Archiv für die Kategorie „10 Allgemeines“
Meinung: Fall Sarrazin – Meinungsfreiheit ja, Bundesbank, nein
von Christian Edom, Berlin, edomblog.wordpress.com
Bundesbank hat Verfassungsrang
Die Bundesbank ist eine Verfassungsinstiution aus Artikel 88 Grundgesetz. Sie ist kein Unternehmen. Eininnenpolitisches Spektakel nennt Artikel 88 nicht als Ziel der Bundesbank, sondern die Sicherung der Preistabilität ist als vorrangiges Ziel niedergelegt und verbrieft.
Eine Meinung muss sich frei dem Markt der Meinungen stellen
Sarrazin kann gern in Berlin auf dem freien Markt den Prediger vom Untergang und den sozialistischen Rassenkundler spielen und damit Geld verdienen, wenn er die Gesetze einhält.
Da Sarrazin in gefährlicher Tradition steht, ist es nicht zwingend nötig, das Buch mit der ihm eigenen Satire zu lesen
Da gibt es „wunderbare“ Traditionen, in die Herr Sarrazin sich profund einordnet. Um das zu sehen, braucht man nicht zwingend dieses Buch, das andere mitgeschrieben und korregiert haben, lesen. Man braucht es weder kaufen noch zu lesen. Denn Sarrazin sprach selbst offen von seinem Hang zur Satire. Meinungsfreiheit oder Kunstfreiheit?
Muss man noch Text von Sarrazin studieren?
Tagelang Vorabdruck, mehere große Interviews in führenden Tageszeitungen, Wochenzeitungen und Magazinen: Das reicht mehr als aus! Sarrazin und sein Umfeld hatten die PR voll überdreht.
Was ist das Fundament von Sarrazin?
Sarrazin hatte keine solide Substanz vorzuweisen, außer auf berechtige Sorgen und Gefühle bei den Menschen zu treffen, dass die Politik sie mit Integration und sozialen und kulturellen Spannungen allein und im Stich lasse.
Was tut Bundespräsident Wulff?
Auch hier müsste Bundespräsident Wulff Stellung beziehen. Lediglich eine „bunten Republik“ auszurufen, das reicht nicht aus. Wulff muss seine Antrittsrede jetzt verteidigen und vertreten, Farbe bekennen gegen Sarrazin. Steht Wulff für ein weltoffenes Deutschland ein? Steht Wulff zu Merkel?
Mittelstandsförderung statt Mittelstandspolitik
Mittelständische Unternehmen sind heute eine aussterbende Unternehmensgattung geworden. Gerade im Zuge der absoluten Kapitalvernichtung durch Banken, Versicherungen und Großkonzernen, aber auch durch eine scheinbare Abhängigkeit der Politik von diesen Kreisen, wird der Mittelstand sukzessiv demontiert.
Damit verliert jegliche Gesellschaftsform nicht nur Träger von sozialen Werten, sondern werden den Volkswirtschaften auch immer mehr Vermögenswerte entzogen.
Der Mittelstand als Garant für sozialen und gesellschaftlichen Ausgleich verliert somit nicht nur an Bedeutung, sondern es entsteht auch ein Vakuum in den Märkten.
Um dieses Vakuum mit Leben, Substanz und Werten zu füllen, wurde WORLD Consult Net als Verbund ins Leben gerufen.
In WORLD Consult Net Prime Investor Club können nur Personen und Institutionen Mitglied werden, die sich für den Mittelstand und für eine bankenunabhängige Kapitalstruktur von mittelständischen Unternehmen einsetzen und engagieren.
Der WCN – Prime Investor Circle als Lounge für Investoren, setzt sich ausschließlich für Unternehmen die sich im Sanierungsprozess- und/oder nach Abschluss eines positiv verlaufenden Sanierungsprozess in der Situation befinden von Banken kein Kapital für die notwendige Umsetzung notwendiger Maßnahmen zu erhalten, ein.
Bei der Definition Mittelstand geht PIC nicht von der klassischen Definition des mittelständischen Unternehmens aus, sondern betrachtet Mittelstand unter dem Aspekt eines Inhaber geführten Unternehmens.
Diese Betrachtungsweise ist Garant für eine gesellschafts– und werte-orientierte Unternehmensführung die langfristig zur Sicherung und Schaffung von Substanzwerten für die Unternehmen und die Gesellschaft allgemein führt.
WCN-PIC handelt und betreibt keine Politik.
http://www.wcn-online.org
http://www.curare-eg.de
http://ema.wcn-online.org
Wer die Zukunft gestalten will….
…muss sich auch an der Vergangenheit orientieren.
Zeitzeugen sind heute sehr kostbar und werden auch immer rarer.
Eine Zeitzeugin möchte ich Ihnen näher bringen.
Die Autorin Margot Friedlander
In Ihrem Buch “Versuche, dein Leben zu machen” Als Jüdin versteckt in Berlin, berichtet die Autorin Margot Friedlander über Ihr Schicksal.
AdHoc News schreibt über Margot Friedlander:
MARGOT FRIEDLANDER ÜBERLEBTE DEN HOLOCAUST IM KZ :: AD HOC NEWS
www.ad-hoc-news.de
Als deutsche Jüdin musste Margot Friedlander viel Leid ertragen Ihre Eltern und ihr Bruder wurden von Nazis ermordet Sie überlebte den Holocaust im Konzentrationslager Theresienstadt und kehrte nach der Befreiung…
Wenn Sie mehr erfahren möchten lesen Sie bitte hier weiter.
http://www.ad-hoc-news.de/margot-friedlander-ueberlebte-den-holocaust-im-kz–/de/Nachrichten/21199634
Ich bin der Meinung dass gerade in der heutigen Zeit, von einem Zeitzeugen geschilderte authentische Begebenheiten uns helfen können, Dinge zu verstehen die uns bisher verborgen blieben, oder vorenthalten wurden.
Eine wichtige Grundlage um Entscheidungen für Morgen treffen zu können.
Frau Friedlander ist eine solche Zeitzeugin die nicht nur durch ihr Buch, sondern auch durch Lesungen über ihr Schicksal berichtet und den Dialog gegen das Vergessen aufgenommen hat.
