Archiv für November 2009

Finanztransaktionssteuer: Elektronische Petition an den Deutschen Bundestag

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe MitsteiterInnen in der Global Marshall Plan Initiative,
liebe Mitglieder im Ökosozialen Forum Deutschland e. V.,
liebe Freunde, Verwandte und Bekannte,

die Kampagne www.steuer-gegen-armut.org erläutert unter Menupunkt „Wer sind Wir?“ in einem “Offenem Brief“ ihr Anliegen und formuliert die Grundlagen ihrer Zusammenarbeit. Die Kampagne fordert die Einführung einer FINANZTRANSAKTIONSSTEUER mit der Begründung:

  • Finanztransaktionen werden entschleunigt und so die (Selbst-)Kontrolle über das Geschehen an den Finanzmärkten verbessert.
  • Die Finanztransaktionssteuer ist einfach umzusetzen, da sie keine Ausnahmen zulässt. Sie betrifft alle Marktteilnehmer in ähnlicher Weise, da alle spekulationsrelevanten Finanztransaktionen der Steuer unterliegen.  
  • Die Steuer macht kurzfristige Spekulationen unrentabler. Mittel- und langfristige Investitionen werden, aufgrund eines niedrigen Steuersatzes zwischen 0,1 und 0,01%, nicht behindert.
  • Die Finanztransaktionssteuer ist kein Allheilmittel. Sie kann aber mit dazu beitragen, dass globale Krisen zukünftig weniger häufig auftreten und weniger heftig verlaufen.

Adressiert ist der „Offene Brief“ an die Parteivorsitzenden der Koalition im Deutschen Bundestag. Veröffentlicht wurde er am 17.10.2009, dem Internationalen Tag zur Beseitigung der Armut, an diesem Tag getragen von 32 Organisationen und 8 Personen. Inzwischen beträgt die Unterzeichnerzahl 39 Organisationen auf Europäischer und Bundesebene und 21 Personen.

Damit die Einführung einer Finanztransaktionssteuer im Deutschen Bundestag debattiert wird, ist eine Petitionseingabe von BürgerInnen mit 50.000 Unterschriften ein Weg direkter Demokratie. Bis zum 3. Dezember 2009 müssen diese Unterschriften vorliegen.

Am 28. November 2009 waren es erst 20.299 Unterschriften. MOBILISIEREN SIE IHRE NETZWERKE!   MOBILISIERT EURE SOZIALEN NETZE! DEMOKRATEN – MACHT MIT! Registrieren Sie sich als Benutzer für elektronische Petitionen an den Deutschen Bundestag.

Öffnen Sie http://www.steuer-gegen-armut.org/wer-sind-wir/petition.html. Gegen Ende des Artikels finden Sie ein Formular für eine Einzelunterschrift.

Herzliche Grüße vom Niederrhein,
Knut Schwedler

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Verantwortlich für diesen Artikelbeitrag: Knut Schwedler, http://www.paradigma-wechsel.info

Staat braucht öffentliche Religion

Präses Alfred Buß: Wer Menschen auf Konsumenten reduziert, darf sich nicht über den Verlust von Werten beklagen

Münster/Westfalen. Der westfälische Präses Alfred Buß hat davor gewarnt, christliche Motive und Symbole aus dem öffentlichen Leben zu entfernen. Seine Begründung: Gerade weil der Staat weltanschaulich-religiös neutral ist, braucht er eine wache und aktive Zivilgesellschaft – aus ihr werden Glaubensüberzeugungen und damit auch ethische Maßstäbe in den gesellschaftlichen Meinungsprozess eingebracht. Bei der Präsentation der Sonderbriefmarken „Weihnachten 2009“ am Montag (30.11.) im Dom zu Münster sagte der leitende Theologe der Evangelischen Kirche von Westfalen, der Staat müsse die in den Religionsgemeinschaften angelegten Möglichkeiten zur Entfaltung kommen lassen.

weihnachtsmarken

Die Präsenz wie die gegenseitige Vermittlung religiöser Symbole, Sprachbilder und Deutungen müsse dem Staat geradezu ein Anliegen sein – um des gelingenden Zusammenlebens seiner Staatsbürger willen. „Wir brauchen nicht weniger, sondern mehr Auseinandersetzung mit Religion!“, sagte Buß. Er übte scharfe Kritik an einer Entscheidung der Stadt Krefeld, in diesem Jahr auf christlichen Weihnachtsschmuck zu verzichten und stattdessen nur „winterliche“ Motive zu verwenden. Dennoch soll es dort adventliche Musik und den Begriff „Weihnachtsmarkt“ geben. Dazu Alfred Buß: „Fadenscheinig schimmert in Krefeld und andernorts durch: Der Kommerz ist das tragende Motiv.“ Einerseits werde die christliche Tradition benutzt, andererseits entledige man sich ihrer Bindungen. „Wer den Menschen derart auf den Konsumenten reduziert, der macht das Leben hohl und banal und darf sich nicht über den Verlust von Werten beklagen“, erklärte der Theologe. In diesem Zusammenhang sei der von den Kirchen verantwortete Religionsunterricht gar nicht hoch genug einzuschätzen – „freilich unter der Voraussetzung, dass alle Religionsgemeinschaften dazu die Möglichkeit haben, sofern sie einen ausreichenden Mitgliederbestand verfügen, ihre Existenz von Dauer ist und ihre Inhalte der geltenden Verfassung nicht widersprechen.“ Weil die Religionsfreiheit nicht auf den privat-internen Bereich reduziert werden dürfe, sei auch das Verbot, Minarette zu bauen, für das Zusammenleben in einer demokratischen Kultur höchst kontraproduktiv. „Wir Europäer fordern muslimisch geprägte Länder auf, Religionsfreiheit nach den Kriterien so zu praktizieren, dass das von Glauben und Gewissen geleitete Handeln auch öffentlich in Erscheinung treten kann. Dieser Maßstab ist auch bei uns anzulegen.“ Steffen Kampeter, Staatssekretär im Bundesfinanzministerium und ostwestfälischer Bundestagsabgeordneter, stellte die Sonderbriefmarken vor. Sie sind zu den Werten 45 und 55 Cent mit Zuschlägen von 20 und 25 Cent erhältlich. Die Motive „Anbetung der Könige“ und „Anbetung des Kindes nach der Geburt“ stammen aus einem mittelalterlichen Messbuch (um 1425). Aus den Zuschlagserlösen werden alle Arbeitsbereiche der Wohlfahrtsverbände gefördert wie Jugend-, Alten- oder Behindertenhilfe.

Bundesregierung ebnet den Weg für die Verteilung europäischer Bankdaten

Die Bundesregierung hat durch ihre heutige Enthaltung den Weg für das umstrittene SWIFT-Abkommen freigemacht, das die Weitergabe von europäischen Bankdaten an die USA regeln soll. Mit dieser Entscheidung beginnt der Ausverkauf des europäischen Datenschutzes.

