Archiv für die Kategorie „01 Vernetzte Welt“
Was die Medien so alles berichten – Ein Erfahrungsbericht vom Zapfenstreich für den scheidenden Bundespräsidenten
Berlin ist immer eine Reise wert. So sollte es auch dieses Mal sein. Eigentlich ging es mir nur um den Besuch auf der ITB, dem jährlichen Treffen der Tourismusleute aus der ganzen Welt. Seit Jahren fahre ich dorthin und das Wiedersehen mit Kollegen ist immer wieder bereichernd. Doch dann plötzlich diese Nachricht in den Onlineausgaben der bekannten Zeitungen und Zeitschriften.
Vuvuselas in Berlin ausverkauft – Bis zu 3000 Demonstranten wollen Wulff den Marsch blasen, ihm einen Schlussakkord setzen, den er nie vergessen wird …
Das machte mich neugierig und so bereitete ich mich mental auf eine laute Großkundgebung vor. Noch im Hellen erkannte ich ca. 200 Presseleute, die mit Kameras und Mikrofonen „bewaffnet“ die ganzen Protestler interviewen und beim Vuvusela-blasen filmen wollten. Doch da war nichts – sogar eine viertel Stunde vor Beginn des Zapfenstreiches nur „Neugierige“ und Polizisten.
Selbst der Realsatiriker Martin Sonneborn hatte so seine Schwierigkeiten. Er war mit einer Gruppe Musikern vorbeigekommen, um den Abschied des Bundespräsidenten „in Szene zu setzen“. Die adrette NVA-Kleidung saß wie angegossen und ein gerahmtes Foto vom Bundespräsidenten machten schon Eindruck. Die heute-Show wollte dem „Abgespiel auf Wulff“ eine ganze Sendung füllen, doch es fanden sich nur ganz wenige Leute, die etwas sagen wollten, geschweige denn eine Vuvusela dabei hatten.
Lediglich ein „Demonstrant“ hatte Unterhaltungswert. Bei jeder Staatskarosse mit Blaulicht, rief er laut: „Da saß der Maschmeyer drin. Ich habe es genau gesehen”.
700 Demonstranten zählten die Offiziellen. Ich selbst habe höchstens die Hälfte gesehen; denn „Schaulustige“ und normale „Passanten“, die wegen der Absperrungen diesen Weg nehmen mussten, wurden kurzer Hand zu Demonstranten gemacht. Auch sah ich auf den Pressefotos nur jeweils ein bis zwei Vuvuselas. Wenn es denn insgesamt 100 waren? – Ich weiß es nicht. Ausverkauft sind sie in Berlin aber auf gar keinen Fall, denn allein in den Souvenierläden unter den Linden konnte der wache Beobachter in drei Geschäften diese Tröten in unterschiedlichen Farben kaufen.
Europa – Im Umgang mit Diktatoren und Islam
Die Europäische Union ist ein Zusammenschluss von Demokratischen Staaten und steht für Werte wie Meinungsfreiheit, Pressefreiheit und auh die Wahrung der Menschenrechte. Eigentlich. Denn dass dies nicht so ist, zeigt uns der Umgang mit den früheren Diktatoren von Tunesien und Ägypten wie auch mit den Machthabern von Libyen, Weissrussland, China, Russland und vielen anderen Regimen.
Zu sehr wurde das Wirtschaftliche Interesse vor die Menschlichkeit gestellt. Dass Deutschland sich nun auch als Waffenlieferant von Gaddafi entpuppt hat ist beschämend. Denn gerade mit diesen Waffen wird gerade auf das Demonstrierende Volk geschossen und bombadiert. Es klebt Blut an Deutschlands Händen.
Deutschland und Europa brauchen einen Kodex im Umgang mit solchen Regimen. Nur wenn wir klare Regeln aufstellen und verhindern, dass diese neue Munition bekommen, ist der Weg für eine Demokratisierung frei. Auch im Arabischen Raum. Denn bisher gehört der Islam nicht zur EU. Wenn wir aber die Menschen auf dem Weg zur Demokratie begleiten und man lernt und merkt, dass Islam und Demokratie miteinander funktionieren, dann ist viel erreicht.
Hierzu brauchen wir aber vor Allem den Export der Meinungsfreiheit. Solange ein Islam-Kritiker oder ein Karikaturist damit rechnen muss, dass er für seine Aussage gelyncht wird, hat der Islam keinen Platz in Europa und in Deutschland. Wir stehen für Meinungsfreiheit, Pressefreiheit und Religionsfreiheit. Dies aber ist nicht nur Sache der Deutschen oder der Christen. Es ist auch Sache der Muslime. Ob nun hier in unserem Land oder auch in derer Heimat. Diesen Mut fordere ich von unseren Migranten ein: Wer hier zurecht Meinungs- und Religionsfreiheit fordert, der muss sich auch in seinem Herkunftsland bei Familie und Freunden dafür einsetzen. Nur so können Christentum und Islam wirklich einander näher kommen.
Nie mehr Müll – Leben ohne Abfall
Einfach alles wegwerfen – ohne schlechtes Gewissen und ohne Abfall zu produzieren. Das ist die Vision von Michael Braungart. Der Umweltchemiker nennt sein Konzept cradle to cradle.
Eine Welt ohne Müll sei laut Braungart keine Utopie:
http://www.zeit.de/2009/47/T-Cradle-to-Cradle
Abfall = Nahrung
Prof. Dr. Michael Braungart:
„Die Natur produziert seit Jahrmillionen völlig ineffizient, aber effektiv. Ein Kirschbaum bringt tausende von Blüten und Früchten hervor, ohne die Umwelt zu belasten. Im Gegenteil: Sobald sie zu Boden fallen, werden sie zu Nährstoffen für Tiere, Pflanzen und Boden in der Umgebung.”
http://braungart.com
http://mcdonough.com/full.htm
http://www.amazon.de/Die-n%C3%A4chste-industrielle-Revolution-Cradle-Community/dp/3434506160/
Rainer Garden mit neuem Management
Berlin (27.12.2010) - Rainer Garden (”Was einmal war” / “Wo ist der Stern”) hat ein neues Management: Mirko Welsch (33), Inhaber der Augsburger Künstler- und Eventagentur WelschEvents, kümmert sich ab sofort um die Belange des beliebten Sängers.
