Archiv für die Kategorie „- Wissenschaft“
Die Zeit ist reif! Wir gehen in eine Lebens Werte Gesellschaft
von Martina Knappert-Hiese, Kressbronn
Einladung zum Internationalen Kongress vom 12. – 15. Mai 2011 in der Tonhalle St. Gallen, Schweiz
Es sei einmal auf eine Alternative verwiesen, die jenseits unserer tagtäglichen Krisenmangement-Versuche erscheint. Die Menschheit befand sich vor 6000 Jahren in einem Zustand der Einheit – jedes Individuum mit sich selbst und seinem Clan und dieser in Balance mit der ökologischen Umgebung. Niemand sollte glauben, dass die Alternative zum unbefriedigenden Status quo sich innerhalb unseres auf Egoliberalismus und linearem Wachstum basierenden Systems verwirklichen ließe. Der nächste Paradigmenwechsel (T. S. Kuhn) will bewältigt werden. Dazu ist es absolut notwendig, dass Männer und Frauen endlich in gleichberechtigten Beziehungen zusammentreffen und sich gegenseitig stärken.
Je mehr Menschen sich mit den gesunden Wurzeln unserer Geschichte auf diesem Planeten beschäftigen, desto eher wird sich ein Ausweg aus dem Krisenzeitalter finden! Nur wenn wir an eine glücklichere Zukunft glauben und uns von der pathologischen Gier nach Materiellem verabschieden, wird diese positive Zukunftsvision Wirklichkeit werden. Das ist eine Erkenntnis der Hirnforschung – Visionen brauchen eine konkrete Repräsentation im Gehirn, damit sie sich realisieren lassen. Dazu ist der Kongress eine gute Gelegenheit für alle betroffenen Männer und Frauen, die sich selber und diese Gesellschaft noch nicht vollständig aufgegeben haben und sich für eine bessere Welt engagieren wollen. Informationen zu gegenwärtigen und vergangenen matriarchalisch organisierten Lebensformen und zur tieferen Bedeutung des Matriarchats finden Interessenten hier:
Kaum zu glauben und dennoch wahr – neue Wege aus der Krise sollen mit Geo-Engineering bereitstehen
von Martina Knappert-Hiese, Kressbronn
Wer sich einen Überblick verschaffen möchte und den aktuellen Trend einer wissenschaftsgläubigen Elite nachvollziehen will, dem sei das Juli-Heft der Reihe “politische Ökologie” aus dem Oekom-Verlag empfohlen. Es bietet einen kritischen Überblick zur aktuellen Diskussion um technische Lösungen wider die Krisen. Trotz leeeren Kassen und einer steigenden Anzahl von Menschen, die im nationalen und internationalen Kontext von der Teilhabe am erwirtschafteten Wohlstand ausgeschlossen sind, setzt die klassische Naturwissenschaft auf technische Lösungen.
Den einzig positiven Effekt in dieser Diskussion sehe ich in der Anerkennung der ethisch-moralischen Problematik seitens vieler Wissenschaftler aus dem technischen Bereich, die wohl erstmals mit der Frage nach der Erlaubnis derartiger Eingriffe konfrontiert sind. Was in der Medizin sehr leicht als lebensverlängernder Fortschritt (Gentechnik, Pränataldiagnostik etc.) gewertet wird, erscheint bei technischen Eingriffen in die globale Atmosphäre oder anderen planetaren Wunschträumen endlich als Gefahr menschlicher Selbstüberschätzung! Dieser Charakterzug ist schon aus der Atntike bekannt und heißt HYBRIS. Hier wird einmal mehr sichtbar, dass jedes Individuum Verantwortung tragen muss und sich selbst in Abhängigkeit vom globalen Gesamtzusammenhang verstehen sollte.
In diesem Zusammenhang möchte ich meinen Artikel vom letzten Oktober zur Lektüre empfehlen, der sich auf diese Thematik bezieht:
Homöopathie. Die große Illusion
Leitartikel “Der große Schüttelfrust” in: Der Spiegel Nr. 28, pp 58 – 67 vom 14.7.10
von Martina Knappert-Hiese, Kressbronn
Mit großem Interesse habe ich Ihren Artikel gelesen und stelle fest, dass auch Herr Ernst wie viele andere seiner Kollegen noch nicht in der Gegenwart angekommen ist. Die Aufklärung hat uns einen immensen Fortschritt gebracht und uns beim Auf- und Ausbau unserer technischen Zivilisation geholfen. Grundlage der Aufklärung ist eine Trennung in Subjekt und Objekt – ein erkennendes Gehirn in einem männlichen oder weiblichen Körper beschreibt und erläutert das von ihm getrennte Objekt, um es zu verändern oder zu verbessern. In der Geschichte des Abendlandes waren es allerdings meistens Männer, die sich einen Zugriff auf andere Länder, andere Völker und auch Frauen verschafften. Für diese führten sie Kriege, um das Ansehen von Volk und Vaterland zu vergrößern und den Fortschritt über den Globus zu verbreiten.
Dass bis heute weder die Erde selber noch der größte Teil der auf ihr lediglich dahinvegetierenden Menschen vom westlichen Fortschritt Vorteile besitzen, wie es viele Europäer und Nordamerikaner tun, ist ebenfalls eine objektive Wahrheit, für die wir keine Lösung finden. Im Zeitalter von Finanz- und Wirtschaftskrisen müssen wir uns endlich auch mit den Grenzen unserer Vernunft auseinandersetzen. Wir Menschen sind Teil der Natur und bestehen aus Körper, Geist, Seele, Gemüt usw. Je nach Kulturkreis gibt es andere Bezeichnungen, die jedoch identische Sachverhalte beschreiben.
