Archiv für Oktober 2008

STABILITÄT ist eben doch wichtiger als MASSLOSE RENDITEMAXIMIERUNG

Impulse zum Wochenende von Andreas Stein, Kassel

Gestern habe ich erfahren, dass Thomas Helmstetter, der unsere Redaktion seit 14 Tagen verstärkt (siehe: http://news.forum-fuehrung.com/?p=240), eine redaktionelle Anfrage an den Münchener Erzbischof Reinhard Marx aus Anlass seines neuen Buches »DAS KAPITAL« gestartet hat. Darüber habe ich mich sehr gefreut und deshalb möchte ich diese Info gleich weitergeben!

Nach kurzer Internetrecherche bin ich auf folgende Inhaltsangaben zum Buch von Bischof Marx gestossen: Reinhard Marx wendet sich aber nicht nur gegen einen verklärenden Marxismus, sondern kritisiert auch einen »primitiven Kapitalismus«. Nötig sei heute nicht eine Abschaffung der sozialen Marktwirtschaft und die Einführung des Kapitalismus, »sondern wir brauchen eine Globalisierung der sozialen Marktwirtschaft«, betonte der Erzbischof.

Das hört sich sehr gut an und bestätigt, was wir in den letzten Wochen erfahren haben: STABILITÄT ist eben doch wichtiger als MASSLOSE RENDITEMAXIMIERUNG. Anders ausgedrückt: MASSLOSE RENDITEMAXIMIERUNG von wenigen Akteuren DESTABILISIERT den »Wohlstand für Alle«, um begrifflich an das Buch und Programm Ludwig Erhards anzuknüpfen.

Dem Engagement von zuerst wenigen Verantwortungsbewußten, die sich aber mit der Zeit sammeln und verstärken, ist es zu verdanken, das wir sagen können: Die Welt ist noch nicht verloren und wir werden uns weiter engagieren für das, was hinter den Kulissen steht, mit denen ein paar Renditegierige in den letzten Jahren versucht haben, uns den Blick auf das Wesentliche zu verstellen, auf das, was uns wirklich und nachhaltig Wohlstand bringt, IN DER SPITZE UND DER BREITE!

Zum Schluss bitte ich wieder um gegenseitige Unterstützung und Zusammenarbeit: Es wird viel aufzuräumen geben, wenn sich erst einmal der Staub verzogen hat, der in den letzten Wochen durch das Finanzmarktbeben aufgewirbelt wurde. Um die anstehende Arbeit zu leisten brauchen wir klare Leitgedanken und ein Sprachrohr, das unsere Stimmen verstärkt. Die Leitgedanken entwickeln wir aus einer Übersetzung der »Sozialen Marktwirtschaft« in unsere Zeit. Als Sprachrohr bietet sich diese Plattform hier an. Das ist schon einmal ein Anfang, also bitte weitersagen!

Systematischer Vermögensaufbau – durch ausgewogene Geldanlage Vermögen mehren


Foto: Andreas Stein

Wenn übertriebenes Gewinnstreben den Blick auf Risiken und sonstige Rahmenbedingungen verdrängt, drohen hohe Verluste. Banker und internationale Finanzjongleure haben das eindrucksvoll demonstriert. So haben auch manche Privatanleger immer wieder bittere Erfahrungen gesammelt.

Extreme Vorsicht ist ebenfalls kein geeigneter Weg, angelegtes Geld zu sichern. Bei niedriger Verzinsung führen Steuern und Inflation zu einer allmählichen Entwertung des Geldvermögens. Im Rahmen eines systematischen Vermögensaufbaus ist es auch in turbulenten Zeiten möglich, vorhandenes Kapital zu erhalten und langfristig mit Augenmaß zu vermehren.

Entscheidend ist die Verteilung der finanziellen Mittel auf mehrere Töpfe. Diese werden mit solchen Anlageprodukten gefüllt, die den Zielen, dem passenden Anlagezeitraum und der Risikoeinstellung des Anlegers entsprechen. So kann die Rendite gesteigert werden, ohne Sicherheitsbedürfnisse zu vernachlässigen.

Lesen Sie mehr dazu: Systematischer Vermögensaufbau – durch ausgewogene Geldanlage Vermögen mehren (PDF, 1,8 MB)

Udo Tschischkale, Plansecur-Beratung, Tel 05 61 / 93 55-179, u.tschischkale@plansecur-beratung.de

Finanzkrise bestätigt Bedeutung des Engagements von forum-fuehrung.com

Eine kurze Erinnerung von Andreas Stein, Kassel

Prof. Rainer Kassing, links, und Klaus Dieter Trayser, mitte, (Archivfoto, Juni 2005), waren mit Ihrem Engagement für Führung, die sich an Werten orientiert, und ihren Beiträgen auf den ersten beiden Veranstaltungen, wichtige “Geburtshelfer” von forum-fuehrung.com

»MARKT, MANAGEMENT, MITARBEITER: Was ist jetzt zu tun?« Mit dieser Fragestellung startete die Initiative forum-fuehrung.com auf einer Pilotveranstaltung am 01.-02.07.2005 den Dialog um die Orientierungsmarken nachhaltig guter Führung. Stabilität in den Verhältnissen und Beziehungen war und ist das Ziel, so wie es die Symbolik der 3 Kreise mit ihrer möglichst grossen Überdeckung in der Mitte darstellt. Wer nachlesen möchte, wie alles angefangen hat (inkl. Dokumentation der Pilotveranstaltung), der kann dies auf http://www.forum-fuehrung.com/initiative.htm tun.

