, sondern auch konstruktiv an den abzustimmenden Vorschlägen mitarbeiten können. LiquidFeedback zeigt, dass mit Hilfe neuer technischer Mittel Demokratie heute neu erfunden werden kann – und wir so der eigentlichen demokratischen Idee immer näher kommen. Demokratie wird interaktiv. Mit Habermas Worten gesprochen, haben wir die Salons und Kaffeehäuser digitalisiert – für einen neuen Strukturwandel der Öffentlichkeit.«
LiquidFeedback ist eine Entwicklung des Public Software Group e. V. und befindet sich seit Ende 2009 in der Testphase. Die Software wurde unter einer Open-Source-Lizenz (MIT/X11) veröffentlicht, um den Urhebern und allen zukünftigen Entwicklern und Anwendern die maximale Freiheit bei der Nutzung zu gewähren. Aufgrund der universellen Einsetzbarkeit für die Meinungsbildung, empfiehlt die Piratenpartei die Nutzung auch anderen Parteien, Vereinen oder Stiftungen.
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Quellen:
[1] http://www.public-software-group.org/
[2] http://liqd.de/about/idee/
[3] http://liquidfeedback.org/mission
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Verantwortlich für den Inhalt dieser Pressemitteilung: Bundespressestelle der Piratenpartei Deutschland
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Diese Pressemitteilung finden Sie im Internet unter:
http://www.piratenpartei.de/Pressemitteilung-100104-LiquidFeedback-fuer-den-offenen-Diskurs-in-der-Piratenpartei