Hans-Jürgen Bell
Europäische Mittelstands Akademie
Der naive Umgang mit Geld
Von: Christian Hofmann, München
Seit einiger Zeit hört man immer wieder die Forderung nach „Zerschlagung der Banken“, „Umverteilung“ und ähnlich abstrusen Dingen.
Faszinierend dabei ist, dass diese Forderung von Leuten kommt, die es eigentlich besser wissen müssten. Da finden sich gebildete Menschen, die sich in vollem Ernst, über das beschweren, was sie seit Jahren gefordert haben. Sicherheit. Eine Sicherheit die trügerischer nicht sein könnte. Denn letztlich trägt das Risiko immer das Individuum, aber den Nutzen hat man mit dem Deckmantel der Sicherheit retuschiert. So leihen die Bürger den Banken ihr Geld und bekommen dafür einen sehr niedrigen einstelligen Zins, immerhin ist die Sache ja sicher, weil durch die deutsche Einlagensicherung gedeckt.
Die Banken nehmen nun das Geld und verdienen damit zweistellige Renditen. Selbes Spiel, weniger Risiko bei Versicherern. Da stellt sich die Frage, warum also den Umweg gehen und jemand zwischenschalten, wenn man (nicht extrem hohe aber höhere Renditen) ohne Umweg haben könnte? Hier greift wieder die Sicherheit. Bankanlagen sind sicher, Aktien, Anleihen, Fonds und Derivate sind es nicht. Nur wenn man es genau betrachtet, so sind es die Bankanlagen, die in eben jenen Vehikeln angelegt sind, auch nicht. Wir machen sie durch unsere eigenen Zahlungen an den Staat sicher, denn im Falle eines Crashs muss dieser mit Steuergeldern die angeschlagenen Finanzinstitute stützen. Für Sicherheit zahlen wir in diesem Fall doppelt.
Ein weiterer Negativaspekt sind die Stimmrechte die dem Bürger verloren gehen. Sein Kapital wird zwar letztlich zum Teil in Aktiengesellschaften angelegt, die Stimmrechte und ein Großteil der Rendite verbleiben aber beim zwischengeschalteten Institut. Statt die Rechte selbst wahrzunehmen und Verantwortung zu übernehmen wird darauf verzichtet, zu Gunsten scheinbarer Sicherheit. Es bilden sich Konzentrationen von Einfluss und Kapital, welche man relativ einfach selbst aufbrechen könnte. Stattdessen versteckt man sich wie gewohnt hinter dem Staat.
In diesem Fall scheint das Leben doch gerecht zu sein, denn wir bekommen genau das, was wir verdienen. Doch wollen wir wirkliche eine Gesellschaft sein, die die Verantwortung aus der Hand gibt um sich in einer Sicherheit zu wiegen, die es nicht gibt? Wir meckern und beschweren uns über „jene da oben“, die uns angeblich die Rechte beschneiden und uns unterdrücken. Warum nehmen wir nicht einfach die Möglichkeiten wahr? Ist es wirklich so beängstigend anders und individuell zu sein? Selbst Entscheidungen zu treffen und die Konsequenzen zu tragen? Verantwortung für sich und für andere zu übernehmen?
Einfach Frei zu sein?
- Dem Autor ist an dieser Stell klar, dass wirtschaftliche Vorgänge stark vereinfacht dargestellt wurden. Die wichtigen Prinzipien sind aber erhalten geblieben. Kommentare gern an christian-ch@web.de
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45 Mrd. Euro für Griechenland? Wirklich für Griechenland?
Seit ein paar Tagen geht es durch die Medien: Griechenland braucht kurzfristig 45 Mrd. Genau genommen, fordert Griechenland Kredite in Höhe von 45 Mrd. zu einem Zinssatz unter dem Marktzins. Doch fließt dieses Geld wirklich an Griechenland oder etwa an die Geschäftsbanken?
Lesen Sie dazu einen Beitrag auf http://www.global-change-2009.com/blog/45-mrd-euro-fur-griechenland-wirklich-fur-griechenland/2010/04/
Neu erschienen: “Im Schatten der Finanzkrise”
Muss das staatliche Zentralbankwesen abgeschafft werden?
Schuld an der gegenwärtigen Finanzkrise ist nach gängiger Meinung der Kapitalismus. Über die Verantwortung der staatlichen Zentralbanken hingegen wird bislang noch nicht in ausreichendem Maße gesprochen. Das Buch „Im Schatten der Finanzkrise. Muss das staatliche Zentralbankwesen abgeschafft werden?“ korrigiert diese Schieflage. Herausgegeben wird es von Peter Altmiks, Mitarbeiter des Liberalen Instituts der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit.
“Das exklusive Geldschöpfungsmonopol ist eine Hauptursache für Instabilität. Zentralbanken wurden aus fiskalischen Gründen etabliert, um die Regierung bzw. die herrschenden Monarchen zu stützen”, sagt Altmiks.
Zu den Autoren gehören u.a. Prof. Dr. Thorsten Polleit, Chef-Volkswirt von Barclays Capital Deutschland und Professor an der Frankfurt School of Finance & Management, Frank Schäffler MdB, Obmann der FDP-Fraktion im Finanzausschuss, und Lawrence H. White, Professor für Volkswirtschaftslehre an der George Mason University in Virginia, USA und George Selgin, Professor für Volkswirtschaftslehre am Terry College of Business der University of Georgia (Athens).
Analysiert wird nicht nur die Rolle der Zentralbanken bei der Entstehung der Finanzkrise. Aufgezeigt werden auch Möglichkeiten, wie man vom schlechten zu gutem Geld gelangt.