Die Ereignisse der letzten Monate, die Ausweitung der Finanzkrise vom “Insiderproblem” zum bestimmenden Thema von Politik, Wirtschaft und Titelseiten/Topmeldungen der Medien, bestätigt erneut die Bedeutung des Engagements von forum-fuehrung.com: Wir leben eben NICHT in einem stabilen Rahmenumfeld, in dem vorausschauendes Denken, Reden und Handeln automatisch zu Erfolg im Arbeits- und Lebensumfeld führt. Wir leben stattdessen in einem INSTABILEN RAHMENUMFELD mit starken Unsicherheitsfaktoren. Die Komplexität dieses Umfelds wird für das Individuum beinahe unüberschaubar, auch weil sich die REGELN, nach denen “gespielt” wird, ständig ändern.

»Nur Bilanzregeln retten Deutsche Bank vor Verlust« meldet heute www.faz.net und bestätigt mit einem weiteren Beispiel die eben formulierte Aussage: Nur durch die Änderung der REGELN (hier zum Vorteil der Deutschen Bank) wird (der Anschein von) Kontinuität erhalten. Ein weiteres Beispiel zu dieser Thematik lieferte gerade die Prozedur der Regeländerung des DAX, nachdem in den letzten Tagen die Kurs der VW-Aktie “verrückt” gespielt hat.

Die Kernfragen der Initiative haben sich also in den letzten Jahren in ihrer Bedeutung nicht “abgeschliffen”, sie haben eher an Bedeutung gewonnen. Die Finanzkrise bestätigt das Engagement von forum-fuehrung.com. Das ermutig dazu, die Arbeit fortzusetzen. Wenn Sie mit eigenen Beiträgen daran mirwirken wollen, dann sind Sie herzlich eingeladen! Und auf ähnlich ausgerichtete Initiativen (wie z. B. auf das Zukunftsforum in der Plansecur am 26.11.2008) wird von dieser Stelle gerne verwiesen. Auch in Zukunft verfolgen wir Stabilität und – wo möglich – Wachstum, aber NICHT NUR in der Rendite, SONDERN AUCH in Produktivität, Beziehungsstabilität, Umweltverträglichkeit und Zukunftssicherung – also eben in einem erweitertem, gesunden Verständnis.

Stabilität und Wachstum – auch gegen den Trend

Stabilität und Wachstum – auch gegen den Trend: Es geht. Natürlich ist beides gerade heute nicht selbstverständlich. Und es gibt dafür auch keine Garantie. Stabilität und Wachstum sind Ziele, auf die wir unter unbeständigen Rahmenbedingungen hinarbeiten müssen. Wenn wir sie erreichen, dann nennt man das Erfolg. Mit dem Aufbau von http://news.forum-fuehrung.com hat sich in den letzen Monaten ein solcher Erfolg entwickelt, wie die Statistik über Seitenabrufe und Besucher es darstellt (Quartal IV-2008: Hochrechnung auf Basis der Oktoberwerte). Noch ist es ein immaterieller Erfolg, weil die Statistik das wachsende Interesse ausweist und nicht die Umsätze und Gewinne. Auch hier gilt: Aller Anfang ist schwer und Vertrauenswachstum braucht Zeit! Gerade deshalb sind wir stolz auf das Ergebnis und bedanken uns bei allen, die mitgeholfen haben und die diese Plattform nutzen. Bitte weiter so!

Befragungen zur Gewinnung von Einsparungs- und Ertragspotentialen

Mit den Ergebnissen einer Befragung der Gemeinde www.diemelsee.de im Sommer 2008 stellen sich die dort ansässigen Fremdenverkehrsanbieter nun noch genauer als bisher auf die Urlaubswünsche ihrer Gäste ein

Ein immer wieder wirksames Führungsinstrument zur Ausrichtung des Leistungsangebots auf Gäste und Kunden ist die Durchführung von Befragungen. Sowohl nicht erkannte Einsparungspotentiale als auch unerschlossene Ertragspotentiale werden durch diese Massnahme genauer sichtbar. Diese Erfahrung hat auch die Mitarbeit an der Gästebefragung der Gemeinde www.diemelsee.de im Sommer diesen Jahres erneut bestätigt.

Als externer Projektpartner zur Durchführung solcher Befragungen steht Ihnen Andreas Stein Management als neutraler Leistungsanbieter mit langjähriger Erfahrung in vielfältigen Anwendungsfeldern von Umfragen zur Unterstützung und Durchführung ihrer Befragung gerne bereit.

Andreas Stein Management · Lilienthalstr. 5 · 34123 Kassel
Tel. 05 61/9 88 25 75 · Fax 05 61/9 88 25 77
www.andreas-stein.info · as@andreas-stein.info

GESUCHT: Politikwissenschaftler mit gutem Überblick über die politischen Parteiprogramme

Frau Monika Porrmann von der Landvolkshochschule Hardehausen sucht für 3 Fachtagungen mit Teilnehmern aus der Landwirtschaft einen Politikwissenschaftler als Referenten, der einen Überblick vermitteln kann über das Spektrum der politischen Parteiprogramme. Besondere Berücksichtigung sollen dabei mit Bezug auf das zu erwartende Verbraucherverhalten folgende Schwerpunkte finden:

  • Welche Optionen vertreten die Parteien für den ländlichen Raum im Vergleich zur Förderung der Städte
  • Welche Perspektiven bieten unterschiedliche Parteien in ihren Programmen an angesichts zu erwartender
  • Teuerung von Lebensmitteln / Unterstützung regionaler Produktion und Vermarktung
  • Energieversorgung und Möglichkeiten, persönliches Energieverhalten zu steuern
  • Bereitschaft zu Solidarität im Zusammenleben / wie kann Entwicklungstendenzen zur Entsolidarisierung begegnet werden

Die Termine, zu denen der Politikexperte gesucht wird, sind der 06.01.09., der 28.01.09 und der 18.02.09, jeweils von 09:30 bis 12:00 Uhr.

Kontakt: Monika Porrmann, Landvolkshochschule Hardehausen, Abt-Overgaer-Str. 1, 34414 Warburg-Scherfede, Tel. (05642) 9823-24, www.lvh-hardehausen.de, porrmann@lvh-hardehausen.de

Können Sie uns Ludwig Erhard für unsere Zeit übersetzen, Herr Dr. Gerhardt?