Hierzu erklärt Rainer Garden: “Ich freue mich sehr über diese Zuammenarbeit und die Chance gemeinsam Großes zu bewegen. Gerade weil ich für 2011 eine neue CD und eine neue Tour plane ist es für mich wichtig hier Mirko Welsch an meiner Seite zu haben.”
Auch Mirko Welsch zeigt sich sehr zufrieden: “Mit Rainer Garden zusammen zu arbeiten ist für mich eine große Ehre. Er ist nicht nur ein begnadeter Künstler sondern auch ein Mensch, der für die Musik und seine Fans lebt.”
V.i.S.d.P.:
Mirko Welsch
(WelschEvents)
Schmiedgasse 10
86150 Augsburg
(0176) 58389802
event.welsch@email.de
Herzlichen Dank an Lars Linge!
Ich freue mich über die Unterstützung unseres Projekts »Edith« durch Einbindung unseres Videoaufrufs in andere Internetseiten sehr. Herzlichen Dank in diesem Fall an Lars Linge!
Andreas Stein
Vorsitzender FBWE e.V.
Link: http://www.larslinge.com/aktuelles/warmeweihnachtenfueredithbittehelfenundspendensie
Das neue Selbstbewußtsein der Türkei – Chance oder Risiko für Europa?
von Kenneth Gund, Mannheim
In den deutschen Medien angesichts der Krisen in Irland und Korea sträflich vernachlässigt wurde der Libanonbesuch des türkischen Ministerpräsidenten Erdogan im Libanon während der vergangenen Woche. Dabei wurde dort nicht weniger als ein Freihandelsabkommen zwischen den beiden Staaten geschlossen, außerdem äußerte der rechtskonservative Erdogan einige Standpunkte, die das neue Selbstverständnis der Türkei in der Region deutlich machen. Statt des um Gefallen in Brüssel bemühten Aufnahmekandidaten präsentiert sich die Türkei als selbstbewusste Nation, die in der Region eine Führungsrolle anzustreben scheint.
Obwohl viele in Europa einer selbstbewussten Türkei mit Argwohn begegnen, so liegen hierin große Chancen für alle Seiten. Durch ihre geographische Lage ist die Türkei als Pforte zwischen Europa und dem Nahen Osten ein strategisch wichtiger Partner, was gerade im Feld der Energiepolitik deutlich wird. Mit der Nabucco-Pipeline versucht Europa unabhängiger von russischen Gaslieferungen zu werden und den Wettbewerb auf dem Energiemarkt zu beleben. Dabei ist die Türkei Haupttransitland, hier laufen die Lieferungen aus dem Nahen Osten wie auch aus dem zentralasiatischen Raum zusammen.
Neben dem Freihandelsabkommen mit dem Libanon regte der türkische Ministerpräsident weitere engere Kooperation mit den Nachbarländern an und schlug vor, einen dem Schengenraum nachempfundenen Verband aus Türkei, Irak, Jordanien und dem Libanon zu bilden. Sowohl hinsichtlich der wirtschaftlichen Kapazitäten als auch der politischen Stabilität käme in einem solchen Konstrukt naturgemäß der Türkei eine tragende Rolle zu, folgerichtig bemühte sich Erdogan auch jetzt bereits um Vermittlung im innerlibanesischen Konflikt und mahnte zur Geschlossenheit.
Aus europäischer Sicht wäre eine solche Kooperation zwsichen den Nahost-Staaten durchaus zu begrüßen, zwar ergibt sich hieraus ein potentiell rivalisierender Staatenbund zur Europäischen Union und mindert deren Einflußmöglichkeiten auf die Türkei, jedoch hätte eine solche Verbindung auch erheblich stabilisierende Wirkung für die Region und käme der wirtschaftlichen Entwicklung und politischen Stabilisierung zu Gute. Angesichts der fortwährenden Bedrohung durch das islamistische Regime in Teheran und dessen Einfluß auf Syrien sowie diverse substaatliche Akteure in der Region und der nach wie vor nicht konsolidierten Staatlichkeit im Irak wäre ein von der Türkei angeführter Gegenpol auch unter dem Gesichtspunkt hilfreich, um den Einfluß Irans einzudämmen.
Insbesondere durch eine Freihandelszone kann ein wirtschaftliches Wachstum erzielt werden, das den Terroristen im Libanon und Irak das Wasser abgräbt und der breiten Bevölkerung eine Zukunft ermöglicht. Auch aus israelischer Perspektive ergeben sich Vorteile aus einer stärkeren Rolle der Türkei. Obwohl Erdogan in Richtung Jerusalem poltert, so kann man dort besser mit einem rhetorisch unfreundlichen Partner leben, der kein wirkliches Interesse an einem Konflikt hat, als mit wohlfeilen sogenannten Freunden in Europa, die außer heißer Luft keinen Deut zur Stabilisierung der Region beizutragen haben.
An anderem Ort habe ich bereits auf die Fehler der EU im Umgang mit der Türkei verwiesen und der daraus resultierten Hinwendung Ankaras zu den östlichen Nachbarn. Jetzt sollte die EU die Chancen nutzen, die sich aus einer erstarkten Türkei ergeben und statt Sarrazin-Rhetorik Konzepte zur konstruktiven Zusammenarbeit entwickeln. Die Türkei kann als muslimisch geprägtes Land als Brückenbauer in den Nahen Osten fungieren, wie das keinem europäischen Land möglich ist – dabei sollte man sie unterstützen.