Zur Rettung der Krisen nutzen wir wissenschaftliche Methoden, denen wir die Suche nach objektiver Wahrheit zuschreiben. Das Bewusstsein des einzelnen Individuums ist für diese Wahrheit unbedeutend – die Wirksamkeit von Homöopathie wird auf der Basis naturwissenschaftlicher Beweisführung untersucht, in der das Bewusstsein als nichtexistent gilt. Die moderne Hirnforschung ist dabei schon viel weiter und weist selber naturwissenschaftlich exakt nach, dass die Trennung von Objekt und Subjekt eine Illusion ist. Die Naturwissenschaft nähert sich der Geisteswissenschaft längst wieder an. Ich empfehle allen Schulmedizinern dringend die Auseinandersetzung mit den Forschungsergebnissen von Gerald Hüther, Joachim Bauer u.a., damit sie eine Ahnung davon erhalten, was das Bewusstsein alles ermöglicht.
Ein Zwischenstand der Diskussion um »Das neue liberale Grundsatzprogramm«
Themen und Anzahl der Beiträge im FB-Diskussionsforum zum neuen liberalen Grundsatzprogramm (Klick zur Vergrösserung)
Am 29.06.10 ist auf der Netzwerk-Plattform Facebook eine Gruppe entstanden, die sich inhaltlich mit der Begleitung der Entwicklung eines neuen liberalen Grundsatzprögramms beschäftigt. Diese Gruppe zählt nach gut 2 Wochen bereits über 900 Mitglieder und hat in ihrem Diskussionsforum über 300 Diskussionsbeiträge gesammelt, die sich über bisher 15 Themenschwerpunkte verteilen. Nun liegt hier erstmalig eine quantitative Auswertung vor, in der die Anzahl der Beiträge innerhalb der unterschiedlichen Schwerpunkte in einem Diagramm visualisiert sind. Sicherlich ist dies für die weitere Arbeit am Thema ein interessanter Hinweis auf die Interessenschwerpunkte der aktiv engagierten Gruppenmitglieder.
Facebook-Gruppe »Das neue liberale Grundsatzprogramm«:
http://www.facebook.com/group.php?gid=115509661828833
Einladung an alle gesellschaftlich engagierten Bürger:
http://news.forum-fuehrung.com/?p=5230
Das neue liberale Grundsatzprogramm:
http://news.forum-fuehrung.com/?p=5218
Liberales Institut präsentiert Info-Paket zur Finanzkrise
Das Liberale Institut der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit hat eine Auswahl an Publikationen zum Thema Finanzkrise zusammengestellt. Schon der Überblick zeigt: Wer sich ein Bild machen möchte, kann nicht bei einfachen Erklärungsmustern verharren, nach denen etwa nur ein paar rücksichtslose Spekulanten an den Problemen schuld sind …
Quelle: http://www.freiheit.org/webcom/show_article_bb.php?wc_c=151&wc_id=15521
In schwierigen Zeiten Vertrauen finden – ein lesenswertes Buch von Roland Heinzel
von Martina Knappert-Hiese, Kressbronn
Die Wiederentdeckung der Zuversicht kann als ein Versuch gelesen werden, die Krankheit des Planeten (= unsere globalisierte Welt) mit unserer eigenen Krankheit (= der Verlust des Vertrauens in unsere Potentiale) zu verbinden. Der Autor stellt einen Brückenschalg her zwischen unserer individuellen und unserer verlorenen kollektiven Sichtweise. Krank sind beide, Mensch und Planet. Gesunden können sie nur gemeinsam – die rein wissenschaftliche Sicht auf die Dinge erfordert eine kritische Auseinandersetzung mit unserer gestörten emotionalen Sichtweise. Warum gelingt es uns nicht mehr, zuversichtlich und vertrauensvoll den Alltag zu bestehen? Warum sind wir so schnell bereit, uns dem Höher, Schneller, Weiter, Größer zu unterwerfen und unsere inneren Potentiale zu unterdrücken? Tiefenspsychologie und Systemwissenschaft sind nur zwei Seiten einer Medaille mit dem Namen “Blauer Planet”. Doch es reicht im Zeitalter der ungeordneten Globalisierung eben nicht mehr, nur die Erde objektiv und naturwissenschaftlich zu beschreiben und den Menschen sich selbst zu überlassen. Auch die individuelle Ich-Perspektive ist absolut notwendig. Dass der Planet – und wir mit ihm – in Gefahr sind, steht außer Frage. Verantwortung zu tragen, um der Durchsetzung von Nachhaltigkeit zum Durchbruch zu verhelfen, bedarf eines neuen Blicks auf uns selbst – wir sind als Mann oder Frau geboren, uns ähnlicher als die Mehrheit glauben will und verstecken uns hinter unseren alten Rollen. Verantwortung übernehmen heißt, sich selbst im anderen zu verwirklichen. Die Krise unserer Gegenwart ist eine Krise der Reproduktion – Überbevölkerung dort, Überalterung hier. Dazu kommen, was mich immer wieder schockiert, fehlende Chancen für die wenigen Nachkommen in den reichen Ländern. Roland Heinzel weist den Weg, den ein Individuum gehen sollte, um über sich selbst hinauszuwachsen und im Alltag nicht zu verzagen.
Das Buch ist 2008 im Kösel-Verlag erschienen.
