Archiv für August 2008
MIT-Landesvorsitzender Edwin Balzter fordert konsequenteren Bürokratieabbau
Mit dem vom Bundeskabinett am 23. Juli 2008 verabschiedeten dritten Mittelstandsentlastungsgesetz sollen mittelständische Betriebe in Deutschland von unnötiger Bürokratie befreit werden. „Wir begrüßen, dass nun 23 weitere Maßnahmen folgen sollen, um den Mittelstand von unnötiger Bürokratie zu entlasten. Die Vereinfachung der Handwerkszählung durch Rückgriff auf bereits vorhandene Verwaltungsdaten ist dabei ebenso sinnvoll wie etwa die Streichung von Aufbewahrungspflichten in der Pfandleiherverordnung und in der Makler- und Bauträgerverordnung. Dies kommt auch hessischen Unternehmen zugute“, meint Edwin Balzter (Eichenzell), Landesvorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU Hessen.
Allerdings entlasten die Vorschläge nach Auffassung der MIT Hessen nur vereinzelte Gruppen des Mittelstandes. „Insgesamt werden die 3,4 Millionen deutschen mittelständischen Unternehmen und die Mehrheit der Mittelständler hier in Hessen von einer Bürokratieentlastung wenig spüren. Uns geht der Gesetzentwurf daher nicht weit genug. Zum einen fehlen grundlegende Festlegungen zum Bürokratieabbau, zum anderen sollten die Einzelmaßnahmen um weitere Forderungen aus der Wirtschaft ergänzt werden“, fordert Balzter.
Grundlegend fordert die MIT Hessen, dass die Kompetenzen des Normenkontrollrates (NKR) erweitert werden. Der NKR soll zukünftig neben den Gesetzesentwürfen der Bundesregierung auch an den Gesetzesvorhaben von Bundestag und Bundesrat beteiligt werden. Das von der Bundesregierung bis 2011 festgelegte Bürokratie-Abbauziel von 25 Prozent soll nach Auffassung der MIT Hessen als Nettoziel verankert werden. Zudem sollten Verordnungen prinzipiell mit einer Befristung versehen werden und europäische Vorgaben sollen nur noch im zwingend erforderlichen Maß in deutsches Recht umgesetzt werden.
Darüber hinaus hat die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung 46 Einzelmaßnahmen erarbeitet, welche sich im III. Mittelstandsentlastungsgesetz wieder finden sollen. „Wir fordern unter anderem die Abschaffung der Bauabzugssteuer, die Entbürokratisierung des Vergaberechtes zu Gunsten des Mittelstandes, die Vereinfachung der Lohnsteueranmeldung, vereinfachte und schnellere gewerbliche Erlaubnisverfahren, die Reform der Künstlersozialversicherung sowie eine Entbürokratisierung im Umweltbereich“, erläutert Balzter.
Dem Gesetzesentwurf müssen nun noch der Bundestag und der Bundesrat zustimmen. „Wir setzen uns dafür ein, dass unsere Vorschläge im weiteren Beratungsprozess eingebunden werden. In Briefen wurden der Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Volker Hoff, der zuständige Minister für den Bürokratieabbau in Hessen und Chef der Staatskanzlerei, Stefan Grüttner und der Minister für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung, Dr. Alois Rhiel gebeten, die Vorschläge des hessischen Mittelstandes im Rahmen der Beratungen im Bundesrat zu berücksichtigen“, so Balzter abschließend.