Ihre Perspektive im Vertrieb für 2011
Kennen Sie schon die effektivste Form der Altersvorsorge, mit der Sie zusätzliches Geld verdienen können?
die Mehrheit der Bürger glaubt nicht mehr an die Zukunft der gesetzlichen Rentenversicherung. Viele legen daher einen Teil ihres Einkommens zurück, um so für später besser gerüstet zu sein. Doch kümmern sich die Banken weiterhinlieber um Menschen mit hohen Einkommen.
Nicht zuletzt deshalb landet ein Großteil der mühsam eingesparten Euro auf Sparbüchern, wo sie kaum die Inflationsrate schlagen.
In der Folge gehen so jedes Jahr Milliarden hart verdiente Euro verloren.
Dabei bieten Staat und Unternehmen sinnvolle Alternativen:
Ein Beispiel dafür ist die GenossenschaftsAltersVorsorge, das in Deutschland erste und einzige Angebot, bei dem Arbeitnehmer in der Ansparphase gleich drei staatliche Förderungen erhalten. Oft ist so ein Vorsorgeaufbau ohne eigenes Geld möglich.
Nach der Ansparphase beträgt die Rendite auf das angesparte Kapital übrigens rund 7 Prozent und wird monatlich ausgezahlt.
Basis der GenossenschaftsAltersVorsorge ist der Erwerb von Kapitalanlage-Immobilien in Deutschland durch die inhabitat Wohnungsgenossenschaft.
Die GenossenschaftsAltersVorsorge zeichnet sich also durch ein von staatlicher Seite geprüftes Sicherheitskonzept aus.
Mehr darüber erfahren Sie unter www.genossenschaftsaltersvorsorge.de
Die Curare eG Produktivgenossenschaft bietet Ihnen darüber hinausinteressante berufliche Perspektiven und eine attraktive Verdienstmöglichkeit an.
Dabei ist es unerheblich, ob Sie im
- Nebenberuf beginnen und sich ein zweites Standbein schaffen möchten
- oder ob Sie generell eine neue berufliche Herausforderung suchen.
Nach Abschluss eines Vertrages ist Ihr Verdienst stornosicher und kann demzufolge alle 14 Tage ausgezahlt werden.
Sie benötigen dabei keine zusätzlichen Erlaubnisse oder Qualifikationen – die notwendigen Informationen zum Produkt oder zum Verkauf erhalten Sie von der Curare eG.Auch spielt Ihr Alter keine Rolle, Sie sollten lediglich geschäftsmündig sein.
Darüber hinaus bereiten wir derzeit die Möglichkeit einer geförderten Vollbeschäftigung aus der Arbeitslosigkeit vor.
Das gibt Ihnen in den ersten Monaten ihrer selbständigen Tätigkeit zusätzliche Sicherheit.
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Wir freuen uns auf Sie!
Hermann Goff
Gedanken zu neuen Genossenschafts-Banken-Systemen
Komplementäre Banken verfolgen ein etwas anderes Geschäftsmodell als übliche Geschäftsbanken und vergeben Kredite ohne Zinsen oder zu günstigen Zinssätzen.
Die schweizerische WIR-Bank, 1934 als gewerbliche “Barter-Genossenschaft” gegründet, deren Verrechnungsstelle 1936 Bankenstatus erhielt, öffnete sich im Jahre 2000 breiteren Kundenkreisen und bietet in den letzten Jahren neue Produkte an. Sie verzeichnete 2005 mehr als 60 000 Mitglieder, im Jahre 2008 mehr als 100 000 Mitglieder und kann ihre Stärken beim unternehmerischen Liquiditätsmanagement antizyklisch ausspielen.
Hier ein Bericht zur Wir Bank, den ich aus Google übernommen habe und Ihnen gerne vorstellen möchte.
WIR Wirtschaftsring-Genossenschaft
von Michael Wünstel
Eine ungewöhnliche Genossenschaft
“Gibst Du mir – so geb’ ich Dir!” Mit diesem Satz beginnt die Werbeschrift einer schweizerischen Genossenschaft. Pierre Joseph Proudhon, der 1848 die Gründung einer Tauschbank “banque d’échange” vorschlug, sprach einmal davon, daß Gegenseitigkeit die Formel für Gerechtigkeit sei. Handelt es sich bei dieser Genossenschaft also um eine ideelle Organisation? Zwei Seiten weiter in der erwähnten Hochglanzbroschüre heißt es: “Dem Idealismus, sich gegenseitig zu berücksichtigen, liegen reale wirtschaftliche Interessen zugrunde.” Der Leser erfährt, daß es sich um eine bankähnliche Einrichtung handelt, die für ihre Kunden eine geldlose Verrechnung und zinsgünstige Kredite anbietet.
Wer die Zentrale in Basel betritt, kommt in ein modernes Gebäude aus Glas, Stahl und Beton, das den üblichen Bankenbauten in nichts nachsteht. Und doch findet der Besucher an diesem Ort keinen Bankschalter, wo er Geld einzahlen oder Geld abheben kann. Denn die Genossenschaft, um die es in diesem Artikel geht, arbeitet zwar wie eine Bank – aber ohne Geld und mit einem unwahrscheinlich niedrigen Zinssatz.
Eigentlich sollte das Geld als Tauschmittel die Gegenseitigkeit zwischen den Wirtschaftsteilnehmern beim Austausch ihrer Leistungen herstellen. Daß das Geld aber nicht immer seine wichtige Tauschfunktion erfüllt, zeigte sich besonders während der Weltwirtschaftskrise nach dem Börsenkrach von 1929 mit weltweit hoher Massenarbeitslosigkeit und wird heute wieder deutlich, da wir vor dem Zusammenbruch auch des westlichen Wirtschaftssystems stehen. Wir befinden uns bereits mitten in der Krise und doch gibt es nur wenige, die sich mit der Frage nach einem Ausweg beschäftigen.