Die Piratenpartei Deutschland kritisiert diese Enthaltung aufs Schärfste. Die Bundesregierung wusste, dass sie gegen das Abkommen stimmen muss, um dessen Durchsetzung zu verhindern. Eine Enthaltung war dafür nicht ausreichend. Aber der Regierungskoalition war das Verhältnis zu den USA wichtiger als die Bürgerrechte der eigenen Bevölkerung.

»Es ist schon schlimm genug, dass Zahlungsdaten von EU-Bürgern an die USA übermittelt werden, aber dass dies dann auch noch zu solchen Bedingungen geschieht, ist eine Sauerei.« so Andreas Popp, Stellvertretender Vorsitzender der Piratenpartei Deutschland. »Es gibt weder Richtervorbehalte, noch Möglichkeiten für die Betroffenen, sich gegen das Ausspionieren zur Wehr zu setzen. Die Daten können von den USA auch ohne den nötigen Datenschutz an Drittstaaten weitergegeben werden. Die EU hat Washington hier ohne jegliche Notwendigkeit einen Freibrief für die umfassende Überwachung des europäischen Zahlungsverkehrs ausgestellt.«

Besonders heikel ist die deutsche Enthaltung, da die mitregierende FDP während des Wahlkampfes ein Umdenken beim Thema Datenschutz versprochen hat. Der Koalitionsvertrag schließt das SWIFT-Abkommen in der jetzigen Form explizit aus. »Die Liberalen haben die Hoffnungen, die viele deutsche Bürgerrechtler in sie hatten, schwer enttäuscht.« so Popp weiter. »Die FDP hat damit die alten Ideale, die sie wiederentdeckt haben wollte, sehr schnell auf dem Altar ihrer Klientel-Politik geopfert und die Bürger müssen es nun ausbaden.«

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Verantwortlich für den Inhalt dieser Pressemitteilung: Bundespressestelle der Piratenpartei Deutschland

Diese Pressemitteilung finden Sie im Internet unter: http://www.piratenpartei.de/Pressemittelung-091130-Bundesregierung-ebnet-den-Weg-fuer-die-Verteilung-europaeischer-Bankdaten

Multitasking ist Körperverletzung

Autor und F.A.Z.-Mitherausgeber Frank Schirrmacher erklärt den Hintergrund zu seinem neuen Buch PAYBACK

“Warum wir im Informationszeitalter gezwungen sind zu tun, was wir nicht tun wollen, und wie wir die Kontrolle über unser Denken zurückgewinnen”, darüber schreibt der Autor und F.A.Z.-Mitherausgeber Frank Schirrmacher in seinem neuen Buch mit dem Titel PAYBACK. Auf der Umschlagrückseite formuliert Schirrmacher dazu die These MULTITASKING IST KÖRPERVERLETZUNG und führt aus: “Unsere Überforderung und die chronischen Konzentrationsstörungen sind nicht den Technologien geschuldet, sondern der Tatsache, dass immer häufiger nur das im Menschen gefordert und gefördert wird, was mit den Rechnern kompatibel ist. Wir können zurückfordern, was uns genommen wurde, wenn wir die Stärke des Menschen neu bestimmen.”

Tankstelle wird Gotteshaus – Autobahnkapelle Rhynern eingeweiht

RhynernNachtvisualisierung: Die Computersimulation zeigt das Lichtkonzept, mit dem das einzigartige Ensemble von Autobahnkapelle (rechts) und Tankstelle Rhynern-Süd als “Tor zum Ruhrgebiet” sichtbar werden wird. (Visualisierung: 1zu1 architekten, Gregor Bocianowskis/Freia Malmus, Münster)

Hamm/Westfalen. Erstmals wurde aus einer Tankstelle ein Gotteshaus: Am 1. Adventssonntag (29.11.) hat Präses Alfred Buß die Autobahnkapelle Rhynern an der A2 eingeweiht. „Wo vor wenigen Jahren noch Sprit in Autotanks gefüllt wurde, da findet sich jetzt eine Tankstelle für die menschliche Seele“, sagte der leitende Theologe der Evangelischen Kirche von Westfalen in dem feierlichen Gottesdienst, an dem auch Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Lutz Lienenkämper teilnahm. Präses Buß nannte die Kapelle einen Schutzraum im Lebenstempo, „das nicht nur hier auf der Autobahn zu hoch ist. Hier gilt es nicht nur anzuhalten, sondern tatsächlich innezuhalten.“

Rhynern_innenDas 2005 stillgelegte Tankstellenhäuschen wurde 1947 an der Nordseite der vielbefahrenen Autobahnstrecke zwischen Hannover und dem Ruhrgebiet errichtet. Zusammen mit dem Gegenstück auf der Südseite bildet es ein denkmalgeschütztes Ensemble. Nach zwei Jahren Planung und langwierigen Verhandlungen wegen der Eigentümerfrage ist die von Architekt Lutz-Thomas Kusch entworfene Kapelle in Holzrahmenbauweise in die Gebäudehülle eingefügt worden. Die Umbaukosten von 100.000 Euro erbringt der Evangelische Kirchenkreis Hamm aus Spenden, zwei Drittel davon sind bereits abgedeckt. Für die Bauunterhaltung kommt der Bund als Eigentümer auf. 200.000 bis 300.000 Besucher pro Jahr, so schätzt man im Kirchenkreis, werden hier Halt machen. Internet: http://www.kirchenkreis-hamm.de/

Präses Alfred Buß beschrieb die ungewöhnliche Kapelle als Ort der Entschleunigung: „Beim kurzen Zwischenstopp tut sich ungeahnte Weite auf – wie ein Fenster aus dem gehetzten Japsen der Zeit in den heilsamen Atem der Ewigkeit.“ Im Blick auf die angebrochene Adventszeit erinnerte der Theologe daran, dass Gott in Jesus Christus in die Welt gekommen ist, und zwar ohne die Insignien der Macht und ohne Statussymbole, sondern bescheiden auf einem Esel reitend: „Jesus rast nicht mit aufgeblendeten Scheinwerfern auf der Überholspur des Lebens.“ Gott begegne uns Menschen vielmehr im Unscheinbaren, im Kleinen, im Einfachen: „Die Autobahnkapelle soll ein Ort sein, an dem Gott Menschen begegnet – und Menschen Gott.“

In Deutschland gibt es 33 Autobahnkapellen. In Nordrhein-Westfalen entsteht im Rahmen der Kulturhauptstadt Ruhr.2010 eine weitere neue Kapelle mitten im Ruhrgebiet neben der Autobahn A40.