Foto: Grit Wunderlich

Am 20.10.08 konnten wir im Zusammenhang mit dem Engagement von forum-fuehrung.com für eine weiterhin zunehmende Bedeutung von Werten, Ethik und Moral für das Wirtschaftsleben, also für Vertrauenswürdigkeit und Stabilität, Herrn Dr. Wolfgang Gerhardt, FDP, für ein Interview gewinnen. Herr Dr. Gerhardt, www.wolfgang-gerhardt.de, ehemals Hessischer Minister, Bundesvorsitzender und Fraktionsvorsitzender der FDP im Bundestag, ist heute Vorsitzender des Vorstands der Friedrich-Naumann-Stiftung. Für ein zukunftsweisendes Verständnis der Sozialen Marktwirtschaft am Anfang des 21. Jahrhunderts haben wir um eine „Übersetzung“ eines Erhard-Zitats für unsere Zeit gebeten.

Stein: Sehr geehrter Herr Dr. Gerhardt, Ludwig Erhard hat einmal geschrieben: »Eine Volkswirtschaft kann auf Dauer nur gedeihen, wenn sie sich in ihrer Erfüllung des Dienstes am Menschen vor dem eigenen Volk und vor der ganzen Welt bewährt. Der materielle Erfolg ist gebunden an die Wirkungskraft im Geistigen und Sittlichen – ohne sie bleibt alles Materielle fragwürdig und flüchtig.« Ludwig Erhard spricht also von materiellen und von immateriellen Werten, die immateriellen bezeichnet er als geistig und sittlich. Das sind Begriffe, die in unserer heutigen Zeit nicht gebräuchlich sind. Und deshalb meine Frage an Sie: Können Sie uns Ludwig Erhard für unsere Zeit übersetzen?

Gerhardt: Übersetzen Sie geistig und sittlich durch Charakter und Haltung, durch Wertebewußtsein, dann wird das eine hochaktuelle und spannende Übersetzung Ludwig Erhards in die heutige Zeit – nach den Finanzmarktproblemen die wir haben – denn er schildert eigentlich die Voraussetzungen, die Max Weber so schön beschreibt, dass der Kapitalismus nicht auskommt ohne Spielregeln, nicht ohne ein Stück kaufmännische Bescheidenheit und ohne Tugenden des Alltags, die auch im wirtschaftlichen Leben gelebt werden müssen. Das große Geheimnis von Ludwig Erhardt ist ja, dass er Marktwirtschaft im Kern nicht nur als Regelmechanismus versteht, sondern als einen Vertrauensvorschuss, den der Staat den Bürgerinnen und Bürgern geben muss. Er vertraut einer Vielzahl von menschlichen Entscheidungen mehr als einer zusammengefassten Entscheidung des Staates an deren Stelle.

Stein: Bei meinen bisherigen Interviews zu diesem Themenbereich, u. a. mit DIHK-Präsident Prof. Ludwig Georg Braun, ist mir aufgefallen, dass die Unternehmer gut zu recht kommen, die professionell teilen können. Dazu das Beispiel Braun: Dort wird dieser Gedanke sogar im Unternehmensversprechen formuliert: SHARING EXPERTISE – Kompetenz teilen. Die Kunst des Teilens ist aber keine Kunst, die ich allein durch Wissen erwerben kann, sondern sie hat etwas mit Erziehung zu tun.

Gerhardt: Ja. Und die geschieht nicht nur in der Schule, sondern in einem Bewusstsein und einer Kultur des Verhaltens, zwischen Geburt und Schule. Die eigentlichen Impulse, die jemanden motivieren im Laufe seines Lebens so zu denken, die fallen viel früher, als wir das bisher angenommen haben. Pestalozzi hat einmal gesagt: “Die erste Unterrichtsstunde ist die Stunde der Geburt”. Das heißt, wir haben es mit einem recht frühkindlichen Bildungsauftrag zu tun. Dem Beispiel Braun stimme ich voll zu.

Stein: Das Bewusstsein um die Gewichtigkeit von Werten, das unserer Initiative so sehr am Herzen liegt, das können Sie also aus vollem Herzen unterstützen?

Gerhardt: Absolut. Ich glaube sogar, dass wir die Gesellschaft wieder daran erinnern müssen, dass sie nach Spielregeln – die keine kühlen Spielregeln sind – leben muss, wenn sie eine Zukunft in Freiheit und eigener Verantwortung haben will.

Stein: Herr Dr. Gerhardt, wir danken Ihnen für Ihre interessante Übersetzung von Ludwig Erhards Auffassungen für unsere Zeit.

Erfolgreiche Gespräche mit der Bank!


Foto: Andreas Stein

Michael May bietet Tipps und Unterstützung für erfolgreiche Verhandlungen mit Kapitalgebern

Die Krise an den Finanzmärkten  trifft nun auch die sogenannte Realwirtschaft hart! Die Szenarien reichen von einer starken Wachstumseintrübung bis hin zur Rezession in Deutschland und weltweit. Einige Branchen wie die Automobilindustrie sind schon jetzt schwer unter Druck geraten. Der Markt für die so beliebten Mezzanine-Finanzierungen ist etwa fast ausgetrocknet. Umso wichtiger wird ein guter Kontakt zu der (oder den) Hausbanken. Es geht mittlerweile nicht mehr nur um Konditionen allein, sondern um den Zugang zu finanziellen Mitteln überhaupt!

Nutzen Sie daher das Know-How eines sehr erfahrenen Spezialisten, der Ihnen zur Seite steht und Sie bei anstehenden Finanzierungen, Bilanzgesprächen oder Fragen des Ratings nachhaltig unterstützen kann. Dipl.-Bankbetriebswirt Michael May kennt das Denken von Unternehmern und Banken und hilft, auch Ihr Unternehmen wetterfest zu machen.