Wachstumsfelder der Zukunft (I)
Von Andreas Stein, Kassel
Ich habe mich nun einige Jahre umgesehen und umgehört. Ich habe viel gelesen, viele Gespräche geführt und vielen Ansätzen nachrecherchiert. Vor knapp zwei Jahren habe ich auf die Webseiten der 2005 gestarteten Initiative www.forum-fuehrung.com das Redaktionssystem aufgesetzt, in dem ich diese Worte hier gerade schreibe, um sie dann gleich per Mausklick zu veröffentlichen. Am 01. Juli 2008 haben ich dann gemeinsam mit Grit Wunderlich und Axel Pormetter eine Online-Redaktion gegründet, um der Plattform mehr Leben einzuhauchen und ihre Verbreitung zu fördern. Wir wollten wachsen und das haben wir dann auch getan: Über 700 Artikel sind inzwischen erschienen, weitere Partner haben sich angagiert und die Besucherstatistik zeichnet eine schöne Bewegung nach oben. Das alles ist eine Form von Wachstum.
Es gibt sehr unterschiedliche Erscheinungen von Wachstum. Und es gibt gesundes und ungesundes Wachstum. Denken Sie beispielsweise an Krebszellen, die ein schnelles Wachstum aufweisen und damit die anderen Organe des Körpers schädigen und zerstören können. Sie sind ein Beispiel für ungesundes Wachstum. Wenn Sie dagegen in der Natur miterleben, wie Bäume, Früchte und andere Nahrungsmittel wachsen, dann sind Sie Zeuge von gesundem Wachstum. Ich halte die Unterscheidung von gesundem und ungesundem Wachstum wichtiger als die Frage, ob wir Wachstum wünschen oder nicht. In der Krisendiskussion der letzten beiden Jahre ist diese Frage verstärkt aufgekommen, die nach meiner Auffassung am Thema vorbei geht. Wir sollten nicht darüber sprechen, ob Wachstum unser Ziel ist oder nicht. Wir sollten nach meiner Überzeugung darüber nachdenken und darüber sprechen, welches Wachstum unser Ziel ist. Außer der Verantwortung, der wir damit nachkommen, tun wir uns damit einen weiteren Gefallen: Wir führen uns wieder die Chancen vor Augen, die uns unsere Zukunft bietet!
Zukünftiges Wachstum wird mit Wandel gepaart sein, das scheint inzwischen sicher. Bundespräsident Horst Köhler spricht in seinen Reden zur Thematik schon längere Zeit von einer Transformation, vor der Wirtschaft und Gesellschaft stehen. Das paßt in das Bild, das sich im Dialog mit Experten mir selbst entwickelt hat. Darin stellt der volkswirtschaftliche Wachstumseinbruch von 2009 nicht das Ende der Geschichte des Wachstums dar, sondern nur das Ende einer Episode ungesunden Wachstums in der Geschichte. Diese Episode kann nun überwunden werden und bietet uns dann die Chance zu neuem Wachstum, was in seiner Beschaffenheit anders sein wird als das bekannte, bisher erwartete und politisch verordnete Wachstum. Wachstum läßt sich nicht durch einen Gesetzgeber erzwingen. Das hat der Ostblock 1989 gelernt und der Westen 2009. Wachstum läßt sich nur fördern, pflegen, unterstützen. Wie man mit Wachstum umgeht, darüber kann man von Gärtnern und Bauern viel lernen. Fragen Sie selbst doch einmal nach: Kennen Sie einen Gärtner oder Bauern, der sich vor seine Aussaat stellt und ihr dann zuruft: “Ich befehle Dir zu wachsen!”?
Gesundes Wachstum braucht kreative Freiheit, sonst kann es nicht entstehen und blühen. Wenn wir gesundes Wachstum finden und ernten wollen, müssen wir den Spuk der letzten Jahre überwinden, davon bin ich überzeugt. Unsere Aufgabe darf nicht darin bestehen, Geistern hinterher zu jagen oder uns von Geistern jagen zu lassen. Geister gehören verscheucht. Dann kehrt wieder Frieden und Wohlstand ein. Dazu will ich auch über diese Plattform meinen Beitrag leisten, indem ich weiter nach Wachstumsfeldern der Zukunft frage und an dieser Stelle von den Ergebnissen berichte. Ich möchte die Leser auf eine Entdeckungsreise zu neuem Wachstum führen. Und ich stelle mich jetzt auf neues Wachstum ein, auf gesundes Wachstum.
Vulkanstaubwolke ist ein »echtes Gespenst«
Von Andreas Stein, Kassel
Letzten Sonntag stellte ich auf dieser Plattform die Frage “War die Vulkanstaubwolke über Europa nur ein Phantom, ein Gerücht?”. Inzwischen ist klar: Die Vulkanstaubwolke ist echt. Messungen von speziell ausgerüsteten Flugzeugen haben Staubpartikel im Luftraum über Deutschland nachgewiesen. Der Staub, zuvor nur durch Computersimulationen prognostiziert, ist nicht nur in den Nachrichten, sondern auch in der Luft. Offen bleibt jedoch die Frage, ob die Sperrung des Luftraums über Deutschland und Europa angemessen war. Denn auch die Staubmessungen vom Dienstag sagen wenig darüber aus, wie gefährlich oder ungefährlich die vorhandene Staubkonzentration und Staubkonsistenz für Flugzeuge (gewesen) ist. Und deshalb bleibt die Vulkanstaubwolke auch ein Gespenst. Wir können nicht einschätzen, wie bedrohlich und gefährlich sie wirklich ist. Diese Unsicherheit ängstigt uns und die Angst beeinflusst unser Verhalten (100.000 Flüge wegen Aschewolke ausgefallen). Und so wird aus dem realen Staub auch ein reales Gespenst.
