Archiv für die Kategorie „- Fachkompetenz“
FBWE monats-spiegel 11-2010
Monatliches Videomagazin des http://www.fbwe.de, Forum Bildung, Wirtschaft und Entwicklung e. V. (i. G.)
Zur in dieser Ausgabe angebotenen Präsentation von Bianca Baum und Olaf Klenke:
Zum Teil 1: http://www.youtube.com/watch?v=psaJBzzMNsY
Zum Teil 2: http://www.youtube.com/watch?v=T4FgYBxzzR0
Bundestags-Enquete-Kommission hat eine Projektgruppe Medienkompetenz eingesetzt
Die Bundestags-Enquete-Kommission »Internet und digitale Gesellschaft« hat die Projektgruppe Medienkompetenz eingesetzt. Mitglieder und Experten äußern im Video ihre Erwartungen.
Medienkompetenz – besonders auch im Umgang mit dem Internet – erhält durch die Arbeit der Enquete-Kommission eine dringend notwendige Aufwertung, die sehr zu begrüßen ist.
Bekanntheit von Forum Bildung, Wirtschaft und Entwicklung wächst
Die Präsenz und Wahrnehmung von Forum Bildung, Wirtschaft und Entwicklung wächst: Die gleichnamige Gruppe auf der Netzwerkplattform Facebook hat seit dem Start im Mai bereits weit über 500 Mitglieder gefunden und so auf den Verein und dessen Arbeitsfelder aufmerksam machen können. Außerdem wurden über diesen Weg neue Themenfelder gewonnen, die gegenwärtig von allgemein hohem Interesse gekennzeichnet sind. Besuchen Sie diese Gruppe, wenn auch Sie die Netzwerkplattform Facebook nutzen und machen Sie bitte Freunde und Bekannte darauf aufmerksam. Hier dazu der Link: http://www.facebook.com/group.php?gid=120438844651090&v=info
Liberales Institut präsentiert Info-Paket zur Finanzkrise
Das Liberale Institut der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit hat eine Auswahl an Publikationen zum Thema Finanzkrise zusammengestellt. Schon der Überblick zeigt: Wer sich ein Bild machen möchte, kann nicht bei einfachen Erklärungsmustern verharren, nach denen etwa nur ein paar rücksichtslose Spekulanten an den Problemen schuld sind …
Quelle: http://www.freiheit.org/webcom/show_article_bb.php?wc_c=151&wc_id=15521
Millionenangriff auf die etablierte Ökonomie
Investorlegende George Soros ist überzeugt, die etablierte Volkswirtschaftslehre braucht eine radikale Runderneuerung. Mit viel Geld fördert er deshalb eine neue VWL – mit erstem Erfolg: Noch nie ging die Zunft so hart mit sich ins Gericht wie auf der ersten Tagung seines Instituts. Lesen Sie dazu: Millionenangriff auf die etablierte Ökonomie (bei Handelsblatt.com am 12.04.2010 veröffentlicht).
Die Gründer des »Forum Bildung, Wirtschaft und Entwicklung«, FBWE, sind sich des anstehenden “Paradigmenwechsels” in ökonomischen Fragestellung bewußt und haben zum Zweck der Weiterbildung und Projektentwicklung einen Verein gegründet. Lesen Sie mehr dazu auf www.fbwe.de und bestellen Sie kostenlos und unverbindlich einen Newsletter zu Aktivitäten und Terminen des FBWE über newsletter@fbwe.de.
Forum Bildung, Wirtschaft und Entwicklung sucht qualifizierte Beiträge, Mitarbeit und Kooperation
Was können Sie tun, wenn Sie sich für die Arbeit von »Forum Bildung, Wirtschaft und Entwicklung«, www.fbwe.de, interessieren und diese unterstützen möchten?
- Senden Sie ein Email an newsletter@fbwe.de, um in den Newsletterverteiler aufgenommen zu werden und so über aktuelle Aktivitäten informiert zu werden.
- Treten Sie in den persönlichen Austausch zu den Mitgliedern des Vereins.
- Machen Sie Freunde und Bekannte auf unser kooperatives Zukunftsforum aufmerksam. Werben Sie für gezielte, ergebnisorientierte Zusammenarbeit.
- Werden Sie aktives Mitglied. Bieten Sie Ihren persönlichen Beitrag in Form von Ideen, Fragestellungen, Projektskizzen und Mitarbeit in einem Projekt an.
- Unterstützen Sie die Arbeit des Vereins mit Geld-, Sach- oder Zeitspenden.
»Ökosoziales Unternehmertum«: Wie sehen Beispiele für nachhaltige Wirtschaft mit Gewinnorientierung aus?
Wer eine Krise als Verlust einer stabilen Mitte versteht, ist bemüht, diese verlorene Mitte möglichst zügig neu zu finden und einzunehmen. Als Vorgehensweise auf diesem Weg helfen die äusseren Orientierungs- und Ankerpunkte, zwischen denen eine Mitte zu verorten ist. Zur Benennung solcher äusseren Ankerpunkte hat im Verlauf der letzten (Krisen-)Jahre der Begriff der Ökosozialen Marktwirtschaft eine wahrnehmbare Aufwertung und wachsendes Interesse gefunden. Heruntergebrochen auf Unternehmen und Organisationen bedeutet er in etwa: “Ausrichtung der unternehmerischen und organisatorischen Anstrengungen auf (1.) Erfolg im Markt (Gewinn) sowie (2.) soziale und (3.) ökologische Verträglichkeit/Nachhaltigkeit.
