Archiv für die Kategorie „06 Literatur & Medien“

Kaum zu glauben und dennoch wahr – neue Wege aus der Krise sollen mit Geo-Engineering bereitstehen

von Martina Knappert-Hiese, Kressbronn

Wer sich einen Überblick verschaffen möchte und den aktuellen Trend einer wissenschaftsgläubigen Elite nachvollziehen will, dem sei das Juli-Heft der Reihe “politische Ökologie” aus dem Oekom-Verlag empfohlen. Es bietet einen kritischen Überblick zur aktuellen Diskussion um technische Lösungen wider die Krisen. Trotz leeeren Kassen und einer steigenden Anzahl von Menschen, die im nationalen und internationalen Kontext von der Teilhabe am erwirtschafteten Wohlstand ausgeschlossen sind, setzt die klassische Naturwissenschaft auf technische Lösungen.

Den einzig positiven Effekt in dieser Diskussion sehe ich in der Anerkennung der ethisch-moralischen Problematik seitens vieler Wissenschaftler aus dem technischen Bereich, die wohl erstmals mit der Frage nach der Erlaubnis derartiger Eingriffe konfrontiert sind. Was in der Medizin sehr leicht als lebensverlängernder Fortschritt (Gentechnik, Pränataldiagnostik etc.) gewertet wird, erscheint bei technischen Eingriffen in die globale Atmosphäre oder anderen planetaren Wunschträumen endlich als Gefahr menschlicher Selbstüberschätzung! Dieser Charakterzug ist schon aus der Atntike bekannt und heißt HYBRIS.  Hier wird einmal mehr sichtbar, dass jedes Individuum Verantwortung tragen muss und sich selbst in Abhängigkeit vom globalen Gesamtzusammenhang verstehen sollte.

In diesem Zusammenhang möchte ich meinen Artikel vom letzten Oktober zur Lektüre empfehlen, der sich auf diese Thematik bezieht:

http://news.forum-fuehrung.com/?p=2571

In schwierigen Zeiten Vertrauen finden – ein lesenswertes Buch von Roland Heinzel

von Martina Knappert-Hiese, Kressbronn

Die Wiederentdeckung der Zuversicht kann als ein Versuch gelesen werden, die Krankheit des Planeten (= unsere globalisierte Welt) mit unserer eigenen Krankheit (= der Verlust des Vertrauens in unsere Potentiale) zu verbinden. Der Autor stellt einen Brückenschalg her zwischen unserer individuellen und unserer verlorenen kollektiven Sichtweise. Krank sind beide, Mensch und Planet. Gesunden können sie nur gemeinsam – die rein wissenschaftliche Sicht auf die Dinge erfordert eine kritische Auseinandersetzung mit unserer gestörten emotionalen Sichtweise. Warum gelingt es uns nicht mehr, zuversichtlich und vertrauensvoll den Alltag zu bestehen? Warum sind wir so schnell bereit, uns dem Höher, Schneller, Weiter, Größer zu unterwerfen und unsere inneren Potentiale zu unterdrücken? Tiefenspsychologie und Systemwissenschaft sind nur zwei Seiten einer Medaille mit dem Namen “Blauer Planet”. Doch es reicht im Zeitalter der ungeordneten Globalisierung eben nicht mehr, nur die Erde objektiv und naturwissenschaftlich zu beschreiben und den Menschen sich selbst zu überlassen. Auch die individuelle Ich-Perspektive ist absolut notwendig. Dass der Planet – und wir mit ihm – in Gefahr sind, steht außer Frage. Verantwortung zu tragen, um der Durchsetzung von Nachhaltigkeit zum Durchbruch zu verhelfen, bedarf eines neuen Blicks auf uns selbst – wir sind als Mann oder Frau geboren, uns ähnlicher als die Mehrheit glauben will und verstecken uns hinter unseren alten Rollen. Verantwortung übernehmen heißt, sich selbst im anderen zu verwirklichen. Die Krise unserer Gegenwart ist eine Krise der Reproduktion – Überbevölkerung dort, Überalterung hier. Dazu kommen, was mich immer wieder schockiert, fehlende Chancen für die wenigen Nachkommen in den reichen Ländern. Roland Heinzel weist den Weg, den ein Individuum gehen sollte, um über sich selbst hinauszuwachsen und im Alltag nicht zu verzagen.