Familienwerte haben Zukunft im Geschäft

Hans-Christian und Annick vom Kolke (Foto: Heidrun Riese, Wirtschaftaktuell)
Für das Unternehmen Elsinghorst Stahl und Technik GmbH aus Bocholt, www.elsinghorst.eu, spielen Werte auch in Zukunft eine bedeutende Rolle. Daran lassen die Geschäftsführer Hans-Christian und Annick vom Kolke keinen Zweifel. Konkret orientieren sie sich bei der Gestaltung der Führungskultur an den Werten der Familie. Nachdem ich durch die Titelstory der Elsinghorst NEWS auf die Werteorientierung des Unternehmens aufmerksam geworden bin, ergab sich auf Nachfrage die Möglichkeit eines Gesprächs mit Frau Annick vom Kolke zu dieser Thematik:
“Mit unserem Warenangebot sind wir schnell vergleichbar und austauschbar. Was uns unterscheidet, ist die Art und Weise, wie wir in Zusammenarbeit mit Kunden und Mitarbeitern unsere Leistung ausführen” erklärte mir die engagierte Geschäftsführerin. Um das telefonische Kurzinterview interessant zu machen schlüpfte ich in die Rolle des Provokateurs (das dient manchmal der Klarheit, auch wenn es Überwindung kostet) und stellte die Rückfrage, ob solche Auffassungen in der heutigen Zeit nicht unter “Sozialromantik” einzuordnen seien, gerade vor dem Hintergrund eiskalter, auf kurzfristigen Profit ausgerichteter Märkte. Dem widerspricht Frau vom Kolke entschieden. “Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Mitarbeiter wachsen, wenn man Raum zur Entwicklung lässt. Das heist nicht, dass Leistungsorientierung aus dem Blickfeld gerät. Im Gegenteil: Wer nur mitschwimmt, der wird darauf schon durch seine Kollegen aufmerksam gemacht. Und trotzdem begründen wir unsere Entscheidungen nicht nur mit Zahlen, damit würden wir es uns zu einfach machen. Wir nehmen auch denjenigen mit, der einmal in ein Leistungsloch gerät. Das Vertrauen, was dadurch entsteht, wirkt sich positiv aus. Wir bekommen zurück, was wir geben. Davon sind wir überzeugt. Und deshalb stellen wir uns auch immer wieder den Fragestellungen, die sich nicht allein mit Zahlen begründen lassen. Auch wenn dies die schwierigsten Fragen im Geschäft sind.”
Ich freue mich, mit dem Unternehmen Elsinghost auf ein weiteres positives Beispiel wertebewußter Führung verweisen zu können und empfehle an dieser Stelle auf den bereits genannten Newsletter Elsinghorst NEWS. Die Titelstory »Elsinghorst setzt auf die Werte der Familie« beschreibt plastisch, wie im Unternehmensalltag praktiziertes Wertebewußtssein bei der erfolgreichen Bewältigung schwieriger Situationen hilft, hier am konkreten Beispiel der “neuen Diskontinuitäten” der Rohstoffmärkte.
Vielen Dank an Annick vom Kolke für das informative Gespräch. (Andreas Stein)
Mehrstufige Umfrage unter Führungskräften in Zusammenarbeit mit der Königsteiner Akademie
Die Königsteiner Akademie, www.koenigsteiner-akademie.de, ist eine Dialogakademie zur Stärkung der kommunikativen Fähigkeiten für Führungskräfte und Mitarbeiter mit kommunikativen Aufgaben und seit über 35 Jahren mit ihrem einzigartigen Ausbildungskonzept erfolgreich tätig. Schon aus diesem Grund habe ich mich sehr darüber gefreut, als mich ihr Gründer und Leiter Wilhelm Engel vor einigen Tagen eingeladen hat, in partnerschaftlicher Initiative aktiv zu werden.
Mit Ausbildung und Stärkung individueller Kompetenzen – auch zur besseren Zusammenarbeit im Team – verfolgen die Königsteiner Akademie und die Initiative forum-fuehrung.com sehr ähnliche Zielsetzungen, auch wenn diese in der Praxis durch unterschiedliche Ansätzen, Methoden und Massnahmen verwirklicht werden. Aus diesem Grund wird die Zusammenarbeit im Rahmen einer Bedarfserkundung, die durch eine Umfrage erfolgen wird, kreativ und fruchtbar sein.
Auf Basis von Erfahrungen, Beobachtungen und einer Vielzahl von Gesprächen mit Führungsverantwortlichen ist deutlich geworden, dass Fragen nach reibungsloser und produktiver Zusammenarbeit – dem optimalen Ineinandergreifen unterschiedlicher Kompetenzen – zu einer sehr aktuellen Thematik in der betrieblichen Praxis gehören. Einen Erklärungsansatz hierzu liefern Aussagen und Hinweise, denen mit einer mehrstufigen Umfrage unter Entscheidern und Führungskräften nachgegangen werden soll. Über weitere Hintergründe zu der gemeinsamen Umfrage wird in den kommenden Tagen und Wochen an dieser Stelle oder bei Interesse individuell berichtet.