Eigentlich war ich immer der Auffassung, es gibt keine Gespenster. Aber das Beispiel der Vulkanstaubwolke ist mir ein Beispiel, wie real Gespenster sind. Und wenn ich etwas nachdenke, dann fallen mir weitere “echte Gespenster” ein, z. B.:
- Finanzkrise
- Klimawandel
- Schweinegrippe
- Politikverdrossenheit
- volatile Welt
- Medienkrise
Diese Bedrohungen sind durch zwei Merkmale gekennzeichnet:
- Die Bedrohungen sind real und haben Einfluss auf unser Verhalten und unseren Lebensalltag (=echt)
- Die Dimensionen ihrer Bedrohlichkeit und Gefährlichkeit sind schwer einzuschätzen (=gespenstisch)
Das Phänomen »echte Gespenster« beschäftigt mich nun schon einige Jahre, gedanklich und real. Es scheint mir ein Phänomen zu sein, das in der vernetzen Informations- und Medienwelt immer mehr an Bedeutung gewinnt. Durch Interdependenzen breiten sich diese »echten Gespenster« schneller als früher aus. Sie sind auch deshalb schwer zu steuern und zu kontrollieren. Das macht es schwer für Abwehr, Schutz und Gegenmittel und das macht die »echten Gespenster« so ansteckend wie Viren. Es würde uns helfen, wenn wir sie besser verstehen als bisher, damit wir sicherer werden im Umgang mit ihnen. Dafür scheint es mir wichtig, sie zu benennen und konkreter zu beschreiben.
Wenn Sie zu diesem Thema einen Beitrag einsenden möchten (weitere »echte Gespenster«, ihre Merkmale und Eigenschaften, sinnvolle Schutzmaßnahmen und Bekämpfung) denn schreiben Sie bitte unter dem Betreff »echte Gespenster« an redaktion@forum-fuehrung.com. Damit die Veränderungen in den gesellschaftlichen Entwicklungsfeldern, in denen die »echten Gespenster« umgehen, deutlich werden, können Sie die Welt von heute mit der von vor 20 Jahren vergleichen. So können Sie Unterschiede klarer und verständlicher herausarbeiten.
War die Vulkanstaubwolke über Europa nur ein “Phantom”, ein Gerücht?
Am Freitag traf ich beim Einkauf meinen Nachbarn. “Hast Du schon gehört, dass eine Wolke von Vulkanstaub den Flugverkehr lahmlegen wird?” fragte er mich. “Nein” war meine Antwort. Danach las ich davon im Internet.
Am Samstagmorgen guckte ich in den Himmel: Strahlendblau. “Ich kann keine Staubwolke sehen” habe ich zu meiner Partnerin Grit Wunderlich gesagt, die auch schon vom Vulkanstaubwolkenalarm gehört hatte. Dann rief mein Vater an und berichtete, dass mein Bruder auf dem Hamburger Flughafen festsitzt und ein lange geplanter Kurztripp nach New York wohl ausfallen wird. “Schade”, habe ich gedacht, ich hätte die Reise meinem Bruder nämlich gegönnt, weil ich wußte, dass er sich darauf seit längerer Zeit gefreut hat.
Am Sonntag gucke ich wieder in den Himmel. Strahlendblau. Ich frage meine Partnerin: “Warum sind die Wolken aus Vulkanasche so unsichtbar?”.
Eben, 18.04., 21:00, lese ich den diesen Artikel auf faz.net: Plotzlich sind wir alle Zuschauer
Ich stelle mir die Frage: War die Staubwolke über Europa nur ein “Phantom”, ein Gerücht? Und: Wenn es Gerüchte sind, verdient jemand an solchen Gerüchten? Sollten wir den “offiziellen” Nachrichten stärker mißtrauen und stärker auf unsere eigene Wahrnehmung vertrauen? Was meinen Sie?
Ihre Meinung würde mich freuen,
Andreas Stein
FBWE richtet »Arbeitskreis Ökosoziale Marktwirtschaft« ein
Als ein spezielles Projekt, also als ein »Sonderprojekt« in Hinsicht seiner Bedeutung und Dauerhaftigkeit, bereitet das FBWE im Augenblick einen »Arbeitskreis Ökosoziale Marktwirtschaft« vor. In diesem Arbeitskreis soll das Konzept der Ökosozialen Marktwirtschaft (ÖSM) dem Kreis seiner Mitglieder; Freunde/-innen und Partner/-innern des FBWE bekannt gemacht werden. Ebenso soll auf die Personen, Initiativen und Organisationen verwiesen werden, die sich aktiv für das Konzept der ÖSM engagieren bzw. dieses weiterentwickeln. Dazu gehören z. B. (chronologische Reihenfolge nach Datum ihrer Wahrnehmung durch den Vorstand des FBWE, nicht nach ihrer Entstehung):
- www.faw-neu-ulm.de
- www.kit-initiative.de/
- www.oesf.de
- www.oekosozial.at
- www.foes.de
- www.bundespraesident.de
Mehr zur Arbeit und den Projekten des FBWE erfahren Sie unter auf www.fbwe.de.
Gemeingüter – Wohlstand durch Teilen
von Martina Knappert-Hiese, Kressbronn
Der Report der Heinrich-Böll-Stiftung erklärt Wissenswertes rund um die Thematik Gemeingüter, Commons, Allmende. Seit 2009 der erste Wirtschaftsnobelpreis an eine Frau ging, die ihr Lebenswerk der Erforschung dieses wichtigen Themas gewidmet hat, sollte der interessierten Öffentlichkeit ihre wissenschaftliche Arbeit aufbereitet zur Verfügung stehen. Vier namhafte Autoren (Helfrich/ Kuhlen/ Sachs/ Siefkes) haben deshalb Wissenswertes dazu in einem leicht zugänglichen Überblick zusammengefasst, dessen Lektüre sehr zu empfehlen ist.
