Archiv für die Kategorie „- Persönlichkeitsk.“
Bekanntheit von Forum Bildung, Wirtschaft und Entwicklung wächst
Die Präsenz und Wahrnehmung von Forum Bildung, Wirtschaft und Entwicklung wächst: Die gleichnamige Gruppe auf der Netzwerkplattform Facebook hat seit dem Start im Mai bereits weit über 500 Mitglieder gefunden und so auf den Verein und dessen Arbeitsfelder aufmerksam machen können. Außerdem wurden über diesen Weg neue Themenfelder gewonnen, die gegenwärtig von allgemein hohem Interesse gekennzeichnet sind. Besuchen Sie diese Gruppe, wenn auch Sie die Netzwerkplattform Facebook nutzen und machen Sie bitte Freunde und Bekannte darauf aufmerksam. Hier dazu der Link: http://www.facebook.com/group.php?gid=120438844651090&v=info
Die Zeit ist reif! Wir gehen in eine Lebens Werte Gesellschaft
von Martina Knappert-Hiese, Kressbronn
Einladung zum Internationalen Kongress vom 12. – 15. Mai 2011 in der Tonhalle St. Gallen, Schweiz
Es sei einmal auf eine Alternative verwiesen, die jenseits unserer tagtäglichen Krisenmangement-Versuche erscheint. Die Menschheit befand sich vor 6000 Jahren in einem Zustand der Einheit – jedes Individuum mit sich selbst und seinem Clan und dieser in Balance mit der ökologischen Umgebung. Niemand sollte glauben, dass die Alternative zum unbefriedigenden Status quo sich innerhalb unseres auf Egoliberalismus und linearem Wachstum basierenden Systems verwirklichen ließe. Der nächste Paradigmenwechsel (T. S. Kuhn) will bewältigt werden. Dazu ist es absolut notwendig, dass Männer und Frauen endlich in gleichberechtigten Beziehungen zusammentreffen und sich gegenseitig stärken.
Je mehr Menschen sich mit den gesunden Wurzeln unserer Geschichte auf diesem Planeten beschäftigen, desto eher wird sich ein Ausweg aus dem Krisenzeitalter finden! Nur wenn wir an eine glücklichere Zukunft glauben und uns von der pathologischen Gier nach Materiellem verabschieden, wird diese positive Zukunftsvision Wirklichkeit werden. Das ist eine Erkenntnis der Hirnforschung – Visionen brauchen eine konkrete Repräsentation im Gehirn, damit sie sich realisieren lassen. Dazu ist der Kongress eine gute Gelegenheit für alle betroffenen Männer und Frauen, die sich selber und diese Gesellschaft noch nicht vollständig aufgegeben haben und sich für eine bessere Welt engagieren wollen. Informationen zu gegenwärtigen und vergangenen matriarchalisch organisierten Lebensformen und zur tieferen Bedeutung des Matriarchats finden Interessenten hier:
In schwierigen Zeiten Vertrauen finden – ein lesenswertes Buch von Roland Heinzel
von Martina Knappert-Hiese, Kressbronn
Die Wiederentdeckung der Zuversicht kann als ein Versuch gelesen werden, die Krankheit des Planeten (= unsere globalisierte Welt) mit unserer eigenen Krankheit (= der Verlust des Vertrauens in unsere Potentiale) zu verbinden. Der Autor stellt einen Brückenschalg her zwischen unserer individuellen und unserer verlorenen kollektiven Sichtweise. Krank sind beide, Mensch und Planet. Gesunden können sie nur gemeinsam – die rein wissenschaftliche Sicht auf die Dinge erfordert eine kritische Auseinandersetzung mit unserer gestörten emotionalen Sichtweise. Warum gelingt es uns nicht mehr, zuversichtlich und vertrauensvoll den Alltag zu bestehen? Warum sind wir so schnell bereit, uns dem Höher, Schneller, Weiter, Größer zu unterwerfen und unsere inneren Potentiale zu unterdrücken? Tiefenspsychologie und Systemwissenschaft sind nur zwei Seiten einer Medaille mit dem Namen “Blauer Planet”. Doch es reicht im Zeitalter der ungeordneten Globalisierung eben nicht mehr, nur die Erde objektiv und naturwissenschaftlich zu beschreiben und den Menschen sich selbst zu überlassen. Auch die individuelle Ich-Perspektive ist absolut notwendig. Dass der Planet – und wir mit ihm – in Gefahr sind, steht außer Frage. Verantwortung zu tragen, um der Durchsetzung von Nachhaltigkeit zum Durchbruch zu verhelfen, bedarf eines neuen Blicks auf uns selbst – wir sind als Mann oder Frau geboren, uns ähnlicher als die Mehrheit glauben will und verstecken uns hinter unseren alten Rollen. Verantwortung übernehmen heißt, sich selbst im anderen zu verwirklichen. Die Krise unserer Gegenwart ist eine Krise der Reproduktion – Überbevölkerung dort, Überalterung hier. Dazu kommen, was mich immer wieder schockiert, fehlende Chancen für die wenigen Nachkommen in den reichen Ländern. Roland Heinzel weist den Weg, den ein Individuum gehen sollte, um über sich selbst hinauszuwachsen und im Alltag nicht zu verzagen.
Das Buch ist 2008 im Kösel-Verlag erschienen.
Forum Bildung, Wirtschaft und Entwicklung sucht qualifizierte Beiträge, Mitarbeit und Kooperation
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»Ökosoziales Unternehmertum«: Wie sehen Beispiele für nachhaltige Wirtschaft mit Gewinnorientierung aus?
Wer eine Krise als Verlust einer stabilen Mitte versteht, ist bemüht, diese verlorene Mitte möglichst zügig neu zu finden und einzunehmen. Als Vorgehensweise auf diesem Weg helfen die äusseren Orientierungs- und Ankerpunkte, zwischen denen eine Mitte zu verorten ist. Zur Benennung solcher äusseren Ankerpunkte hat im Verlauf der letzten (Krisen-)Jahre der Begriff der Ökosozialen Marktwirtschaft eine wahrnehmbare Aufwertung und wachsendes Interesse gefunden. Heruntergebrochen auf Unternehmen und Organisationen bedeutet er in etwa: “Ausrichtung der unternehmerischen und organisatorischen Anstrengungen auf (1.) Erfolg im Markt (Gewinn) sowie (2.) soziale und (3.) ökologische Verträglichkeit/Nachhaltigkeit.