Bildungsverein: Erster vollständiger Satzungsentwurf steht

Vor acht Tagen wurde auf dieser Plattform der erste Hinweis auf einen Bildungsverein in Vorbereitung veröffentlicht (»Haben Sie Interesse an einem BILDUNGSVEREIN zur Überwindung der Krise?«). Nun steht dazu der erste vollständige Satzungsentwurf des zukünftigen Vereins. Dieser wurde auf einem mehrtägigen Arbeitstreffen der beiden Initiatoren, Martina Knappert-Hiese und Andreas Stein,  in der vergangenen Woche in Kressbronn am Bodensee fertig gestellt und wird in den kommenden Tagen an alle ernsthaft interessierten Mitgründer versendet.

AUFRUF DER INITIATOREN: Wenn Sie Interesse haben, an der Überwindung der Krise mitzuwirken und gegebenenfalls auch als Gründungsmitglied des neuen Vereins zur Verfügung zu stehen, bitten wir Sie, sich an uns zu wenden. Wir nehmen Interessenten ab sofort in eine Liste auf, die zur Vorbereitung der Vereinsgründung weitere Informationen von uns bekommen. Im 20. Jahr des Mauerfalls wollen wir ein neues Kapitel im Engagement für „blühende Landschaften“ aufschlagen. Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung bitte über martina.knappert-hiese@freenet.de und andreas.stein@forum-fuehrung.com

Zitat zur Zeit

»Die Christuskraft, das Evolutionsprinzip, kann nun aus dem Menschen quellen, es kann aus dem Menschen hervorbrechen, denn die alte Evolution ist bis heute abgeschlossen. Das ist der Grund der Krise. Alles, was an Neuem sich auf der Erde vollzieht, muß sich durch den Menschen vollziehen … Wer mit dem inneren Auge zu sehen versucht, der sieht, daß der Christus längst wieder da ist. Nicht mehr in einer physischen Form, aber in der bewegten Form einer für das äußere Auge unsichtbaren Substanz. Das heißt, er durchweht jeden einzelnen Raum und jedes einzelne Zeitelement substanziell. Also ist er ganz nah da … Die Form, wie diese Verkörperung Christi sich in unserer Zeit vollzieht, ist das Bewegungselement schlechthin. Der sich Bewegende … Es ist also das Auferstehungsprinzip: die alte Gestalt, die stirbt oder erstarrt ist, in eine lebendige, durchpulste, lebensfördernde, seelenfördernde, geistfördernde Gestalt umzugestalten. Das ist der erweiterte Kunstbegriff.«

Joseph Beuys

Piratenpartei begrüßt Angelika Beer als erfahrenes neues Mitglied

Elf Jahre als Abgeordnete im Bundestag und fünf Jahre im Europaparlament, Mitbegründerin und ehemalige Bundesvorsitzende der GRÜNEN, sowie zahlreiche parlamentarische und außerparlamentarische Funktionen machen Angelika Beer zu einer der erfahrensten Frauen in der bundesdeutschen Politik. Ab sofort steht dieser Erfahrungsschatz den Piraten nach ihrem Beitritt zum Landesverband Schleswig-Holstein der Piratenpartei zur Verfügung.

Lesen Sie mehr unter: http://www.piratenpartei.de/Piratenpartei-begruesst-Angelika-Beer-als-erfahrenes-neues-Mitglied

Verantwortlich für den Inhalt dieser Pressemitteilung: Bundespressestelle der Piratenpartei Deutschland

ACTA – ein geheimes Abkommen bedroht die Grundrechte und die Freiheit des Internets

Das EU-Parlament hat sich kürzlich auf eine “abgestufte Erwiderung” bei Copyright-Verletzungen im Internet geeinigt: Rechtsstaatliche Prinzipien wie die Unschuldsvermutung und das Recht auf Privatsphäre seien zu respektieren. Seit Anfang 2008 verhandeln jedoch die USA, die EU, Japan und acht weitere Staaten unter strenger Geheimhaltung darüber, wie der Umgang mit Urheberrechtsverletzungen völlig neu geregelt werden soll. Das dabei entstehende ACTA-Abkommen (Anti-Counterfeiting Trade Agreement) sieht tiefe Einschnitte in die Freiheit des Internets und die Privatsphäre der Nutzer vor.

Die Piratenpartei Deutschland kritisiert nicht nur den Inhalt des Abkommens scharf, sondern auch die Art und Weise, wie es geheim ausgearbeitet wird: Die bereits bekanntgewordenen Details müssen sorgfältig geprüft werden. Nicht nur Verletzer des Urheberrechts, sondern auch ganz normale Nutzer des Internets werden von den geplanten neuen Regeln betroffen sein.

Ein breites Netzwerk aus Bürgerrechts-, Entwicklungshilfe- und Bibliotheksverbänden sowie Bündnisse aus Schwellen- und Entwicklungsländern haben jüngst einen breiteren Zugang zu Wissen und Kultur gefordert. Auch haben sich die Mehrheitsverhältnisse in der “World Intellectual Property Organization” (WIPO) geändert, die für die geistigen Monopolrechte zuständig ist. Das ist ein Grund, warum jetzt begonnen wurde, neu zu verhandeln. Die Deutungshoheit soll wieder zugunsten der Lobbyverbände der Rechteindustrie verschoben werden.

Das ACTA-Abkommen soll unter anderem Urheberrechtsverletzungen im Internet bekämpfen. Es umfaßt Regelungen, die weit über das nationale Urheberrecht hinausgehen. Es will die Haftung Dritter ausweiten und das Haftungsprivileg für Internet-Provider einschränken. In dem Dokument werden neue Maßnahmen bis zur Sperrung von Internetanschlüssen aufgelistet; es ist unter der Federführung des USA entstanden.

Das Abkommen zielt unter anderem auf die Internet Service Provider. Diese sollen entweder für illegale Inhalte haften, die durch ihre Kunden bereitgestellt oder heruntergeladen werden, oder diesen Nutzern die Zugänge sperren. Die Provider werden daher gezwungen, den gesamten Datenverkehr ihrer Kunden zu überwachen. Damit verletzen sie sowohl deren Privatsphäre als auch das in Deutschland geltende Post- und Briefgeheimnis. Jeder Internetnutzer wird unter Generalverdacht gestellt und überwacht.

Durch die strikte Geheimhaltung der Inhalte des ACTA-Papiers soll die öffentliche Diskussion vermieden werden. Während die Interessenvertreter der Rechteinhaber an dem Vertragswerk mitschreiben, werden der Internetwirtschaft und den Nutzergruppen nur Ausschnitte zugänglich gemacht, die an rigide Verschwiegenheitsabkommen gekoppelt sind.