Wenn ein so definiertes Modell für Unternehmen und Organisationen als vorbildlich gelten soll, wird es hilfreich sein, über funktionierende Praxisbeispiele mehr zu lernen. Das gilt nicht nur für Unternehmen und Organisationen, die neu in den Markt hinein starten wollen. Das gilt insbesonders auch für solche, die bereits (erfolgreich) im Markt stehen. Und weiter: Was ist mit Unternehmen, die bereits seit Jahr und Tag »ökosozial« wirtschaften, ohne dass sie sich diese Bezeichnung als ihr “Empfehlungsschild” ausgehängt haben? Können sie dem interessiertem Publikum nicht wertvolle Einsichten und Perspektiven anbieten? Können sie nicht aus einer gründlichen und gewissenhaften Erörterung der Fragestellung vielleicht selbst noch hinzulernen?
Das Projekt »Ökosoziales Unternehmertum: Wie sehen Beispiele für nachhaltige Wirtschaft mit Gewinnorientierung aus?« wird vom Forum Bildung, Wirtschaft und Entwicklung, www.fbwe.de, vorbereitet. Hierzu werden Kooperationspartner gesucht, die eine Sammlung von beschriebenen Praxisbeispielen mit der Zielsetzung unterstützen, nach Auswertung und Auswahl derselben ein Weiterbildungsangebot dazu bereit zu stellen. Unternehmen, Organisationen und Experten, die hier einen Beitrag anbieten möchten, senden diesen bitte Martina Knappert-Hiese, martina.knappert-hiese@fbwe.de und/oder Andreas Stein, andreas.stein@fbwe.de.
Bankenexperte: Bankenabgabe ist nur scheinbar eine gute Sache
Bei der Suche nach der besten Antwort auf die Finanzkrise und die Beteiligung des Finanzsektors an der Kostenbewältigung sagt Bundespräsident Horst Köhler: “Ich würde zunächst für eine internationale Abgabe auf Finanztransaktionen kämpfen” (Focus 22.3.2010), Bundesfinanzminister Schäuble kapituliert und optiert für eine Bankenabgabe, auch wenn er die Finanztransaktionssteuer als geeigneter ansieht: “Wir müssen einsehen, dass das, was wir gerne auch überlegt hätten – nämlich eine Finanztransaktionssteuer einzuführen – nur geht, wenn sie global vereinbart wird. Und dafür gibt es im Moment keine realistische Chance.” (SWR, 22.3.2010)
Zu dieser Debatte meint André Presse, Chefökonom der GLS Bank, für die Kampagne “Steuer gegen Armut”: “Die von der Bundesregierung geplante Bankenabgabe erscheint auf den ersten Blick der richtige Schritt. Sie setzt aber nur bei den Symptomen an. Eine Bankenabgabe setzt jedoch völlig falsche Anreize, weil das Bankensystem fundamental daran leidet, dass durch Finanztransaktionen, die nicht der realwirtschaftlichen Wertschöpfung dienen, oftmals höhere Renditen erzielt werden können als durch realwirtschaftliche Investitionen. Hierbei handelt es sich jedoch um Scheinrenditen, da durch sie keine realen Güter und Dienstleistungen geschaffen werden. Durch eine Bankenabgabe steigt der Druck auf die Finanzinstitute, zur Erreichung ihrer Renditeziele riskantere Geschäfte einzugehen und die Risiken mit buchhalterischen Tricks und finanzmathematischen Kniffen zu verstecken. Banken, die “Scheingeschäfte” eingehen werden also durch eine Bankenabgabe auf Dauer gegenüber solide wirtschaftenden Banken besser gestellt.
Wesentlich hilfreicher ist eine Finanztransaktionsteuer, da durch sie die Scheingeschäfte in einer Weise verteuert werden können, dass sich beispielsweise bestimmte schädliche Arbitragegeschäfte nicht mehr lohnen. Eine Finanztransaktionssteuer stabilisiert somit den Finanzsektor und dient der Realwirtschaft (da sie die relative Vorteilhaftigkeit realer Geschäfte gegenüber Scheingeschäften und Spekulationen erhöht), eine Bankenabgabe destabilisiert das Bankensystem mittel- und langfristig, auch wenn sich kurzfristig die gewünschten Effekte erzielen und der gerechte Zorn der Menschen auf die Banken mildern lassen. Die Bankenabgabe verstärkt den Anreiz für die Banken, riskante beziehungsweise nicht auf die Realwirtschaft bezogene Geschäfte einzugehen.
Bezogen auf das Bankensystem wirkt die Bankenabgabe so, als würde ein statisch nicht auf Dauer tragendes Haus gestützt und neu angestrichen, anstatt es abzureißen und neu zu bauen. Die Auswüchse des bestehenden Bankensystems haben schlimme Folgen für viele Menschen. Die Bankenabgabe wird sie nicht dauerhaft bekämpfen sondern die notwendigen Reformen eher noch verzögern.”
Als weiteres Argument führt das Kampagnenbündnis an, dass die Einnahmen aus der Bankenabgabe im einstelligen, die aus einer Finanztransaktionssteuer im zweistelligen Milliardenbereich liegen.
Darum setzt sich die Kampagne “Steuer gegen Armut” dafür ein, dass die Bundesregierung sich dem Bundespräsidenten anschließt und für eine internationale Finanztransaktionssteuer beziehungsweise eine Abgabe auf Finanztransaktionen kämpft. Sie hat dafür die wachsende nationale und internationale Unterstützung für diese Steuer in der Bevölkerung, von zahlreichen Nichtregierungsorganisationen und sogar von Banken.