Informieren Sie sich über seine Vorgehensweise einfach auf seiner Website www.maylabel.de in der Kolumne (”Das Bankgespräch”). Einzelheiten bespricht er gern mit Ihnen persönlich und selbstverständlich vertraulich, rufen Sie ihn einfach an!

Michael May · Tel. 0 56 51 – 33 05 98 · www.maylabel.de

Wenn die Banken nicht wollen: Gebt das Geld den Unternehmen!

Verrückt wirkende Titelmeldung der aktuellen Ausgabe meiner bevorzugten Sonntagslektüre

Eine ernsthafter Vorschlag mit der Bitte um Prüfung und Ihren Kommentar von Andreas Stein, Kassel

Zuerst haben sie eine Geschichte nach der anderen erzählt darüber, wie toll die Globalisierung ist und welchen Reichtum wir alle erzielen, wenn wir uns der Beschleunigung der Globalisierung widmen. Dann haben sie sich gegenseitig faule Immobilienkredite verkauft. Dann haben sie erzählt, dass die Finanzmärkte vor dem Kollaps stehen und – wenn jetzt der Staat nicht hilft – wir alle in den Abgrund steuern. Dann hat der Staat Hilfe organisiert: € 500.000.000.000,- für ein historisch wohl beispielloses Rettungspaket. Als das da war, hat Josef Ackermann gesagt, so wird es jedenfalls geschrieben, dass er sich schämen würde, jetzt Geld vom Staat zu nehmen. Deshalb schämen sich jetzt auch noch andere Banker und »Berlin wird das Geld nicht los«, wie man der Titelschlagzeile der heutigen Sonntags-F.A.Z. entnehmen kann. In deren Wirtschaftsteil ist dann auch zu lesen, dass jetzt alle auf Josef Ackerman sauer sind – auch die Bundeskanzlerin – und dieser deshalb ganz alleine dasteht. So, als wenn jetzt Josef Ackermann der Alleinschuldige sein soll dafür, dass es mit dem Geldhandel immer noch nicht wieder richtig anzieht und dafür, dass jetzt bald keiner mehr weiß, was man noch tun könnte oder sollte.

Finanzminister Peer Steinbrück, so berichtet heute handelsblatt.com, knöpft sich die Banker mit eindringlichen Worten vor und warnt, staatliche Hilfen aus falschem Prestige-Denken und Angst vor möglichen Gehaltskürzungen abzulehnen. Ein Kollaps der Finanzmärkte sei noch längst nicht abgewendet.

Wohin, frage ich mich, werden alle diese Geschichten eigentlich noch führen? Können Sie uns »Wohlstand in der Spitze und der Breite« bringen? Deshalb mache ich einen Vorschlag, wenn die Banken nicht wollen: Gebt das Geld den Unternehmen, sie können damit ihre Leistungskraft steigern und Arbeitsplätze sichern!

Ich bitte darum, diesen ernsthaften, sorgsam überlegten und formulierten Vorschlag, der in Amerika bereits mit Kreditvergabe an Unternehmen durch die Notenbank praktiziert wird, auch für Europa und Deutschland zu prüfen. Es könnte vielen Menschen helfen, den »Wohlstand in der Spitze UND der Breite« stabilisieren: Ein Wohlstandsstabilisierungsgesetz in Ergänzung zum Finanzmarktstabilisierungsgesetz. Dadurch würden auch einige Banker Zeit gewinnen, auf den Boden der Realität zurück zu kehren.

Vielleicht kann so den ganzen bösen Geschichten, die viel Angst und Schrecken verursacht und verbreitet haben, endlich einmal eine Ende gesetzt werden. Das wäre zumindest das Nachdenken darüber wohl wert. Aber vielleicht ist mein Vorschlag noch nicht reif und zeitgemäß. Was meinen Sie? Ich bitte um Ihre Meinung, um Ihren Kommentar!

10 Jahre BFI Stahlbausysteme: Herzlichen Glückwunsch!


Foto: Andreas Stein

Zum 10jährigen Jubiläum überreichen Mitarbeiter der Geschäftsleitung (Klaus Ischen, links, Axel Bürger, mitte) einen Baum des Wachstums zum Geschenk

Am 17.10.08 konnte mit einer gelungenen Veranstaltung der Stahl- und Edelstahlbauer BFI aus Warburg, www.bfi-stahlbausysteme.de, das 10jährige Bestehen und die gleichzeitige Einweihung einer neuen, zusätzlichen Produktionshalle feiern. Das Unternehmen BFI mit seinen Tätigkeitsschwerpunkten Stahlbau, Edelstahlbau und Industriebau konnte sich in den letzen Jahren durch kontinuierlichen Ausbau seiner Leistungfähigkeit, besonders auch in den Bereichen Konstruktionsplanung und Montagelogistik, kontinuierlich fortentwickeln. Mit erfolgreich absolvierten Bauprojekten u. a. in Saudi Arabien und Afrika hat BFI aufgezeigt, was ein mittelständisches Unternehmen heute leisten kann. Die Kunden sind zufrieden, die Geschäftsleitung und die Mitarbeiter stolz auf ihre bisherige Arbeit.

Wir wünschen auch für die Zukunft viel Erfolg und weiteres Wachstum. Alles Gute, BFI!

Rundfunkstaatsvertrag: Keine öffentlich finanzierten Online-Zeitschriften!

Nach einer Meldung von SPIEGEL ONLINE haben sich die Ministerpräsidenten der Länder auf neue Grenzen der Online-Angebote von ARD und ZDF geeinigt. Wesentliche Konsequenz: Öffentlich finanzierte Online-Zeitschriften soll es nicht geben. Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger und der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger begrüßten den Vertrag und zeigten sich zufrieden, wenn auch mit einigen Vorbehalten.

Gesprächskreis „Spurensucher“ geht in die zweite Runde. Möchten auch Sie dabei sein?