Wenn ein so definiertes Modell für Unternehmen und Organisationen als vorbildlich gelten soll, wird es hilfreich sein, über funktionierende Praxisbeispiele mehr zu lernen. Das gilt nicht nur für Unternehmen und Organisationen, die neu in den Markt hinein starten wollen. Das gilt insbesonders auch für solche, die bereits (erfolgreich) im Markt stehen. Und weiter: Was ist mit Unternehmen, die bereits seit Jahr und Tag »ökosozial« wirtschaften, ohne dass sie sich diese Bezeichnung als ihr “Empfehlungsschild” ausgehängt haben? Können sie dem interessiertem Publikum nicht wertvolle Einsichten und Perspektiven anbieten? Können sie nicht aus einer gründlichen und gewissenhaften Erörterung der Fragestellung vielleicht selbst noch hinzulernen?
Das Projekt »Ökosoziales Unternehmertum: Wie sehen Beispiele für nachhaltige Wirtschaft mit Gewinnorientierung aus?« wird vom Forum Bildung, Wirtschaft und Entwicklung, www.fbwe.de, vorbereitet. Hierzu werden Kooperationspartner gesucht, die eine Sammlung von beschriebenen Praxisbeispielen mit der Zielsetzung unterstützen, nach Auswertung und Auswahl derselben ein Weiterbildungsangebot dazu bereit zu stellen. Unternehmen, Organisationen und Experten, die hier einen Beitrag anbieten möchten, senden diesen bitte Martina Knappert-Hiese, martina.knappert-hiese@fbwe.de und/oder Andreas Stein, andreas.stein@fbwe.de.
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Ethikunterricht von und mit Marianne Rautenberg
Bei der Recherche nach zukunftsweisenden Bildungs- und Entwicklungsprojekten bin ich auf Frau Marianne Rautenberg und ihr Engagement gestoßen. Mein Interesse an der Arbeit von Frau Rautenberg macht sich besonders daran fest, dass sie mit ihrer Arbeit ganz praktische und „anfassbare“ Querverbindungen schafft: Als Tierfreundin engagiert sie sich für den Tierschutz und bringt Aufgabenstellungen, die sich aus diesem Engagement ergeben, Jugendlichen nahe. Als „Begegnungstätte“ hat sie zu diesem Zweck einen Verein, www.ramses-und-co.de, gegründet, den sie auch als 1. Vorsitzende leitet. Darüber hinaus gibt sie in 2 Schulen der Stadt Lage Ethikunterricht mit den Themenschwerpunkten »Tierschutz ist Menschenschutz« und »Bewahrung der Schöpfung«. Sehen Sie an dieser Stelle ein kurzes, ungeschnittenes Videointerview mit Marianne Rautenberg vom 14.03.10, mit dem eine umfassendere Darstellung des Engagements auf dieser Plattform eingeleitet wird.
Lob der Pause
Von Martina Knappert-Hiese, Kressbronn
Einer der neueren Titel in der Reihe quergedacht aus dem Oekom Verlag lautet doch tatsächlich “Lob der Pause”. Man mag es kaum glauben, dass der Autor Karlheinz Geißler uns belehren will, warum unproduktive Zeiten ein Gewinn sind, wie der Untertitel verspricht.
Mal ehrlich – Hand aufs Herz – vom Stress haben wir doch alle genug, oder nicht? Im deutschen Sprachschatz gibt es genügend Beispiele, die in die gleiche Richtung zielen, wie z.B. Gut Ding will Weile haben! Wenn Sie nachdenken, fällt Ihnen sicherlich auch ein derartiger Ausspruch ein. Doch hilft uns in den Zeiten der Krise dieses traditionelle Wissen überhaupt noch weiter? Ich befürchte, dass wir alle unte unter Stress stehen und den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen. Ja, uns zudem noch ständig zwischen Ansprüchen und Notwendigkeiten hin und her bewegen und kaum zur Reuhe kommen. Wenn dann jemand noch Themen auf die Tagesordnung bringt, die scheinbar vom eigentlichen Ziel abweichen, dann verwechseln viele die Botschaft mit dem Überbringer der Botschaft. So ist es mir jedenfalls schon häufiger passiert – auch im Gemeinderat von Kressbronn, in dem ich mir gemeinsam mit meinen Unterstützern einen Platz ergattert habe. Wer in seiner heilen Welt lebt, der ist zwar zu beneiden, doch er sollte sich die Frage gefallen lassen, ob die rosarote Brille ihn nicht von einer adäquaten Wahrnehmung der Wirklichkeit ablenkt.
Wie dem auch sei, das genannte Büchlein gibt einen bemerkenswerten Überblick über unseren Umgang mit Zeit! Dabei ist zu bedenken, dass das individuelle Zeitmanagement natürlich auch gesamtgesellschaftliche (Fehl-)Entwicklungen beeinflussen kann. In der wirtschaftlichen Nutzung menschlicher Zeitressourcen liegen der Gewinnlogik zufolge noch ungeahnte Potentiale, die es folglich zu erschließen gilt. Und so sind in der IT-Branche inzwischen Arbeitsplattformen entstanden, die ein schnelles Wechseln zwischen unterschiedlichen Projekten problemlos ermöglichen und doch jeweils alle relevanten Daten und Ansprechpartner einem direkten Zugriff zugänglich machen.
Kreativität ade – gefragt sind lediglich die persönlichen Kompetenzen im Bereich des symbolischen oder expliziten Wissens, das an anderer Stelle auch noch gesammelt und abrufbar vorhanden ist. Der Mensch, der von seiner Natur aus zwischen gut und böse unterscheiden kann, ist dann am besten im ökonomischen Prozess zu gebrauchen, wenn er über seine potentiellen Zweifel erhaben ist und fast so gut oder noch besser wie eine Machine funktioniert. Wer sich derartig knechten lässt, dem fehlt möglicherweise ein gesunder Ausgleich. Lesen sie Geißlers Lob der Pause und korrigieren Sie ggfls. die eingeschliffenen pathologischen Verhaltensweisen und Zwänge, um ihre Menschlichkeit nicht dem System zu opfern. Mutter Erde und ihre Kinder werden’s Ihnen danken!