Lesen Sie mehr auf http://www.freiheit.org/webcom/show_article_bb.php?wc_c=618&wc_id=15036
Staat schafft Raum für Religion, aber mischt sich nicht ein
Fachtagung zu Religionsfreiheit und Menschenrechten
Der weltanschaulich neutrale Staat mischt sich nicht in die Vermittlung religiöser Inhalte ein, aber er schafft Raum dafür, dass Religion unter Wahrung der Menschenrechte und der geltenden Gesetze vermittelt und praktiziert werden kann. Diese Überzeugung hat Präses Alfred Buß am Donnerstag (11.3.) in Schwerte vertreten. Auf einer Tagung über Religion und Menschenrechte sagte der leitende Theologe der Evangelischen Kirche von Westfalen: „Das Rechte ist dem Guten vorgeordnet – Religionsgemeinschaften haben die Gesetze zu achten.“
Als Beispiel nannte Buß den Religionsunterricht, der von den Kirchen verantwortet wird. Die Zusammenarbeit von Staat und Kirche auf der Grundlage von Verträgen fußt auf der Erkenntnis, dass der weltanschaulich neutrale Staat von Voraussetzungen lebt, die er nicht selbst schaffen kann. Die Menschenrechte, zu denen auch die Religionsfreiheit gehört, seien historisch gesehen eine junge Erscheinung. Ihnen ging eine „jahrhundertelange blutige Geschichte“ voraus. Buß schilderte die Entwicklung, die schließlich zu der heutigen Erkenntnis führte, der Staat habe für das Wohl seiner Bürger zu sorgen, aber nicht über ihre Weltanschauung zu bestimmen.
Religion darf nicht über dem Grundgesetz stehen
Die christlichen Kirchen dürften gegenüber anderen Religionen nicht ihren „Standortvorteil“ in Waagschale werfen, sondern müssten zu Anwälten anderer Religionen werden, die gleichermaßen Anspruch auf Religionsfreiheit haben. Das bedeute auch, fundamentalistische Ansätze zurückzuweisen: „Die Religion darf nicht über das Grundgesetz gestellt werden.“ Eine internationale Fachtagung der Evangelischen Kirche von Westfalen (EkvW) und der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) befasst sich noch bis Freitag (12.3.) mit Religionsfreiheit und Menschenrechten. Mehr als 40 Experten aus Indonesien, Sri Lanka, Tansania, Belgien und Deutschland sind dazu in Haus Villigst zusammengekommen.
Der Beitrag der christlichen Kirchen gegen die Islamfeindlichkeit
„Die Religionsfreiheit ist einer der Grundpfeiler der Menschenrechte und der Menschenwürde“, sagte der Menschrechtler Heiner Bielefeldt. Beide gingen von der Idee von Freiheit, Gleichheit und Solidarität aus und hätten damit einen befreienden Charakter. Allerdings hätten nicht nur Religionen außerhalb Europas eine „komplizierte Beziehung“ zu den Menschenrechten, sondern auch die christlichen Kirchen, denn es gehe oft um Machtfragen. „Religionsfreiheit ist mehr als Toleranz, sie bedeutet religiöse Wettbewerber zu akzeptieren“, betonte der Professor für Menschenrechte an der Universität Erlangen-Nürnberg. Heute gehe es um die Frage, welchen Beitrag die christlichen Kirchen – angesichts von Moscheebauten und Hetzpropaganda – etwa gegen Islamfeindlichkeit in Europa leisten würden. „All diese Prozesse sind noch längst nicht beendet“, meinte Bielefeldt.
Evangelische Kirche von Westfalen
Landeskirchenamt
- Pressestelle -
Altstädter Kirchplatz 5
33602 Bielefeld
Internet: www.ekvw.de
Piratenpartei: Daten kann man nicht stehlen
»Daten kann man nicht stehlen«, so die bayrische Justizministerin Beate Merk (CSU). Eine beeindruckende Aussage. Auch, weil sie ein völlig neues Licht auf die Diskussion um das Filesharing wirft. Denn auch hier handelt es sich nur um Daten, die nicht stehlbar sind. Führt man den Gedanken weiter, stellt man fest, dass es falsch ist, hier von Raubkopierern zu sprechen.
Die Piratenpartei Bayern freut sich, dass die bayerische CSU Regierung endlich unsere Argumente annimmt und sich zu eigen macht. »Frau Merk hat beachtlichen politischen Mut bewiesen, sich gegen die allgemein übliche Meinung der Rechte-Industrie zu stellen. Wir hoffen, dass sie tapfer weiter Segel in diese Richtung setzt und geben gerne Rückenwind«, meint Klaus Müller, Vorsitzender des Landesverbandes Bayern der Piraten.
Alles im Internet basiert auf Kopien: selbst das Aufrufen einer Webseite erzeugt eine Kopie auf dem Gerät, das sie anzeigt. Da sich diese Kopierbarkeit von digital vorliegenden Werken technisch nicht sinnvoll einschränken lässt und die flächendeckende Durchsetzbarkeit von Verboten im privaten Lebensbereich als gescheitert betrachtet werden muss, sollten die Chancen der allgemeinen Verfügbarkeit von Werken erkannt und genutzt werden.
Daher fordern wir, das nichtkommerzielle Zugänglichmachen und Nutzen von Werken nicht nur zu legalisieren, sondern explizit zu fördern, um die allgemeine Verfügbarkeit von Information, Wissen und Kultur zu verbessern. Dabei müssen die Interessen der Urheber – und weniger der Verwerter – in den Vordergrund rücken, was heutige Gesetze nicht bewerkstelligen.
Freie Werke und Informationen sind jedoch strikt von privaten Daten zu trennen. Im Rahmen des Datenschutzes dürfen diese weder ungewollt kopiert noch verkauft werden.
Frau Ministerin Merk, wir laden Sie herzlich zu unserem Piratigen Aschermittwoch in Ingolstadt ein. Gerne diskutieren wir dort eine gemeinsame Zukunft. Wir Piraten unterstützen Sie in allen Bestrebungen diese Einsicht umzusetzen, um ein neues, faires und modernes Urheberrecht umzusetzen. Ein Urheberrecht, das tatsächlich die Urheber beglückt und die Kunden nicht bestraft und so hilft, Deutschland zu einer modernen Wissengesellschaft entwickeln.