Gesucht werden weitere diskutierfreudige Damen und Herren, die sich für die Themen Politik, Wirtschaft, Bildung und Kultur interessieren. Besonders wichtig ist den „Spurensuchern“, dass sie Mitstreiter gewinnen, die in offener, fairer Art und Weise ihre Meinungen, Erfahrungen und Anschauungen vermitteln und austauschen möchten. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass jeder Teilnehmer dem anderen zuhört und ihn vor allem ausreden lässt. Es geht uns in erster Linie um einen fruchtbaren Meinungs- und Erfahrungsaustausch mit den unterschiedlichsten Menschen und ihren Weltanschauungen und nicht um Selbstdarstellung.

Die „Spurensucher“ sind Damen und Herren aus den verschiedensten Berufen und mit einem reichhaltigen Erfahrungsschatz ausgestattet. Jeder von ihnen kommt in den Gesprächskreis, um vom anderen zu lernen und seine Meinung zur Diskussion zu stellen. Wir sehen uns als einen Kreis von Gleichgesinnten, die nach Lösungsmöglichkeiten für eine gerechtere Welt suchen und im ehrlichen Gespräch auch finden. Dafür brauchen wir auch Sie!

Wenn Sie in Zukunft mit dabei sein möchten, dann sind Sie herzlich zu unserem nächsten Treffen eingeladen. Wir freuen uns auf Sie!

Wann? Freitag, den 31. Oktober 2008, um 19.00 Uhr
Wo? Katholische Landvolkshochschule Hardehausen, Abt-Overgaer-Str. 1,  34414 Warburg (Treffpunkt: Foyer)

Um Anmeldung bis zum 30.10.2008 wird gebeten! Dazu wenden Sie sich bitte an die Organisatorin Karla Loeffler, Tel. 05645/788078 oder per Mail (Betreff: Gesprächskreis) karlaloeffler@nexgo.de

Einen herzlichen Dank an Heiner Geißler!

Meine Interview-Anfrage an Dr. Heiner Geißler hat dieser vorletzten Samstag sehr freundlich und dankend wegen akuter Terminüberlastung ablehnen müssen. Das kann ich natürlich gut verstehen, schliesslich war er letzte Woche zum Thema im Fernsehen und hat sehr kompetente Beiträge zur Aufklärung und zum besseren Verständnis der Finanz- und Gesellschaftskrise gebracht. Und die sind ja bekanntlich nicht einfach zu finden und zu formulieren.

Trotz seiner 78 Jahre bringt Dr. Heiner Geißler ungefragt und aus eigenem Antrieb den Mut und die Energie auf, neue Lösungsansätze und -wege für die neuen Herausforderungen zu entwickeln und läßt dabei alte, von unserer Zeit überholte Denkmuster hinter sich zurück. WIE macht er das? Im Dialog, mit THESE und ANTITHESE, damit so eine neue SYNTHESE entsteht. So hat es Heiner Geissler im Fernsehen erklärt, so können wir auch die Marktwirtschaft „resozialisieren“ wo es notwendig ist. Einen herzlichen Dank an Dr. Heiner Geißler für seine fundierten Beiträge!

Jetzt wissen wir, was wir tun können. Jeder kann seinen Beitrag leisten. Und bitte: IN DER ÖFFENTLICHKEIT, damit es wahrgenommen wird, und nicht nur in persönlichen Gesprächen und Telefonaten und hinter vorgehaltener Hand. Sie können hier auf dieser Plattform gleich damit beginnen! Denn nur mit einem öffentlichen Bewußtsein entstehen bessere Rahmenbedingungen, auch für unser wirtschaftliches Handeln.

Kompetenz ist mehr als Wissen


Foto: Andreas Stein
 
Rainer Gabriel, AlphaConsulting & Coaching, legt bei der Weiterbildung auf Unterscheidung und Vermittlung von Wissen und Kompetenz besonderen Wert
Kontinuierliche Weiterentwicklungen der Technologien, neue Herausforderungen, Kosteneinsparungen und gleichzeitiger Erfolgsdruck am Markt bewirken, dass der Bedarf an Mitarbeitern mit spezifischen Know How und Führungsqualitäten steigt. Wissen ist Voraussetzung um Innovation und Veränderungen zu schaffen, Kompetenz die Fähigkeit und Bereitschaft dieses Wissen gezielt einzusetzen. 

AlphaConsulting & Coaching -  Ihr kompetenter Partner, unterstützt Sie bei der Entwicklung, Ausbildung und Weiterbildung Ihrer Mitarbeiter effizient, zielgerichtet und praxisorientiert. Mit unserem Seminarprogramm für das 2. Halbjahr 2008 möchten wir Sie auf unsere aktuellen Themen, Qualifizierungen und Termine hinweisen. 

Informieren Sie sich ausführlich in den Hauptbereichen IT Training · Development · Management · Internet · Presentation · CAD. Darin enthalten sind neue Themen u.  a. zu: IT Service Management Seminare, „ITIL Overview und Foundation“, MS Office 2007, Adobe CS3 Seminare, Netzwerk/Administration, Kommunikation und Selbstmanagement. 

Für firmeninterne Inhouse-Seminare und Workshops erstellen wir Ihnen gerne ein Angebot. Ihre Erfolgskombinationen: ein umfangreiches Seminarangebot, aktuelle Themen, langjährige Kundenkontakte sowie Erfahrung mit Aus- /Weiterbildungsberatung und Schulung. Bundesweite Umsetzung Ihres Schulungs-Bedarfs.  Selbstverständlich beraten wir Sie auch individuell per Telefon. Rufen Sie uns an. Wissen und Kompetenz bedeuten Vorsprung.  Unser Ziel ist die effiziente und praxisorientierte Wissens- und Kompetenzvermittlung.