DAs Büchlein trägt folgende ISBN: 978-3-86581-200-1
BILDUNG gegen BURNOUT
Ein Veranstaltungskonzept von »Forum Bildung, Wirtschaft und Entwicklung«, www.fbwe.de
Der gesellschaftliche Verlust von Maß und Mitte zeigt vielfältige Symptome: Während die Finanzwirtschaft ganze Staaten an den Rand von Katastrophen treibt und dafür Millionenboni erhält (teilweise auch noch durch Steuern mitfinanziert), eröffnen Politiker einen Wettbewerb im verbalen Wettprügeln auf Hartz-4-Empfänger. Klimazocker stehlen der Welt in Kopenhagen das Zukunftsvertrauen in unseren Planeten. In der Arbeitswelt breitet sich die Forderung nach Höchstleistungen ohne Mindestlöhne aus. Immer mehr Sicherungen der Vernunft brennen durch und werden in Folge als „nicht mehr finanzierbar“ erklärt. Soziale Bindungen und Beziehungen gelten als Ressource, die im Wettbewerb um Erfolg selbstverständlich zu nutzen und möglichst aufzubrauchen sind. Jeder ist sich selbst der Nächste. “Gas geben – bloß nicht anhalten!” scheint die Devise der Stunde zu sein. „Grenzen gab´s gestern!“ lügt uns die Werbung eines Mobilfunkanbieters vor. Und so überfahren wir ein Warnsignal nach dem nächsten.
Aber dann ist irgendwann plötzlich Schluß, es setzt die totale Erschöpfung und Lähmung ein. Kollaps. Nichts geht mehr.
Was treibt Menschen an den Rand der Selbstzerstörung? Ist es die Sucht nach Erfolg oder die Angst vor Versagen? Oder ist es einfach der Eingangs erwähnte Verlust von Maß und Mitte, die tagtägliche Unsicherheit über die Erwartungen, denen wir entsprechen sollen und wollen, die Hilflosigkeit in der wir uns wiederfinden, wenn wir offen und laut sagen sollen, was gut ist und was schlecht?
Ausgeglichenheit und innere Standfestigkeit – Persönlichkeitsmerkmale eines ganzheitlichen Bildungsideals – werden oft erst als Wert erkannt, wenn sie verloren sind. Gleichzeitig sind sie in Zeiten der Krise ein wichtiges Basiskapital, ein Grundstock auf den wir unsere Zukunft bauen.
Die Veranstaltung BILDUNG gegen BURNOUT will einen Beitrag leisten, der Selbstverantwortung zur Stabilität neue Nahrung zu geben. Dazu reflektieren Experten und Betroffene aus unterschiedlichen Blickwinkeln die Kriterien von Leistungen und Fehlleistungen bei der gesunden Bewältigung unserer Arbeit und der erfolgreichen Vermeidung von Überschöpfung.
Zur Vorbereitung und Durchführung einer Veranstaltung mit Podiumsdiskussion nach dem hier vorgestellten Konzept sucht das »Forum Bildung, Wirtschaft und Entwicklung«, www.fbwe.de, Experten und Betroffene mit ihren Erfahrungen sowie Sponsoren für die Finanzierung. Diese wenden sich bitte an Martina Knappert-Hiese, martina.knappert-hiese@fbwe.de, oder Andreas Stein, andreas.stein@fbwe.de.
„Religion bildet“: Kirchen präsentieren sich gemeinsam auf der „didacta“
Vom 16. bis 20. März findet die Bildungsmesse in Köln statt
NRW. „Religion bildet – Kompetenzen entwickeln, Dialog fördern, Glauben entdecken.“ Unter dieser Überschrift präsentieren sich die evangelischen Landeskirchen und die katholischen (Erz-)Bistümer in Nordrhein-Westfalen sowie die Evangelische Kirche in Deutschland vom 16. bis 20. März 2010 wieder mit einem gemeinsamen Stand auf Bildungsmesse didacta in Köln. Am Stand A 48 in Halle 6.1 stellen die Kirchen und kirchlichen Einrichtungen ihre Bildungsarbeit und -anliegen in fast 30 Vorträgen, Diskussionsrunde und Musikprogrammen vor. Dazu gibt es Gesprächsmöglichkeiten mit Expertinnen und Experten sowie ein Kirchencafé.
„Als NRW-Bistümer haben wir dabei nicht nur den Religionsunterricht im Blick“, unterstreicht Dr. William Middendorf, Leiter der Hauptabteilung Schule und Bildung im Bischöflichen Generalvikariat Münster: „Da die katholische Kirche als größter freier Schulträger in Deutschland besondere Verantwortung für den Bildungsbereich trägt, sind wir auch sehr daran interessiert, unser Bildungsangebot möglichst vielen Besuchern der didacta zumindest exemplarisch vorzustellen sowie über unser Bildungsverständnis am Stand der Kirchen zu informieren und zu diskutieren.“ Und Oberkirchenrat Klaus Eberl, Leiter der Abteilung Bildung der Evangelischen Kirche im Rheinland, ergänzt: „Bildung ist für uns nicht erst in der Wissens- und Lerngesellschaft der Gegenwart ein zentrales Thema; sie ist es seit der Reformationszeit. Philipp Melanchthon war treibende Kraft für die Entwicklung eines allgemeinen Schulwesens. Bildung im evangelischen Verständnis will Menschen befähigen, ihre Zukunft und die Welt zu gestalten. Deshalb betont die Kirche ein ganzheitliches Bildungsverständnis. Heute, im Angesicht der Globalisierung und der multikulturellen Lebenszusammenhänge, gewinnt religiöse Bildung zunehmend an Bedeutung.“ Einer der Höhepunkte im Programm „Kirche auf der Bildungsmesse“ wird eine Podiumsdiskussion am Donnerstag, 18. März 2010, um 14 Uhr sein: Dann diskutieren die NRW-Landtagspräsidentin Regina van Dinther, der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker, der Präsident des Kirchenamtes der EKD Dr. Hermann Barth und der Bonner Professor Dr. Volker Ladenthin an Stand E 41 unter der Überschrift „Religion bildet“. Die Moderation hat Gisela Steinhauer (WDR).
Programmübersicht und Details zu den Veranstaltungen: Flyer »Religion bildet« als PDF
GERECHTIGKEIT UND SOLIDARITÄT – Ohne gelebte Werte zerreißt es die Gesellschaft
Von Josef Riegler, Graz (siehe auch www.oekosozial.at)
“Wohlstand für alle!” So lautete das geniale Motto der Sozialen Marktwirtschaft. Das war maßgeschneidert für unsere Volkspartei: Leistung belohnen, Chancen für Tüchtige, aber auch Hilfe für Schwächere und Benachteiligte: “auf die kleinen Leute schauen!”