In Zeiten begrenzter finanzieller Mittel und sichtbarer ökologischer Zerstörungen wird es in kommunalen, regionalen und nationalen Zusammenhängen zunehmend wichtiger, alle Bürgerinnen und Bürger an der Verwendung und Nutzung von Gemeingütern zu beteiligen. Dass Kopenhagen gescheitert ist und die Staatengemeinschaft es nicht erreichte, einen verbindlichen Vertrag über die Nutzung des Gemeingutes Klima zu verabschieden, ist eine Tragik unserer Gegenwart. Wer bei Verhandlungen zur Verwendung von Gemeingütern nicht bereit ist, die eigenen Bedürfnisse auf der Basis überlebenswichtiger Notwendigkeiten anderer Menschen und Völker zu überdenken, der hat die Zeichen unserer Zeit noch nicht kapiert. Wir müssen aufhören in veralteten Kategorien von Wettbewerbsvorteil, Gewinnmaximierung und Kosten-Nutzen-Analysen zu denken, wenn wir internationale Verhandlungen um Gemeingüter führen.
Wir sitzen alle im gleichen Boote und sollten verstehen, dass wir nur miteinander und gemeinsam eine lebenswerte Zukunft gestalten können. Ein Verständnis verschiedener Formen von Gemeingütern ist dazu unerlässlich! Dass Wohlstand nur durch neue Formen des Teilens dauerhaft gesichert werden kann, gehört leider noch nicht zum Gemeingut Wissen, über das die Menschheit heute verfügt.
Der Report trägt die ISBN 978-3-86928-020-2 und sei zur Lektüre dringend empfohlen.
Neue Studie belegt das Versagen der Medien
Von Martina Knappert-Hiese, Kressbronn
Wer sich in der noch lange nicht überwundenen Finanzkrise einzig auf die staatlichen Medien verlässt, ist schlecht beraten. Ein sinnvoller Überblick oder gar verlässliches Wissen über den Zustand unserer Gegenwart ist dort Mangelware. Der Spiegel berichtet in seiner Ausgabe Nr. 10 vom 8.3.10 über den Niedergang der kritischen Berichterstattung betreffend die Krisen. Die noch längst nicht überwundenen Auswirkungen der globalen Finanzkrise werden weder verständlich, noch objektiv darzustellen versucht. Wer Einzelheiten zu den Ursachen der Finanzkrise und Hinweise auf umsetzbare Lösungen sucht, der ist schlecht beraten, wenn er sich ausschließlich auf die öffentlich-rechtlichen Medien verlässt. Das Ergebnis der bisher unveröffentlichten Studie der Otto-Brenner-Stiftung ist ein Beweis für die steigende Bedeutung zuverlässiger Online-Portale und gleichzeitig eine Herausforderung an jedes einzelne Gehirn, angesichts der Informations- und Reizüberflutung nicht zu versagen. Ein umfassendes Verständnis der aktuellen gesellschaftlichen Wirklichkeit zu erlangen, ist in den Zeiten der gegenwärtigen Krisen auch ein ethisch-moralisches Problem. Alle sind deshalb herzlich aufgefordert sich zu vergewissern, dass sie ihre subjektiven Bilder der Wirklichkeit nicht mit der Wirklichkeit verwechseln. Zwar ist diese nicht mehr objektiv beschreibbar, aber dennoch sehr genau begreifbar. Wir sollten uns alle ernsthaft um das Verständnis kritischer Zusammenhänge bemühen, um Zukunft zu ermöglichen.
WELT UND WIRTSCHAFT IM UMBRUCH?!
Wir sind alle für Veränderung! Vorausgesetzt: „Alles bleibt beim Alten!“
Hinter dem zutiefst beunruhigenden Einbruch der Weltwirtschaft verbirgt sich eine handfeste strukturelle Krise jenes bis dahin dominanten Wirtschaftsmodells, das vor dem Hintergrund immer härterer Kostenkonkurrenz immer effizienter Überkapazitäten schafft. Dabei wurde ein systemimmanent verursachtes Karussell des Wettbewerbs in Gang gesetzt: Immer mehr Produkte, immer billiger („Geiz ist geil“), bei immer höherer Produktivität und immer höheren Gewinnen für die Aktionäre.
Obwohl wir in einer Überproduktions-gesellschaft leben, agieren „wir“ nach den überkommenen Rezepten einer Mangelwirtschaft. Gleichzeitig leben weltweit immer mehr Menschen unter der Armutsgrenze und werden Produkte eher vernichtet, als billiger verkauft. Damit aber schürt der harte globale Konkurrenzkampf Verteilungskonflikte, welche nicht nur fatale Auswirkungen auf die soziale Sicherheit haben, sondern sogar den Weltfrieden gefährden. Zudem vernichtet dieses System begrenzte natürliche Ressourcen und gefährdet das Weltklima sowie die potenziellen Lebenschancen nachfolgender Generationen.