Ihr AC&C – Schulungsteam

AlphaConsulting & Coaching, Baunsbergstrasse 60, 34131 Kassel
Fon: 0561-51 05 48 2, Fax: 0561-51 05 58 7
http://www.alphacons.netinfo@alphacons.net

+++ Aktuell: Jürgen Rüttgers fordert die Rückkehr zur Sozialen Marktwirtschaft +++

In einem Interview mit dem Handelsblatt forderd NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers die Rückkehr zur Sozialen Marktwirtschaft. “Die neoliberale Blase ist geplatzt. Das ist unsere große Chance, zur sozialen Marktwirtschaft von Ludwig Erhard zurückzukommen”, so Rüttgers, der nun eine neue Situation als gegeben ansieht: ”Die soziale Marktwirtschaft kann das Angebot Europas für ein neues Weltordnungsmodell sein”.

Zur Finanzkrise befragt sagt Rüttgers: “Entscheidend ist es, das Vertrauen wieder zu stärken – in das Bankensystem, aber auch in die Marktwirtschaft insgesamt. Vertrauen entsteht durch Sicherheit. Sicherheit entsteht durch eine Politik, die für Wohlstand für alle sorgt und nicht nur für immer weniger. Sicherheit geht aber nur mit Freiheit und Freiheit nur mit Sicherheit. Dafür werbe ich seit Jahren, für eine Rückkehr zu bürgerlichen Tugenden, zu Maß und Mitte. Weg von einem primär materialistischen Politikansatz. Auch die Marktwirtschaft lebt von Werten, die der Markt selbst nicht schaffen kann.”

Zum Interview des Handelsblatt mit Jürgen Rüttgers geht es hier: “Die neoliberale Blase ist geplatzt” 

Rückblick auf den Vortrag »Führen und Motivieren« von Grit Wunderlich


Foto: Andreas Stein

Trainerin Grit Wunderlich vermittelt Kompetenz zur Balance von MARKT, MANAGEMENT und MITARBEITERN

Am 15.10.2008 traf sich im Schlosshotel Bad Wilhelmshöhe der »Unternehmerinnen heute e.V.« zum Vortrag »Führen und Motivieren«. Eingeladen waren Unternehmerinnen und Führungskräfte.
Gemeinsam gingen die Teilnehmer der Frage nach: „Was muss getan werden, damit Führungskräfte und Mitarbeiter an einem Strang ziehen?“ Auf die Frage: „Wodurch zeichnet sich eine gute Führungskraft aus?“ antwortete die Referentin: „Sie erkennen sie am Einklang von Denken, Reden und Handeln“. Hier finden sie zum Herunterladen das Fotoprotokoll zum Vortrag

Europäischer Kongress: Energieforum Ostwestfalen-Lippe 2008 – Effizienzlösungen für Industrie und Gewerbe

Der intelligente Einsatz von Energie ist ein wesentlicher Bestandteil der betrieblichen Kostenoptimierung. Die Europäische Union fordert von der Industrie einen spürbaren Beitrag zum Klimaschutz, ein international abgestimmtes Effizienzprogramm beschleunigt dabei neue Lösungen und eröffnet intelligenten Produkten und Dienstleistungen neue Marktchancen.

Vor diesem Hintergrund finden Energie anwendende Unternehmen heute eine Vielzahl von neuen Lösungsmöglichkeiten zur Steigerung der Energieeffizienz bei Produktionsprozessen, Gebäudeunterhaltung und Energiemanagement.

In dieser Situation gesteigerter Sensibilität ist das Energieforum Ostwestfalen-Lippe 2008 die Kulisse für einen produktiven Dialog zwischen Anbietern und Anwendern. 

International renommierte Fachleute eröffnen den Kongress am 5. November: Stefan Kohler (dena), Patrick Lambert (EACI), Prof. Dr. Gerhard Berz (Münchener Rück), Christa Thoben (NRW-Ministerin) und Mechtild Rothe MdEP geben Impulse, wie Unternehmen mit der Strategie der Europäischen Union einen Vorsprung im Wettbewerb realisieren können. Am 6. November werden Technologien, Prozessinnovationen und betriebliche Umsetzungen im Rahmen von Workshops erläutert und diskutiert. Am 7. November können beim Energie-Sprechtag in der EnergieArena neue Kooperationen konkretisiert werden.

Informationen zu Anmeldung und Teilnehmergebühr finden Sie auf http://www.energie-arena.de/

EnergieArena – Marktplatz für Energielösungen

Als Fair-in-Fair auf der Maschinenbaumesse Forum Maschinenbau ist die EnergieArena der Treffpunkt für Ingenieure, Produktionsleiter, Einkäufer und Entscheider.

Die Aussteller präsentieren Prozessinnovationen, Dienstleistungen und Produkte zur Energieeffizienzsteigerung oder zum Einsatz Erneuerbarer Energien im Betrieb. In Kombination mit dem Fach-Kongress Energieforum OWL finden die Besucher die ideale Plattform zur Erschließung neuer Marktzugänge oder eigener betrieblicher Einsparpotenziale. Mehr unter http://www.energie-arena.de/

Datum: 5.-7. November 2008 
Ort: Messezentrum Bad Salzuflen
Benzstraße 23
32105 Bad Salzuflen
Anfahrt unter: http://www.energie-arena.de/ 
Zielgruppe: Energiemanager und Einkäufer Energie verbrauchender Unternehmen, Produktionsleiter, Geschäftsführung, Betriebsräte, Anlagenhersteller, Entwickler 
Veranstalter: Energie Impuls OWL, IHK Ostwestfalen zu Bielefeld,
IHK Lippe zu Detmold 
Kontakt: Energie Impuls OWL
Klaus Meyer, Anke Egging
Tel.: 0521 2997-840
info@energie-impuls-owl.de
www.energie-impuls-owl.de

Energie Impuls OWL e.V.