Seit gut 15 Jahren spielt eine “andere Musi”: Von der einzigen Weltmacht USA wurde der Welt eine ausschließlich profitorientierte Ökonomie aufoktroyiert. Die Instrumente dazu: Weltweit freier Kapitalverkehr, weltweit freie Wahl der Produktionsstandorte, weltweiter Freihandel ohne Rücksicht auf Sozial- und Umweltbelange – garniert mit “Steueroasen” als Plätze für Steuerhinterziehung, Bilanzfälschung und Geldwäsche. Das Motto: Schneller Reichtum ohne Arbeit, immer waghalsigere Spekulation, “Geiz ist geil”. Die Methode: Egoismus, Brutalität, Lüge, groß angelegter Betrug.
Das Ergebnis: Im Oktober 2008 stand die Welt am Abgrund. Wenn nicht Politiker wie Gordon Brown, Nicolas Sarkozy und Angela Merkel blitzartig Tausende Milliarden an Euros, Dollars etc. als Garantien in die Banken “gepumpt” hätten, wäre alles zusammengebrochen. Auf unvorstellbare 10.500 Milliarden Dollar wird von der Commerzbank der Schaden aus der Bankenkrise geschätzt.
Und nun? Herr Madoff, einer der Großbetrüger, erhielt einige hundert Jahre Gefängnis – die kann er gar nicht “absitzen”. Die meisten der Betrüger laufen nach wie vor frei herum, kassieren saftige Boni und lachen über die Politik, weil Regierungen zu keinen gemeinsamen wirksamen Entscheidungen kommen. Die Geschäfte blühen wieder und den Schaden müssen die Bürger “ausbaden”.
MITEINANDER!
Regierungen müssen endlich an einem Strang ziehen! Nach löblichen Absichtserklärungen dominiert in der internationalen Politik wieder der nationalstaatliche Egoismus. Aber wir brauchen Taten! Einige der dringendsten Aufgaben wären:
- Intelligente Regeln für die internationalen Finanzmärkte.
- Rasche Einführung einer weltweiten Abgabe auf Kapitaltransfers. Nur 0,2 Promille (!) brächten allein in der EU 120 Milliarden Euro an Einnahmen – die Kosten für eine Transaktion von 10.000 Euro beliefen sich auf ganze 2 (!) Euro!
- Ausmerzung von Steuerflucht, Bilanzfälschung und Geldwäsche durch “austrocknen” der Steueroasen.
- Verbot zerstörerischer Spekulation bei Lebensmitteln, Energie und Rohstoffen.
- Vereinbarung einer weltweiten Klimastrategie.
- Einbau von Sozial- und Umweltstandards in die Welthandelsorganisation.
Schon im Jahr 2003 haben Freunde aus der Zivilgesellschaft – vor allem in Deutschland – mit Unterstützung des Ökosozialen Forums ein konkretes Projekt für eine gerechte Gestaltung der Globalisierung vorgelegt: Den “Global Marshall Plan für eine weltweite Ökosoziale Marktwirtschaft”. Leider hat es die EU bisher verabsäumt, dieses Konzept mit ihren Möglichkeiten auf Weltebene zu vertreten.
WAS KANN ICH TUN?
Wir “Normalbürger” können die Weltpolitik nicht bestimmen. Andererseits: Es kann sich nur etwas ändern, wenn sich viele einzelne Menschen ändern! Die Fastenzeit wäre für konkrete Schritte gut geeignet – wie etwa:
- Das eigene Gewissen überprüfen und schärfen!
- Überlegt einkaufen.
- Meine Mobilität umweltfreundlich gestalten.
- Mit meinem Geld eine ethische Wirtschaft fördern.
- Sich informieren, um andere informieren zu können.
- Aktiv Meinungsbildung betreiben – durch Leserbriefe, E-Mails, Diskussionen etc.
Unserer Volkspartei empfehle ich, die guten Werte wieder selbstbewußt zu leben. Ich bin dankbar dafür, dass unser Bürgermeister Siegi Nagl auch die Verantwortung für das Ökosoziale Forum Steiermark übernommen hat. Bei Hermann Schützenhöfer und Sepp Pröll weiß ich unser Land in guten Händen. Sie betreiben Politik mit Verantwortungsbewußtsein und Augenmaß.
Nicht den Marktschreiern und Scharlatanen, sondern einer wertorientierten Politik gehört die Zukunft!
Bildungsverein i. G. und Mitgliederwerbung
Seit letzter Woche (10.02.) ist »Forum Bildung, Wirtschaft und Entwicklung« unter www.fbwe.de im Internet präsent, nun hat die Mitgliederwerbung für den Bildungsverein i. G. begonnen. Im ersten Schritt besteht Sie aus der Gewinnung neuer Mitglieder für die Verteilerliste newsletter@fbwe.de. Die Mitgliedschaft in diesem Verteiler ist kostenlos und unverbindlich. Der Newsletter-Verteiler informiert über die weiteren Aktivitäten und Termine. Die Mitgliedschaft in diesem Info-Verteiler startet mit dessen Bestellung in Form einer einfachen Email an newsletter@fbwe.de und endet mit formloser Abbestellung an dieselbe Mailadresse.
Besuchen Sie »Forum Bildung, Wirtschaft und Entwicklung« auf www.fbwe.de. Bestellen Sie weitere Infos über newsletter@fbwe.de
Bildung, Wirtschaft und Entwicklung
Wohin uns der Weg in die Zukunft führt, läßt sich nicht sicher sagen. Das Forum Bildung, Wirtschaft und Entwicklung will Wandel skizzieren und grundlegende Erfolgspotentiale fördern. Ab heute ist das Engagement im Internet präsent: www.fbwe.de
Jugendliche machen Medien: Training startet in die 6. Runde
Bei „News4U“ lernen junge Leute – auch aus Westfalen – den Journalismus kennen
Rheinland/Westfalen. „News4U“, das Journalistentraining der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) für junge Leute, startet am morgigen Freitag, 5. Februar 2010, um 18.30 Uhr in die sechste Runde. Dann treffen sich die zwölf jungen Leute im Alter von 15 bis 18 Jahren zum ersten Mal als neues „News4U“-Team 6 im Fernsehstudio des Medienverbandes der rheinischen Kirche in Düsseldorf. Sie kommen diesmal aus Duisburg, Essen, Wuppertal, Willich, Meerbusch, Herten, Hagen, Beckum und Espelkamp. Zusammen mit Vertreterinnen und Vertretern der Träger des Projektes, ehemaligen Absolventinnen und Absolventen, Referentinnen und Referenten sowie Unterstützerinnen und Unterstützern feiern sie eine Eröffnungsparty.