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Verantwortlich für den Inhalt dieser Pressemitteilung: Landespressestelle Bayern der Piratenpartei Deutschland · Verantwortlich für den Versand dieser Pressemitteilung: Bundespressestelle der Piratenpartei Deutschland · Diese Pressemitteilung finden Sie im Internet unter:
http://www.piratenpartei.de/Pressemitteilung-100216-Daten-kann-man-nicht-stehlen
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Mehr Demokratie kritisiert Beschneidung der Mitbestimmungsrechte
Verlängerung der Wahlperiode nicht ohne Volksentscheid
Die Initiative Mehr Demokratie warnt vor einer Verlängerung der Legislaturperiode ohne eine gleichzeitige Einführung von bundesweiten Volksentscheiden. „Wenn künftig nur noch alle fünf Jahre gewählt wird, dann fallen für einen heute 18jährigen Menschen im Lauf seines Lebens drei bis vier Wahlen weg“, erklärt Daniel Schily, Vorstandssprecher von Mehr Demokratie. „Ohne die gleichzeitige Einführung bundesweiter Volksabstimmungen wäre diese Verlängerung eine unerträgliche Beschneidung demokratischer Mitbestimmungsrechte.“
Die Volksentscheids-Befürworter im Bundestag sollten nach Ansicht von Mehr Demokratie jetzt die Chance ergreifen, sich konsequent für bundesweite Volksentscheide einzusetzen. Nach einer Umfrage der Initiative wollen 63,5 Prozent aller derzeitigen Bundestagsabgeordneten die Einführung Direkter Demokratie auch auf Bundesebene. Prominenten Befürworter wie SPD-Geschäftsführer Thomas Oppermann und FDP-Geschäftsführer Jörg van Essen haben in der aktuellen Debatte bereits den Ausbau der Mitwirkungsrechte gefordert.
„Nur mit Volksabstimmungen haben die Bürger die Möglichkeit, die Politik punktuell und in Sachfragen zu beeinflussen“, erklärt Schily. „Das wäre ganz unabhängig von der Länge der Wahlperiode ein Gewinn für unsere Demokratie und würde der viel beklagten Politikverdrossenheit Abhilfe schaffen.“
Mehr Demokratie hatte 2009 die bundesweite Kampagne „Volksentscheid ins Grundgesetz“ gestartet. In diesem Zusammenhang wurden alle 622 Bundestagsabgeordneten nach ihrer Meinung zur Einführung bundesweiter Volksentscheide befragt. Wie auf www.volksentscheid.de dokumentiert, überwiegen einzig bei CDU/CSU die Volksentscheids-Gegner. Um bundesweite Volksabstimmungen einzuführen, ist eine Zweidrittelmehrheit in Bundestag und Bundesrat nötig.
Welche Bedeutung gestehen wir in Zukunft »Bildung, Wirtschaft und Entwicklung« zu?
Von Andreas Stein, Kassel
In der Vorbereitung der Gründung eines Vereins zur Förderung von Bildung, Wirtschaft und Entwicklung (siehe: www.fbwe.de) war ich zu Besuch beim langjährigen Mentor dieser Plattform, Prof. Rainer Kassing. Unsere ersten schriftlich fixierten Intentionen zur Gründung des neuen Vereins hatte ich ihm im Vorfeld zukommen lassen und um seine öffentliche Anregung dazu gebeten. Bildung als Voraussetzung einer innovativen und leistungsfähigen Wirtschaft wird in diesem Kurzinterview ebenso deutlich genannt wie die Notwendigkeit zu angemessenen Investitionen in Grundlagenforschung und Transferdienstleistungen in die Gesellschaft hinein. Gleichzeitig wachsen in einer digital vernetzten Gesellschaft die Bedeutungen von Werten, Ethik und Moral. Auch diese Entwicklungen werden im Gespräch skizziert, gerade vor dem Hintergrund einer globalisierten Welt.
Grundsatzkonflikte und unzulängliche Auffassungen im Gesundheitswesen
Zu Radiomeldung vom 19.01.10 SWR3 um 18h, Leitartikel am 20.01.10 in der Schwäbischen Zeitung und diversen anderen Medien
Von Martina Knappert-Hiese, Kressbronn a. B.
Auf durchschnittlich 15 Arztbesuche bringen es deutsche Männer und Frauen Jahr für Jahr. Das ist nach Adam Riese mehr als 1 x pro Monat und sollte uns zu denken geben. Nun gibt es schon Vorschläge, wie die Anzahl der teuren Arztbesuche zu minimieren ist. Es wird z. B. überlegt, die Rolle des überweisenden Hausarztes zu stärken, damit der Besuch verschiedener Fachärzte unterbleibt. Die letzte Gesundheitsreform hat also nichts Wesentliches dazu beigetragen, kosteneffizienter zu arbeiten. Auch die pro Quartal fällige Praxisgebühr nutzt wenig, die permanenten Ausgabensteigerungen einzudämmen. Dass ein großer Batzen des Geldes der Pharmaindustrie zugute kommt und damit auch der Renditesteigerung diverser Aktionäre dienlich ist, wird in den üblichen Diskussionen zur Verbesserung des Gesundheitswesens meistens ausgespart. Das Gesundheitssystem wurde etabliert, um Kranken zu helfen und Menschen Leid zu ersparen – also steht der Patient im Fokus, wenn das System nicht funktioniert. Gestehen wir uns doch endlich ein, dass es keine allgemeine Volksgesundheit geben kann. Das System versagt, obwohl es geschaffen wurde, damit Menschen es zur Linderung ihrer Leiden in Anspruch nehmen! Der Patient ist in dieser Betrachtungsweise letztlich immer als Buhmann bzw. die Patientin als Buhfrau schuldig – denn wer wagt es schon oder wollte gar so vermessen sein, das System in Frage zu stellen?! Doch daran geht kein Weg vorbei …
Wirklich gesünder werden wir Deutschen bei den zunehmenden Problemen innerhalb des Gesundheitswesens natürlich keineswegs. Dieser Beitrag will zeigen, dass wir es heute grundsätzlich mit systemischen Problemen zu tun haben, die Wirtschaft, Politik und Gesellschaft momentan noch auf ihre jeweils eigene Weise zu lösen vorgeben. Dabei wird vermieden, die notwendigen systemischen Fragen zu stellen und solche Lösungen zu suchen! Was auch immer in den öffentlichen Diskussionen zur Sprache kommt, das Individuum selber mit seiner persönlichen Verantwortung spielt nur eine untergeordnete Rolle. Der Mensch verschwindet hinter dem System, auf das er sowieso keinen unmittelbaren Einfluss mehr zu haben scheint. Wer sich krank fühlt, der soll einen Arzt aufsuchen, damit dieser ihm die richtigen Medikamente verordnet, so dass mit seiner baldigen Genesung gerechnet werden kann. Dass nun allerdings 15 Arztbesuche im Jahr fällig werden, hat sowohl systemische als auch persönliche Ursachen, wie im folgenden skizziert wird.