Wenn im Ergebnis im G20-Kontext eine Bankenabgabe als Minimallösung übrig bleibt, so ist dies bestenfalls ein erster Schritt. Dann bleibt aber immer noch die Option, eine Finanztransaktionssteuer zusätzlich in der EU einzuführen, wo die Zustimmung dafür deutlich höher ist.
Im Internet:
- Informationen zur Kampagne “Steuer gegen Armut” http://www.steuer-gegen-armut.org/
- Internationale Unterschriftenkampagne für die Einführung einer Finanztransaktionssteuer: http://www.makefinancework.org/?lang=de
Für Nachfragen:
- P. Dr. Jörg Alt SJ, Moderator der Kampagne “Steuer gegen Armut”, Tel. (0911) 2346-189
- André Presse, Chefökonom, GLS-Bank Bochum, Tel. (0234) 5797-213
Forum Bildung, Wirtschaft und Entwicklung sucht qualifizierte Beiträge, Mitarbeit und Kooperation
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Lob der Pause
Von Martina Knappert-Hiese, Kressbronn
Einer der neueren Titel in der Reihe quergedacht aus dem Oekom Verlag lautet doch tatsächlich “Lob der Pause”. Man mag es kaum glauben, dass der Autor Karlheinz Geißler uns belehren will, warum unproduktive Zeiten ein Gewinn sind, wie der Untertitel verspricht.
Mal ehrlich – Hand aufs Herz – vom Stress haben wir doch alle genug, oder nicht? Im deutschen Sprachschatz gibt es genügend Beispiele, die in die gleiche Richtung zielen, wie z.B. Gut Ding will Weile haben! Wenn Sie nachdenken, fällt Ihnen sicherlich auch ein derartiger Ausspruch ein. Doch hilft uns in den Zeiten der Krise dieses traditionelle Wissen überhaupt noch weiter? Ich befürchte, dass wir alle unte unter Stress stehen und den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen. Ja, uns zudem noch ständig zwischen Ansprüchen und Notwendigkeiten hin und her bewegen und kaum zur Reuhe kommen. Wenn dann jemand noch Themen auf die Tagesordnung bringt, die scheinbar vom eigentlichen Ziel abweichen, dann verwechseln viele die Botschaft mit dem Überbringer der Botschaft. So ist es mir jedenfalls schon häufiger passiert – auch im Gemeinderat von Kressbronn, in dem ich mir gemeinsam mit meinen Unterstützern einen Platz ergattert habe. Wer in seiner heilen Welt lebt, der ist zwar zu beneiden, doch er sollte sich die Frage gefallen lassen, ob die rosarote Brille ihn nicht von einer adäquaten Wahrnehmung der Wirklichkeit ablenkt.
Wie dem auch sei, das genannte Büchlein gibt einen bemerkenswerten Überblick über unseren Umgang mit Zeit! Dabei ist zu bedenken, dass das individuelle Zeitmanagement natürlich auch gesamtgesellschaftliche (Fehl-)Entwicklungen beeinflussen kann. In der wirtschaftlichen Nutzung menschlicher Zeitressourcen liegen der Gewinnlogik zufolge noch ungeahnte Potentiale, die es folglich zu erschließen gilt. Und so sind in der IT-Branche inzwischen Arbeitsplattformen entstanden, die ein schnelles Wechseln zwischen unterschiedlichen Projekten problemlos ermöglichen und doch jeweils alle relevanten Daten und Ansprechpartner einem direkten Zugriff zugänglich machen.
Kreativität ade – gefragt sind lediglich die persönlichen Kompetenzen im Bereich des symbolischen oder expliziten Wissens, das an anderer Stelle auch noch gesammelt und abrufbar vorhanden ist. Der Mensch, der von seiner Natur aus zwischen gut und böse unterscheiden kann, ist dann am besten im ökonomischen Prozess zu gebrauchen, wenn er über seine potentiellen Zweifel erhaben ist und fast so gut oder noch besser wie eine Machine funktioniert. Wer sich derartig knechten lässt, dem fehlt möglicherweise ein gesunder Ausgleich. Lesen sie Geißlers Lob der Pause und korrigieren Sie ggfls. die eingeschliffenen pathologischen Verhaltensweisen und Zwänge, um ihre Menschlichkeit nicht dem System zu opfern. Mutter Erde und ihre Kinder werden’s Ihnen danken!
DAs Büchlein trägt folgende ISBN: 978-3-86581-200-1
Gemeingüter – Wohlstand durch Teilen
von Martina Knappert-Hiese, Kressbronn
Der Report der Heinrich-Böll-Stiftung erklärt Wissenswertes rund um die Thematik Gemeingüter, Commons, Allmende. Seit 2009 der erste Wirtschaftsnobelpreis an eine Frau ging, die ihr Lebenswerk der Erforschung dieses wichtigen Themas gewidmet hat, sollte der interessierten Öffentlichkeit ihre wissenschaftliche Arbeit aufbereitet zur Verfügung stehen. Vier namhafte Autoren (Helfrich/ Kuhlen/ Sachs/ Siefkes) haben deshalb Wissenswertes dazu in einem leicht zugänglichen Überblick zusammengefasst, dessen Lektüre sehr zu empfehlen ist.