Seit mehr als zehn Jahren gibt es dieses erfolgreiche medienpädagogische Projekt. Ins Leben gerufen wurde es, damit Jugendliche selbst zu Wort kommen, eigene Themen aus Kirche und Gesellschaft medial bearbeiten und transportieren können. Dazu wurde vom Amt für Jugendarbeit und dem Medienverband der Evangelischen Kirche im Rheinland ein Konzept erarbeitet, nach dem Jugendliche zwischen 16 und 19 Jahren in allen Mediensparten professionell geschult werden. Über einen Zeitraum von einem dreiviertel Jahr treffen sie sich mit Dozentinnen und Dozenten aus inner- und außerkirchlichen Medien zu Wochenendworkshops in den Bereichen Print, Hörfunk, Fernsehen und Online. Außerdem absolvieren sie ein mehrtägiges Produktionstraining bei Großveranstaltungen der Evangelischen Jugend im Rheinland wie Jugendcamp oder Verleihung des Jugendkulturpreises und ein dreiwöchiges Praktikum in den Schulferien.
Rund 60 Absolventinnen und Absolventen gehören inzwischen zur „News4U“-Familie, die beständig weiter wächst. Vor zwei Jahren kam als weitere Trägerin die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) hinzu. Absolventinnen und Absolventen der ersten Durchgänge haben inzwischen in den Medien Fuß gefasst: Sie arbeiten beispielsweise beim WDR, dem Bayrischen Rundfunk, einer Lokalzeitung in der Schweiz, bei Chrismon plus Rheinland oder einem großen Düsseldorfer Verlag. Außerdem stehen einige jetzt selbst als Dozentinnen und Dozenten vor den jüngeren „News4U“-Teilnehmerinnen und Teilnehmern, moderieren Veranstaltungen oder stellen ihr Know-how ihrer Kirchengemeinde zur Verfügung.
FORUM Wirtschaft, Bildung und Entwicklung
(e.V. in Gründungsvorbereitung)
Inhaltliche Themenschwerpunkte für 2010
Anknüpfend an die gegenwärtige “Gesamtkrise” untergliedern wir im neuen Jahr in folgende Krisenfelder, die alle Auswirkungen haben auf jeden Einzelnen von uns. In deren Bearbeitung werden wir neue Denk- und Handlungsperspektiven verfolgen und finden:
- Ökologische Krise mit ihren gegenwärtig beeindruckenden Erneuerungen im Denken und Handeln von Wirtschaft und Politik
- Finanz- und Wirtschaftskrise (=Ökonomische Krise)
- Soziale (und politische) Krise (in Bezug auf die Kultur des Zusammenlebens und Zusammenarbeitens, in Bezug auf persönliche Beziehungskultur (ganz besonders auch in Hinsicht der Gender-Thematik) und in Bezug auf die Qualität unserer Demokratie)
- Mediale Krise/Orientierungskrise (angetrieben von Internet, Handy, etc: Verlust von zentralen und nachvollziehbarer Kommunikationsstrukturen (Beispiel: Fortschreitender Verlust der Trennung von staatlichem (öffentlich-rechtlichem) und privatem Medienangebot)
Nun ergibt sich aus diesen Veränderungen in unserer gesellschaftlichen Umwelt ein BILDUNGS-ANLASS, weil wir LERNEN müssen, mit den neuen Entwicklungen umzugehen. Das wollen wir wie folgt angehen: Wir nehmen als Bildungsideal die 7 kardinalen Tugenden unserer christlich-humanistischen Kultur und fragen an nach einer angemessenen Übersetzung zur Anwendung in den aktuellen Krisenfeldern. Wir arbeiten also daran, zukunftsfähige Maßstäbe für unser Handeln mit Hilfe des über 2400 Jahre gewachsenen Europäischen Bildungsideals zu finden und zu verfolgen. So können und wollen wir die Brücke von unserer Tradition in unsere Zukunft bauen, ohne dass wir behaupten (müssen), alles, was wir denken, sagen und tun, sei neu. Im Gegenteil: Wir berufen uns auf unsere Tradition!
Wir sind also nicht nur in der Rolle von Forschern unterwegs, sondern auch in der Rolle von Lehrenden (Vermittlern) und Erneuerern (ReformerInnen, Changemanagern, Coaches, Trainern). Deshalb können wir den Anspruch und die Aufgabenstellung zu unserem Engagement wie folgt formulieren:
Die Themenfelder sind hochaktuell und bedeutsam für Gegenwart und Zukunft. Es gilt, neue Auffassungs- und Verhaltensmaßstäbe zu finden und zu verfolgen! Die Befähigung und Entwicklung des Einzelnen ist hierbei unser Arbeits- und Bildungsziel.
Krisen bieten neuen Chancen, nutzen Sie diese! Offene und engagierte Menschen, die Beiträge einbringen wollen, wenden sich bitte an Martina Knappert-Hiese, martina.knappert-hiese@freenet.de oder Andreas Stein, as@andreas-stein.info.
top-down(?) oder bottom-up(!)
Kopenhagen und das Ende von Nationalismus und Naivität
von Michael Franz, Heidelberg · www.m-g-franz.de · info@m-g-franz.de
Wenn hochwissenschaftliche Analysen vorliegen, notwendige Klimakonsequenzen multimedial und zugespitzt eingefordert werden, die vermeintlich mächtigsten Menschen der Welt sich die Nächte und Argumente um die Ohren schlagen… und so gar nichts heraus kommt, dann scheint das ein schlechtes Zukunftssignal zu sein. Jedoch: Die Kinder dieser Zeit und Welt haben mit pseudorationalem Geschwätz und nationalem Getue nicht wirklich etwas am Hut. Sie würden lieber einfach nur lernen und gesund aufwachsen, fair spielen, sich streiten und vertragen. Kein Siebenjähriger versteht, warum der Friedensnobelpreisträger den höchsten Rüstungshaushalt aller Zeiten bewilligt. Und jeder Zehnjährige versteht, dass China zwar das meiste CO2 ausstößt, jeder Chinese aber nur ein Bruchteil dessen, was pro Kopf in EUSA rausgehauen wird.