De facto erleben wir derzeit das Ende des bisherigen Globalisierungsmodells, ja das Ende der Welt, wie wir sie kannten. Bisher nicht hinterfragte Gewissheiten wurden mit der Finanz- und Wirtschaftskrise außer Kraft gesetzt und die „unantastbaren“ Denk- und Handlungsmuster dieser „freigelassenen“ neoliberalen Marktwirtschaft mit einem Schlag auf den Kopf gestellt. Jäh zurückgeholt „auf den Boden der Realität“ (siehe Universitäts.Club-Symposium 2009) wenden sich bedrohte Banken und marode Industrieunternehmen hilferufend an den Staat, der wiederum in seinen „Bewältigungsreflexen“ die heimischen Firmen mit Subventionen, Bürgschaften aber auch Importbeschränkungen schützt. Ein neuer Protektionismus greift um sich, der sogar die offene Weltordnung in ihrer bisherigen Form bedroht. Erstmals in der Geschichte geht es buchstäblich ums Ganze, nicht irgendwo anders und irgendwann in der Zukunft, sondern überall, auf unserem gesamten Globus, hier und heute! Die komplexen Probleme und Zusammenhänge einer global vernetzten Welt erfordern Kooperation, nicht Konkurrenz! Es ist höchste Zeit, gemeinsam zu handeln, mehr noch: für einen radikalen Neustart! Dies gilt nicht nur für die Politik, sondern auch für die Wirtschaft. Ein „Change Management“ im bisherigen Sinne, lediglich mit Blick auf die Optimierung eigener Vorteile und des eigenen Unternehmens, wird zukünftig nicht mehr ausreichen, um das Überleben von Unter nehmen langfristig zu sichern. Eine verantwortungslose Auslagerung von Kosten und „Störfaktoren“ an die Öffentliche Hand wird künftig nicht mehr möglich sein, im Gegenteil: UnternehmerInnen und Manager werden die einseitige und viel zu enge betriebswirtschaftliche Sicht erweitern und ihre Strategien viel stärker auf gesamtgesellschaftliche Bedürfnisse und Entwicklungen einstellen müssen.
WELT UND WIRTSCHAFT IM UMBRUCH?!
Wir sind alle für Veränderung!
Vorausgesetzt: „Alles bleibt beim Alten!“
TOP MANAGEMENT SYMPOSIUM
3. BIS 5. JUNI 2010 | ABBAZIA DI ROSAZZO
33044 MANZANO | FRIAUL | ITALIEN
Als PDF zum Download: Programm mit Anmeldung
„Religion bildet“: Kirchen präsentieren sich gemeinsam auf der „didacta“
Vom 16. bis 20. März findet die Bildungsmesse in Köln statt
NRW. „Religion bildet – Kompetenzen entwickeln, Dialog fördern, Glauben entdecken.“ Unter dieser Überschrift präsentieren sich die evangelischen Landeskirchen und die katholischen (Erz-)Bistümer in Nordrhein-Westfalen sowie die Evangelische Kirche in Deutschland vom 16. bis 20. März 2010 wieder mit einem gemeinsamen Stand auf Bildungsmesse didacta in Köln. Am Stand A 48 in Halle 6.1 stellen die Kirchen und kirchlichen Einrichtungen ihre Bildungsarbeit und -anliegen in fast 30 Vorträgen, Diskussionsrunde und Musikprogrammen vor. Dazu gibt es Gesprächsmöglichkeiten mit Expertinnen und Experten sowie ein Kirchencafé.
„Als NRW-Bistümer haben wir dabei nicht nur den Religionsunterricht im Blick“, unterstreicht Dr. William Middendorf, Leiter der Hauptabteilung Schule und Bildung im Bischöflichen Generalvikariat Münster: „Da die katholische Kirche als größter freier Schulträger in Deutschland besondere Verantwortung für den Bildungsbereich trägt, sind wir auch sehr daran interessiert, unser Bildungsangebot möglichst vielen Besuchern der didacta zumindest exemplarisch vorzustellen sowie über unser Bildungsverständnis am Stand der Kirchen zu informieren und zu diskutieren.“ Und Oberkirchenrat Klaus Eberl, Leiter der Abteilung Bildung der Evangelischen Kirche im Rheinland, ergänzt: „Bildung ist für uns nicht erst in der Wissens- und Lerngesellschaft der Gegenwart ein zentrales Thema; sie ist es seit der Reformationszeit. Philipp Melanchthon war treibende Kraft für die Entwicklung eines allgemeinen Schulwesens. Bildung im evangelischen Verständnis will Menschen befähigen, ihre Zukunft und die Welt zu gestalten. Deshalb betont die Kirche ein ganzheitliches Bildungsverständnis. Heute, im Angesicht der Globalisierung und der multikulturellen Lebenszusammenhänge, gewinnt religiöse Bildung zunehmend an Bedeutung.“ Einer der Höhepunkte im Programm „Kirche auf der Bildungsmesse“ wird eine Podiumsdiskussion am Donnerstag, 18. März 2010, um 14 Uhr sein: Dann diskutieren die NRW-Landtagspräsidentin Regina van Dinther, der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker, der Präsident des Kirchenamtes der EKD Dr. Hermann Barth und der Bonner Professor Dr. Volker Ladenthin an Stand E 41 unter der Überschrift „Religion bildet“. Die Moderation hat Gisela Steinhauer (WDR).
Programmübersicht und Details zu den Veranstaltungen: Flyer »Religion bildet« als PDF
Jörg Buschbeck – Lotse des Wandels – im Interview auf HR2 Kultur
Jörg Buschbeck – Unternehmer aus Sachsen und Inhaber von drei Unternehmen – engagiert sich als ein LOTSE DES WANDELS, wie sie vom Forum Bildung, Wirtschaft und Entwicklung, www.fbwe.de, gesucht und unterstützt werden. Zur Bekanntmachung und Ausweitung seines Engagements hat er den als gemeinnützig anerkannten Verein www.global-change-2009.de gegründet.