Das Netzwerk von über 100 Unternehmen, Institutionen und Persönlichkeiten aus OWL forciert seit 2001 die Entwicklung von Energie-Kompetenz in Ostwestfalen-Lippe und vereint Anwender, Hersteller und Entwickler. Mehr unter www.energie-impuls-owl.de

Systematischer Vermögensaufbau statt Spekulation


Foto: Andreas Stein

Udo Tschischkale von der Plansecur-Beratung unterscheidet sehr genau zwischen soliden Finanzanlagen und risikoreicher Spekulation

Wichtig ist, gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse, dass Anleger sehr genau unterscheiden können, wie mit ihrem Vermögen gearbeitet wird. Das findet jedenfalls Udo Tschischkale von der Plansecur-Beratung und rät zu einem systematischen Vermögensaufbau. Abgeleitet von den Zielen und unter Berücksichtigung der Mentalität des Anlegers hat er nach seiner Aussage stets eine ausgewogene Aufteilung auf unterschiedliche Anlageklassen empfohlen. Auf diese Weise wurden in der Vergangenheit – unbeeinflusst von Angst und Gier – die besten Ergebnisse erzielt. Gerade jetzt zeigt sich wieder, so Tschischkale, welche Bedeutung einer verantwortungsvollen Vermögensberatung zukommt.

Udo Tschischkale, Plansecur-Beratung, Tel 05 61 / 93 55-179, u.tschischkale@plansecur-beratung.de

Thomas Helmstetter verstärkt die Redaktion

Ab sofort erhält die Redaktion von http://news.forum-fuehrung.com kompetente Verstärkung. Thomas Helmstetter, selbständiger Berater für Marketing und Kommunikation, hat seine Mitarbeit am inhaltlichen Auf- und Ausbau der Publikation zugesagt, worüber wir uns sehr freuen!

Sie erreichen Thomas Helmstetter ab sofort über t.helmstetter@forum-fuehrung.com  

Nach 20 Jahren: Eine Aufwertung des Staats

GEDANKEN zur WIRTSCHAFTSORDNUNG von Andreas Stein, Kassel

Nachdem nun fast 20 Jahre lang die Bedeutung des Staates zugunsten des Marktes geschwunden ist, markiert die gegenwärtige Finanzkrise mit den Anstrengungen zu ihrer Überwindung eine Grenze, wahrscheinlich sogar einen Wendepunkt: Am Rande eines vermutlich bodenlosen Abgrunds waren die Agenten der Finanzwirtschaft nicht in der Lage eine Selbstheilung mit den Kräften des Marktes zu organisieren. Der Staat hat zur Verhinderung einer ökonomischen und sozialen Katastrophe als Retter in allerhöchster Not in das Geschehen eingegriffen. Das wird nicht ohne Folgen bleiben für die weitere Entwicklung unserer Wirtschaftsordnung.

Seit über 3 Jahren bin ich mit der Initiative forum-fuehrung.com und der Frage nach den Kriterien nachhaltig guter Führung engagiert. Als Vorstufe hierzu zähle ich noch einmal 3 Jahre Engagement für “Wirtschaftliche Stärke durch Kooperation” hinzu, worüber ich auch wieder auf dem Themenabend der GfW-Höxter am 23.10.08 referieren will. In diesen 6 Jahren habe ich viele Einblicke in schnell zunehmende “Unebenheiten” unserer Wirtschaftsordnung gesammelt. Eine aufziehende Krise habe ich gespürt, ihren Ausbruch mit grosser Sicherheit erwartet. Mit den Dimensionen, die nun sichtbar geworden sind, hätte ich aber nicht gerechnet.

Es wird sicher längere Zeit dauern, bis sich Stabilität und Vertrauen in der Breite wieder einstellt. Wie sich das im Detail entwickelt lässt sich heute kaum abschätzen. Abhängig ist das Ergebnis einer neuen Ausbalanzierung der Gewichte von Markt und Staat innerhalb der Gesellschaft von den beteiligten Akteuren. Der Staat besteht aus der Gemeinschaft seiner Bürger. Sie sind nun wieder stärker als bisher gefragt, wie sie ihre gemeinsame Zukunft gestalten wollen. Und deshalb wird die Aufwertung des Staats auch eine Aufwertung der Politik bewirken. Das kann eine gute Nachricht sein, wenn wir sie verstehen und nutzen.

Können Sie Ludwig Erhard übersetzen?

Zur Sicherung unseres Wohlstands von Andreas Stein, Kassel

Heute bin ich auf ein Zitat von Ludwig Erhard gestossen, dass als Gedankenimpuls sehr gut in unsere Zeit passt und zum Orientierungsgewinn beitragen kann:

»Eine Volkswirtschaft kann auf Dauer nur gedeihen, wenn sie sich in ihrer Erfüllung des Dienstes am Menschen vor dem eigenen Volk und vor der ganzen Welt bewährt. Der materielle Erfolg ist gebunden an die Wirkungskraft im Geistigen und Sittlichen – ohne sie bleibt alles materielle fragwürdig und flüchtig.« Ludwig Erhard, Gedanken aus fünf Jahren, S. 534

Die Fragwürdigkeit und Flüchtigkeit des Materiellen wird uns ja gerade im Zusammenhang mit der Finanzkrise überdeutlich. Um die Unsicherheit zu überwinden wäre nach Ludwig Erhard eine “Bindung des materiellen Erfolgs an die Wirkungskraft im Geistigen und Sittlichen” notwendig. Aber was bedeuten diese Begriffe heute? Wer kann »Geistiges« und »Sittliches« so erklären, dass wir jetzt etwas damit anfangen können?

Können Sie Ludwig Erhard für unsere Zeit übersetzen?

Wer rettet die Welt?

Auch die aktuelle Ausgabe der Wirtschaftswoche wird wieder von der Finanzkrise bestimmt

Vor dem »Sparen beim Löschen« hat gerade noch Chefredakteur Roland Tichy im Vorwort der aktuellen Wirtschaftswoche gewarnt, da macht am heutigen Montag schon die Nachricht vom 470 Milliarden schweren Finanzmarktstabilisierungsfond die Runde. Vielleicht hat Bundeskanzlerin Angela Merkel die Worte von Tichy gelesen (für Abonnenten liegt sie Samstags im Postkasten) und sich davon ermutigen lassen.