Das Buch ist 2008 im Kösel-Verlag erschienen.

Neu erschienen: “Im Schatten der Finanzkrise”

Muss das staatliche Zentralbankwesen abgeschafft werden?

Schuld an der gegenwärtigen Finanzkrise ist nach gängiger Meinung der Kapitalismus. Über die Verantwortung der staatlichen Zentralbanken hingegen wird bislang noch nicht in ausreichendem Maße gesprochen. Das Buch „Im Schatten der Finanzkrise. Muss das staatliche Zentralbankwesen abgeschafft werden?“ korrigiert diese Schieflage. Herausgegeben wird es von Peter Altmiks, Mitarbeiter des Liberalen Instituts der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit.

“Das exklusive Geldschöpfungsmonopol ist eine Hauptursache für Instabilität. Zentralbanken wurden aus fiskalischen Gründen etabliert, um die Regierung bzw. die herrschenden Monarchen zu stützen”, sagt Altmiks.

Zu den Autoren gehören u.a. Prof. Dr. Thorsten Polleit, Chef-Volkswirt von Barclays Capital Deutschland und Professor an der Frankfurt School of Finance & Management, Frank Schäffler MdB, Obmann der FDP-Fraktion im Finanzausschuss, und Lawrence H. White, Professor für Volkswirtschaftslehre an der George Mason University in Virginia, USA und George Selgin, Professor für Volkswirtschaftslehre am Terry College of Business der University of Georgia (Athens).

Analysiert wird nicht nur die Rolle der Zentralbanken bei der Entstehung der Finanzkrise. Aufgezeigt werden auch Möglichkeiten, wie man vom schlechten zu gutem Geld gelangt.

Lesen Sie mehr auf http://www.freiheit.org/webcom/show_article_bb.php?wc_c=618&wc_id=15036

Lob der Pause

Von Martina Knappert-Hiese, Kressbronn

Einer der neueren Titel in der Reihe quergedacht aus dem Oekom Verlag lautet doch tatsächlich “Lob der Pause”. Man mag es kaum glauben, dass der Autor Karlheinz Geißler uns belehren will, warum unproduktive Zeiten ein Gewinn sind, wie der Untertitel verspricht.

Mal ehrlich – Hand aufs Herz – vom Stress haben wir doch alle genug, oder nicht? Im deutschen Sprachschatz gibt es genügend Beispiele, die in die gleiche Richtung zielen, wie z.B. Gut Ding will Weile haben! Wenn Sie nachdenken, fällt Ihnen sicherlich auch ein derartiger Ausspruch ein. Doch hilft uns in den Zeiten der Krise dieses traditionelle Wissen überhaupt noch weiter? Ich befürchte, dass wir alle unte unter Stress stehen und den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen. Ja,  uns zudem noch ständig zwischen Ansprüchen und Notwendigkeiten hin und her bewegen und kaum zur Reuhe kommen. Wenn dann jemand noch Themen auf die Tagesordnung bringt, die scheinbar vom eigentlichen Ziel abweichen, dann verwechseln viele die Botschaft mit dem Überbringer der Botschaft. So ist es mir jedenfalls schon häufiger passiert – auch im Gemeinderat von Kressbronn, in dem ich mir gemeinsam mit meinen Unterstützern einen Platz ergattert habe. Wer in seiner heilen Welt lebt, der ist zwar zu beneiden, doch er sollte sich die Frage gefallen lassen, ob die rosarote Brille ihn nicht von einer adäquaten  Wahrnehmung der Wirklichkeit ablenkt.