Wenn es sich bei der kranken Person um einen Steuerzahler handelt, dann dient dessen Gesundung nicht nur ihm selber, sondern beispielsweise auch der Statistik der Fehltage. Wer zu den Pechvögeln dieser Gesellschaft gehört – arbeitslos, Hartz IV, mit oder ohne zusätzliche(n) 400-€-Job(s) sowie andere abenteuerliche Formen des Broterwerbs – der fühlt sich sowieso eher krank und möglicherweise sogar überflüssig. Die Besserverdienenden nutzen ihre komparativen Vorteile sowieso schon, um als Privatversicherte teure Chefarztleistungen zu honorieren oder dem grauen Alltag in Deutschland den Rücken zu kehren. Die Durchschnittsbevölkerung soll sich gefälligst mit dem zufrieden geben, was das System (noch) hergibt. Bloß keine Neiddebatten! Eigenverantwortung tragen wir doch letztlich alle, auch wenn einige über spezifische Vorteile verfügen, für die sich schließlich niemand zu schämen braucht?! Dass derartige Argumente einen unreflektierten Sozialdarwinismus widerspiegeln und wissenschaftlich längst überholt sind, interessiert die Profiteure des Status quo eher nicht.
Wellness-Kuren in Übersee, polnische Krankenschwestern zur Versorgung der senilen Angehörigen, die Behandlung der eigenen zappeligen Kinder mit Ritalin und anderen psychoaktiven Medikamenten, gewalttätige männliche Jugendliche, fehlenden Beitragszahlungen in den Sozialversicherungen und steigende Ausgaben für Viagra: alles das sind gravierende Probleme einer kranken Gesellschaft, die innerhalb des kollabierenden Gesundheitssystems nicht lösbar sind. Wir machen es uns zu einfach, wenn wir weiter in Schubladen denken, in die wir – durch die Entwicklungen seit der Aufklärung bedingt – unsere Lebenswirklichkeit bisher vernünftig einsortieren konnten. Die jetzigen Krisen sind eine Chance – sowohl für die Gesellschaft als auch für das Individuum – einmal eingeschlagene Wege zu korrigieren. Das System lässt sich nicht top down von oben mit anderen Gesetzten ändern, wenn nicht gleichzeitig von unten (bottom up) eine breite Bewusstseinsbildung stattfindet. Das Tolle dabei ist, dass Bildung uns und unsere Gehirne verändert, damit die Evolution wieder aus der Sackgasse herausfinden kann, in die wir als Menschheit mit unserem Planeten nun mal hineingeraten sind.
Schuldzuweisungen und Lösungen von Teilproblemen sind keineswegs Ziel führend! Die Senkung der Anzahl von Arztbesuchen nutzt genauso wenig wie Zwangsmaßnahmen für angeblich arbeitsunwillige Empfänger von Hartz-IV-Bezügen. Der Fehler liegt im System und am schlimmsten sind die, die aufgrund der fehlenden Plastizität ihrer Gehirne nicht kapieren können und wollen, dass es keine einfachen Lösungen und keine Schuldigen mehr gibt. Wir stehen als Menschheit kollektiv vor dem nächsten Evolutionsschritt. Es gibt nicht nur das strenge und formal gesicherte „Entweder-Oder“, sondern immer auch das nur mit Kompromissen zu erzielende „Sowohl-als-Auch“! Die Verantwortung zur Verhaltenskorrektur liegt immer beim individuellen Menschen. Schnelle Schuldzuweisungen, Vorurteile und negative Beurteilungen sind eigentlich als aktuelle „Systemfehlers des Gehirns“ zu verstehen, weil wir verlernt haben, unseren Gefühlen und Intuitionen zu folgen. „Liebe Gott über alle Dinge und den Nächsten wie Dich selbst!“ Möglicherweise wissen wir ja gar nicht mehr so genau, was Selbstliebe wirklich ist und müssen deshalb 15 x im Jahr den Arzt aufsuchen?!
“Blinde-Kuh-Spiel” der Weltelite?
Leserbrief zum Leitartikel von Ingo Hasewend vom 1. 2. 2010: “In Davos fehlt das Rezept für den Kapitalismus der Zukunft”
Beim Lesen des Leitartikels von Ingo Hasewend über die Ratlosigkeit der “Weltelite” in Davos (”Kleine Zeitung” vom 1.2.2010, www.kleinezeitung.at) überfällt einen je nach Temperament Frustration oder Wut.
Wir brauchen keinen “neuen Kapitalismus” – so gut und herzerfrischend die Rede von Präsident Sarkozy inhaltlich war – und wir brauchen schon gar nicht eine “Weltregierung” unter kommunistischem Kommando!
Die Lösung läge auf der Hand:
Im Gegeneinander der Forderungen; im Verfolgen gegensätzlicher Egoismen; im Verteidigen von “Besitzständen” ist im 21. Jahrhundert nichts mehr zu erreichen. Das hat auch die Klimakonferenz in Kopenhagen gezeigt.
Es geht nur im MITEINANDER!
Klimaschutz und Entwicklungspartnerschaft hängen ebenso zusammen wie Armutsüberwindung und Vermeidung riesiger Flüchtlingsströme.
Entwicklungspartnerschaft erfordert fairen Welthandel. Für geordnete Staatsfinanzen muß Steuerflucht gigantischen Ausmaßes in sogenannte “Oasen” durch internationale Kooperation unterbunden werden. Ohne faire Balance in der Besteuerung von Erwerbsarbeit, Kapitalgewinnen, Ressourcenverbrauch und Umweltbelastung wird die politische Akzeptanz der Budgetsanierung nicht machbar sein.
Zur Vermeidung von Wettbewerbsverzerrungen müssen alle diese Schritte international aufeinander abgestimmt werden.
Das Geld für die Finanzierung der notwendigen Entwicklungspartnerschaft läge “auf der Straße” – in Form einer bescheidenen weltweiten Abgabe auf Kapitaltransfers. Wie lange brauchen die Regierungen noch, um wenigstens diesen Schritt gemeinsam zu setzen?