Jeder wundert sich, dass innerhalb weniger Tage Milliarden und Billionen zur Rettung krebskranker Banken und Finanzmärkte locker gemacht werden, Entwicklungsländer aber erst ab 2020 „wohlwollend“ zum ökologischen Umbau animiert werden möchten… Das ökologische Umdenken und Umhandeln muß hier statt finden und nicht auf Tuvalu! Kopenhagen ist nicht das Ende der Welt, sondern der Beginn einer Ära der Wahrheiten. Unvernünftig wäre es, weiterhin allein auf die Klugheit, Weitsicht und das Wohlwollen demokratischer Repräsentanten zu vertrauen. Das offensichtliche Machtkleben, Ideenarmut und Lobbytum, Heimlichtuerei und Zaudergeist der getriebenen Polit-Profis mag man anprangern; aber just die moderne Hirnforschung macht deutlich, dass und warum wir Menschen eher dürftig unserer Vernunft folgen.
„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!“, weiss Erich Kästner und schon der Ur-Ökologe Zarathustra empfiehlt das „gute Denken, gute Reden und gute Handeln“. Eigentlich ganz einfach – so einfach wie die Erkenntnis, dass Wachstum – rein mengenmäßiges - mit Weltfrieden genauso wenig zusammen passt wie übermäßiger Konsumtrieb und Gier mit wirkungsvollem Klimaschutz. Das Vertrauen auf Rationalität oder Wissenschaftsgläubigkeit alleine sind im Zuge der Globalisierung – also der drastisch zunehmenden Komplexität (und auch Verunsicherung) – eine gefährliche Sackgasse. Kopf ohne Körper hat noch nie funktioniert – Wissen ist das eine, ohne Wollen und Handeln bleibt es hilflose Verdrängung und geistige Selbstbefriedigung. Nicht ein von westlichem Lebensstil dominierter globaler Plan älterer Feldherren ist der Weg, ein ganz neuer „Common Sense“ der Weltjugend ist das hohe Ziel.
Es braucht Väter, die ihren Kindern noch oder wieder in die Augen schauen können und Mütter, die Jungs zu echter Mannhaftigkeit ermutigen – was immer bedeutete: Leben zu schützen. Früher des kleinen Dorfes, heute des “Global Village”. Junge Männer, die zwischen Soft-Pädagogik und Medien-Brutalität ihre Echtheit und ganz natürliche Aggressivität bewahrt haben und den starken jungen Frauen dieser Zeit mit gutem Gewissen zugemutet werden können. Und dazu braucht es nicht zuletzt Schulen für Lebensunternehmer statt Lern- und Arbeitssklaven aus PISA und „Bologna“.
Themenabend bei der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Höxter
Erfolgreiches Verhandeln und überzeugende Gesprächsführung gehen Hand in Hand. Von allen Verhandlungspartnern wird angestrebt, das eigene Kommunikationsverhalten und die gewünschten Ziele in Einklang zu bringen. Dafür sind notwendige Grundlagen und Techniken erforderlich. Innerhalb eines Themenabends am 01.10.09 wurden diese von Grit Wunderlich vorgestellt. Dazu eingeladen hatte die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Höxter mbH.
Hier finden Sie das: Fotoprotokoll zum Thema „Erfolgreich Verhandeln“
Aufruf der Bundeskanzlerin Angela Merkel zu 361 Grad Toleranz
Der Aufruf der Bundeskanzlerin Angela Merkel zu 361 Grad Toleranz verweist auf http://www.youtube.com/user/361gradtoleranz
Renaissance der sozialen Marktwirtschaft?
Tagung der westfälischen Kirche: Politiker und Theologe fordern stärkere Kontrolle von Banken und Finanzwirtschaft
Schwerte/Westfalen. Eine „Renaissance der sozialen Marktwirtschaft“ ist nach Überzeugung des Europaabgeordneten Elmar Brok nötig und möglich. Sie müsse in Freiheit aus christlicher Verantwortung gestaltet werden, sagte Brok am Freitagabend (21.8.) auf der Politikertagung der Evangelischen Kirche von Westfalen in Schwerte.
„Der Markt produziert nicht von sich aus soziale Gerechtigkeit und Umweltschutz.“ Der Klimawandel würde nach Angaben von Brok allein in Deutschland Schäden von über 100 Milliarden Euro verursachen, wenn es nicht gelinge, ihn einzudämmen. Ein sich selbst überlassener Markt zerstört sich nach Überzeugung des CDU-Politikers selbst. Wirklicher, fruchtbarer Wettbewerb könne sich nur entwickeln, wenn Fusionen politisch kontrolliert werden. Voraussetzung dafür sei ein international verbindlicher Ordnungsrahmen. Der europäische Binnenmarkt mit seiner staatenübergreifenden Regulierung sei deshalb weltweit ein Modell für die Bewältigung der Wirtschaftskrise. Dazu gehört nach Broks Worten eine gemeinsame Kontrolle der Finanzwirtschaft: „Es kann nicht sein, dass 28-jährige Rating-Analysten in der City of London ungeprüft und ohne Kontrolle entscheiden, welcher Arbeitsplatz in Schwerte wertvoll ist“, sagte er. Christliche Freiheit ist auch für Dr. Christoph Stückelberger die Voraussetzung, um der Krise Herr zu werden. Christen seien „befreit, das Gute zu tun zum Wohl der Gemeinschaft“, erklärte der Theologe von der Organisation Globethics.net in Genf. „Freiheit ist nicht ohne Verantwortung und ohne Gerechtigkeit denkbar – und umgekehrt.“ Die Welthandelsorganisation WTO habe die Gerechtigkeit bisher „nur ungenügend“ umgesetzt. Auch Stückelberger plädierte für „starke, faire Regeln“, nach denen der Markt funktionieren müsse. Ethik müsse in der Wirtschaft verpflichtendes Ausbildungsfach werden. Ohne geistliche Wurzel sei die Ethik jedoch „hohl“ und könne nicht langfristig tragen. Nur durch spirituelle Schulung von klein auf könne ethisches Verhalten in der Persönlichkeit verankert werden. Deshalb müsse der schulische Ethikunterricht stärker mit dem Religionsunterricht verbunden werden.