»Ein Abkommen von derartiger Tragweite darf nicht hinter verschlossenen Türen verhandelt und über Nacht in Kraft gesetzt werden«, so Thorsten Wirth, Vorstandsmitglied der Piratenpartei. »Die Piratenpartei sieht hier massive Eingriffe in die Persönlichkeitsrechte eines jeden Bundesbürgers sowie die potentielle Beschneidung des Grundrechts auf Information. Auch sind Fragen des Datenschutzes und der Überwachung des Internets ungeklärt. Die totale Überwachung jeglichen Internetverkehrs und die Kriminalisierung eines jeden Internetnutzers stehen in krassem Widerspruch zu geltendem Recht und dürfen nicht durch die Hintertür des EU-Rechts heimlich aufgezwungen werden.«

Die Piratenpartei Deutschland fordert und unterstützt den freien Zugang zu Informationen sowie die Unverletzlichkeit der Privatsphäre und den Schutz des Briefgeheimnisses. Die Bundesregierung muß sich dafür einsetzen, die genauen Inhalte des Abkommens und den aktuellen Verhandlungsstand offenzulegen und auf europäischer und internationaler Ebene den Stopp der ACTA-Verhandlungen verlangen.

Verantwortlich für den Inhalt dieser Pressemitteilung: Bundespressestelle der Piratenpartei Deutschland

Haben Sie Interesse an einem BILDUNGSVEREIN zur Überwindung der Krise?

Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat Auswirkungen auf Banken, staatliche Stellen, Unternehmen und Organisationen. Darüber hinaus wirkt sie sich aus auf die Lebens- und Arbeitswelt jedes einzelnen Menschen. Ein bedeutender Baustein auf dem Weg zur Überwindung der Krise ist Bildung. Hier stellt sich die Frage: Welche Bildungsinhalte sind für die Zukunft tragfähig, verbessern also die Chancen auf ein verantwortliches und selbstbestimmtes Privat- und Arbeitsleben?

Zu diesem Zweck wird nun ein BILDUNGSVEREIN zur Überwindung der Krise (Arbeitstitel) vorbereitet. Weil wir die Krise erst überwinden können, wenn wir sie verstehen, soll der Verein ausgehend von Fragestellungen nach tragfähiger Ökonomie Wissenschaft, Forschung, Bildung und Erziehung im Verständnis von Naturwissenschaften, Kunst, Kultur und christlich-humanistischen (=kern-europäischen) Bildungsidealen fördern. Ausgehend von diesen Fragestellungen sollen Perspektiven zu Überwindung der Krise entwickelt und gestärkt werden, die nicht nur den Mitgliedern und Kooperationspartnern des Vereins sondern (in Folge) auch dem Allgemeinwohl nützlich sind.

Wenn Sie Interesse haben, an der Überwindung der Krise mitzuwirken und gegebenenfalls auch als Gründungsmitglied des neuen Vereins zur Verfügung zu stehen, bitten wir Sie, sich an uns zu wenden. Wir nehmen Interessenten ab sofort in eine Liste auf, die zur Vorbereitung der Vereinsgründung weitere Informationen von uns bekommen. Im 20. Jahr des Mauerfalls wollen wir ein neues Kapitel im Engagement für „blühende Landschaften“ aufschlagen. Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung bitte über martina.knappert-hiese@freenet.de und andreas.stein@forum-fuehrung.com

Grenzenlos wachsende Freiheit wird zur bösen Geschwulst

Buß- und Bettag: Präses Alfred Buß: Konzerne fahren Schlitten mit der Politik

Recklinghausen/Westfalen. „Verantwortungslosigkeit beginnt dort, wo die Grenzen der Freiheit missachtet werden.“ Was diese Missachtung im Blick auf Wirtschaft und Finanzmärkte bedeutet, hat Präses Alfred Buß deutlich vor Augen geführt. Beim Empfang des Kirchenkreises Recklinghausen sagte der leitende Theologe am Buß- und Bettag (18.11.), das marktradikale Konzept von Liberalisierung, Privatisierung und Deregulierung habe gezeigt, in welches Verderben die Missachtung von Grenzen führt: „Konzerne wie Nokia und General Motors fahren immer noch Schlitten mit der Politik.“ Aber die Menschen seien der freien Marktwirtschaft, die in den letzten 20 Jahren herrschte, immer mehr überdrüssig. Die Politik muss die Rahmenbedingungen so ändern, „dass sich das System in eine soziale, ökologische und global orientierte Marktwirtschaft entwickelt.“

Die Finanz- und Wirtschaftskrise habe gezeigt, wie wichtig Vertrauen für das Wirtschaften ist. Aber: „Bei Opel erleben die Mitarbeiter seit Monaten ein zynisches Pokerspiel der bekannten Art, ausgetragen auf ihrem Rücken. Die Art und Weise, wie hier von GM Katz und Maus gespielt wird, fördert das Misstrauen gegenüber Konzernstrukturen und ihren Managern. Offenbar geht es nur um die Sicherung des technischen Knowhow und nicht um Menschen.“

Alle derzeitigen Krisen zeigen nach Überzeugung von Präses Buß, wie dringend es ist, Freiheit und Verantwortung in das richtige Verhältnis zueinander zu bringen. Buß- und Bettag bedeute: „Umkehr zum Leben – Umkehr aus der Krise“.

Die Kirche habe dabei nicht die besseren ökonomischen und politischen Konzepte zu bieten. Aber die Motive, des Glaubens „können uns Wege zu einer verantwortbaren Gestaltung der Zukunft weisen“, erklärte der Theologe, der an der Spitze der mit 2,6 Millionen Mitgliedern viertgrößten Landeskirche in Deutschland steht. „Eine freiheitliche Wirtschaftsordnung wird in ihren Fundamenten beschädigt, wenn der erwirtschaftete Wohlstand nicht zum Motor des sozialen Ausgleichs und der globalen Verantwortung wird.“

Denn Freiheit wachse an ihren Grenzen. Unbegrenzt frei zu sein sei keine menschliche Möglichkeit: „Zu unserem Erdendasein gehört die Wahrheit, dass unsere Freiheit Grenzen hat.“ Jenseits dieser Grenzen führe die Freiheit wie eine böse wachsende Geschwulst ins Verderben. Das zeigten alle gegenwärtigen Krisen: Finanzmarkt, Wirtschafts-, Umwelt-, Klima-, Bevölkerungs- und Ernährungskrise. Verantwortliches Leben stehe dagegen in lebendigen Beziehungen: zu Gott, zu den Mitmenschen und zur Schöpfung. Im persönlichen Verhalten, in unternehmerischer Verantwortung, in politischer Regulierung und soziokultureller Orientierung müsse sich die „Umkehr aus verantworteter Freiheit“ vollziehen.

ACHTUNG: Krisenverschleppung! KINDER HAFTEN FÜR IHRE ELTERN!