Wie dem auch sei, das genannte Büchlein gibt einen bemerkenswerten Überblick über unseren Umgang mit Zeit! Dabei ist zu bedenken, dass das individuelle Zeitmanagement natürlich auch gesamtgesellschaftliche (Fehl-)Entwicklungen beeinflussen kann. In der wirtschaftlichen Nutzung menschlicher Zeitressourcen liegen der Gewinnlogik zufolge noch ungeahnte Potentiale, die es folglich zu erschließen gilt. Und so sind in der IT-Branche inzwischen Arbeitsplattformen entstanden, die ein schnelles Wechseln zwischen unterschiedlichen Projekten problemlos ermöglichen und doch jeweils alle relevanten Daten und Ansprechpartner einem direkten Zugriff zugänglich machen.

Kreativität ade – gefragt sind lediglich die persönlichen Kompetenzen im Bereich des symbolischen oder expliziten Wissens, das an anderer Stelle auch noch gesammelt und abrufbar vorhanden ist. Der Mensch, der von seiner Natur aus zwischen gut und böse unterscheiden kann, ist dann am besten im ökonomischen Prozess zu gebrauchen, wenn er über seine potentiellen Zweifel erhaben ist und fast so gut oder noch besser wie eine Machine funktioniert. Wer sich derartig knechten lässt, dem fehlt möglicherweise ein gesunder Ausgleich. Lesen sie Geißlers Lob der Pause und korrigieren Sie ggfls. die eingeschliffenen pathologischen Verhaltensweisen und Zwänge, um ihre Menschlichkeit nicht dem System zu opfern. Mutter Erde und ihre Kinder werden’s Ihnen danken!

DAs Büchlein trägt folgende ISBN: 978-3-86581-200-1

Gemeingüter – Wohlstand durch Teilen

von Martina Knappert-Hiese, Kressbronn

Der Report der Heinrich-Böll-Stiftung erklärt Wissenswertes rund um die Thematik Gemeingüter, Commons, Allmende. Seit 2009 der erste Wirtschaftsnobelpreis an eine Frau ging, die ihr Lebenswerk der Erforschung dieses wichtigen Themas gewidmet hat, sollte der interessierten Öffentlichkeit ihre wissenschaftliche Arbeit aufbereitet zur Verfügung stehen. Vier namhafte Autoren (Helfrich/ Kuhlen/ Sachs/ Siefkes) haben deshalb Wissenswertes dazu in einem leicht zugänglichen Überblick zusammengefasst, dessen Lektüre sehr zu empfehlen ist.

In Zeiten begrenzter finanzieller Mittel und sichtbarer ökologischer Zerstörungen wird es in kommunalen, regionalen und nationalen Zusammenhängen zunehmend wichtiger, alle Bürgerinnen und Bürger an der Verwendung und Nutzung von Gemeingütern zu beteiligen. Dass Kopenhagen gescheitert ist und die Staatengemeinschaft es nicht erreichte, einen verbindlichen Vertrag über die Nutzung des Gemeingutes Klima zu verabschieden, ist eine Tragik unserer Gegenwart. Wer bei Verhandlungen zur Verwendung von Gemeingütern nicht bereit ist, die eigenen Bedürfnisse auf der Basis überlebenswichtiger Notwendigkeiten anderer Menschen und Völker zu überdenken, der hat die Zeichen unserer Zeit noch nicht kapiert. Wir müssen aufhören in veralteten Kategorien von Wettbewerbsvorteil, Gewinnmaximierung und Kosten-Nutzen-Analysen zu denken, wenn wir internationale Verhandlungen um Gemeingüter führen.

Wir sitzen alle im gleichen Boote und sollten verstehen, dass wir nur miteinander und gemeinsam eine lebenswerte Zukunft gestalten können. Ein Verständnis verschiedener Formen von Gemeingütern ist dazu unerlässlich! Dass Wohlstand nur durch neue Formen des Teilens dauerhaft gesichert werden kann, gehört leider noch nicht zum Gemeingut Wissen, über das die Menschheit heute verfügt.
Der Report trägt die ISBN 978-3-86928-020-2 und sei zur Lektüre dringend empfohlen.