Mittel & Wege Bonus: Kostenloser Eintritt zur Ersten EnergieEffizenz-Messe in Frankfurt
In Zeiten steigender Öl- und Gaspreise ist Energieeffizienz das Thema der Stunde. Informieren Sie sich aus erster Hand: Am 29. und 30. August 2008 findet die “Erste EnergieEffizienz-Messe” in Frankfurt statt. Der Eintritt kostet 20 Euro – die sich Mittel & Wege Leserinnen und Leser sparen. Geben Sie unter http://www.energieeffizienzmesse.de/Anmeldung.html einfach den Code muw300808da ein und genießen Sie freien Eintritt.
Veranstalter der EnergieEffizienz-Messe 2008 sind die IHK Frankfurt am Main und beewell Business Events, Partner ist die Mainova AG. Zielgruppe sind Entscheidungsträger der Wirtschaft – Geschäftsführer, Energiemanager, Facility Manager, Produktionsleiter, Controller – und Vertreter der Immobilienwirtschaft sowie private Immobilienbesitzer, Handwerker, Vertreter aus Kommunen und Multiplikatoren.
Wir wünschen Ihnen viele neue Impulse und Kontakte!
Mit energiegeladenen Grüßen,
Thomas Hönscheid, www.mittelundwege.com
Birgit Sonnenschein bereitet 1. Redaktionsrunde in NRW vor

v.l.n.r.: Birgit Sonnenschein, Peter Sonnenschein, Andreas Stein
Schon vor dem Start regelmässiger Redaktionssitzungen am 01.07.08 war klar: Die neue Online-Fachzeitschrift wird überregional aktiv. So hat Birgit Sonnenschein, www.sonnenschein-marketing.de, gleich zu Beginn der Pilotphase der neuen Plattform für den Aufbau einer NRW-Redaktion ihre Unterstützung angeboten.
Vor dem Hintergrund des umfassend wahrnehmbaren sozio-ökonomischen Wandels beabsichtigt die Redaktion von news.forum-fuehrung.com den Dialog mit der Politik weiter ausbauen. Gegenstand hierbei sind zentrale wirtschafts-politische Fragen der kommenden Jahre, wie z. B. Bildung, Fortbildung und Förderung von zukunftsweisenden, erfolgsrelevanten Schlüsselkompetenzen. Die bundesländerübergreifende Arbeit der Redaktion wird zum Erfolg dieser Arbeit einen wichtigen Beitrag leisten. Der genaue Termin der 1. NRW-Runde der Redaktion wird noch bekannt gegeben.
Absatzsorgen von Milchproduzenten ungelöst
Teilnehmer der Prodiumsdiskussion v.l.n.r.: Stefan Sallen, Franz-Josef Lüns, Stephan Lüring, Werner Menne, Antonius Tillmann
Zum 94. agrarpolitischen Frühschoppen lud zum 17.08.08 die LVHS Hardehausen ein. Die Gäste der Veranstaltung, rund 40 Erzeuger und Vermarkter aus der Region, stellten in einer lebendigen Diskussion ihre jeweiligen Perspektiven – Probleme wie Lösungsansätze – plastisch dar. Zuvor hatte eine interessante Podiumsdiskussion mit umfassender Darstellung der jeweiligen Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Strategieansätze zur Stabilisierung der nachvollziehbaren Preisinteressen der Erzeuger die Besucher angeregt.
Fazit der Veranstaltung: Nachdem in den letzten Monaten die problematische Ertragssituation der Milchbauern medienwirksam ins Bewußtsein einer breiten Öffentlichkeit gelangt ist und einige Grosshandelsketten diesen Umstand nutzen konnten, sich gegenüber der Öffentlichkeit als “faire Partner der Erzeuger” darzustellen, bleibt die Situation aus Sicht grosser Kreise der Milchbauern nach wie vor ungelöst: Preiserhöhungen für Milch, die vom Verbraucher durch den öffentlich dargestellten Konflikt inzwischen mitgetragen werden, kommen bei den Milchbauern nur unzureichend an. Lesen Sie mehr …
Mehr Klarheit bei den Erfolgsfaktoren
Eigentlich könnte das neue Softwareinstrument »Zukunftscheck Mittelstand« aus dem Bundeswirtschaftsministerium auch eine andere Bezeichnung tragen, z. B. »Zukunftschancen Mittelstand« oder »Zukunftspotentiale Mittelstand«. Denn es geht bei diesem Instrument weniger darum festzustellen, ob ein Unternehmen oder eine Organisationseinheit bereits perfekt den Anforderungen der Zukunft entspricht – die in der Gegenwart für die Zukunft ja immer nur geschätzt und angenommen werden können. Es geht bei diesem Instrument vielmehr darum, eine systematische Vorwärtsplanung zu entwickeln, die, sind die Grundlagen dafür erst einmal gelegt, im chronologischen Verlauf der Entwicklung dem wandelnden Bedarf schnell angepasst werden kann.