Es war vor über 50 Jahren, im Jahre 1934, als sich Anhänger von Silvio Gesell aufmachten, um die Vorschläge des deutsch-argentinischen Kaufmanns für ein umlaufgesichertes und krisenfreies Geld in die Tat umzusetzen. In Zürich wurde die WIR Wirtschaftsring-Genossenschaft gegründet mit dem Ziel, eine Selbsthilfe für mittelständische Unternehmen zur Überwindung der damaligen Absatzkrise zu schaffen. Anstelle mit Geld arbeitet der WIR mit Verrechnungseinheiten, die auf offizielle schweizer Franken lauten. Ähnlich wie bei Girokonten einer Bank werden Konten für die Teilnehmer geführt, auf denen Einnahmen und Ausgaben verbucht werden. Der Vorgang entspricht einer Kontokorrentbuchführung, bei der die Forderungen und Verbindlichkeiten gegeneinander aufgerechnet werden, das heißt die Rechnungen werden durch Gegenleistung ohne Geldzahlungen beglichen.
WIR – das aktive Geld
WIR-Teilnehmer bezahlen Einkäufe mit WIR-Buchungsanweisungen, die wie Verrechnungsschecks aussehen. Auf der Buchungsanweisung (BA) steht bereits eingedruckt der Name des Ausstellers. Noch einzutragen sind der Name und die Konto-Nummer des Empfängers sowie der Betrag, der dem Empfänger gutgeschrieben werden soll. Der BA ist mit Datum und Unterschrift des Ausstellers zu versehen. Den WIR-BA sendet der Empfänger im verschlossenen Briefumschlag an eines der WIR-Regionalbüros zur Gutschrift auf seinem Konto. Seit 1990 haben die WIR-Teilnehmer zusätzlich die Möglichkeit, mit einer WIR-Zahlkarte, einer elektronisch lesbaren Plastikkarte, zu bezahlen.
Neben dieser Möglichkeit der bargeldlosen Bezahlung bietet der WIR auch Kredite an. Für Bau- und Hypothekarkredite liegt der Zinssatz bei nur 1 3/4 Prozent pro Jahr, wobei bei Bauvorhaben der WIR-Anteil auf maximal 20 Prozent der Baukosten begrenzt ist. Der Zinssatz kann deshalb so niedrig sein, weil der WIR sich die Liquidität für diese Kredite nicht am offiziellen Geldmarkt besorgen muß. Zwar müssen die Kredite bis zu einem gewissen Prozentsatz durch Eigenmittel gedeckt sein, aber die WIR-Kredite stellen nichts anderes als Computerzahlen dar, die genauso wenig kostenmäßig ins Gewicht fallen, wie das Papier, auf dem Geld gedruckt wird.
Während ursprünglich eine prozentuale Gebühr auf die WIR-Guthaben bezahlt werden mußte, wurde diese Umlaufsicherung aus “ideologischen” Gründen 1952 aufgegeben. Trotzdem werden WIR-Guthaben nicht verzinst, so daß kein Anreiz besteht, Guthaben anzuhäufen. Die WIR-Zahlungsmittel zirkulieren im eigenen Kreislauf, das heißt wer Einnahmen in WIR hat, kann diese nur an andere WIR-Teilnehmer wieder ausgeben. Die WIR-Teilnehmer fördern sich auf diese Weise gegenseitig. Es wird dabei nicht immer zu 100 Prozent in WIR bezahlt, so daß zusätzlich auch in bar Umsätze getätigt werden. Man rechnet damit, daß der Gesamtumsatz (WIR + Bargeld) das Dreifache des reinen WIR-Umsatzes ausmacht.
Eine erfolgreiche Idee
Die Bedeutung des WIR hat in den letzten beiden Jahrzehnten erheblich zugenommen. Hierzu einige Zahlen: während in den 50er Jahren die WIR-Umsätze kaum die 50-Millionen-sFr.-Grenze überschritten, erreichte der WIR im Jahre 1970 bereits einen Umsatz von über 200 Millionen schweizer Franken (sFr.). Der kontinuierliche Anstieg wurde allerdings in den 70er Jahren unterbrochen und setzte erst wieder in den 80er Jahren ein mit Wachstumsraten von deutlich über zehn Prozent jährlich. Von 1981 stieg der WIR-Umsatz von 275 Millionen sFr. auf 1.788 Millionen sFr. im Jahre 1990. 1991 wurde die Grenze von zwei Milliarden sFr. überschritten. Der Erfolg des WIR spiegelt die gesamtwirtschaftliche Entwicklung und besonders die Hochzinsphase in den 80er Jahren wieder. Steigende Finanzierungskosten durch hohe Zinsen und zunehmender Konkurrenzdruck machen den WIR als alternative Zahlungsart für mittelständische Unternehmen immer attraktiver.
In etwa parallel zur Umsatzentwicklung stieg auch die Zahl der Teilnehmer. Betrug die Anzahl der WIR-Konten 1981 noch 24.642, so waren es im Jahre 1990 56.309. Je größer die Teilnehmerzahl ist, um so mehr Möglichkeiten gibt es, Waren und Leistungen untereinander auszutauschen. Ein größeres Angebot bietet dem einzelnen Teilnehmer auch mehr Chancen, seine WIR-Einnahmen wieder für ihn nutzbringend einzusetzen. Nicht immer gelingt dies, was sich daran zeigt, daß WIR-Guthaben immer wieder unerlaubterweise mit einem erheblichen Abschlag gegen offizielles Geld verkauft werden. WIR-Teilnehmern, die bei solchen verbotenen Handlungen erwischt werden, droht der Ausschluß aus der WIR-Verrechnung.