In Zeiten begrenzter finanzieller Mittel und sichtbarer ökologischer Zerstörungen wird es in kommunalen, regionalen und nationalen Zusammenhängen zunehmend wichtiger, alle Bürgerinnen und Bürger an der Verwendung und Nutzung von Gemeingütern zu beteiligen. Dass Kopenhagen gescheitert ist und die Staatengemeinschaft es nicht erreichte, einen verbindlichen Vertrag über die Nutzung des Gemeingutes Klima zu verabschieden, ist eine Tragik unserer Gegenwart. Wer bei Verhandlungen zur Verwendung von Gemeingütern nicht bereit ist, die eigenen Bedürfnisse auf der Basis überlebenswichtiger Notwendigkeiten anderer Menschen und Völker zu überdenken, der hat die Zeichen unserer Zeit noch nicht kapiert. Wir müssen aufhören in veralteten Kategorien von Wettbewerbsvorteil, Gewinnmaximierung und Kosten-Nutzen-Analysen zu denken, wenn wir internationale Verhandlungen um Gemeingüter führen.
Wir sitzen alle im gleichen Boote und sollten verstehen, dass wir nur miteinander und gemeinsam eine lebenswerte Zukunft gestalten können. Ein Verständnis verschiedener Formen von Gemeingütern ist dazu unerlässlich! Dass Wohlstand nur durch neue Formen des Teilens dauerhaft gesichert werden kann, gehört leider noch nicht zum Gemeingut Wissen, über das die Menschheit heute verfügt.
Der Report trägt die ISBN 978-3-86928-020-2 und sei zur Lektüre dringend empfohlen.
BILDUNG gegen BURNOUT
Ein Veranstaltungskonzept von »Forum Bildung, Wirtschaft und Entwicklung«, www.fbwe.de
Der gesellschaftliche Verlust von Maß und Mitte zeigt vielfältige Symptome: Während die Finanzwirtschaft ganze Staaten an den Rand von Katastrophen treibt und dafür Millionenboni erhält (teilweise auch noch durch Steuern mitfinanziert), eröffnen Politiker einen Wettbewerb im verbalen Wettprügeln auf Hartz-4-Empfänger. Klimazocker stehlen der Welt in Kopenhagen das Zukunftsvertrauen in unseren Planeten. In der Arbeitswelt breitet sich die Forderung nach Höchstleistungen ohne Mindestlöhne aus. Immer mehr Sicherungen der Vernunft brennen durch und werden in Folge als „nicht mehr finanzierbar“ erklärt. Soziale Bindungen und Beziehungen gelten als Ressource, die im Wettbewerb um Erfolg selbstverständlich zu nutzen und möglichst aufzubrauchen sind. Jeder ist sich selbst der Nächste. “Gas geben – bloß nicht anhalten!” scheint die Devise der Stunde zu sein. „Grenzen gab´s gestern!“ lügt uns die Werbung eines Mobilfunkanbieters vor. Und so überfahren wir ein Warnsignal nach dem nächsten.
Aber dann ist irgendwann plötzlich Schluß, es setzt die totale Erschöpfung und Lähmung ein. Kollaps. Nichts geht mehr.
Was treibt Menschen an den Rand der Selbstzerstörung? Ist es die Sucht nach Erfolg oder die Angst vor Versagen? Oder ist es einfach der Eingangs erwähnte Verlust von Maß und Mitte, die tagtägliche Unsicherheit über die Erwartungen, denen wir entsprechen sollen und wollen, die Hilflosigkeit in der wir uns wiederfinden, wenn wir offen und laut sagen sollen, was gut ist und was schlecht?
Ausgeglichenheit und innere Standfestigkeit – Persönlichkeitsmerkmale eines ganzheitlichen Bildungsideals – werden oft erst als Wert erkannt, wenn sie verloren sind. Gleichzeitig sind sie in Zeiten der Krise ein wichtiges Basiskapital, ein Grundstock auf den wir unsere Zukunft bauen.
Die Veranstaltung BILDUNG gegen BURNOUT will einen Beitrag leisten, der Selbstverantwortung zur Stabilität neue Nahrung zu geben. Dazu reflektieren Experten und Betroffene aus unterschiedlichen Blickwinkeln die Kriterien von Leistungen und Fehlleistungen bei der gesunden Bewältigung unserer Arbeit und der erfolgreichen Vermeidung von Überschöpfung.
Zur Vorbereitung und Durchführung einer Veranstaltung mit Podiumsdiskussion nach dem hier vorgestellten Konzept sucht das »Forum Bildung, Wirtschaft und Entwicklung«, www.fbwe.de, Experten und Betroffene mit ihren Erfahrungen sowie Sponsoren für die Finanzierung. Diese wenden sich bitte an Martina Knappert-Hiese, martina.knappert-hiese@fbwe.de, oder Andreas Stein, andreas.stein@fbwe.de.
„Religion bildet“: Kirchen präsentieren sich gemeinsam auf der „didacta“
Vom 16. bis 20. März findet die Bildungsmesse in Köln statt
NRW. „Religion bildet – Kompetenzen entwickeln, Dialog fördern, Glauben entdecken.“ Unter dieser Überschrift präsentieren sich die evangelischen Landeskirchen und die katholischen (Erz-)Bistümer in Nordrhein-Westfalen sowie die Evangelische Kirche in Deutschland vom 16. bis 20. März 2010 wieder mit einem gemeinsamen Stand auf Bildungsmesse didacta in Köln. Am Stand A 48 in Halle 6.1 stellen die Kirchen und kirchlichen Einrichtungen ihre Bildungsarbeit und -anliegen in fast 30 Vorträgen, Diskussionsrunde und Musikprogrammen vor. Dazu gibt es Gesprächsmöglichkeiten mit Expertinnen und Experten sowie ein Kirchencafé.