10 FRAGEN an Frank Schirrmacher

Die 10 Fragen an den Autor und F.A.Z.-Mitherausgeber Frank Schirrmacher zielen auch auf sein neuestes Buch PAYBACK und die Hintergründe dazu. Schirrmacher macht in Interview und Buch auf die durch Internet und Informationsflut veränderten Denk- und Verhaltensweisen aufmerksam und zeigt die damit verbundenen Gefahren auf. Er leistet Aufklärung zu dem Trend, menschliches Verhalten immer stärker mit mathematisch-statistischen Verfahrensweisen zu erfassen und im zweiten Schritt allein daran zu messen. Und er fordert den Erhalt und – wo bereits verloren – die Rückgewinnung der menschlichen Souveränität über “Computer” und die mit ihnen entstandene Fremdbestimmung.

Lesen und sehen Sie dazu auch:

Multitasking ist Körperverletzung

Autor und F.A.Z.-Mitherausgeber Frank Schirrmacher erklärt den Hintergrund zu seinem neuen Buch PAYBACK

“Warum wir im Informationszeitalter gezwungen sind zu tun, was wir nicht tun wollen, und wie wir die Kontrolle über unser Denken zurückgewinnen”, darüber schreibt der Autor und F.A.Z.-Mitherausgeber Frank Schirrmacher in seinem neuen Buch mit dem Titel PAYBACK. Auf der Umschlagrückseite formuliert Schirrmacher dazu die These MULTITASKING IST KÖRPERVERLETZUNG und führt aus: “Unsere Überforderung und die chronischen Konzentrationsstörungen sind nicht den Technologien geschuldet, sondern der Tatsache, dass immer häufiger nur das im Menschen gefordert und gefördert wird, was mit den Rechnern kompatibel ist. Wir können zurückfordern, was uns genommen wurde, wenn wir die Stärke des Menschen neu bestimmen.”

Wie der Nil in der Wüste, Dr. Harald Wozniewski

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Verehrter Leser!

Dieser Ergänzungsband versteht sich nur als Aktualisierung und Erweiterung von „Wie der Nil in der Wüste“ 2007. Ohne Kenntnis von „Wie der Nil in der Wüste“ 2007 ist dem Leser die Lektüre dieses Ergänzungsbands also nicht zu empfehlen.

Neue Studien in diesem Ergänzungsband erweitern das Bild vom modernen Feudalismus. Sie erhalten u. a. eine Erklärung der wirklichen – der entscheidenden – Ursachen der Bankenkrise.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Harald Wozniewski
Nowackanlage 2
D-76137 Karlsruhe
Tel. +49(721)9203030 Büro
Tel. +49(721)9203031 privat
Fax +49(721)9203032
http://www.meudalismus.dr-wo.de/html/buch2009.htm

Wohlstand für Alle: Wieder (als Buch) verfügbar

wohlstand_fuer_alleJahrelang war Ludwig Erhards Klassiker zur Sozialen Marktwirtschaft entweder nicht erhältlich oder nur als sehr teure Studienausgabe zu beziehen. Als Alternative blieb interessierten Lesern nur eine PDF-Datei, die von einigen Stellen wie beispielsweise dem www.mit-hessen.de aus dem Netz zu laden war. Aber wer liest schon über 400 Seiten am Bildschirm oder auf einem A4-Ausdruck?