Die WIR-Geldmenge (Verrechnungseinheiten) hat sich innerhalb von zehn Jahren versechsfacht von 103 Millionen sFr. im Jahr 1981 auf 613 Millionen sFr. im Jahr 1990. Der Anstieg der WIR-Geldmenge zeigt, daß eine größere Zahl von Teilnehmern auch eine größere Geldmenge benötigt, damit das entsprechend größere Angebot an Waren und Leistungen auch ausgetauscht werden kann. Dem WIR wurde häufig vorgehalten, daß er durch sein eigenes Geld zur allgemeinen Inflation beitragen würde. Die Kritiker übersehen dabei, daß die WIR-Liquidität nur entsteht, wenn entsprechende Waren beziehungsweise Leistungen angeboten werden sollen. Niemand nimmt einen Kredit auf und zahlt die dafür laufend entstehenden Kosten, ohne diesen Kredit für den Kauf von Produkten zu verwenden. Der WIR-Geldmenge stehen also immer Waren beziehungsweise Leistungen gegenüber. Inflation kann aber nur entstehen, wenn mehr Geld ausgegeben wird, als Waren produziert werden. Die Ursachen für Preissteigerungen liegen ausschließlich in dem bestehenden Geldsystem und nicht bei den Marktteilnehmern, also weder beim Arbeitnehmer, der mehr Lohn fordert, noch beim Geschäftsmann, der höhere Preise verlangt. Dies gilt auch für die WIR-Teilnehmer, die für die Geldpolitik der Notenbank genauso wenig verantwortlich gemacht werden können wie die übrigen Wirtschaftsteilnehmer.
Unternehmer fördern sich gegenseitig
In der kapitalistischen Wirtschaftsordnung gilt ein absolutes Konkurrenzprinzip, das zur Monopolisierung in der Wirtschaft führt. Jedes Unternehmen steht unter dem Zwang: “Schlucke, bevor du selbst geschluckt wirst!” Wer nicht wachsen kann, muß weichen. Dies gilt für die Landwirtschaft, für den Einzelhandel und für alle anderen Bereiche der Wirtschaft ebenfalls. Daß aber selbst große Unternehmen bei diesem Zwang zu ständigem (quantitativen) Wachstum auf der Strecke bleiben, hat sich nicht nur an dem bundesdeutschen Beispiel des Elektronkonzerns AEG gezeigt. Die Ursache hierfür liegt in unserem Geldsystem, das durch Zins und Zinseszins einen ständigen Wachstumszwang auslöst. Unternehmen, die den Zins für das in ihnen eingesetzte Kapital nicht mehr aufbringen können, gelten als unrentabel und müssen schließen.
Durch den außergewöhnlich günstigen Zinssatz von nur 1 3/4 Prozent unterstehen die WIR-Teilnehmer bedeutend weniger unter einem Rentabilitätsdruck. Die Finanzierungskosten für Investitionen liegen deutlich niedriger als bei üblicher Kreditaufnahme. Aber noch wichtiger als zinsgünstige Kredite ist die Absatzförderung, die durch das WIR-System bewirkt wird. WIR-Liquidität zirkuliert nur im WIR-Kreislauf. Es ist keine Kapitalflucht möglich und niemand hat einen Vorteil, wenn er WIR-Verrechnungseinheiten, die keine Zinsen abwerfen, zurückhält. Die Unternehmer fördern sich gegenseitig, denn jeder, der Leistungen anderer kauft, kann damit rechnen, daß er auch wieder eigene Leistungen verkaufen kann. Der Kreislauf innerhalb des WIR-Systems ist damit geschlossen.
Damit Angebot und Nachfrage der WIR-Teilnehmer zusammenkommen können, gibt die WIR Wirtschaftsring-Genossenschaft verschiedene Informationsmedien heraus, in denen jeder Teilnehmer inserieren kann: das monatlich erscheinende “WIR-Magazin” und das WIR Informations- und Mitteilungsbulletin “WIR-info”, das ebenfalls monatlich herausgegeben wird. Zusätzlich gibt es drei verschiedene WIR-Teilnehmer-Verzeichnisse, die jährlich neu aufgelegt werden und nach Branchen und Ortschaften gegliedert sind. In den Anzeigen wird der jeweilige WIR-Annahmesatz (zum Beispiel 30 Prozent WIR, 70 Prozent WIR et cetera) angegeben. Die WIR-Printmedien sind im Preis der jährlichen Kontoführungsgebühr von sFr. 32,- bereits enthalten. Neben der Kontogebühr muß jeder WIR-Teilnehmer 0,6 Prozent Provision auf seine WIR-Einnahmen entrichten.
Zum Erfahrungsaustausch können sich die WIR-Teilnehmer in den Regionen in autonomen Ortsgruppen zusammenfinden. Auf regelmäßig stattfindenden WIR-Messen in Bern, Lenzburg, Luzern, St. Gallen und in Zürich besteht für den Einzelhandel (in der Schweiz spricht man von “Detailhandel”) und für die Inhaber von Spezialgeschäften die Möglichkeit, ihre vielfältigen Leistungen den WIR-Konsumenten anzubieten.
Nur etwas für Geschäftssleute?
Das WIR-Verrechnungssystem steht nur Geschäftsleuten und mittelständischen Unternehmen in der Schweiz offen. Es stellt sich aber die Frage, ob Verrechnungs- beziehungsweise Tauschsysteme sich auch für nichtwirtschaftliche Ziele nutzen lassen. Es ist bekannt, daß zum Beispiel Sonnenkollektoranlagen bei einem Zinssatz von zwei Prozent für jeden Hausbesitzer rentabel werden würden. Die Energieeinsparung würde dann die Unterhaltungs- und Finanzierungskosten decken. Ein WIR-Teilnehmer könnte also problemlos eine Sonnenkollektoranlage auf seinem Haus finanzieren und hätte dabei sogar noch einen kleinen Gewinn. Aber er könnte mit einem WIR-Kredit auch Umweltschutzmaßnahmen in seinem Betrieb finanzieren. Ob solches oder ähnliches schon geschehen ist, war nicht ausfindig zu machen.