Die Staatenlenker und Welteliten müßten nicht ratlos im Kreis gehen.
Die gute alte Soziale Marktwirtschaft europäischer Prägung – angepaßt an die heutigen globalen Herausforderungen – böte taugliche Lösungsansätze.
Übrigens: Seit 2003 gibt es das Konzept “Global Marshall Plan für eine weltweite Ökosoziale Marktwirtschaft”.
Josef Riegler, Vizekanzler a.D., Graz
echo – Demokratie neu gedacht: RoR EntwicklerIn gesucht
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Kennen Sie das Zunft[magazin]?
Lernen Sie das Zunft[magazin] kennen und lesen Sie, wie es sich selbst vorstellt:
Als “neuen Familienzuwachs” und logische Fortführung unserer Zunft-Aktivitäten sehen Sie das jüngste Mitglied der Familie vor sich: Das Zunft[magazin].
Hier finden Sie redaktionelle Berichte, Neuigkeiten, Termine und Geschichten rund um die guten Dinge. Im Gegensatz zum Zunft[blog] finden Sie hier keine Meinungen oder persönliche Sichtweisen – auch keine Erfahrungen – ausser natürlich denen, die unsere Redakteure mit Innovationen, besten Beispielen, Produkten und Produzenten, der Kunst und den Künstlern, den Diensten und den Dienstleistern, den Genusshandwerksprodukten und den Genusshandwerkern und vielen anderen wertvollen Erfahrungen und Dingen gemacht haben, über die wir ab jetzt berichten werden.
Das Zunft[magazin] berichtet und erzählt zudem über Veranstaltungen, in denen sich Menschen aus dem spannenden Netzwerk von regionalen Produzenten, von Terroir geprägten Lebensmitteln und Genießer begegnen. Unser Informationsangebot soll dabei über Produktempfehlungen zu leckeren, regional und nachhaltig produzierten Dingen bis hin zu Erfahrungsberichten aus den Regionen und ihren Manufakturen, zu ihren landschaftlichen Reizen, der Natur und ihren “Charakterköpfen” reichen.
Bei der Auswahl unserer Berichte lassen wir uns von den Erfahrungen unserer Redaktion leiten. Biodiversität, Landschaft und deren Pflege, die regionalen ökonomischen Auswirkungen der Vermarktung sind weitere Kriterien, die uns hierbei besonders interessieren. Zuschauen wollen wir hier auch zukünftig bei der Entstehung der Produkte – und Ihnen, liebe Leser, unsere Erfahrungen weitergeben. Kernstücke des Zunft[magazins] werden dabei Videoreportagen sein, die das oben schon erwähnte Dreieck “des guten Geschmacks” den interessierten Genießern und “Werteorientierten” näherbringen sollen. Näherbringen jedoch nicht nur über informative, kurzweilige Geschichten, sondern auch in der Hoffnung, die Betrachter so zu begeistern, dass gute regionale und manufakturelle Produkte in ihrem Alltag in Zukunft eine Rolle spielen werden, und sie somit ihren genussvollen, langlebigen und freudigen Beitrag zu einer nachhaltigen Regionalentwicklung leisten werden. So wollen wir Sie mit viel Freude für die Sache der Nachhaltigkeit begeistern ……
Lesen Sie das Zunft[magazin] auf http://magazin.zunftnetz.org/
Gedanken zu einer zukunftsweisenden Kommmunalpolitik
Wenn Pabst Benedikt eine Weltregierung für erforderlich hält und das maßlose Gewinnstreben von Wirtschaftsbossen und Managern als unmoralisch und unethisch verurteilt, dann bringt er darin seine Sorge um das Wohl der Menschen und der Welt zum Ausdruck. Auch gläubige Christen werden sich deshalb aber nicht verleiten lassen zu hoffen, dass diese Weltregierung von einer göttlichen Instanz eingesetzt würde. Der Mensch trägt Verantwortung für sein Tun, er ist aus dem Paradies vertrieben und muss zwischen Gut und Böse unterscheiden. Auf der Mikroebene, in alltäglichen Lebenszusammenhängen, sind alle Menschen aufgefordert, ihre demokratischen Möglichkeiten auszunutzen. Sie müssen als Wählende mit ihrer Stimme für ein Umfeld sorgen, indem auch immaterielle Werte noch wachsen und gedeihen können. Wir brauchen nicht jede Mode mitmachen und jedes mediale Zerstreuungsangebot nutzen, um vermeintlich eine Steigerung unserer Lebensqualität zu erzielen. Weniger ist oftmals mehr!
Die verbindlichen Gesetze in den Einzelstaaten und der Europäischen Union haben die jeweiligen Regierungen verabschiedet. Damit ist für einen verbindlichen Rahmen auf der Makroebene gesorgt. Verständlicherweise kommt es unter ungeregelten globalen Wirtschaftsverflechtungen oft zu unvermeidbaren Widersprüchen. Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir gemeinsam vor Ort – zusammen mit der Kommunalverwaltung (=Mesoebene) – zukunftsweisende Projekte durchführen, die unmittelbar nachhaltige Verbesserungen ermöglichen. Teure Bauprojekte und ästhetische Verschönerungsmaßnahmen reichen leider nicht aus, um unsere Lebensqualität tatsächlich zu steigern. Notwendig wäre zunächst eine paritätische Beteiligung von Frauen und Männern in den Kommunen. Wir sollten offen zur Sprache bringen, warum Frauen sich eher selten zu Wort melden und Männer – nach wie vor die Mehrheit in den Gemeinderäten – der Ansicht sind, dass Investitionen genügen, um menschliche Bedürfnisse zu befriedeigen. Frauen wissen doch am besten, dass familiären Aufgaben die Voraussetzung dafür sind, dass Männer und Kinder überhaupt im Alltag bestehen können. Warum wird in diesem unmenschlichen Wirtschaftssystem eigentlich nur Lohnarbeit bewertet und gilt bisher als ausschließlich Wert schöpfend?