„Als NRW-Bistümer haben wir dabei nicht nur den Religionsunterricht im Blick“, unterstreicht Dr. William Middendorf, Leiter der Hauptabteilung Schule und Bildung im Bischöflichen Generalvikariat Münster: „Da die katholische Kirche als größter freier Schulträger in Deutschland besondere Verantwortung für den Bildungsbereich trägt, sind wir auch sehr daran interessiert, unser Bildungsangebot möglichst vielen Besuchern der didacta zumindest exemplarisch vorzustellen sowie über unser Bildungsverständnis am Stand der Kirchen zu informieren und zu diskutieren.“ Und Oberkirchenrat Klaus Eberl, Leiter der Abteilung Bildung der Evangelischen Kirche im Rheinland, ergänzt: „Bildung ist für uns nicht erst in der Wissens- und Lerngesellschaft der Gegenwart ein zentrales Thema; sie ist es seit der Reformationszeit. Philipp Melanchthon war treibende Kraft für die Entwicklung eines allgemeinen Schulwesens. Bildung im evangelischen Verständnis will Menschen befähigen, ihre Zukunft und die Welt zu gestalten. Deshalb betont die Kirche ein ganzheitliches Bildungsverständnis. Heute, im Angesicht der Globalisierung und der multikulturellen Lebenszusammenhänge, gewinnt religiöse Bildung zunehmend an Bedeutung.“ Einer der Höhepunkte im Programm „Kirche auf der Bildungsmesse“ wird eine Podiumsdiskussion am Donnerstag, 18. März 2010, um 14 Uhr sein: Dann diskutieren die NRW-Landtagspräsidentin Regina van Dinther, der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker, der Präsident des Kirchenamtes der EKD Dr. Hermann Barth und der Bonner Professor Dr. Volker Ladenthin an Stand E 41 unter der Überschrift „Religion bildet“. Die Moderation hat Gisela Steinhauer (WDR).
Programmübersicht und Details zu den Veranstaltungen: Flyer »Religion bildet« als PDF
Bildungsverein i. G. und Mitgliederwerbung
Seit letzter Woche (10.02.) ist »Forum Bildung, Wirtschaft und Entwicklung« unter www.fbwe.de im Internet präsent, nun hat die Mitgliederwerbung für den Bildungsverein i. G. begonnen. Im ersten Schritt besteht Sie aus der Gewinnung neuer Mitglieder für die Verteilerliste newsletter@fbwe.de. Die Mitgliedschaft in diesem Verteiler ist kostenlos und unverbindlich. Der Newsletter-Verteiler informiert über die weiteren Aktivitäten und Termine. Die Mitgliedschaft in diesem Info-Verteiler startet mit dessen Bestellung in Form einer einfachen Email an newsletter@fbwe.de und endet mit formloser Abbestellung an dieselbe Mailadresse.
Besuchen Sie »Forum Bildung, Wirtschaft und Entwicklung« auf www.fbwe.de. Bestellen Sie weitere Infos über newsletter@fbwe.de
Bildung, Wirtschaft und Entwicklung
Wohin uns der Weg in die Zukunft führt, läßt sich nicht sicher sagen. Das Forum Bildung, Wirtschaft und Entwicklung will Wandel skizzieren und grundlegende Erfolgspotentiale fördern. Ab heute ist das Engagement im Internet präsent: www.fbwe.de
Jugendliche machen Medien: Training startet in die 6. Runde
Bei „News4U“ lernen junge Leute – auch aus Westfalen – den Journalismus kennen
Rheinland/Westfalen. „News4U“, das Journalistentraining der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) für junge Leute, startet am morgigen Freitag, 5. Februar 2010, um 18.30 Uhr in die sechste Runde. Dann treffen sich die zwölf jungen Leute im Alter von 15 bis 18 Jahren zum ersten Mal als neues „News4U“-Team 6 im Fernsehstudio des Medienverbandes der rheinischen Kirche in Düsseldorf. Sie kommen diesmal aus Duisburg, Essen, Wuppertal, Willich, Meerbusch, Herten, Hagen, Beckum und Espelkamp. Zusammen mit Vertreterinnen und Vertretern der Träger des Projektes, ehemaligen Absolventinnen und Absolventen, Referentinnen und Referenten sowie Unterstützerinnen und Unterstützern feiern sie eine Eröffnungsparty.
Seit mehr als zehn Jahren gibt es dieses erfolgreiche medienpädagogische Projekt. Ins Leben gerufen wurde es, damit Jugendliche selbst zu Wort kommen, eigene Themen aus Kirche und Gesellschaft medial bearbeiten und transportieren können. Dazu wurde vom Amt für Jugendarbeit und dem Medienverband der Evangelischen Kirche im Rheinland ein Konzept erarbeitet, nach dem Jugendliche zwischen 16 und 19 Jahren in allen Mediensparten professionell geschult werden. Über einen Zeitraum von einem dreiviertel Jahr treffen sie sich mit Dozentinnen und Dozenten aus inner- und außerkirchlichen Medien zu Wochenendworkshops in den Bereichen Print, Hörfunk, Fernsehen und Online. Außerdem absolvieren sie ein mehrtägiges Produktionstraining bei Großveranstaltungen der Evangelischen Jugend im Rheinland wie Jugendcamp oder Verleihung des Jugendkulturpreises und ein dreiwöchiges Praktikum in den Schulferien.