14.11.09_Uebergabe_eines_Geschenkes_an_Bundesvorsitzenden_Arne_Gerike_kl

Ein Geschenk an Arne Gericke (re), Bundesvorsitzender www.familien-partei.de (Foto: Cavic)

Die Familien-Partei Deutschlands hat die Familie zu ihrem Hauptthema gemacht. Alle gesellschaftlichen Bereiche beeinflussen die Familien direkt oder indirekt. Deshalb versucht die Familien-Partei Deutschlands zu allen politischen Fragen eine Antwort aus der Sicht der Familien zu finden. Ihr Leitgedanke: Nur wenn es den Familien gut geht, kann es der Gesellschaft gut gehen!

14.11.09_Achtung_Krisenverschleppung_klAufgrund einer freundlichen Anfrage aus der Familien-Partei zu Nutzungsrechten des auf dieser Plattform erstmalig veröffentlichten Warnhinweises zu den Lastenträgern einer drohenden Krisenverschleppung kam es am 14.11.09 auf dem Bundesparteitag in Kassel zur Übergabe eines symbolischen Geschenks in Form eines Warnschildes an den Bundesvorsitzenden Arne Gericke. Dazu Andreas Stein, der das Geschenk stiftete und überreichte:  “Nachdem der Wettbewerb um reine Kapitalmaximierung von einer kleinen Anzahl von Marktakteuren zur Krise und bei einem großen Anteil der Bevölkerung zur Verschlechterung von deren Arbeits- und Lebensverhältnissen geführt hat, soll nun wieder stärker der Mensch im Mittelpunkt des Wettbewerbs stehen. Leben, Arbeit und Wettbewerb FÜR Menschen. Das ist die Motivation für mein Geschenk.” Bundesvorsitzender Arne Gericke bedankte sich dafür sehr freundlich mit den Worten: “Sicher wird uns dieser pointierte Warnhinweis dabei helfen, auf unser Anliegen und Angebot aufmerksam zu machen. Wir werden dafür vielfache Verwendungsmöglichkeiten finden. Herzlichen Dank!”

WÜSTENSTROM – WIE ZUKUNFTSFÄHIG IST DAS PROJEKT DESERTEC?

Das IZT – Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung, der Tagesspiegel sowie Inforadio, das Nachrichtenprogramm des rbb, laden Sie herzlich für den 27. November zum nächsten Berliner Zukunftsgespräch ein zu dem Thema:

“WÜSTENSTROM  -  WIE  ZUKUNFTSFÄHIG  IST  DAS  PROJEKT  DESERTEC?”

TERMIN: Freitag, den 27. November 2009, 19.00 Uhr

ORT: Museum für Kommunikation Berlin, Leipziger Straße 16, 10117 Berlin (Mitte)

Die Vision einer klimafreundlichen Stromversorgung aus der Sahara nimmt konkrete Gestalt an: Ende Oktober 2009 gründeten zwölf Großunternehmen und Banken die Planungsgesellschaft DESERTEC Industrial Initiative GmbH. Die Unternehmen, darunter E.ON und RWE, wollen das größte Solarstromprojekt aller Zeiten initiieren: Berechnungen zufolge könnten bis zum Jahr 2050 Sahara-Kraftwerke bis zu 15 Prozent des europäischen Strombedarfs decken. Natürlich ruft dieses großtechnische Vorhaben Kritiker auf den Plan. Das DESERTEC-Konsortium muss sich fragen lassen:

  • Will DESERTEC in neokolonialer Manier Nordafrikas Sonneneinstrahlung, Wasser- und Flächenressourcen für europäische Interessen ausbeuten? Oder bietet das Projekt in erster Linie neue Entwicklungschancen für die Sahararegion selbst?
  • Zielen die beteiligten Energieversorger darauf ab, durch gigantische Wüstenkraftwerke den heimischen Ökostrom-Markt auszutrocknen? Oder ist Wüstenstrom ökonomisch und ökologisch vernünftiger als die Klein-Produktion regenerativer Energie von deutschen Dächern und Küsten?

ES DISKUTIEREN:

  • Dr. Thiemo Gropp, Gründungsstifter DESERTEC-Stiftung, Frankfurt
  • Irm Pontenagel, Geschäftsführerin EUROSOLAR, Bonn
  • Helmy Abouleish, Geschäftsführer SEKEM Holding, Kairo (angefragt)
  • Timon Wehnert, IZT – Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung, Berlin

MODERATION:

  • Dagmar Dehmer, Der Tagesspiegel, Redakteurin für Internationale Politik
  • Thomas Prinzler Inforadio (rbb), Wissenschaftsredakteur

ANMELDUNG bitte unter der E-Mail-Adresse: zukunftsgespraeche@izt.de. Der Eintritt ist frei. Kontakt (IZT): 030-803088-45

Hier die komplette Einladung als PDF-Dokument zum Download per Mausklick

Landesmitgliederversammlung Piratenpartei-NRW in Gelsenkirchen – Repetita non placent

Wiederholungen gefallen nicht, aber manchmal sind sie unvermeidlich. Nachdem am 28. August in Düsseldorf ein erster Versuch gescheitert war, die Kandidaten der Landesliste NRW für die Landtagswahl 2010 zu wählen, war es an der Zeit für einen zweiten Versuch. Elf Wochen nach der ersten Veranstaltung in Düsseldorf, gab es einen angemesseneren Ort und ein größeres Publikum. Immerhin ist die Piratenpartei in NRW seit Ende August von ca. 1200 auf aktuell 2009 Mitglieder angewachsen.

Die Landesmitgliederversammlung 4/2009 fand am 7. und 8. November in der Aula der Gesamtschule Berger Feld in Gelsenkirchen statt. Der erste Tag begann mit der Wahl des Versammlungsleiters und des Wahlleiters, des Protokollanten und ihrer Helfer. Danach stand der überwiegende Teil des Tages im Zeichen der Listenkandidaten. Um das Prozedere kurz zu halten, wurde per Akklamation entschieden, keine Akzeptanzwahl durchzuführen und stattdessen die besten 30 Kandidaten auf die Landesliste zu nehmen. Danach stellten sich die 59 angetretenen Bewerber ihrer Partei live und am Rednerpult ein weiteres Mal vor. Die meisten Kandidaten hatten sich schon vorher mittels eines Fragebogens und eines als Podcast gespeicherten Telefoninterviews bei ihren Parteifreunden bekannt gemacht.

Alle Kandidaten erhielten zwei Minuten Redezeit und konnten danach vom Auditorium befragt werden. Piratischer Höhepunkt dieser Kandidatenkür war die Live-Zuschaltung einer terminlich verhinderten Bewerberin via Videokonferenz. Den Abschluss des Samstags bildete die Wahl der Kandidaten. Die Veranstaltung musste noch vor Auszählung auf den Sonntag vertagt werden, da der Hausmeister die Schule um 20.00 Uhr schließen wollte. Er war vorher schon zu zwei Stunden Zugabe bereit gewesen.