Es wird Zeit, dass auch reproduktive Tätigkeiten von Frauen endlich angemessen und überprüfbar – also objektiv – bewertet werden. Frauenarbeit ist seit Jahrtausenden eine unersetzbare Kraftquelle, damit Männer Imperien schaffen, Kriege führen und den Fortschritt vorantreiben konnten. Heute sind andere Werte gefragt! Was eine umfassende Demokratie, die auch der Pabst einfordert, mit kommunaler Beteiligung und Verantwortungsübernahme zu tun hat, das lässt sich bei Vandana Shiva in ihrem Buch „Erddemokratie“ sehr anschaulich nachlesen. Nur Bürgerbeteiligung und demokratische Einflussnahme werden verhindern, dass das menschliche Miteinander mehr wiegt als wirtschaftliche Gewinnmaximierung. Auch deshalb wurde die Agenda 21 auf dem Erdgipfel verabschiedet.
Martina Knappert-Hiese
www.knappert-hiese.de
http://news.forum-fuehrung.com/?p=1415
Einladung zum Twitter-Starter-Seminar am 15.07.09, 18:00 Uhr in Brakel
Für den 15.06.09, 18:00 bis 19:30 Uhr lädt Fachin & Friedrich Systems and Services GmbH & Co KG zum Starter-Seminar für Twitternutzer ein. Themenpunkte sind u. a.:
- Entstehung und Funktionsweise von Twitter
- Schnelleinstieg und Bedienung
- Besondere Leistungsstärke des Dienstes
- Vergleich und Ergänzung zu anderen Webplattformen
- Praktische berufliche und persönliche Verwendungsmöglichkeiten
- Anwendungsbeispiele aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft
Für die Teilnahme am Seminar entsteht ein Kostenbeitrag von € 15,- inkl. Getränken. Es wird um rechtzeitige Anmeldung (Tel. 05272/39018-123, b.gottlob@fachin-friedrich.de) gebeten.
Jetzt muss die Sparvermögensbremse folgen
Leistung statt Geld abliefern – dann wird Marktwirtschaft zum ökonomischen Schlaraffenland
Augustusburg, 14.Juni 2009 „Nach der Verabschiedung der grundgesetzlichen Schuldenbremse durch den Bundesrat ist es nun an der Zeit die Konsequenzen zu bedenken.“ sagt Jörg Buschbeck, Unternehmer, Geldexperte und Vorstand des Vereins Global Change 2009 e.V. aus dem sächsischen Augustusburg. „Kanzlerin Merkel würdigt die Schuldenbremse als Schritt zu mehr Generationengerechtigkeit – dann soll Sie bitte aber auch in diesem Sinne handeln. Die Bundesbank gibt sehr gutes Schulungsmaterial zu unserem Geldsystem heraus. Dies sollten die Politiker und ihre ratlosen Berater bitte einfach einmal lesen und die Konsequenzen bedenken.“
All unser Geld entsteht heute aus Kreditverträgen, also aus Schulden die nun gebremst werden sollen. Sparvermögen sind nichts anderes als Schulden von Staat und Privatwirtschaft. Weniger Schuldenwachstum geht also logischerweise nur mit weniger Sparvermögenswachstum. Die Marktwirtschaft kann aber bei funktionierendem Geldkreislauf nahezu unbegrenzt Leistungen abliefern. Leistung statt Geld abliefern – unsere Vorschläge für ein ökonomisches Schlaraffenland:
1. Rückkehr zu einer vollständig umlagefinanzierten Altersvorsorge. Private Altersvorsorge in Form von Sparanlagen erzwingt Neuverschuldung! Es ist unglaublich, dass der Staat seinen eigenen Verschuldungszwang und die Arbeitslosigkeit wegen Nachfragemangels auch noch mit Zulagen fördert.
2. verstärkte Anregung des Sachwertsparens – die auch in liquider Fondsform organisierbare Vorsorge in Form von Direktinvestitionen in den Wirtschaftskreislauf erzwingt im Gegensatz zu klassischen Sparanlagen keinerlei Verschuldung.
Dazu wären die Möglichkeiten einer erbschaftssteuerlichen Begünstigung des Sparens in Sachwerten zu prüfen. Entscheidend für mehr Sachwertsparen ist es aber, das Halten von Sparguthaben über den Kreditbedarf solventer Schuldner hinaus unattraktiv zu machen.
Nähere Information zur Anregung des alternativen Sachwertsparens, einen Film zur Gesamtproblematik sowie zur sofortigen Beendigung der Wirtschaftskrise finden Sie unter www.global-change-2009.de
Link zu Erläuterungen der Bundesbank http://www.global-change-2009.com/blog/buba/2009/06/
Kontakt und Informationen:
Verein Global Change 2009 e.V.
Jörg Buschbeck, Vorstand
E-Mail: jb@global-change-2009.de
Uferstraße 12
D-09573 Augustusburg
www.global-change-2009.de
Ökosozialer Themenabend am 03.06. in Düsseldorf
Die Düsseldorfer Regionalgruppe des Ökoszialen Forums Deutschland e. V. lädt Sie herzlich zum Themenabend ein: Referieren wird Herr Ladilav Ceki, Geschäftsführer und Koordinator für entwicklungspolitische Bildungsarbeit des Eine Welt Forums Düsseldorf e. V.
Zur Information: Über 3.800 Düsseldorferinnen und Düsseldorfer und etwa 600 Engagierte aus dem Kreis Mettmann arbeiten in direkter Kooperation mit Menschen in Afrika, Asien, Lateinamerika und Südosteuropa zusammen und besuchen regelmäßig auf eigene Kosten die betreuten Projekte. Das Eine Welt Forum e. V. bietet Informationen und Unterstützung in allen Fragen Öffentlichkeitsarbeit und Kooperation an.
Gastgeber: Ökosoziales Forum Deutschland e. V.
Art: Treffen – Arbeitsgemeinschafts-/Gruppentreffen
Netzwerk: Global
Datum: Mittwoch, 3. Juni 2009
Zeit: 19:30 – 21:00
Ort: Düsseldorf
Straße: Himmelgeister Straße 107h
Stadt/Ort: Düsseldorf, Germany
Telefon: 01772417199
E-Mail: merfin.demir@oesf.de
Lasst uns nicht hängen – Die Welt auf dem Kopf
Westfälische Kirche gegen Kinderarmut – 500 Kinder singen am 3. Juni in Gelsenkirchen das Lied zur Kampagne
Westfalen. „Lasst uns nicht hängen“ – mit fantasievollen Aktionen setzt die Evangelische Kirche von Westfalen ihre Kampagne gegen Kinderarmut fort. In Porta Westfalica wurde am Montag (25.5.) die Perspektive umgedreht: Auf einer Schaukel liegend, beschrieben die Erwachsenen Fotos von Kindern und Jugendlichen, die ihnen die Kinder auf den Kopf gestellt zeigten. Zu der Kampagne gibt es jetzt auch ein Lied. 500 Kinder werden es am 3. Juni in Gelsenkirchen uraufführen und auf CD einspielen.