Rund 60 Absolventinnen und Absolventen gehören inzwischen zur „News4U“-Familie, die beständig weiter wächst. Vor zwei Jahren kam als weitere Trägerin die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) hinzu. Absolventinnen und Absolventen der ersten Durchgänge haben inzwischen in den Medien Fuß gefasst: Sie arbeiten beispielsweise beim WDR, dem Bayrischen Rundfunk, einer Lokalzeitung in der Schweiz, bei Chrismon plus Rheinland oder einem großen Düsseldorfer Verlag. Außerdem stehen einige jetzt selbst als Dozentinnen und Dozenten vor den jüngeren „News4U“-Teilnehmerinnen und Teilnehmern, moderieren Veranstaltungen oder stellen ihr Know-how ihrer Kirchengemeinde zur Verfügung.
FORUM Wirtschaft, Bildung und Entwicklung
(e.V. in Gründungsvorbereitung)
Inhaltliche Themenschwerpunkte für 2010
Anknüpfend an die gegenwärtige “Gesamtkrise” untergliedern wir im neuen Jahr in folgende Krisenfelder, die alle Auswirkungen haben auf jeden Einzelnen von uns. In deren Bearbeitung werden wir neue Denk- und Handlungsperspektiven verfolgen und finden:
- Ökologische Krise mit ihren gegenwärtig beeindruckenden Erneuerungen im Denken und Handeln von Wirtschaft und Politik
- Finanz- und Wirtschaftskrise (=Ökonomische Krise)
- Soziale (und politische) Krise (in Bezug auf die Kultur des Zusammenlebens und Zusammenarbeitens, in Bezug auf persönliche Beziehungskultur (ganz besonders auch in Hinsicht der Gender-Thematik) und in Bezug auf die Qualität unserer Demokratie)
- Mediale Krise/Orientierungskrise (angetrieben von Internet, Handy, etc: Verlust von zentralen und nachvollziehbarer Kommunikationsstrukturen (Beispiel: Fortschreitender Verlust der Trennung von staatlichem (öffentlich-rechtlichem) und privatem Medienangebot)
Nun ergibt sich aus diesen Veränderungen in unserer gesellschaftlichen Umwelt ein BILDUNGS-ANLASS, weil wir LERNEN müssen, mit den neuen Entwicklungen umzugehen. Das wollen wir wie folgt angehen: Wir nehmen als Bildungsideal die 7 kardinalen Tugenden unserer christlich-humanistischen Kultur und fragen an nach einer angemessenen Übersetzung zur Anwendung in den aktuellen Krisenfeldern. Wir arbeiten also daran, zukunftsfähige Maßstäbe für unser Handeln mit Hilfe des über 2400 Jahre gewachsenen Europäischen Bildungsideals zu finden und zu verfolgen. So können und wollen wir die Brücke von unserer Tradition in unsere Zukunft bauen, ohne dass wir behaupten (müssen), alles, was wir denken, sagen und tun, sei neu. Im Gegenteil: Wir berufen uns auf unsere Tradition!
Wir sind also nicht nur in der Rolle von Forschern unterwegs, sondern auch in der Rolle von Lehrenden (Vermittlern) und Erneuerern (ReformerInnen, Changemanagern, Coaches, Trainern). Deshalb können wir den Anspruch und die Aufgabenstellung zu unserem Engagement wie folgt formulieren:
Die Themenfelder sind hochaktuell und bedeutsam für Gegenwart und Zukunft. Es gilt, neue Auffassungs- und Verhaltensmaßstäbe zu finden und zu verfolgen! Die Befähigung und Entwicklung des Einzelnen ist hierbei unser Arbeits- und Bildungsziel.
Krisen bieten neuen Chancen, nutzen Sie diese! Offene und engagierte Menschen, die Beiträge einbringen wollen, wenden sich bitte an Martina Knappert-Hiese, martina.knappert-hiese@freenet.de oder Andreas Stein, as@andreas-stein.info.
top-down(?) oder bottom-up(!)
Kopenhagen und das Ende von Nationalismus und Naivität
von Michael Franz, Heidelberg · www.m-g-franz.de · info@m-g-franz.de
Wenn hochwissenschaftliche Analysen vorliegen, notwendige Klimakonsequenzen multimedial und zugespitzt eingefordert werden, die vermeintlich mächtigsten Menschen der Welt sich die Nächte und Argumente um die Ohren schlagen… und so gar nichts heraus kommt, dann scheint das ein schlechtes Zukunftssignal zu sein. Jedoch: Die Kinder dieser Zeit und Welt haben mit pseudorationalem Geschwätz und nationalem Getue nicht wirklich etwas am Hut. Sie würden lieber einfach nur lernen und gesund aufwachsen, fair spielen, sich streiten und vertragen. Kein Siebenjähriger versteht, warum der Friedensnobelpreisträger den höchsten Rüstungshaushalt aller Zeiten bewilligt. Und jeder Zehnjährige versteht, dass China zwar das meiste CO2 ausstößt, jeder Chinese aber nur ein Bruchteil dessen, was pro Kopf in EUSA rausgehauen wird.
Jeder wundert sich, dass innerhalb weniger Tage Milliarden und Billionen zur Rettung krebskranker Banken und Finanzmärkte locker gemacht werden, Entwicklungsländer aber erst ab 2020 „wohlwollend“ zum ökologischen Umbau animiert werden möchten… Das ökologische Umdenken und Umhandeln muß hier statt finden und nicht auf Tuvalu! Kopenhagen ist nicht das Ende der Welt, sondern der Beginn einer Ära der Wahrheiten. Unvernünftig wäre es, weiterhin allein auf die Klugheit, Weitsicht und das Wohlwollen demokratischer Repräsentanten zu vertrauen. Das offensichtliche Machtkleben, Ideenarmut und Lobbytum, Heimlichtuerei und Zaudergeist der getriebenen Polit-Profis mag man anprangern; aber just die moderne Hirnforschung macht deutlich, dass und warum wir Menschen eher dürftig unserer Vernunft folgen.