Nun tun sich bekanntlich mittelständische Unternehmen mit strategischen Fragestellungen immer etwas schwer, zumindest gegenüber der Aussenwelt. Natürlich haben auch sie eine Strategie. Die wird aber meist “im Kopf” von ein bis zwei Personen aufbewahrt, die auch gleich die Führung des Unternehmens ausüben. Aus ihren strategischen Auffassungen heraus strukturieren sie dann bei Bedarf – über den wiederum sie selbst entscheiden – die notwendige Anpassungen der Betriebsabläufe im operativen Geschäft.
Die Gründe dafür sehe ich – und da spreche ich aus 15 Jahren Erfahrung in und mit mittelständischen Unternehmen – im Bedürfnis, “sich nicht zu sehr in die Karten schauen zu lassen”. Das hat den Vorteil, sich Handlungsoptionen offen zu halten. Und dieser Vorteil ist nicht zu unterschätzen und zu einem gewissen Grad auch lebensnotwendig für jedes Unternehmen, zumindest in einer Marktwirtschaft. Schliesslich wäre es absurd, einem privatwirtschaftlichen Unternehmen Vorschriften zu machen zu seinem Geschäfts- und Erfolgsmodell. Das käme einer Sozialisierung gleich, einer Verstaatlichung oder Vergesellschaftung, also der Absetzung der Führung aus der Verantwortung und die Übernahme der bestimmenden Macht und Gewalt durch andere Instanzen und würde die Grundregeln unserer Wirtschaftsordnung kippen.
Nun hat aber das eben beschriebene Führungsmodell, was im Mittelstand auch in unseren Tagen noch weite Verbreitung findet, und welches wie gesagt, seine Berechtigung hat, auch seine Nachteile. Der bedeutenste dieser Nachteile besteht wohl darin, das sieht und hört man immer wieder, dass unzureichende Einsicht seitens der Mitarbeiter, also mangelnde Transparenz in den Zielsetzungen, Anforderungen und Erfolgkriterien deren Kompetenzen und Potentiale ausbremst. Das ist heute so, weil Mitarbeiter im immer seltener werdenden Fall an einem Fliessband stehen, an dem sie gedankenlose Handarbeiten verrichten, sondern immer öfters in komplexte Planungs- und Organisationsprozesse einbezogen sind, bei denen weniger Handarbeit als vielmehr gedankliche und mentale Mitwirkung gefragt sind. Stichwort: Wissensarbeiter.
Nun zum ökonomische entscheidenden Punkt: Die Produktivität dieser ”Wissensarbeiter” ist nicht nur von deren Kenntnissen und Fähigkeiten abhängig, sondern ebenso von ihrer Aufmerksamkeit und Motivation. Davon kann jeder berichten, der schon einmal den Vergleich zwischen einem engagierten Team und einem Team mit “Dienst-nach-Vorschrift-Mentalität” erfahren hat. Motivation ist ein bedeutender Produktivitätsfaktor!
So bleibt zum Schluss ein Konflikt- oder Spannungsfeld, was sich einerseits durch den Wunsch und die Forderung nach Bestimmungsgewalt durch die Führungsebene, andererseits durch den Wunsch und die Forderung nach höchstmöglicher Produktivität durch Mitarbeiter auszeichnet. Dieses Spannungsfeld wird das Instrument “Zukunftscheck Mittelstand” nicht auflösen können, weil es durch unsere Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung vorgegeben ist. Was das neue Instrument m. E. jedoch leisten kann, ist eine deutliche “Entschärfung” dieses Spannungsfeldes, und zwar zum Nutzen und Vorteil des Unternehmens und somit auch zum Nutzen und Vorteil der Mitarbeiter. Denn ein erfolgreiches Unternehmen kommt, das ist zumindest im Mittelstand noch die überwiegende Regel, auch seinen Mitarbeitern zugute. Mehr Klarheit bei den Erfolgsfaktoren ist hierzu ein wichtiger Beitrag.