Nun ist das Buch wieder lieferbar, im handlich gebundenen Format zu erschwinglichen 7,95 Euro. Zum Inhalt der folgende Umschlagtext:

»Ludwig Erhard ging es um die Verbindung der Triebkräfte einer marktwirtschaftlichen Ordnung einerseits mit den humanen Idealen unserer Kultur andererseits.« (Lothar Späth)

Sein Leitbild und seine Konzeption der Sozialen Marktwirtschaft, die unser Land in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg maßgeblich prägten, haben kaum an Gültigkeit verloren. Angesichts der gegenwärtigen nationalen und internationalen Entwicklungen bietet sich die Gelegenheit zur Rückbesinnung, insbesondere auch für den für Erhard so wichtigen Zweiklang von Freiheit und Verantwortung: Der Einzelne muß seine Freiheit nutzen und die dazugehörige Verantwortung übernehmen; Der Staat muß die Freiheit des Einzelnen schützen und die individuelle Verantwortung einfordern.

Der Königsweg aus der Wirtschaftskrise

Hans-Diedrich Kreft, Der Königsweg aus der Wirtschaftskrise. Erhältlich über www.lau-verlag.de oder www.amazon.de

Beschreibung der Buchrückseite: Hans-Diedrich Kreft beschreibt hier den Königsweg aus der Wirtschaftskrise. Niemand hat bisher gesehen, dass uns naturwissenschaftliche Einsichten fehlten, um diesen Weg zu finden. Hier werden sie erstmals vorgestellt.

Naturwissenschaftlich heißt, es geht nicht um Meinungen, Weltanschauungen, es geht um Zahlen, um Fakten. Und natürlich um Menschen. Menschen, die ihr Potenzial, ihre Kreativität einbringen und bisher leer ausgehen. Der Autor rechnet vor, welches Einkommen Schülern, Studenten, aber auch all den vielen bisher ungenannten Lern- und Leistungswilligen in unseren Gesellschaften bereits heute pro Monat zusteht. Er ermittelt mit seiner neu entdeckten Formel, welches Wohlstandswachstum wir in Zukunft erreichen können und dass das Einkommen breiter Bevölkerungsschichten stärker wächst als die vom Staat aufgebürdete Schuldenlast.

All das wird verständlich und mithilfe von zahlreichen Grafiken nachvollziehbar dargestellt. PC-Nutzer können die Ergebnisse auf www.shuccle.de/demo selber testen und sich ihr Bildungseinkommen ausrechnen lassen.

Zum Autor: Hans-Diedrich Kreft ist erfolgreicher Unternehmer, Träger des Bundesverdienstkreuzes, der Rudolf-Diesel-Medaille in Gold und des Innovationspreises der deutschen Wirtschaft sowie weiterer Auszeichnungen. Als genialer Querdenker hat er das „Humanbit“ als Messgröße für menschliche Entscheidungsmengen entdeckt.

Weltfinanzsystem in Balance – Die Krise als Chance für eine nachhaltige Zukunft

Lesen Sie hier den Auszug aus dem Buch »Weltfinanzsystem in Balance – Die Krise als Chance für eine nachhaltige Zukunft«: Globales Handeln als Reaktion auf die Krise
Zum Buch

Das Forschungsinstitut für anwendungsorientierte Wissensverarbeitung / neu in Ulm arbeitet im Rahmen seines Schwerpunktes „Zukunftsforschung“ seit 2004 an einem systemischen Verständnis des Weltfinanzsystems. Hierzu wurden Daten und Fakten aus 40 Jahren ausgewertet, analysiert und anschließend ein systemtheoretisches Modell der Wirkungsmuster erarbeitet. Im Jahr 2006 entstand die zusammenfassende Dokumentation der wichtigsten Resultate in dem Buch von Dirk Solte: „Weltfinanzsystem am Limit – Einblick in den „Heiligen Gral“ der Globalisierung“, veröffentlicht 2007, Terra-Media, Berlin. Drei mögliche Zukunftsszenarien wurden darin beschrieben.