Die Finanzkrise – Vatikan lobpreist das islamische Recht (Scharia)
Dank für den Hinweis auf diesen Videobericht an http://www.global-change-2009.com/blog/islamic-banking-her-damit-genau-unser-ding-investieren-statt-sparen/2010/02/
Was ist Geld? Was ist eine Guthabenkrise?
Von Jörg Buschbeck, www.global-change-2009.de
„99 Prozent der Menschen sehen das Geldproblem nicht. Die Wissenschaft sieht es nicht, die Ökonomie sieht es nicht, sie erklärt es sogar als »nicht existent«.“ (der St. Galler Ökonomieprofessor Hans-Christoph Binswanger)
Der ehemalige Chefvolkswirt der Bundesbank und der Europäischen Zentralbank, Otmar Issing (1), definiert die Entstehung von Geld so (2): „Es gibt heute im allgemeinen zwei Produzenten von Geld, nämlich die Notenbank und die Kreditinstitute“.
Banken verleihen kein Geld – sondern Sie produzieren Kredit(geld)(3). Die Bank dokumentiert in ihrer Bilanz eine Forderung gegenüber einem Kreditnehmer. Sie “monetarisiert” dabei die Sicherheiten der Kreditnehmer. Es ist also keine Geldschöpfung “aus dem nichts” – sondern der Kreditnehmer verspricht und sichert zusammen mit dem Kapital der Bank eine spätere Leistung.
Der Vorgang lässt sich auch in einem Buchungssatz in Kaufmannssprache beschreiben: „Forderung (gegenüber dem Kreditnehmer) an Sichtguthaben“. Da sie das auf den Konten ihrer Kunden macht, entsteht Geld, mit dem ein Kunde bezahlen kann. Geld ist also kein “Ding” – sondern eine (hoffentlich) besicherte, umlauffähig gemachte Kreditforderung.
Da im heuten Finanzsystem außer den Münzen alle Zahlungsmittel, also neben dem Buch- oder Giralgeld auch Bargeld, auf diese Weise produziert werden, hat das diese Folgen:
- Ohne Schulden gibt es kein Geld.
- Geldvermögen und Schulden haben den gleichen Umfang. Würde man alles Schulden tilgen, gäbe es kein Geld mehr.
- Es gibt also kein Geld „netto“ und auch keine „Nettoschulden“.
- Man kann zusätzliche Geldvermögen nicht „netto“ ansparen, sondern nur durch Schulden neu schaffen. Man muss volkswirtschaftlich sogar durch Sparen stillgelegtes Geld durch neues ersetzen, das heißt durch neue Kredite geschaffenes Geld.
- Daraus folgt unmittelbar: Neue Schulden entstehen, wenn Geld gespart wurde und die Sparer damit ihr Geldvermögen erhöht haben. Dies weil die realwirtschaftliche Nachfragelücke notfalls staatliche Verschuldung erzingt (Druckmittel wachsende Arbeitslosigkeit,Wirtschaftscrash).
Oder umgekehrt: Wenn man Schulden und Neuverschuldung begrenzen will, muss man aus volkswirtschaftlichen Gründen zwangsläufig auch die Geldvermögenszunahme stoppen. Es geht nur gleichzeitig, weil es sich um zwei Seiten derselben Medaille handelt.
Das heißt aber nicht, dass man die Vermögenszunahme stoppen muss. Es geht hier lediglich um die Vorgänge auf der finanzwirtschaftlichen Ebene. Man kann sehr wohl durch Geld reale Investitionsgüter kaufen (oder Anteile daran) und so die volkswirtschaftliche Schuldenspirale stoppen und ihre negativen Folgen umgehen. Der Grund: Sparen ohne Schulden geht nicht, aber investieren ohne Schulden, das geht. Rücklagenbildung und Zukunftsvorsorge wäre also machbar und für den Anleger viel sicherer, indem in Form verbriefter Investitionen „gespart“ würde. So ließe sich eine Kapitalanlage bei Bedarf auch wieder auflösen, fast genauso wie heute beim Sparbuch oder der Bankschuldverschreibung. Für die Anleger und die Volkswirtschaft wäre dies vorteilhafter, weil sich auf diese Weise Kreditblasen und Bankenkrisen vermeiden ließen.
Denn die aktuelle Krise ist keine Schuldenkrise, sondern eine Guthabenkrise aus blockierten Schuldtilgungsmitteln. Erst wenn Politik und Wirtschaftswissenschaft dies erkennen und nach Lösungen suchen, finden wir einen Ausweg aus der verfahrenen Situation.
(1) http://de.wikipedia.org/wiki/Otmar_Issing
(2) Otmar Issing, Einführung in die Geldtheorie, Vahlen Verlag, 14. Auflage 2006 Seite 56
(3) Auch Bargeld und Zentralbank-Buchgeld ist wird genauso als Kredit gebucht, wie das die Geschäftsbanken praktizieren. Bargeld (Banknoten) sind nur die Verbriefung dieser Zentralbankkredite – siehe (2)
FDP-Heringsessen der Region Kassel am politischen Aschermittwoch lebhaft und gut besucht
MdB und Drogenbeauftragte der Bundesregierung Mechthild Dyckmans mit Prof. Dr. Reiner Sörries
Kassel, 17.02.2010. Zum traditionellen Heringsessen der FDP Region Kassel kamen auch in diesem Jahr viele Mitglieder und Freunde der FDP der Region Kassel im Gasthof Meister zusammen, die der Einladung am politischen Aschermittwoch zu Matjeshering und Diskussion gefolgt waren.