Tichy liegt mit seinem Rat wohl in zweierlei Hinsicht richtig: In der akuten Phase der Krise darf nicht am falschen Ort gespart werden. Sonst gehen die Lichter aus. Und zweitens handelt es sich bei den aktuellen Ereignissen tatsächlich um Löscharbeiten und nicht um langfristig angelegte Strategien zur Stabilisierung des Wohlstands in der Spitze UND der Breite.

Im Beitrag vom 08.10.08 habe ich den – auf Basis meiner Recherchen und der dadurch entwickelten Überzeugung - Vorschlag formuliert, die aktuelle Krise in 2 PHASEN zu lösen: “In PHASE I sind wir in der Mehrheit noch Zuschauer, in PHASE II können wir zu Mitwirkenden werden”. Nun sieht es tatsächlich so aus, als ob zumindest die PHASE I ähnlich abläuft, wie ich es dort beschreiben konnte. Damit es allerdings zu einer PHASE II kommt, einer angemessenen Anpassung überalterter Strukturen, muss noch viel geschehen.

Wer rettet die Welt? Um auf die Ausgangsfrage zurück zu kommen: Wir werden es wohl gemeinsam machen müssen, für einen Einzelnen erscheint mir die Aufgabe zu gross. Und deshalb will ich auch nicht müde werden, alle diejenigen einzuladen, die sich zu »Wohlstand in der Spitze und der Breite« bekennen können, auf dieser Plattform ihre (ökonomischen) Beiträge dafür vorzustellen.

Andreas Stein, Kassel

Die dramatischen Ereignisse der Finanzkrise werden unser Leben verändern

Die dramatischen Ereignisse der Finanzkrise werden unser Leben verändern, diese Einsicht verstärkt sich nun von Tag zu Tag. Allein in der Abschätzung der Folgen unterscheidet sich diese Mege-Katastrophe der Finanzwelt von anderen Mega-Katastrophen wie Krieg, Terror oder furchtbare Naturereignisse.

Diese Publikationsplattform soll auch in Zukunft helfen

  • Die Bedeutung der Krise und der damit verbundenen Gefahren zu erkennen
  • Handlungsperspektiven für uns alle zu gewinnen und
  • Neben den Risiken auch Chancen darzustellen

Aufgrund der Tragweite und Dimensionen der Thematik wird sich diese Absicht nur Schritt für Schritt verwirklichen lassen. Und selbstverständlich ist ebenfalls, dass diese Plattform neben den zahlreichen seriösen Wirtschaftspublikationen nur einen kleinen Beitrag zur Aufklärung und Bewußtmachung leisten kann. Aber auch ein kleiner Beitrag ist schon etwas wert im Angesicht der Grössenordnungen der Probleme, die zu lösen sind.

An die Autoren und Leser von http://news.forum-fuehrung.com geht in diesem Zusammenhang die Bitte, diese Arbeit weiterhin zu unterstützen und auf diese Weise auch mitzuwirken an den umfangreichen Aufgaben, die vor uns liegen. 

Einen erholsamen Sonntag wünscht Ihnen
Ihr Andreas Stein

SPAM

Fast jeder kennt diesen Begriff der berühmten Komiker-Truppe Monthy Python, welcher ein Dosenfleisch bezeichnet. Daraus leitete sich der Begriff des “Informationsmülls”, eben SPAM ab. Lesen Sie heute nur einmal mehrere Tageszeitungen zu ein- und demselben Thema. Oft widersprechen sich Kommentare, während die Berichte selbst vielmals vom Text her identisch sind, da sie aus nur wenigen Quellen stammen. Die Frage ist, ob die Menge der Informationen die Qualität der Entscheidungen nachhaltig verbessert, denn die vermeintliche Vielfalt der Informationen ist oftmals nur ein Wiederkäuen des Informations-Hintergrundrauschens.

Die Problematik besteht darin, die wirklich wichtigen und relevanten Informationen vom Müll zu trennen. Hierzu benötigt man aber letztlich einen großen Erfahrungshintergrund, solides Wissen und eine Portion Selbstvertrauen. Hinzu kommt der Austausch mit Gleichgesinnten, was nicht zu verwechseln ist mit reiner Freundlichkeit nach dem Motto: Du bist OK, ich bin OK! Es kann durchaus zu Kontroversen kommen, die dann aber helfen, Dinge klarer und in der richtigen Wertigkeit zu sehen. Heraklit meinte, dass “das Wesen der Dinge die Angewohnheit hat, sich zu verbergen.”

Auch muß man langfristig denken und darf nicht jeder Modeerscheinung hinterher jagen. Die Krise vor allem des amerikanischen Bankensystems zeigt, was dessen Corporate Governance letztlich wert war: Nicht viel! Shareholder Value, über Jahre hinweg als das einzig Wahre angepriesen, erweist sich nun als Einbahnstraße. Und viele vermeintlich sichere Überzeugungen und Ideen haben sich erwiesen als: SPAM

Michael May, www.maylabel.de

Wirtschaftstreff “Führung und Motivation” am 15.10.2008 im Schlosshotel Bad Wilhelmshöhe

Der Wirtschaftstreff der “Unternehmerinnen heute” lädt Unternehmerinnen und Führungskräfte aus befreundeten Netzwerken oder Interessentinnen und Gäste recht herzlich zu dieser Veranstaltung ein.

Wie gelingt es, dass Mitarbeiter und Führungskräfte an einem Strang ziehen? Führungskräfte sind sich häufig nicht bewusst, wie groß die Auswirkung ihres Verhaltens, ihres Führungsstils auf die Mitarbeiter sind. Der daraus entstehende Schaden ist immens, denn mangelnde Motivation der Mitarbeiter, Unzufriedenheit und Widerstand gegenüber den Vorgesetzten sind die mögliche Folge. 

Weitere Informationen und die Anmeldung finden Sie hier als PDF zum Download.