„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!“, weiss Erich Kästner und schon der Ur-Ökologe Zarathustra empfiehlt das „gute Denken, gute Reden und gute Handeln“. Eigentlich ganz einfach – so einfach wie die Erkenntnis, dass Wachstum – rein mengenmäßiges - mit Weltfrieden genauso wenig zusammen passt wie übermäßiger Konsumtrieb und Gier mit wirkungsvollem Klimaschutz. Das Vertrauen auf Rationalität oder Wissenschaftsgläubigkeit alleine sind im Zuge der Globalisierung – also der drastisch zunehmenden Komplexität (und auch Verunsicherung) – eine gefährliche Sackgasse. Kopf ohne Körper hat noch nie funktioniert – Wissen ist das eine, ohne Wollen und Handeln bleibt es hilflose Verdrängung und geistige Selbstbefriedigung. Nicht ein von westlichem Lebensstil dominierter globaler Plan älterer Feldherren ist der Weg, ein ganz neuer „Common Sense“ der Weltjugend ist das hohe Ziel.
Es braucht Väter, die ihren Kindern noch oder wieder in die Augen schauen können und Mütter, die Jungs zu echter Mannhaftigkeit ermutigen – was immer bedeutete: Leben zu schützen. Früher des kleinen Dorfes, heute des “Global Village”. Junge Männer, die zwischen Soft-Pädagogik und Medien-Brutalität ihre Echtheit und ganz natürliche Aggressivität bewahrt haben und den starken jungen Frauen dieser Zeit mit gutem Gewissen zugemutet werden können. Und dazu braucht es nicht zuletzt Schulen für Lebensunternehmer statt Lern- und Arbeitssklaven aus PISA und „Bologna“.
Themenabend bei der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Höxter
Erfolgreiches Verhandeln und überzeugende Gesprächsführung gehen Hand in Hand. Von allen Verhandlungspartnern wird angestrebt, das eigene Kommunikationsverhalten und die gewünschten Ziele in Einklang zu bringen. Dafür sind notwendige Grundlagen und Techniken erforderlich. Innerhalb eines Themenabends am 01.10.09 wurden diese von Grit Wunderlich vorgestellt. Dazu eingeladen hatte die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Höxter mbH.
Hier finden Sie das: Fotoprotokoll zum Thema „Erfolgreich Verhandeln“
Medien-Echo zum Twitter-Seminar am 19.06.09
Ein schöner Erfolg: Das Presse-Echo zum Twitter-Seminar vom 19.06. (http://news.forum-fuehrung.com/?p=1666), erschienen in der Druckausgabe des www.wochenblatt.com in einer Auflagenhöhe von 68.500 Druckexemplaren. Wir bedanken uns dafür ganz herzlich beim Landwirtschaftlichen Wochenblatt und der Redakteurin Verena Pötter!
Bitte folgen Sie uns auf Twitter: @stephanluering und @ffast. Wir folgen dann auch gerne Ihnen!
Wirtschaft und Werte für ein gesundes Leben
Eindringlicher als in den letzten Tagen haben zwei Männer von sehr unterschiedlicher Herkunft den globalen Status quo selten beschrieben. Zum einen gibt es das Interview in der Zeitung „Die Welt“ mit dem Dalai Lama http://www.welt.de/wirtschaft/article4004903/Dalai-Lama-Gier-macht-Unternehmen-krank.html und zum anderen wurde auf Forum Führung Josef Rieglers Vortrag eingestellt http://news.forum-fuehrung.com/wp-content/uploads/2009/06/2009-05-26_minoriten_klimawandel.pdf, den er vor Kurzem bei den Minoriten gehalten hat. Nicht nur Ökonomie und Ökologie sollten mit dem Bereich des Sozialen verbunden werden, sondern wir brauchen zur Lösung der Weltkrisen auch eine Rückbesinnung auf unsere kulturellen Traditionen. Und diese sind entstanden, um dem einzelnen Individuum Handlungsanleitungen zur Bewältigung des Alltags mit einem sinnvollen Verständnis der unmittelbaren Lebenszusammenhänge an die Hand zu geben. Es ist doch beruhigend, wenn wir uns gelassen zurücklehnen dürfen, um uns auf uns selber zu besinnen. Das sollten wir bei aller Hektik des Alltags immer wieder tun, auch um uns zu vergewissern: Aus der Ruhe kommt die Kraft! Die Zukunft der Welt lässt sich nur mit einem doppelten Ansatz bewältigen, denn wir brauchen sowhl vernünftige Konzepte von top down – die Ökosoziale Marktwirtschaft – als auch Veränderungen von bottom up, die oft mit einer Verbesserung des individuellen Empfindens einhergehen. Dazu gehört aber gelegentlich auch eine Kritik unserer Selbstbilder und lieb gewordener alltäglicher Ansichten. Selbsterkenntnis und Welterkenntnis sind in vielen kulturellen Traditionen der Menschheit keine Widersprüche! Der vor uns liegende Paradigmenwechsel, den wir nur gemeinsam positiv gestalten und bewältigen können, erfordert Veränderungen in allen Lebenszusammenhängen.