Das nun eingetretene Szenario ist eines davon. Das Buch verdeutlicht die gegebenen systemischen Probleme, die ihre Ursache in ungenügenden Regulierungen auf globaler Ebene und in Disharmonien nationaler Regelsetzungen haben. Dabei geht es nicht um „Schuldige“. Denn die Akteure sind oft gezwungen oder werden dazu verleitet etwas Falsches zu tun, weil das Richtige nicht über Gesetze eingefordert, sondern im Gegenteil – in dem System – bestraft wird. So entstehen problematische Wirkungsketten. Im Kern bedeutet das, dass der globale Markt nicht die „Konkurrenz regelt“, sondern es herrscht eine „Konkurrenz der Regeln“. Es fehlen gemeinsame ökologische und soziale Regeln (inklusive Standards bei den Steuer- und Sozialsystemen), deren Durchsetzung und Einhaltung.

Die Fragen sind: Was ist das Gesamtproblem? Wie kommt man bei einer derartigen Ausgangssituation zu einer balancierten Welt? An einem Lösungskonzept wurde aufsetzend auf den Analysen gearbeitet. Es wird nun veröffentlicht in dem Buch von Dirk Solte: „Weltfinanzsystem in Balance – Die Krise als Chance für eine nachhaltige Zukunft“, 2009, Terra-Media, Berlin. Als Auszug aus diesem Buch wird im Folgenden die ausgearbeitete Handlungsoption für eine wirksame politische Strategie (Kapitel II) und deren globale Einbettung (Kapitel III) wieder gegeben. In Kapitel I werden die wichtigsten Aspekte der Krise und der Chance für ein gezieltes Handeln aufgezeigt.

Zum Autor

PD Dr. Dirk Solte, Stellvertreter des Vorstands des Forschungsinstitutes für anwendungsorientierte Wissensverarbeitung/n (FAW/n) Ulm, Privatdozent für Betriebswirtschaftslehre an der Universität St. Gallen (HSG) und Chefökonom des Bundesverbands für Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft (BWA) und leitet die Kommission „Steuern und Finanzmarkt“.

Korrespondenzadresse:
FAW/n, Lise-Meitner-Straße 9, D-89081 Ulm,
Telefon 0731 – 50 39 200, Telefax 0731 – 50 39 111,
E-Mail: solte@faw-neu-ulm.de
Web: www.faw-neu-ulm.de

Wer nicht automatisch neue Kunden gewinnt ist falsch positioniert

Peter Sawtschenko äußert sich gegenüber forum-fuehrung.com in einem telefonischen Interview zu seinem aktuellen Buch und zur momentanen Situation in der Wirtschaft.

Er ist der führende Praxisexperte im deutschsprachigen Raum und Gewinner des Strategiepreises 2007. Seit 18 Jahren berät er erfolgreich Unternehmen und verfügt über eine schier endlose Liste von Referenzen. Darunter befinden sich beispielsweise die Telekom, REWE, die F.A.Z. und AT@T.

Im Gespräch wird deutlich: Peter Sawtschenko weiss wovon erspricht – sein Konzept ist plausibel und vielfach erfolgreich umgesetzt. Mit seinen Kunden erarbeitet er in intensiven und oft schwierigen Prozessen eine klare Unternehmenspositionierung; gemäß dem Titel des vorliegenden Buches: „Positionierung – das erfolgreichste Marketing auf unserem Planeten“.

In Krisen wird das meiste Geld verdient

„Gesteigerte Marketingaktivitäten führen nicht immer zu Erfolgen“, so Sawtschenko, „eine richtige Positionierung hingegen kann traumhafte Erfolge erzielen.“ Wer sich nicht sicher ist, ob das Buch das richtige für Sie/Ihn ist und ob die Ratschläge umsetzbar sind, dem empfehle ich zum anlesen Seite 98: „Die Problemlösungsspezialisierung“.  (Ein Marketing-Tipp der mich begeistert hat!)