Als Gastredner referierte der Direktor des Museums für Sepulkralkultur Herr Prof. Dr. Reiner Sörries zum Thema „Menschen trauern heute wie sie wollen – Der Beitrag des Museums für Sepulkralkultur zur Geschichte und Gegenwart der Bestattungskultur“ und begeisterte die Zuhörer mit den verschiedensten Sichtweisen und Denkansätzen zu diesem alle Menschen bewegenden Thema.
Natürlich nutzen die Mitglieder des Bundestages Mechthild Dyckmans und Björn Sänger die Gelegenheit, um über die Regierungsarbeit der ersten 113 Tage zu berichten und sich den Fragen der Mitglieder zu stellen.
Nach einer emotionalen Diskussion brachte es der Ehrenvorsitzende Richard Wurbs auf den Punkt: “Ärmel hoch krempeln und eine solide Arbeit abliefern, das wird die nächsten vier Jahre die FDP charakterisieren!”
Weitere Informationen unter http://www.fdp-kassel.de/
Offenbarungseid der Volkswirte in Atlanta
Der Verein Global Change bietet Weiterbildung zu realitätsnahen Grundlagen der Marktwirtschaft an
Wie das Handelsblatt berichtete (1), muss es auf der weltweit wichtigsten Tagung für Volkswirte in Atlanta in der vorigen Woche wohl zu sensationellen Einsichten gekommen sein:
„Viele beschäftigen sich nicht mit der Welt, in der wir leben, sondern mit der Welt, in der sie gerne leben würden“, klagte Harvard-Professor Benjamin Friedman. Das habe zahlreiche Modelle hervorgebracht, die „einfach, elegant und falsch sind“. Modelle, die die Bedeutung von Banken und Krediten befriedigend erfassen, gebe es bislang nicht. „Das kann aber kein Argument dafür sein, dass wir unseren Studenten nur die alten, überholten Modelle beibringen“
Ähnlich formulierte es der Yale-Professor Robert Shiller, der als einer der ganz wenigen Volkswirte frühzeitig vor der Krise warnte: „Viele Vertreter unserer Profession machen sich nicht die Mühe, auf dem Laufenden zu bleiben.“ Die moderne Makroökonomie müsse sich inhaltlich wie methodisch komplett neu erfinden – und deutlich näher an die Realität heranrücken.
„Genau dies ist das Problem der Volkswirte“ so Jörg Buschbeck, Vereinsvorstand des Global Change 2009 e.V., “schon die einfachsten Grundüberlegungen, auf welchen die ökonomischen Modelle aufbauen, entsprechen nicht der Realität. Schön, dass die ersten Wirtschaftswissenschaftler das jetzt öffentlich zugeben. Die meisten Ökonomen haben nicht einmal eine klare Vorstellung davon, was Geld ist und wie das Finanzsystem funktioniert. Grundlegende Marktstörungen, beispielsweise im wichtigen Geldmarkt, können so gar nicht erkannt werden.“ „Das ist folgenschwer, da die selben Ökonomen die Politik beraten. Fehlerhafte Modelle bedrohen so unmittelbar unseren Wohlstand und letztlich den Frieden.
Diese Problematik war einer der Hauptgründe für die Initiative „Global Change“. Wir erarbeiten deshalb Weiterbildungskurse (2) für Wirtschaftsfachleute, Politiker und Multiplikatoren vor, die wir ab Mai dieses Jahres anbieten“, so der Initiator Jörg Buschbeck. Der Inhaber von drei Firmen, der auch Vorstandschef einer Genossenschaft ist, gründete den Verein „Global Change“ Anfang 2009 nach eigenen ökonomischen Studien auch, um „die Wissenschaft aus dem intellektuellen Elfenbeinturm auf den Boden der Realität zu holen“.
Bildungsverein i. G. und Mitgliederwerbung
Seit letzter Woche (10.02.) ist »Forum Bildung, Wirtschaft und Entwicklung« unter www.fbwe.de im Internet präsent, nun hat die Mitgliederwerbung für den Bildungsverein i. G. begonnen. Im ersten Schritt besteht Sie aus der Gewinnung neuer Mitglieder für die Verteilerliste newsletter@fbwe.de. Die Mitgliedschaft in diesem Verteiler ist kostenlos und unverbindlich. Der Newsletter-Verteiler informiert über die weiteren Aktivitäten und Termine. Die Mitgliedschaft in diesem Info-Verteiler startet mit dessen Bestellung in Form einer einfachen Email an newsletter@fbwe.de und endet mit formloser Abbestellung an dieselbe Mailadresse.
Besuchen Sie »Forum Bildung, Wirtschaft und Entwicklung« auf www.fbwe.de. Bestellen Sie weitere Infos über newsletter@fbwe.de
Zitat zur Zeit
»Die Mittelschicht in Deutschland ist in den vergangenen zehn Jahren von zwei Dritteln auf noch gut die Hälfte der Gesellschaft geschrumpft. Damit bröckelt die Brücke zwischen Arm und Reich. Eine Gesellschaft ohne Mitte fliegt auseinander, und der Politik fliegt sie um die Ohren.«
Dr. Guido Westerwelle, »Vergesst die Mitte nicht!«, Zitat aus einem Gastkommentar in der WELT vom 11.02.10
Hätten die Lehman-Sisters etwas anders gemacht?
Kurzvideo zur Fachtagung mit der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung am 28.01.2010 in Frankfurt/Main (Siehe: http://news.forum-fuehrung.com/?p=2965)