Nachdem das Wahlkomitee noch am Abend alle Stimmen ausgezählt und ein vorläufiges Ergebnis per Twitter verbreitet hatte, konnte am Sonntagmorgen das Endergebnis bekanntgegeben werden. Zuvor mußte allerdings noch eine Stichwahl um die Listenplätze 17 und 18 durchgeführt werden.

Den Rest des Sonntags verbrachten die NRW-Piraten mit der nötigen Satzungspflege. Viele Passagen der Satzung mussten an die neuen Größenverhältnisse angepaßt werden, und es wurden einige logische Fehler in der Satzung korrigiert. Ansonsten hätte es unter ungünstigen Bedingungen zu Problemen in der Parteiarbeit kommen können. Insgesamt geht die Piratenpartei selbstbewusst und gestärkt aus diesem Parteitag hervor. Im Besonderen hat sich die Partei eine Kandidatenliste gewählt, die keine Wünsche offen läßt und das Image der IT- und Nerd-Partei nachhaltig widerlegt.

Eine Auflistung der Listenkandidaten finden Sie im Internet unter: http://www.piratenpartei.de/Pressemitteilung-091116-Landesmitgliederversammlung-NRW-in-Gelsenkirchen

Verantwortlich für den Inhalt dieser Pressemitteilung: Landespressestelle Nordrhein-Westfalen der Piratenpartei Deutschland

Zitat zur Zeit

»Die Kosten der Freiheit liegen in der Kraft, die wir aufwenden müssen, die Wahrheit zu sagen«

Andreas Stein

Auf dem Weg nach Kopenhagen

Klimaschutz: Westfälische Kirche appelliert an Bundesregierung

Bielefeld/Westfalen. Die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) wird sich bei der Bundesregierung nachdrücklich dafür einsetzen, dass Deutschland „eine deutlich aktivere Führungsrolle in den Klimaverhandlungen einnimmt“, damit die UN-Klimakonferenz in Kopenhagen ein Erfolg wird. Das hat die Synode als höchstes Entscheidungsgremium am Freitag (13.11.) in Bielefeld beschlossen.

Die 15. Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonvention, die vom 7. bis 18. Dezember 2009 in Kopenhagen stattfindet, sei eine der letzten Möglichkeiten, wirkungsvollen Klimaschutz dauerhaft völkerrechtlich zu verankern, heißt es in dem Beschluss. „Der Erfolg dieser Konferenz steht auf des Messers Schneide“, warnte der langjährige westfälische Umweltpfarrer Klaus Breyer. Klimaschutz sei weit mehr als nur die Lösung eines ökologischen Problems. Klimaschutz sei die Voraussetzung für faire Entwicklungschancen besonders für die Menschen des Südens und nachfolgende Generationen. Die Synode, die noch bis Freitag tagt, bekräftigt den Aufruf der internationalen Initiative „Countdown to Copenhagen“, zu der sich Kirchen und Entwicklungsorganisationen aus Europa, Afrika, Asien und Amerika zusammengeschlossen haben. http://www.countdowntocopenhagen.de/

Die Initiative fordert eine gerechte internationale Lastenverteilung. Die armen Länder müssten bei der Anpassung an die verheerenden Folgen des Klimawandels unterstützt werden. Und sie bräuchten Hilfe beim Aufbau ihrer nachhaltigen Energieversorgung. Die Synode empfiehlt allen Kirchenmitgliedern die Teilnahme an der Unterschriftenaktion „Countdown to Copenhagen“.

Die westfälische Kirche stellt aber nicht nur Forderungen, sondern fängt auch bei sich selbst an. Das umfassende Umweltmanagement „Grüner Hahn“ hilft Gemeinden und kirchlichen Einrichtungen, systematisch Energie zu sparen und die Umwelt zu schonen. http://www.kirchliches-umweltmanagement.de/

Vor einem Jahr hatte diese Synode ein umfassendes Energiespar- und Klimakonzept 2020 für die EKvW beschlossen, das jetzt ausdrücklich bekräftigt wurde. Sie setzte sich dabei die gleiche Zielmarke wie die
Bundesregierung: 40 Prozent weniger Kohlendioxid-Ausstoß bis 2020 auf der Basis von 1990.

Mit dem Projekt „Zukunft einkaufen“ nutzen Kirche und Diakonie ihre Marktmacht, um ökologisch verträgliche und fair gehandelte Produkte zu unterstützen. http://www.zukunft-einkaufen.de/

Rüttgers: Das Wort der Kirche gewinnt an Gewicht – Ministerpräsident sprach vor der westfälischen Synode

Ruettgers_Buss

„Die Soziale Marktwirtschaft ethisch weiterdenken“: Diese Studie der westfälischen Kirche überreichte Präses Alfred Buß dem Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers.

Bielefeld/Westfalen. „Christen sind in einer Weise frei wie kaum ein anderer – frei zur Ausgewogenheit und zur Radikalität“ – so beschrieb der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers die Grundlage, auf der die Kirche sich in politische und gesellschaftliche Fragen einmischt. Er sprach am Mittwoch (11.11.) in Bielefeld vor der Landessynode, dem höchsten Leitungsgremium der Evangelischen Kirche von Westfalen. Dass die sich kräftig einmischt, weiß der Ministerpräsident: Die evangelische Kirche sei selbstbewusst und die Synode der westfälischen Kirche streitbar. Gerade deshalb ist Rüttgers überzeugt, dass die Bedeutung der Kirche zunimmt: „Das Wort der Kirche gewinnt an Gewicht.“

Ein gewichtiges Wort der Kirche hätte, so Rüttgers, allerdings noch mehr Gewicht gebraucht, um Schaden zu verhindern. Gemeint war das Grundsatzpapier „Globalisierung gestalten“, das ihm Präses Alfred Buß vor zwei Jahren auf der Synode überreicht hatte. „Ich frage mich, wie es in Bochum heute aussähe, wenn man sich dieses Papier in Detroit zu Herzen genommen hätte“, sagte Rüttgers im Blick auf die Unternehmenspolitik des Autokonzerns GM und Opel: „Wir müssen klar vor Augen haben, was zügelloser, regelloser Liberalismus bedeutet“.

Auch den Einsatz der Kirchen für den gesetzlichen Schutz des Sonntags würdigte der Ministerpräsident. Hinter der Aussage „Gott sei Dank – es ist Sonntag“ steckt nach seiner Überzeugung „eine tiefe Dankbarkeit für einen Tag, der nicht dem Diktat der Arbeit und des Alltäglichen unterliegt“. Christen könnten bei dieser und anderen Fragen Maßstäbe anlegen, „die eine Richtung haben, eine Herkunft und ein Ziel“.