Martina Knappert-Hiese
www.knappert-hiese.de und http://news.forum-fuehrung.com/?p=1415
“Gut. Danke!” – Dialoge für eine »Welt in Balance«
Ein Erfahrungsbericht von Andreas Stein, Kassel

Foto: Andreas Stein
Katja Rühl und Wilhelm Engel, www.koenigsteiner-akademie.de
Seit ich vor 2 Jahren die erste persönliche Begegnung mit Wilhem Engel, dem Gründer und Leiter der Königsteiner Akademie hatte (siehe: http://www.forum-fuehrung.com/weiterbildung.htm), stehe ich mit ihm in einem regelmässigen und umfassenden Austausch. Damals brachten uns die Themen “verantwortungsorientierte Handlungskompetenz” und “zukunftsweisende Schlüsselkompetenzen” zusammen und in der Folgezeit knüpften alle Gespräche an diesen Ausgangspunkt an.
Der wissenschaftliche Hintergrund des Königsteiner Dialog-Trainings ist mir somit bereits seit Anfang 2007 bekannt und vertraut gewesen. Doch Wilhelm Engel wurde mit dem ausdauernden Hinweis an mich nicht müde, dass er als passionierter Sporttrainer in seinem Kompetenz-Training auf Übung, Erleben und Selbsterfahrung setzt. Und er lud mich ein zur Teilnahme an einem Dialog-Training: Ich solle mich persönlich überzeugen! Das hat vom 06.-08.02.09 nun endlich geklappt.
Es ist tatsächlich so: Das Wissen um das Konzept des Königsteiner Dialog-Trainings ersetzt die Teilnahme nicht! Es sind die über einen langen Zeitraum von rund 30 Jahren gesammelten und aufeinander abgestimmten Übungen, mit denen die Dialog-Kompetenz vermittelt wird, der sich die Akademie verschrieben hat: FRAGEN-SPRECHEN-ZUHÖREN-BESTÄTIGEN, so wird der Regelkreis guter Interaktion in zahlreichen Variationen für die unterschiedlichsten Situationen Schritt für Schritt aufgebaut. Und dabei entwickelt sich die bestätigende Antwort des Zuhöres – “Gut. Danke!” – zu einem einprägsamen und nachhaltigem “Markenzeichen” der Königsteiner Dialoge.
Dialoge für eine »Welt in Balance«: Der Titel meines Erfahrungsberichts ist nicht zufällig ausgesucht. Die Welt besteht aus Individuen. Sie können in den Königsteiner Dialog-Seminaren durch ausgesuchte Übungen den Abgleich von Einschätzungen und Erwartungen im Dialog trainieren. Das ist eine ganz praktische und grundlegende Anleitung zur Selbstregulierung in weitestgehender Eigenverantwortung von Personen und Gruppen hin zu einer “dynamischen Stabilität”. Und genau das ist es doch, was in weiten Teilen von Wirtschaft und Gesellschaft – sichtbar geworden in der Krise – so selten und gleichzeitig wertvoll geworden ist.
Nicht nur mir hat das Königsteiner Dialog-Training sehr gut gefallen. Die Begeisterung der gesamten Gruppe steigerte sich über den Zeitraum der 3 Tage von Übung zu Übung behutsam und stetig mit der wachsenden Sicherheit, die die Teilnehmer aus den trainierten Fähigkeiten gewinnen konnten. Und so ist die Behauptung gut begründet: Diese Weiterbildung ist nachhaltig!
Eine neue, zukunftsweisende Kompetenz-Börse: Viel Erfolg für shuccle, mehr Erfolg für Sie!
Seit 15.01.2009 ist www.shuccle.de als Beta freigegeben
Menschen sind Träger und Triebkräfte der Wirtschaft. Mit Digitalisierung und Internet hat sich die Wirtschaft verändert und wird es auch weiterhin tun, z. B. bei der Vermittlung zwischen Job-Angeboten und Nachfragen. Besonders hochqualifizierte Arbeitskräfte und Hochschulabsolventen aus technischen Zweigen sind weiterhin stark gesucht und umworben. Hierzu bietet www.shuccle.de ab dem 15.01.09 eine neue und zukunftsweisende Form der Vermittlung zwischen Angebot und Nachfrage.
Das Grundprinzip ist einfach zu verstehen und anzuwenden: Einzelpersonen auf Jobsuche bieten Berufsbilder an, Firmen fragen Berufsbilder nach. Das Besondere an shuccle: Die unterschiedlichen Berufsbilder bestehen wiederum aus einzelnen Kompetenzen, denen ein Wert (in Geld) zugeordnet wird. Durch Schwankungen von Angebot und Nachfrage entsteht ein dynamischer “Markt-Wert” von Kompetenzen und ganzen Berufsbildern.
Mit rund 2.000 Berufsbildern bestehend aus rund 5.000 unterschiedlichen Kompetenzen geht shuccle an den Start. Beides - Berufsbilder und einzelne Kompetenzen – wird mit zunehmender Nutzerzahl von shuccle zukünftig immer stärker ausdifferenziert. Dafür sorgen u. a. die eingereichten Vorschläge der Anwender und die Bearbeitung durch eine qualifizierte Redaktion.
Die Nutzung von shuccle für den Endanwender ist kostenlos. Zusätzlicher Vorteil: shuccle-Nutzer bleiben anonym. Das Einstellen eines Berufsbildes bestehend aus Einzelkompetenzen ist aus Sicht des Endanwenders also mit der Schaltung einer Chiffre-Anzeige vergleichbar. So ist die Gefahr ausgeschlossen, beim Einstellen des eigenen Berufsbildes beim “Noch-Arbeitgeber” als Jobsucher aufzufallen.
Wie shuccle funktioniert und was neu daran ist sehen Sie unter http://corporate.shuccle.de/shuccle-funktion.html bzw. www.shuccle.de/shuccle-funktion.html auf einen Blick. Mehr lesen Sie unter: Was ist shuccle?