Andreas Stein, www.andreas-stein.info
Mutter und Karriere?
“Ich leite ein erfolgreiches Familienunternehmen” Dieser Satz fällt mir immer sofort ein, wenn ich an Mütter im Beruf denke. Doch das ist gar nicht so einfach. Obwohl ich ohne Kinder erfolgreich als bei Thyssen Edelstahl und Klöckner hauptsächlich im Bereich Organisation gearbeitet habe, ziehe ich den Hut vor Frauen, die vier Kinder alleine gut erzogen haben, die ihrerseits nun erfolgreich ihren Weg gehen. Vor fünf Jahren waren Mütter, die arbeiten gehen, die absolute Ausnahme. Heute sind Grundschulen gezwungen Ganztagsangebote anzubieten, weil es kaum noch Mütter gibt, die nicht mehr arbeiten. Ja, auch ich hatte am Anfang das Gefühl, eine nicht so gute Mutter zu sein, nur an mich zu denken, weil ich arbeiten gehe um mich zu verwirklichen. Aber jetzt sehe ich das anders. Aus folgenden Gründen:
- Ich fühle mich viel wohler, weil ich arbeite! Die Arbeit in unserer Agentur macht mir Spass und gibt mir die Bestätigung, die mir vorher so gefehlt hat
- Ich bin so froh, durch die Arbeit über “den Tellerrand” schauen zu können (z.B. in Sachen Wirtschaft und Politik). Ich genieße die Kontakte, die ich während der Arbeit schliesse und kriege so mehr mit, “was läuft”, tausche mich mit meinem Mann oft aus und habe auch mehr Verständnis für ihn
- Ich weiss die Kinder in einer Privatschule mit Ganztagsangebot in sehr guter Betreuung. Dort werden sie bestens betreut und gefördert
- Wenn ich Feierabend habe, bin ich in der kurzen Zeit, die ich mit den Kindern zusammen bin, voll und ganz für sie da. Sie erleben mich sicher manchmal kaputt, aber auch zufriedener als ohne Arbeit, und vor allem intensiver als vorher
Fazit: Mütter, die arbeiten, sind organisierter, sind oft zufriedener, machen ihre Arbeit oft gerade deswegen besser und erfolgreicher – wenn die Rahmenbedingungen stimmen. als Unternehmer sollten die Potentiale einer familienfreundlichen Unternehmenskultur nicht unterschätzen, die zum richtigen Wettbewerbsvorteil ausgebaut werden können.
Über Ihren Kommentar freue ich mich. Sonnige Grüße,
Birgit Sonnenschein, birgit@sonnenschein-markting.de
Bekanntmachung eines Forschungsvorhabens
Gestern erreicht mich eine Bekanntmachung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF):
»Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) beabsichtigt auf der Grundlage des BMBF-Forschungs- und Entwicklungsprogramms “Arbeiten – Lernen – Kompetenzen entwickeln. Innovationsfähigkeit in einer modernen Arbeitswelt” (ALK), Vorhaben zur Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet “Balance von Flexibilität und Stabilität in einer sich wandelnden Arbeitswelt” zu fördern.