Präses Alfred Buß überreichte dem Ministerpräsidenten eine Studie „Die Soziale Marktwirtschaft ethisch weiterdenken“, die von der Evangelischen Kirche von Westfalen herausgegeben wurde. Das Buch beschreibt Wege, wie Marktwirtschaft angesichts weltweiter Wirtschaftsverflechtungen „gesellschaftlich, global, ökologisch, sozial und kulturell eingebettet“ werden kann, so Präses Buß. Dabei kommen auch die Möglichkeiten kirchlicher Mitgestaltung zur Sprache.

Piratenpartei unterstützt Petition für freien Zugang zu wissenschaftlichen Ergebnissen

Die Piratenpartei Deutschland unterstützt die gestern an den Petitionsausschuss des Bundestags gestellte Bitte zum Themenbereich Open Access. Die Petition fordert, aus öffentlichen Geldern geförderte wissenschaftliche Ergebnisse allen Bürgern frei zugänglich zu machen. Bund und Länder geben jedes Jahr gut 12 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung aus. Die Ergebnisse dieser Förderungen erscheinen jedoch zu einem überwiegenden Teil nur in teuren Fachzeitschriften.

»Der Bürger zahlt somit doppelt, erst für die Forschung selbst und danach noch einmal für den Zugriff auf die Ergebnisse«, sagt Bastian Greshake, Koordinator der Arbeitsgruppe Open Access der Piratenpartei. Er klagt weiter: »Allein die Universitäts- und Landesbibliotheken haben 2008 fast 220 Millionen Euro nur für den Erwerb von Fachzeitschriften ausgegeben. Das ist Geld, das in Forschung und Lehre sicher besser angelegt wäre.«

Die Piratenpartei trat bereits zur Bundestagswahl mit der Forderung nach freiem Zugang zu öffentlich geförderten Forschungsergebnissen an. Dass dieses Modell funktioniert, beweisen andere Länder wie zum Beispiel die USA. Dort müssen Publikationen, die von den National Institutes of Health gefördert werden, binnen 12 Monaten frei verfügbar gemacht werden.

»Wenn Deutschland den Anschluß an die Wissensgesellschaft nicht verlieren will, ist es zwingend notwendig, dass wir unsere Wissenschaftler nicht weiterhin künstlich dumm halten. Besonders wenn es an so einer Kleinigkeit mangelt wie der Bezahlung von Zeitschriften-Abonnements«, so Greshake.

Die Piratenpartei fordert alle Bürger auf, sich dieser Petition anzuschließen und so deutlich zu machen, dass der Petitionsausschuß des Bundestags dieses Thema behandeln solle. Dazu sind 50.000 Unterstützer nötig. Die Petition kann noch bis zum 22. Dezember via Internet mitgezeichnet werden.

Quelle: https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=7922

Krise schwächt das Gemeinwesen

Präses Buß: Warnung vor Haushaltslöchern

Bielefeld/Westfalen. Der westfälische Präses Alfred Buß hat vor einer Schwächung des Staates durch die Finanz- und Wirtschaftskrise gewarnt. Vor der Landessynode der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) erinnerte der leitende Theologe am Dienstag in Bielefeld (10.11.) daran, dass alle großen Industriestaaten Europas „gigantische Schulden“ aufgenommen haben, um der Krise zu widerstehen.

Die Steuersenkungspolitik der schwarz-gelben Koalition werde wohl weitere Haushaltslöcher reißen. „Klamme Finanzen aber setzen politischen Handlungsspielräumen enge Grenzen“, sagte Buß vor dem „Kirchenparlament“ der EKvW. Bund, Länder und Gemeinden würden nach der Krise schwächer dastehen als vorher. Folge: Die öffentliche Hand könne ihre Aufgaben kaum noch erfüllen. Diese finanziellen Grenzen würden dann als „Sachzwang“ erscheinen und als Begründung für einen „schlankeren Staat“ herhalten, so die Prognose des Präses. Dabei habe das marktradikale Konzept von Liberalisierung, Privatisierung und Deregulierung weite Bevölkerungsschichten in vielen Ländern ins Verderben geführt. Buß sprach von Verantwortungslosigkeit: Unkontrollierbare Risiken seien in Kauf genommen worden, weil man Wachstumschancen und hohe Rendite erwartete.

Ein Zitat zum Fall der Mauer vor 20 Jahren

“Wir wissen, dass Millionen von Herzen hinter jenen standen, die wirklich die Mauer niederrissen.”

US-Außenministerin Hilary Clinton

Einladung der Familien-Partei Deutschlands für den 14.11.09, 19:00 in Kassel

Die Familien-Partei Deutschlands lädt ein zu einem Vortrag von Carlos A. Gebauer mit dem Thema: “Warum noch eigene Entscheidungen fällen, wenn es staatliche Behörden viel besser können?!“

Carlos_A_GebauerAm Samstag, den 14.11.2009 um 19 Uhr im  Raum Herkules des Best Western Mark Hotel, Heiligenröderstraße 61, Kassel. Carlos A. Gebauer hat Philosophie, Neuere Geschichte, Sprachwissenschaften, Rechtswissenschaften und Musikwissenschaften an verschiedenen deutschen Universitäten studiert. Neben seiner anwaltlichen Tätigkeit ist er gefragter Verfasser gesellschaftspolitischer und juristischer Texte.

Zahlreiche renommierte Zeitungsverlage haben Artikel von Gebauer veröffentlicht. Im Fernsehen war Gebauer als Verteidiger in der RTL-Sendung „Das Strafgericht“ in mehreren hundert Folgen zu sehen. 2006 erhielt er einen Lehrauftrag für Sozialrecht im Fachbereich Gesundheitsökonomie der Hochschule Fresenius in Köln. Er ist jeden Donnerstag bei familyfair.tv mit dem Beitrag „Offen gefragt“ im Talk mit erstklassigen Fachleuten zu sehen, die er auf seine gewohnt scharfzüngige Weise zu den Themen Wirtschaft, Soziales und Freiheit befragt.

Der Vortrag findet im Rahmen des Bundesparteitages 2009 der Familien-Partei Deutschlands statt. Eingeladen sind alle Interessierten!

Einladung hier ein PDF-Dokument für Ausdrucke, Verteilung oder Weiterleitung: Einladung der Familien-Partei Deutschlands für den 14.11.09, 19:00 in Kassel

Rückfragen bitte an: Familien-Partei Deutschlands, Bundesgeschäftsführung, Borlinghauser Str. 16, 34414 Warburg, Tel: 05642-6617, Fax: 05642-948577
info@familien-partei.de, www.familien-partei.de

Zum 20. Jahrestag des Mauerfalls: Ein neues Kapitel der Arbeit an „blühende Landschaften“ soll beginnen!