Weitere Informationen: Evangelische Kirche von Westfalen, www.ekvw.de
Zitat zur Zeit
Es ist wohl angenehm, sich mit sich selbst beschäftigen, wenn es nur so nützlich wäre. Inwendig lernt kein Mensch sein Innerstes erkennen; denn er mißt nach eignem Maß sich bald zu klein und leider oft zu groß. Der Mensch erkennt sich nur im Menschen, nur das Leben lehret jeden, was er sei. (Antonio)
Johann Wolfgang von Goethe
Wirtschaft und Werte für ein gesundes Leben
Eindringlicher als in den letzten Tagen haben zwei Männer von sehr unterschiedlicher Herkunft den globalen Status quo selten beschrieben. Zum einen gibt es das Interview in der Zeitung „Die Welt“ mit dem Dalai Lama http://www.welt.de/wirtschaft/article4004903/Dalai-Lama-Gier-macht-Unternehmen-krank.html und zum anderen wurde auf Forum Führung Josef Rieglers Vortrag eingestellt http://news.forum-fuehrung.com/wp-content/uploads/2009/06/2009-05-26_minoriten_klimawandel.pdf, den er vor Kurzem bei den Minoriten gehalten hat. Nicht nur Ökonomie und Ökologie sollten mit dem Bereich des Sozialen verbunden werden, sondern wir brauchen zur Lösung der Weltkrisen auch eine Rückbesinnung auf unsere kulturellen Traditionen. Und diese sind entstanden, um dem einzelnen Individuum Handlungsanleitungen zur Bewältigung des Alltags mit einem sinnvollen Verständnis der unmittelbaren Lebenszusammenhänge an die Hand zu geben. Es ist doch beruhigend, wenn wir uns gelassen zurücklehnen dürfen, um uns auf uns selber zu besinnen. Das sollten wir bei aller Hektik des Alltags immer wieder tun, auch um uns zu vergewissern: Aus der Ruhe kommt die Kraft! Die Zukunft der Welt lässt sich nur mit einem doppelten Ansatz bewältigen, denn wir brauchen sowhl vernünftige Konzepte von top down – die Ökosoziale Marktwirtschaft – als auch Veränderungen von bottom up, die oft mit einer Verbesserung des individuellen Empfindens einhergehen. Dazu gehört aber gelegentlich auch eine Kritik unserer Selbstbilder und lieb gewordener alltäglicher Ansichten. Selbsterkenntnis und Welterkenntnis sind in vielen kulturellen Traditionen der Menschheit keine Widersprüche! Der vor uns liegende Paradigmenwechsel, den wir nur gemeinsam positiv gestalten und bewältigen können, erfordert Veränderungen in allen Lebenszusammenhängen.
Martina Knappert-Hiese
www.knappert-hiese.de und http://news.forum-fuehrung.com/?p=1415
Martina Knappert-Hiese: Ankündigung eines Buchprojekts
Liebe Freundinnen und Freunde, sehr geehrte Damen und Herren,
ich freue mich, hiermit das Ergebnis eines “kreativen Aktes” formulieren zu dürfen. Sollte sich eine Gelegenheit finden, dann dürft Ihr/ dürfen Sie es gerne weiter verteilen und/oder auf Euren/ Ihren Websiten veröffentlichen. Für eine solche Form der Unterstützung danke ich Euch/ Ihnen ausdrücklich!
Hinweisen möchte ich zudem auf den Umstand, dass in dem folgenden Zusammenhang noch erheblicher Diskussionsbedarf besteht. Wer immer sich angesprochen fühlt, darf mir seine Gedanken und Anregungen gerne mitteilen. Zudem fehlt auch noch der treffende Begriff bzw. das entsprechende Schlagwort, das auf die Einheit von Ökosozialer Marktwirtschaft und Gendergerechtigkeit verweist.
Für Ihre Bemühungen und Eure Unterstützung bin ich sehr dankbar.
Martina Knappert-Hiese
www.knappert-hiese.de
Zu meinem Buchprojekt:
Globale Gerechtigkeit braucht internationale Rahmenbedingungen, die für alle Akteure auf dem Globus gelten. Es ist deshalb notwendig, alle Marktteilnehmenden entsprechend ihrer ökonomischen Leistungsfähigkeit zur Übernahme von Verantwortung zu verpflichten. Damit sich aber ökonomische Strukturen verankern lassen, deren Akzeptanz bei allen Teilnehmenden am globalen Markt anerkannt wird, bedarf es der Ökosozialen Marktwirtschaft. Dieses Konzept zielt auf die Regulierung der ökonomischen und ökologischen Verwerfungen, zu denen es in den letzten beiden Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts gekommen ist. Das Ziel einer Welt in Balance, in der die Würde aller Menschen und der Natur gleichermaßen verwirklicht werden kann, lässt sich nur mit einer neuen Gesellschaftsordnung realisieren. Damit irgendwann diese Global Governance umzusetzen ist, müssen wir heute Priotitäten setzen. Das dringlichste Ziel unserer Gegenwart besteht darin, die mit der der Subprime-Krise begonnene Umverteilung von realem Geld und existierenden Gütern aufzuhalten. Diese Brasilianisierung kann aber nur dann gestoppt werden, wenn Menschen verstehen, wie der globale Lebensraum gerecht zu organisieren ist. Ohne verbindliche Rahmenbedingungen lassen sich Bedüfnisse aller Menschen nicht befriedigen. Aktuell muss unsere Aufmerksamkeit deshalb insbesondere dem Weltfinanzsystem gelten, dessen Regulierung die unabdingbare Voraussetzung für die Implementierung einer Ökosozialen Marktwirtschaft ist. In einer balancierten Welt wird die Kategorie Geschlechtszugehörigkeit einst bedeutungslos sein. Doch gegenwärtig trägt die Nichtbeachtung dieser aus der Biologie stammenden Zuordnung nur dazu bei, dass bestehende Unterschiede und Ungerechtigkeiten weiter vergrößert werden. Erst wenn wir begreifen, warum Gender auch im Hinblick auf ökologische und soziale Verbesserungen eine bedeutende Kategorie darstellt, kann die Welt in Balance entstehen . Die seit 40 Jahren in allen gesellschaftlichen Bereichen erforschten feminstischen Fragestellungen lassen keinen Zweifel daran, dass die Marginalisierung von Frauen die Entstehung des globalen Status quo erheblich mit verursacht hat.