Auf die aktuelle weltwirtschaftliche Situation angesprochen ist sich Sawtschenko im Gespräch sicher: „In Krisen wird das meiste Geld verdient. Wer sich mit Positionierung beschäftigt wird feststellen, dass sich gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zahlreiche lukrative Nischen ergeben, die besetzt werden können.“

Alle sind betroffen

„Der Leidensdruck ist auch so groß, dass die Menschen anfangen sich mit Positionierung zu beschäftigen“, sagt der Autor und Berater, „von den Kleinen bis zu den Großen – sind alle betroffen.“ Es ist die Zeit nach Chancen und nach Marktnischen zu suchen und diese auch zu finden. „Jedes Problem ist auch eine Chance“, meint Sawtschenko. Selbstbewusst und fast beschwörend sagt er: „Wer nicht automatisch neue Kunden gewinnt ist falsch positioniert.“

Das Gespräch führte Thomas Helmstetter, www.thomas-helmstetter.de

Und noch ein schönes Weihnachtsgeschenk!

Für und von Andreas Stein, Kassel

Die Grenzlinien zwischen Wirtschaft und Politik sind in Bewegung gekommen. Mit Ausbreitung der Finanzkrise ist diese Feststellung 2008 überdeutlich geworden. Unter dem sinnigen Titel »DAS KAPITAL» hat sich im Herbst diesen Jahres der Erzbischof von München und Freising, Reinhard Marx, zu diesem Thema zu Wort gemeldet (siehe: STABILITÄT ist eben doch wichtiger als MASSLOSE RENDITEMAXIMIERUNG).

Natürlich habe ich mich sehr gefreut, als ich diese Publikation auf einmal “unter meinem Weihnachtsbaum” wiedergefunden habe. Dafür herzlichen Dank an Karla Loeffler und ihren lieben Mann.

Darüber hinaus statt einer Rezension – für die es noch zu früh ist – hier ein paar Zeilen aus dem Vorwort zum Buch als Appetit-Anregung: “Die Wende von 1989 beinhaltet nicht nur die »Krise des Marxismus«, sondern auch den Auftrag, nun in einer globalen sozialen Marktwirtschaft die bessere Alternative zur Überwindung von Ungerechtigkeit und Armut zu erarbeiten. Sonst werden die falschen Ideen von Karl Marx und seinen Epigonen erneut Zulauf bekommen. Und das wäre verheerend. (…) Ich hoffe, dass das Buch Diskussionen – auch kontroverse – hervorruft. Wir brauchen diese Grundsatzdebatte – um des Menschen willen!” 

Die Kraft der Würde: The Grameen Family

Ein Buchtipp aus dem Newsletter von www.sonnenseite.com

„Almosen sind eine Beleidigung für die Armen. Sie sind mutige Unternehmer und Unternehmerinnen, sobald wir ihnen nur das elementare Recht auf Kredit einräumen. Wir verleihen letztlich nicht Geld, wir verleihen Würde.“

Das Zitat von Muhammad Yunus erklärt das “Geschäftsmodell” der von ihm gegründeten und sehr erfolgreichen Grameen Bank. Mit ihrer Politik der Vergabe von Microkrediten durchbricht die Bank einen Teufelskreis aus Armut und Verzweiflung für Millionen Menschen. Das Beispiel zeigt: Die Umwälzungen, die mit der globalen Wirtschaft erfolgen, brauchen ungewöhnliche und neue Wege. Finanzwirtschaft kann mehr sein als eine Einnahmequelle, die nur ihren eigenen Betreibern dient.

Mehr zu dazu lesen Sie auf http://sonnenseite.kjm4.de/ref.php?id=2d984235045ms134, von der der Literaturhinweis auf »Die Kraft der Würde: The Grameen Family« stammt.

Politische Verantwortung für die Globalisierung

Die Bezeichnung der stark anwachsenden internationalen wirtschaftlichen Verpflechtungen mit dem Begriff »Globalisierung« hat oft den negativen Beigeschmack von Ohnmacht, Verantwortungslosigkeit und zunehmender Polarisierung des Wohlstands. »Globalisierung« ist aber kein zwangsläufiges und unlenkbares Schicksal. Dieser Prozess darf und muss auch als Chance zur politischen Verantwortung aufgefasst werden.