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Zur Bekanntmachung auf dieser Plattform weiterhin gesucht: Analysen, Empfehlungen und wirtschaftliches Engagement zur Überwindung der Krise und Förderung des Wohlstands

Der 09. November 1989 war ein TAG DER FREIHEIT und hat Millionen von Menschen neue Lebensperspektiven geschenkt, die ihnen vorher verwehrt waren. Die Freiheit ist ein wunderbares Geschenk. Die Freiheit ist aber keine Garantie. Wo sich auf der einen Seite Freiheit entwickelt, wird sie auf einer anderen Seite eingeschnürt. Diese Erfahrung bestätigt sich gerade wieder im Zusammenhang mit der Finanzkrise, die noch nicht überwunden ist und sich zu einer größeren Krise auszuwachsen droht.

20 Jahre nach dem Mauerfall sind weder »Wohlstand für Alle« (Ludwig Erhard) noch »blühende Landschaften« selbstverständlich. Wachsende Bevölkerungsschichten erfahren mehr Rückschritte als Fortschritte in diesen Zielsetzungen. Die Gründe hierfür sind die vielschichtigen Umbrüche, die Wirtschaft und nachfolgend Gesellschaft durchleben. Für die Zukunft fehlt ein klares Leitbild, was die unzählig vorhandenen Potentiale motiviert, den gegenwärtigen und kommenden Herausforderungen aktiv zu begegnen und die vielfältig vorhandene Chancen in wohlstandsbildende Erfolge umzuwandeln. Politische Rahmenbedingungen, die den Starken nicht unverhältnismäßig bremsen und den Schwachen nicht ausgrenzen, sondern partizipieren lassen, sind ein wesentlicher und wichtiger Beitrag für eine bessere Zukunft. Für die Arbeit an solchen Rahmenbedingungen muß offensichtlich noch vieles geschehen, die Ergebnisse der letzten 20 Jahre sind unzureichend. Der Exportweltmeister Deutschland sollte mehr für seine Binnenmärkte tun. Darüber hinaus gilt aber weiterhin auch: Der Staat alleine wird es nicht regeln und richten können, daran erinnert uns gerade der 09. November wie kaum ein anderer Tag. Für blühende Landschaften ist und bleibt das selbständige Engagement des Einzelnen – in Unternehmen und Organisationen verbunden in arbeitsteiliger Kooperation – ebenso unverzichtbar wie die Arbeitskultur des gegenseitigen “Gönnen-Könnens”, an der ein eklatanter und weit verbreiteter Mangel herrscht.

Zukunftsfähige Beispiele sind gefragt und motivieren. Deshalb lädt diese Plattform auch weiterhin ein: Stellen Sie Ihr Engagement an dieser Stelle vor, gewinnen Sie zusätzliche Aufmerksamkeit und Bekanntheit, leisten Sie Ihren Beitrag für “blühende Landschaften”. Es ist Zeit, ein neues Kapitel der Arbeit daran und für zukunftsorientierte, tragfähige und wohlstandsbildende Perspektiven zu beginnen!

Kontakt: redaktion@forum-fuehrung.com

Einladung zum 21.11.2009 nach Berlin

Liebe Webmaster/innen,

bitte haltet euch Samstag, den 21.11.2009 frei und meldet euch kostenlos an zum Auftaktevent in Berlin des “World Social Web Dialogue” bzw. entsendet an diesem Tag einen Vertreter Eures Webmaster/ Social Media-Teams.

  1. viele Webmaster von wichtigen Organisationen und Netzwerken; Medienpartner: Glocalist
  2. die Teilnehmerzahl ist auf 30 Webmaster/innen begrenzt (kostenlose Teilnahme)

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I. Was ist der “World Social Web Dialogue” (WSWD)?
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Der “World Social Web Dialogue” ist ein Webseiten und Sprachen übergreifender online und offline Dialog. Das Ziel ist die globale Verbreitung und Verbesserung von bestehenden Internet-Protokollen sowie die Entwicklung neuer Internet-Standards, welche

  1. den Bedürfnissen von Bürgern, Organisationen, Netzwerken, Institutionen, öffentlichen Verwaltungen und sozialen Unternehmungen entsprechen, die sich für eine sozial, ökologisch und ökonomisch nachhaltigere und demokratischere Welt einsetzen, sowie
  2. Menschen in Armut und Unterdrückung helfen, sich durch moderne Open Source Technologien selbst oder mit der Unterstützung von anderen Menschen aus ihrer Lage zu befreien.

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II.  Was wird bei der Auftaktveranstaltung in Berlin passieren?
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Die Auftaktveranstaltung beginnt am Samstag, den 21.11.2009, um 13.30 Uhr (6 Stunden). In dieser Zeit werden wir gemeinsam 3 Fragen durchsprechen:

  1. Welche Daten und Inhalte wollt ihr gerne in Zukunft Webseiten übergreifend austauschen?
  2. Welche Protokolle, Formate und Standards gibt es bereits dazu und welche gefallen euch am besten?
  3. Was muss an den bestehen Standards verbessert werden bzw. was müssen wir neu entwickeln?

Nach Abschluss des Auftaktevents werden die Ergebnisse online veröffentlicht und ins Englische übersetzt. Den weiteren Prozess können wir auch im Anschluss an die 3 Fragen noch tiefer besprechen. Jenachdem wie schnell wir voran kommen, werden in den Dialog weitere Länder involviert (internationale Partnerschaften bestehen bereits).

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III.  Was soll ich mitbringen, wie soll ich mich vorbereiten?
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Es wäre schön, wenn ihr im Team im Vorfeld besprecht, welche Daten ihr gerne Webseiten übergreifend austauschen möchtet. Bitte notiert euch auch alle Protokolle, Formate, Standards, die ihr a) bereits kennt und b) die ihr bereits nutzt. Euren Laptop könnt ihr natürlich auch mitbringen. Es wird WLAN und Steckdosen geben.

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IV.  Anmeldung
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Bitte melde euch rechtzeitig per Email an. Die Teilnahme ist kostenlos. Die Teilnehmerzahl ist jedoch auf 30 Webmaster/innen begrenzt.

Email:  ir[at]oneaim.org
Herzlichen Dank und liebe Grüße aus Berlin,

Euer Ingmar Redel

Leistungsangebot »Weiterbildung und Entwicklung für die Wirtschaft«

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forum-fuehrung.com organisiert ein Angebot von Interims-Managern, Projekt-Managern, Beratern, Dozenten, Trainern und Vermittlern unter dem Anspruch einer an Werten orientierten, ganzheitlichen, möglichst widerspruchsarmen, nachhaltigen und auf Gleichgewicht ausgerichteten Führung. Diese laden Sie dazu ein, dieses Angebot in Anspruch zu nehmen.

Leistungsangebot (als PDF-Dokument): »Weiterbildung und Entwicklung für die Wirtschaft«