Die Globalisierung findet ihren Ausdruck gegenwärtig in einer allgemeinen Gewalt, die universell zu wirken scheint. Es ist davon auszugehen, dass die globale strukturelle Gewalt nur in einer Welt zu überwinden sein wird, die um ihre Usprünge weiß. Die Einsicht, das die Menschheit einst sehr wohl in einer Welt in Balance lebte, gehört längst nicht mehr zum akzeptierten Wissen. Für Jahrtausende lebte die Menschheit unter matriarchalisch organisierten Lebenszusammenhängen. Durch klimatische Veränderungen ist es zu anderen ökologischen Randbedingungen gekommen, die sich unmittelbar auf gesellschaftliche Organsiation auswirkten. Aus dem Matriarchat wurde ein Patriarchat und aus Menschen in einer funktionierenden Lebensumgebung wurden Männer und Frauen, die ihr Dasein unter ungelösten Globalisierungsbedingungen nachhaltig organsisieren müssen. Für den wirtschaftlichen Organisationsbereich der Gesellschaft gibt es das Konsezpt der Ökosozialen Marktwirtschaft. Damit diese erfolgreich eingeführt werden kann ist es jedoch notwendig anzuerkennen, welche definitiven Unterschiede es zwischen Männern und Frauen gibt. Ein Forschungsprojekt, das sich der besonderen Bedeutung der Frau im Globalisierungsprozess widmet, steht noch aus. Zwar gibt es unterschiedliche Darstellungen zur aktuellen Situation von Frauen in verschiedenen Regionen der Erde, aber eben noch keine übergreifende Untersuchung, die die Verbesserung der Lebenssituationen von Frauen im Kontext der Zielsetzung einer Ökosozialen Marktwirtschaft betrachtet. Auf der Basis meines Wissens aus ganz unterschiedlichen Bereichen habe ich mit der Arbeit begonnen, die dazu beiträgt, dass diese Lücke geschlossen werden kann.
Uns ist bis heute nicht klar, was es bedeutet, ein Mensch zu sein, da wir uns als Männer oder Frauen wahrnehmen. Das muss uns zwar nicht zwingend bewusst sein, lässt sich aber nicht verleugnen, da wir entweder als Mann oder als Frau handeln. Die Unterschiede hat der Feminimus erarbeitet, doch Gleichberechtigung besteht bis heute keineswegs. In einer balancierten Welt mit einer funktionierenden Ökosozialen Marktwirtschaft sollten Menschen leben, die sich der Geschechtszugehörigkeit immer bewusst sind. Gender-Gerechtigkeit, ein notwendiges politisches Ziel unserer Gegenwart, verliert unter weltkrisenhaften Randbedingungen zunehmend an Bedeutung. Bisher haben wir erst ausgearbeitete Lösungsansätze, um die sozialen und ökologischen Probleme gemeinsam im Konzept der ökosozialen Marktwirtschaft einer Lösung zuzuführen. Es fehlt die Erweiterung dieses Konzeptes mit den feministischen Inhalten, die das problemlose Zusammenleben der Geschlechter in den Gesellschaften der Gegenwart erschweren. Während die Öksosoziale Marktwirtschaft die gesellschaftlichen Ordnungsstrukturen opitimiert, fehlt zudem eine Darstellung der Faktoren des nachhaltigen Zusammenlebens von Menschen, die aus Sicht des geplanten Buches von gleicher Relevanz sein dürfte. Neben der Darstellung der bekannten Gender-Differenzen unter den gegenwärtigen Lebensbedingungen wird es ein Kapitel beinhalten, das ein Set von notwendigen Forderungen entwickelt, die Männern und Frauen eine Form persönlicher Identitätentwicklung jenseits von traditionellen Geschlechtszuschreibungen ermöglicht. Der hohe zivilisatorische Entwicklungsgrad der Menschheit, über den momentan bestenfalls ein Drittel der lebenden Menschen verfügt, soll in einer balancierten Welt auch den anderen zwei Dritteln zur Verfügung stehen. Deshalb muss ein Diskurs gefunden werden, der die Maginalisierung des Weiblichen als Enstehungsbedingung des globalen Status quo erläutert – und zwar auf eine Art und Weise, dass Männner und Frauen nicht mehr wie bisher “gegeneinander ausgespielt werden”. Die aktuelle Weltkrise macht beide Geschlechter zu Verlierenden – gewinnen können wir erst dann, wenn Männer ihre weiblichen und Frauen ihre männlichen Persönlichkeitsanteile leben dürfen und sich als MENSCHEN begegnen. Eine Ökosoziale Marktwirtschaft als Voraussetzung globaler Gerechtigkeit ist auf Menschen angewiesen, die gelernt haben, vernünftig und nachhaltig jenseits traditioneller Rollenzuschreibungen zu handeln.
Zitat zur Zeit
»Tradition ist nicht das Bewahren von Asche, sondern das Weitergeben von Feuer«
Volksmund
Zu Gast bei forum-fuehrung.com
Erster Gast im Seitentitel: Katja Rühl, www.koenigsteiner-akademie.de
Mit dem neuen Seitenlayout startet eine neue Serie: In »Zu Gast bei forum-fuehrung.com« kommen engagierte Stimmen aus der Arbeitswelt zu Wort, die die “Erfolgsfaktoren menschliche Bedürfnisse - menschliches Verhalten” in den Mittelpunkt ihrer beruflichen Tätigkeit stellen. Den Auftakt dieser Serie macht Katja Rühl von der www.koenigsteiner-akademie.de, die in Ihrem Beitrag vom 30.05.08 schrieb:
“Die Kompetenz der Mitarbeiter ist ein entscheidender Unternehmensfaktor. Dass zur Kompetenz Fachkenntnisse allein nicht ausreichen, ist kein Geheimnis. Um vorhandene Fachkenntnisse erfolgreich einzusetzen, sind auch persönliche Fähigkeiten wie authentisches Auftreten, emotionale Kompetenz und auch eine überzeugende Dialogführung erforderlich. (…) Produkte und Preise unterscheiden sich in vielen Branchen kaum noch voneinander. Der entscheidende Erfolgsfaktor ist und bleibt der Mensch, deshalb haben wir uns mit dem Konzept “Lernen durch Erleben“ auf die Stärkung der kommunikativen Fähigkeiten spezialisiert.”
Lesen Sie den vollständigen Beitrag unter: Kompetente Mitarbeiter – effiziente Unternehmen