Durch das WIR-System werden zusätzliche Umsätze ermöglicht. Dies sichert Arbeitsplätze im mittelständischen Bereich. Ein Verrechnungssystem könnte also auch dazu dienen, Arbeitsplätze zu schaffen und zu sichern. Es wäre denkbar, daß zum Beispiel Selbsthilfegruppen eines Tages ein solches System aufgreifen und die Vorteile der gegenseitigen Förderung für sich nutzbar machen. Speziell in der sogenannten “Dritten Welt” könnten Tauschsysteme die Abhängigkeit von westlichen Krediten erheblich verringern und eine regionale wirtschaftliche Entwicklung auf eigenständiger Basis ermöglichen. Die Menschen könnten sich selbst gegenseitig helfen, ohne auf fremde Hilfe angewiesen zu sein, denn jedes Land auf der Erde verfügt über ausreichende Ressourcen, um die Menschen zu ernähren. Hier bietet sich ein Ausweg aus Hunger- und Verschuldungskatastrophe an. Er muß nur gegangen werden. Jeder ist aufgerufen, das Wissen um diese Lösungsmöglichkeiten zu verbreiten. Nur so haben wir eine Chance, der globalen Katastrophe zu entgehen.
Warmwasserversorgung der Wohnung von Edith Garcia Chacon

Zwischenstand in der Sache »Edith darf nicht frieren«: Heute ist ein Brief des FBWE, www.fbwe.de, an den Vermieter unseres Vereinsmitglieds Edith Garcia Chacon in die Post gegangen, in dem um dessen Zustimmung zu unserem Lösungsweg gebeten wird. Dieser Brief ist hier für alle interessierten Mitglieder und Freunde in anonymisierter Form lesbar: Warmwasserversorgung der Wohnung von Edith Garcia Chacon.
Die Post – nah am Kunden… Das Pesthörnchen
Erst will sie uns den überflüssigen e-post-brief andrehen, nun schließt sie deutschlandweit die Filialen. Die gute alte Post hat ausgedient.
Unser Spandauer Kiez ging auf die Barrikaden: http://www.youtube.com/watch?v=RPcsUq6P62U
Muss ein Staat Schulden machen?
Von: Aeneas Weckenmann, Griesheim
Seit geraumer Zeit treibt mich eine Frage rum:
Muss ein Staat Schulden machen?
Muss Deutschland eigentlich jedes Jahr sich immer weiter verschulden? Ist das wirklich volkswirtschaftlich zu rechtfertigen? Ich habe recherchiert und nachgedacht. Meine Antwort ist „nein“.
Was passiert eigentlich, wenn jemand Schulden macht?
In einer Volkswirtschaft wie der Bundesrepublik, gibt es eine begrenzte Menge an Arbeitskraft. Diese kann mit dem vorhandenen Geld entlohnt werden, um sie für sich arbeiten zu lassen. Unternehmen, Privathaushalte und der Gemeinschaftshaushalt, der Staat, wir Staat, teilen sich das verfügbare Geld unter einander auf. Unternehmen erzielen Preise und Gebühren für Produkte und Dienstleistungen, Privathaushalte bekommen Entgelte und Kapitalerträge, der Staat bekommt Steuern. Das Geld kann entweder zum Konsum oder zur Investition ausgegeben werden. In beiden Fällen fließt das Geld Arbeitskräften zu. Die einen bauen Gebäude und Maschinen, in die investiert wurde, die anderen fertigen Schokolade und Tee-Tassen, die konsumiert werden.
Nun kann es vorkommen, dass bsw. Unternehmen eine größere Anschaffung tätigen wollen, für das es die Mittel akut nicht hat. Das Management hat aber durchrechnen lassen, dass die Anschaffung ermöglicht, ein Produkt zu fertigen, das hohe Preise am Markt erzielen kann. Es wird erwartet, dass die Ausgaben durch die Einnahmen auf die Dauer deutlich überschritten werden. Ein Marktzins + Risikoanteil kann gezahlt werden und das Unternehmen nimmt einen Kredit auf. Die Investition wird getätigt, die Einnahmen werden erzielt und der Kredit wird getilgt. Schön und gut.
Kann das der Staat auch?
Ja, klar. So lange er einen Kredit tilgt, kann er auch einen aufnehmen. Muss er einen Kredit aufnehmen? Eigentlich nein. Unternehmen nehmen dann Kredite auf, wenn Einnahmen und Ausgaben mittelfristig auseinander laufen. Eben dann, wenn eine Investition getätigt werden soll, die später Geld in die Kassen spült. Ein Staat investiert auch. Ständig. In Gebäude, Straßen, Forschungsprojekte. Der Unterschied zum Unternehmen ist, dass diese Summen ständig anfallen. Der Staat gibt nicht einmal eine große Menge Geld aus, um dann welches zu verdienen. Nein, es wird konstant Geld ausgegeben, um die Volkswirtschaft am Leben zu erhalten und damit Steuern einzunehmen.
Einem Unternehmen, das seine laufenden Kosten über Kredite finanziert, stände schon längst der Insolvenzverwalter im Haus. Und der Staat? Der tut genau so etwas und keiner traut sich einen Insolvenzverwalter rufen. Muss man im Prinzip auch nicht, da der Staat ein Monopol ist. Er kann ohne weiteres die Preise für seine Leistungen erhöhen.