In Porta Westfalica haben unter dem Motto: „Ich sehe was, was du nicht siehst – die Welt auf den Kopf gestellt“ Superintendent Andreas Huneke (Kirchenkreis Vlotho), der westfälische Landesjugendpfarrer Udo Bußmann und Landrat Dr. Ralf Niermann (Kreis Minden-Lübbecke) auf die Lage der von Armut bedrohten Kinder und Jugendlichen aufmerksam gemacht.
Das Lied zur Kampagne hat den Refrain: „Lasst uns nicht hängen, / ihr müsst jetzt darauf drängen, / dass alle an uns denken/ und uns die Zukunft schenken.“ Die Strophen schildern die bitteren Erfahrungen, die Kinder mit der Armut machen – „ganz konkrete Beispiele aus unseren Evangelischen Kindergärten“, sagt Katharina Blätgen, die den Text geschrieben hat. Als Sprecherin des Kirchenkreises Gelsenkirchen und Wattenscheid erhält sie viele Einblicke in deren Alltag. „Manche Erzieherinnen müssen bereits in der Kirche mit der Spendendose klappern, weil die Eltern die kleinen Beträge für die gemeinsamen Mahlzeiten nicht aufbringen.“ Zur Uraufführung versammeln sich rund 500 Kinder aus der Kindergartengemeinschaft des Kirchenkreises am Mittwoch, 3. Juni, um 10 Uhr in der Evangelischen Altstadtkirche am Heinrich-König-Platz in der Innenstadt von Gelsenkirchen. Nach der Generalprobe wird das Lied von den Drei- bis Sechsjährigen auf CD eingespielt. Kreiskantor Andreas Fröhling, der das Lied komponiert hat, wird den Mega-Kinderchor dirigieren und auf dem Keyboard begleiten.
Die Kampagne gegen Kinderarmut „Lasst uns nicht hängen“ zielt darauf, die Mitverantwortung in Kirche und Gesellschaft bewusst machen sowie Hintergründe und Folgen von Kinderarmut zur Sprache bringen. Nach Angaben des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung leben gegenwärtig 2,5 Millionen Kinder in Armut oder sind davon bedroht. Zu den Zielen und Forderungen der Kampagne gehören eine warme Mahlzeit täglich für jedes Kind, kostenfreie Plätze in Kindergärten und Offenen Ganztagsschulen, kostenfreie Schulbücher, Zugang zu Computern und ins Internet, Teilnahme an Schulfahrten, Zugang zu öffentlichen Kultur- und Freizeitangeboten. Kinder, Jugendliche und Erwachsene überall in der westfälischen Landeskirche machen seit Sommer 2008 mit Partnern aus Kommunalpolitik und bürgerschaftlichen Initiativen auf den Skandal der Armut von Kindern aufmerksam.
Das Lied zur Kampagne, auch zum Hören, im Internet: http://www.ekvw.de/dokumente/audio/lasst-uns-nicht-haengen-melodie.mp3
Evangelische Kirche von Westfalen
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Kirchentag: 3.000 Unterschriften/Mehr Demokratie-Resolution geschafft
Steinmeier und Müntefering unterschreiben für bundesweite Volksentscheide
Innerhalb von zwei Tagen haben der Verein Mehr Demokratie und der OMNIBUS für direkte Demokratie in Deutschland auf dem Evangelischen Kirchentag in Bremen 3.000 Unterschriften für bundesweite Volksentscheide gesammelt und damit die Hürde für eine erfolgreiche Resolution übersprungen. Nach der offiziellen Prüfung wird der Aufruf „Volksentscheid ins Grundgesetz“, mit dem Bürgerinnen und Bürger die Einführung bundesweiter Volksentscheide fordern, als Äußerung des Kirchentags dem Bundestag zugestellt.
Unter den Unterzeichnern sind neben Bremens Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD) auch Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) und der SPD-Chef Franz Müntefering. Der Verein Mehr Demokratie, der seit über 20 Jahren für fair geregelte Volksbegehren und -entscheide kämpft, zeigte sich begeistert über den großen Zuspruch zur Resolution. „Die Zeit ist reif für den bundesweiten Volksentscheid“, erklärt Claudine Nierth, Vorstandssprecherin von Mehr Demokratie. „Das Fehlen der Direkten Demokratie auf Bundesebene wird offenbar als Demokratiedefizit erlebt. Das ist der Grund, warum in so kurzer Zeit 3.000 Menschen für die Resolution unterschrieben haben.“
Die Unterschriftensammlung auf dem Kirchentag findet ihm Rahmen der deutschlandweiten Kampagne „Volksentscheid ins Grundgesetz“ statt, mit der Mehr Demokratie gemeinsam mit Bündnispartnern wie Attac, NABU, BUND und Sozialverband Deutschland den Ausbau Direkter Demokratie auf Bundesebene erreichen will. Die Kampagne zielt darauf, die Bürger in ganz Deutschland vor der Bundestagswahl über die Haltung ihrer Direktkandidaten zum bundesweiten Volksentscheid zu informieren, Skeptiker in der Politik zu überzeugen und eine Verankerung bundesweiter Volksentscheide im nächsten Koalitionsvertrag zu erreichen.
Auf dem Kirchentag sind 35 Sammler aus Bremen und dem ganzen Bundesgebiet im Einsatz: Aus Niedersachsen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Thüringen, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Berlin sind Aktive von Mehr Demokratie und dem OMNIBUS angereist, um mit der Resolution ein Signal in die ganze Bundesrepublik zu senden. Bis zum Samstagnachmittag wollen sie weitersammeln, obwohl die nötigen 3.000 Unterschriften bereits zusammen sind.
Text der Resolution: https://www.mehr-demokratie.de/kampagne.html