Angesichts der hohen Wettbewerbsintensität im (globalisierten) Markt, der Diffusion neuer Technologien sowie der sozialen und demografischen Entwicklung in der Gesellschaft steigt der Veränderungsdruck für Unternehmen. Zusätzlich verstärken sich stetig wandelnde Bedingungen auf den Kapitalmärkten in allen modernen Gesellschaften die Notwendigkeit, die Anpassungsfähigkeit ihrer Produktions- und Dienstleistungsprozesse zu erhöhen. Als zentrale Voraussetzung für die Bewältigung dieses Strukturwandels, für Wirtschaftswachstum und für den Abbau von Arbeitslosigkeit gilt Flexibilität. Gleichzeitig steht dieser Notwendigkeit von Veränderungen das Bedürfnis von Menschen und Organisationen nach Verlässlichkeit und Stabilität gegenüber. Insgesamt geht es um eine gesellschaftliche Kultur der Veränderungsfähigkeit ebenso wie um individuelle Einstellungen und Unternehmenskulturen. Welche Merkmale derartige “Veränderungskulturen” ausmachen, ist noch nicht hinreichend erforscht. Entsprechend soll die Förderbekanntmachung ausloten, welche Chancen und Risiken sich in der modernen Arbeitswelt beim Ausbalancieren der Ambivalenz zwischen Stabilität und Flexibilität zur Förderung von Innovationsfähigkeit nutzen lassen.«
In der weiteren Beschreibung des Forschungsgegenstands, der auch die zentralen Fragen von Arbeit in Netzwerken, Kooperationen und Partnerverbindungen berührt, in denen ich mich in diversen Projekten seit dem Jahre 2002 engagiert habe, heißt es u. a.:
Vertrauen ist eine unverzichtbare Voraussetzung und von entscheidender Bedeutung für Innovationsprozesse. Dabei werden unterschiedlichste Aspekte im Vertrauensbegriff verbunden bzw. vermischt: Es geht um Vertrauen in eine angemessene Bezahlung ebenso wie um Vertrauen in sichere Arbeitsplätze. “Vertrauensvolle Zusammenarbeit” gilt als eine Qualität von Teams und wird in unterschiedlichen Unternehmenskulturen unterschiedlich ausgestaltet. Aus dieser Unterschiedlichkeit erwachsen Potenziale für Innovationen, die aus der Balance von Flexibilität und Stabilität gespeist werden (…)
Unternehmen, die sich steigenden Flexibilisierungsansprüchen stellen, verfolgen entweder eine Strategie der externen Flexibilisierung (Abschluss befristeter Arbeitsverträge, Nutzung von Leiharbeit, Outsourcing etc.) oder der internen Flexibilisierung (Auf- und Abbau von Überstunden, flexible Arbeitszeitmodelle etc.). Externe Flexibilisierung reagiert dabei am wenigsten auf Stabilitätsbelange und kann im Extremfall zur Auflösung des Unternehmens und zu einer Vielzahl von Neugründungen führen (…)
Damit sind die nach meiner eigenen Erfahrung und Beobachtung “Kritischen Erfolgsfaktoren” bei der Verfolgung von »Balance von Flexibilität und Stabilität in einer sich wandelnden Arbeitswelt« sehr treffend beschrieben. Aus diesem Grund halte ich den beschriebenen Forschungsgegenstand als ein bedeutendes Erkenntnisfeld für die Entwicklung und Verwirklichung von zukunftsweisenden Unternehmensstrategien in einer »vernetzten Welt«. Interessenten an der Mitwirkung in einem entsprechenden Projekt bitte ich, sich an mich persönlich zu wenden oder mir unter andreas.stein@forum-fuehrung.com ihr Interesse zu darzustellen. Für eine Projektskizze mit zu beforschenden Fragestellungen und Verzeichnis der teilnehmenden Unternehmen und Organisationen, die bis 01.12.08 beim BMBF vorliegen muss, stehe ich als Koordinator zur Verfügung.
Sehr positive Rückmeldungen zu »Zukunftscheck Mittelstand« – weitere Pilotanwender gesucht
Nach Beschreibung des zukunftsweisenden Softwareinstruments »Zukunftscheck Mittelstand« auf dieser Plattform (siehe http://news.forum-fuehrung.com/?p=166 vom 14.07.08) habe ich das Programm inzwischen einigen ausgesuchten Partnern persönlich präsentieren können und dabei durchgängig positive Rückmeldungen erhalten.
Noch einmal kurz die wichtigsten Fakten: »Zukunftscheck Mittelstand« ist ein durch das Fraunhofer Institut unter Leitung des Bundeswirtschaftsministerium entwickeltes Instrument zur strategischen Planung im Mittelstand. Dieses Instrument verbindet die Forderung nach besserer Darstellung der Leistungspotentiale gegenüber Kapitalgebern ideal mit der Notwendigkeit der koordinierten Bündelung und Ausrichtung der internen Kompetenzen (Vereinfachung von Führungsprozessen).
Als Mitglied einer z. Z. begrenzten Gruppe von Pilotanwendern dieses zukunftsweisenden Steuerungsinstruments stelle ich interessierten Geschäftskunden den Einsatz dieser Software zur besseren Darstellung ihrer Potentiale, zur Vereinfachung ihrer Geschäftsprozesse und zur Optimierung ihrer Produktivität vor und biete Mitwirkung bei der Einführung in die Praxis an. Nutzen Sie dieses Angebot! Weiterführende Informationen gerne persönlich oder über andreas.stein@forum-fuehrung.com