Schlimm. Steuern erhöhen (Man kann auch Ausgaben reduzieren). Ja, das klingt unschön, oder? Es wird viel argumentiert. Z. B., dass das die Wirtschaft ausbremst. Nein, Herrgottszeiten, es wird nichts gebremst. Wie zu Anfang erwähnt, gibt es nur eine begrenzte Menge Arbeitskraft, die mit dem verfügbaren Geld eingekauft werden kann. Erhöht der Staat durch die Schuldaufnahme seine Kaufkraft, steht die dann vom Staat eingekaufte Arbeitskraft anderen Tätigkeiten nicht mehr zur Verfügung. Erhöht er die Steuern passiert exakt dasselbe. Nur ohne die lästige Rückzahlungspflicht. Das nun frei werdende Geld kann bsw. auf dem Kapitalmarkt für Investitionen verwendet werden.
Im Übrigen muss es auch nicht investiert werden, es kann auch alles in die EZB zurück fließen. Die Arbeitskraft ist da und wenn Geld knapper wird, verändert sich schlicht und ergreifend, das Geld-Arbeitskraft-Verhältnis. Nennt sich Deflation. Gut, verunsichert. Muss nicht sein. So schlimm, wie vielfach angenommen ist es aber auch nicht. Denn klar, man hält gerne Geld zurück, um morgen das Brot billiger zu bekommen, aber man gibt es doch lieber aus, bevor man verhungert. Außerdem, wer wartet schon ständig auf den nächstes Jahr besser werdenden PC?
Deutschland könnte schon morgen die Schuldaufnahme beende und sogar mit der Rückzahlung beginnen, wenn wir Ausgaben und Einnahmen nur optimieren würden.
Ich sehe keinen Grund mehr, einen Politiker zu wählen, der meint, er müsse Schulden machen. Oder liege ich falsch?
Unsere Freiheit ist viel größer als wir von ihr nutzen!
Ein Statement von Andreas Stein, Kassel
Es gibt in Deutschland keine staatliche Zensur von Meinungsäusserungen, die sich innerhalb des vom Grundgesetz (GG) aufgezeigten Rahmens bewegen. Und der ist viel, viel größer, als ihn sich viele Bürger zu nutzen trauen.
Wenn überhaupt Zensur stattfindet, dann ist es Selbstzensur verunsicherter Bürger, die mit dem riesigen Maß an Freiheit, was ihnen zur Verfügung steht, nicht zurecht kommen.
Alles andere ist Propaganda ganz besonders von linken Gruppen, die nicht ohne Feindbild existieren können. Aber auch rechte Gruppen versuchen Menschen für sich zu gewinnen, die im Angesicht unserer riesigen Freiheit erschrecken.
Freie Union befürchtet zweites Stuttgart 21 in Augsburg
Augsburg (08.10.2010) – Die Freie Union in Augsburg zeigt sich besorgt über die Entwicklung um die Neugestaltung des Königsplatzes. “Leider machen die Verantwortlichen Politiker von CSU, Pro Augsburg, SPD und Grüne den Fehler, dass sie auf die Einwände der Bürgerinnen und Bürger nicht im notwendigen Rahmen eingehen. Vielmehr hat man hier den Eindruck, dass man mit aller Gewalt einen Umbau durchboxen will. Was dabei aber heraus kommt sieht man derzeit bei Stuttgart 21.” findet der Sprecher der Freien Union Augsburg, Mirko Welsch.
Deshalb fordert die Freien Union Augsburg eine Aussetzung des Bebauungsplanes 500: “Es ist wichtig, dass man die Mitbürger vor Ort stärker in die KÖ-Planung einbezieht. Deshalb ist es dringend notwendig, dass die Stadtverwaltung den Bebauungsplan 500 für einige Monate aussetzt, die Einwände sachgerecht und unvoreingenommen prüft und eine Lösung findet, die einen breiten Konsens auch außerhalb des Stadtrates ermöglicht.” so Welsch.
V.i.S.d.P.:
Mirko Welsch
Schmiedgasse 10
86150 Augsburg
(0160) 3495447
freieunion_presse @ email.de
FBWE-Redaktion »monats-spiegel« gegründet
Am gestrigen Mittwoch, dem 06.10.2010 hat der Verein »Forum Bildung, Wirtschaft und Entwicklung« (FBWE) zur Produktion eines monatlichen Videomagazins die Redaktion »monats-spiegel« gegründet, die ab sofort ihre Arbeit aufnimmt.
Das neue Videomagazin berichtet zu aktuellen Themen in den Schwerpunktfeldern Bildung, Wirtschaft und Entwicklung und wird jeweils zum 1. eines Monats über die Netzwerkplattform Youtoube veröffentlicht. Zuschriften an die Redaktion des »monats-spiegel« können Sie ab sofort senden an monats-spiegel@fbwe.de.
Bei Interesse an den Themenschwerpunkten und der Arbeit der neuen Redaktion können Sie Hintergründe dazu auf dem bereits existierenden Youtube-Kanal http://www.youtube.com/user/2010fbwe des Forum Bildung, Wirtschaft und Entwicklung, http://www.fbwe.de, verfolgen.
Sonnengrüße und Neuigkeiten zum FBWE
Weitere Informationen zum »Forum Bildung, Wirtschaft und Entwicklung« finden Sie auf der Vereins-Homepage http://www.fbwe.de, den im Video genannten Youtube-Kanal unter http://www.youtube.com/user/2010fbwe
HINWEIS: Ich denke weiter über einen »MONATS-SPIEGEL« nach: Eine monatlich erscheinendes Video über Aktivitäten, Ereignisse und Veranstaltungen des FBWE. Darin könnten sich auch aktive Mitglieder vorstellen und von ihrem Engagement berichten (nicht nur im unmittelbaren Bezug zum Verein).
Grosse Vorteile einer regelmäßig erscheinenden Publikation: Die Zuschauer stellen sich darauf ein, der Erscheinungstermin kann beworben werden, Fortschritte und Arbeitsgegenstände werden konkreter und transparenter.