Der Hinweis auf »Weltinnenpolitik für das 21. Jahrhundert – Carl-Friedrich von Weizsäcker verpflichtet« stammt von Franz Alts www.sonnenseite.com: Danke für die freundliche Erlaubnis zur Nachveröffentlichung! Es handelt sich um analytische und programmatische Beiträge zahlreicher Autoren aus Wissenschaft und Politik zu Carl Friedrich von Weizsäckers „weltinnenpolitischem Erbe“. Lesen Sie die Rezension von Edwin Ferger.

“Segeln ist Management”- Heinz Nixdorf

“Leistung”, so Heinz Nixdorfs Credo, “müsse honoriert und gefördert werden.” Zitat aus: Verein zur Förderung des Segelsports e.V.

Apropos, demnächst erscheint ein interessantes Segelbuch mit Interviews von “besonderen” Seglern. Als Herausgeber werde ich das Buch “managen”.  Erscheinen soll es Herbst 2008 in unserem Verlag www.identicon-verlag.de und zur Einstimmung kommt hier etwas zum lesen:

” … Sie können Erfolg an zwei Dingen messen. Das Eine ist: Überleben, also nicht kentern. Und das Andere ist die Plazierung. Wie komplex diese Boote zu segeln sind, das machen sich die Segler, die mit diesen Booten nie in Berührung kommen, gar nicht klar. Denn es ist unmöglich, mit diesen Schiffen richtig gut zu segeln, wenn sie zwölf Einzelgänger dabei haben, die keine Lust haben, zusammenzuarbeiten. Eine homogene Mannschaft – ohne Stars- auf die Beine stellen, das ist schon eine Leistung. Denn Sie brauchen teamfähige Leute, die gemeinsam segeln wollen.”

René Antonoff, Juni 2008 

Trip to Asia – Auf der Suche nach dem Einklang

TRIP TO ASIA – AUF DER SUCHE NACH DEM EINKLANG ist ein sehr eindrucksvoller Film über eine Konzertreise der BERLINER PHILHARMONIKER nach Asien, die Suche der Musiker nach ihrer Rolle im Orchester, die Rolle des Dirigenten und über das Verhältnis von Demokratie und Gemeinschaftsleistung. Ausser, dass man viel darüber lernen kann, wer sich warum und wie führt, gibt es natürlich noch eine ganze Menge guter Musik. Ein bewegender Film, der viele Anregungen gibt und tief berühren kann. Absolut empfehlenswert! (Andreas Stein)

Hier der Link zur offiziellen Website: http://www.triptoasia.de

Barack Obama: Hoffnung wagen!

In seinem bereits im Jahr 2006 publizierten Buch »Hoffnung wagen« sammelt der amerikanische Präsidentschaftsbewerber Barack Obama seine Gedanken zur Rückbesinnung auf den amerikanischen Traum.
Neugierig geworden bin ich auf die Hintergründe von Barack Obama erst durch seine beispiellosen Erfolge im 1. Hj diesen Jahres. Durch die Berichterstattung in den Medien aufmerksam geworden wollte ich mehr wissen über diese Ausnahmeerscheinung. Und das Buch lohnt sich zu lesen!
Eindrucksvoll ist die persönliche, engagierte und ehrliche Offenheit, mit der Obama dem Filz der Strukturen festgefahrener Fronten in Gesellschaft und Politik entgegentritt. Das kann mitreissen. »Hoffnung wagen« ist deshalb ein interessantes Beispiel für Führung, die sich traut, an einer bessere Zukunft zu glauben. Trotz aller Erfahrungen und Enttäuschungen, die eine solche Erwartungshaltung bisher erlebt hat und mit denen Zukunftsoptimismus immer zu kämpfen hat. (Andreas Stein)