Wer Interesse hat, an einer solchen Sache mitzuwirken, bitte bei mir melden: andreas.stein@fbwe.de
Politische Führung: Basis motivieren und fördern
In Anbetracht der aktuellen Herausforderungen in allen Bereichen der Politik und der Parteien selbst, wird es von entscheidender Bedeutung sein wie man es zukünftig schafft die Basis zu motivieren und gezielt zu fördern.
Die derzeitigen Schwierigkeiten innerhalb einzelner Parteien verdeutlichen, dass es vielen Mitgliedern im Vergleich zu der Situation vor den Bundestagswahlen schwerfällt die Bürgerfragen in der Art zu beantworten wie es noch zuvor der Fall gewesen ist.
Rückläufige oder stagnierende Mitgliederzahlen einiger Parteien und sinkende Wahlbeteiligung bei allen Wahlen dürfte nur über mehr Basisinvestitionen überwunden werden.
Tiefpunkt der diesjährigen Wahlbeteiligung ist sicherlich die Hamburger Volksabstimmung mit gerade einmal 39,3 Prozent.
Handeln ist angesagt Diesen Beitrag weiterlesen »
Wieviele der Beiträge im Internet dienen der Öffentlichkeitsarbeit, Werbung und PR?
Gedanken von Andreas Stein, Kassel
Eben habe ich einen Artikel auf FAZ.NET gelesen, der von der Vermarktung von Autorenbeiträgen aus Wikipedia handelt. Nachdem nun also ein Heer von Idealisten in mühevoller Kleinarbeit eine riesige Wissensammlung ehrenamtlich zusammen getragen hat (und sich damit als honorige Jobvernichter der Lexika-Verlage profiliert hat), schlägt der kommerziell orientierte Markt zurück und macht Geld mit der Arbeit, die andere Leute Zeit (und somit potentiell auch Geld) gekostet hat. Ob das so gut ist, weiß ich nicht. Aber es ist so.
Es geht also nicht auf, das Märchen vom digitalen Sozialismus des Wissens. Das Wissen gehört nicht allen Menschen in gleicher Weise. Ungleichheit bleibt weiter existent. Vergessen wir also die Ideologien ganz schnell, die uns verführen wollten, unser Wissen im Internet kostenlos abzugeben, um damit die Welt von allen Ungerechtigkeiten zu befreien. Was ist es aber dann, was uns zukünftig zur kostenlosen Preisgabe unserer Beiträge und Artikel motivieren soll?
Mein Vorschlag an dieser Stelle ist einfach und ich stelle ihn gerne zur Diskussion: Wir sollten unsere kostenlosen Beiträge als Öffentlichkeitsarbeit, Werbung und PR in eigener Sache betrachten. Wenn auch die Qualität unterschiedlich ausfällt – das Spektrum ist so breit wie die Welt selbst – ist doch alles, was wir veröffentlichen, eine Auszeichnung für uns selbst. Und damit sollten wir zukünftig nicht mehr so verkniffen umgehen, wie uns viele Netzideologen in den letzten Jahren einreden wollten. Die wiederum haben nämlich auch nur ein Ziel verfolgt: Sie haben für ihre Ideologien geworben!
„Wenn die Kommune arm ist, sind arme Familien doppelt gekniffen“
NRW. Angesichts der Finanznot vieler Kommunen hat der westfälische Präses Alfred Buß vor einem Vertrauensschwund in Politik und Gemeinwesen gewarnt. In der Stadt oder im Dorf entscheide sich die Lebensqualität, sagte der leitende Theologe der Evangelischen Kirche von Westfalen am Sonntag (26.9.) im WDR. Das betreffe besonders Menschen mit wenig Einkommen: „Wenn die Kommune arm ist, sind arme Familien doppelt gekniffen.“
Wenn in Bildung, Kultur, Freizeitmöglichkeiten oder öffentlichen Verkehrswegen alles dem Rotstift zum Opfer falle, „dann stellt sich das Gefühl ein: Ich kann tun, was ich will, ich kann wählen gehen oder nicht – es ist egal.“ Scharfe Kritik übte Präses Buß am fehlenden Ausgleich zwischen reichen und armen Kommunen. Wenn manche Städten für Kindergärten keine Gebühren verlangen, andere jedoch sehr hohe, sei die verfassungsmäßig gebotene Gleichheit der Lebensverhältnisse verletzt, so der Präses in der Sendung „Diesseits von Eden“ in WDR 5. Kommunen und Kirchen seien Partner – gerade im „Nahbereich“ verbinde sie vieles an gemeinsamen sozialen Arbeitsfeldern, von Kindergärten bis Altenheimen. Wenn das Geld knapp werde, dürfe das nicht zu Lasten der Partnerschaft gehen. Hier berichtete der Präses von einer großen Solidarität der Bürgermeister und Landräte gegenüber der Evangelischen Kirche von Westfalen. Er würdigte, dass sich jetzt auch das Land NRW im Blick auf die klammen Kommunen bewege. Auch der Bund müsse sich den gesamtgesellschaftlichen Aufgaben stellen. Außerdem appellierte er an alle, „die sehr viel mehr Einkommen haben, als sie selber verbrauchen können“. Sie könnten sich zum Beispiel in gemeinnützigen Stiftungen engagieren.
Bereits im Juni hatten die drei evangelischen Landeskirchen in Nordrhein-Westfalen unter dem biblischen Motto „Suchet der Stadt Bestes!“ die damalige Landesregierung aufgefordert, nicht noch weitere Aufgaben auf Städte und Gemeinden abzuwälzen. Nach Angaben des jetzigen Innenministers Ralf Jäger haben in NRW 90 Prozent der Kommunen keinen ausgeglichenen Haushalt. Die derzeitige Schuldenlage der Kommunen betrage 20 Milliarden Euro. Jährlich kämen etwa zwei Milliarden Euro neuer Schulden hinzu.
Foto und Quelle: Der westfälische Präses Alfred Buß, www.ekvw.de
